Beirut – ein Jahr nach der Explosion

„Ich habe noch nie in meinem Leben eine Zeit erlebt, in der alles so schwer war – die Wirtschaft, das Virus, die Explosion“, sagt Ghada Nicolas (53). Ihre Familie ist eine von 860 Familien, die Anfang September 2020 bis Ende Februar 2021 eine finanzielle Unterstützung von ADRA erhalten haben. Sie bekamen eine finanzielle Unterstützung, um erste Reparaturen an ihren Häusern durchzuführen und um Lebensmittel kaufen zu können.

Vor genau einem Jahr ereignete sich eine gewaltige Explosion im Hafen von Beirut. Bei der Explosion am 4. August 2020 starben mehr als 200 Menschen, 6.500 wurden verletzt und 300.000 obdachlos. Vom ersten Tag an nach der Katastrophe war ADRA vor Ort, und begann mit der Verteilung von Trinkwasser und Nahrungsmitteln erste Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Dank der Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender entwickelte sich aus der Ersthilfe ein langfristiges Projekt. Hand in Hand mit unseren Partnern vor Ort wurden 860 Haushalte (über 2.820 Menschen) in einem sechsmonatigen Netzwerkprojekt beim Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützt.  

Die Explosion in Beirut hat das Leben von Frau Ghada dramatisch verschlechtert. Ihr Haus, ihr Besitz und ihre Lebensgrundlage wurden beschädigt. Sie leidet finanziell, weil sie zu Hause bleibt, um sich um ihre Mutter zu kümmern. „Die Unterstützung von ADRA half mir, meine Mutter weiterhin zu Hause zu pflegen. Ich danke ADRA und den Freiwilligen, die mir geholfen haben, meine Tür, die Küche, die Wasserleitungen und viele andere kleinere Schäden zu reparieren.“

Ein Jahr nach der Katastrophe würde man erwarten, dass sich die Situation vor Ort verbessert hat und der Wiederaufbau abgeschlossen ist. Tatsächlich verschlechtert sich die Lage täglich, vor allem wegen der Hyperinflation im Land. Der Wert der Lira verliert gegenüber dem Dollar immer mehr an Wert. Dadurch sind die Preise im Land gestiegen, insbesondere für Lebensmittel und Treibstoff.

Die COVID-19-Pandemie und die Wirtschaftskrise haben viele Menschen arbeitslos gemacht. Es gibt kaum eine Familie, die sich die hohen Preise noch leisten kann. Die Lage ist vor allem für die Flüchtlingsfamilien im Libanon sehr schwierig. Die UNO berichtet, dass neun von zehn syrischen Flüchtlingen unter der Armutsgrenze leben.

Bild: Ghada Nikolas bei ADRA

Frau Ghada kam in das ADRA-Büro, um sich persönlich bei ADRA zu bedanken: „Ihre Hilfe war dringend notwendig. In dieser schweren Zeit habt ihr das Leben meiner Familie gesichert!“

ADRA Deutschland ist weiterhin in Libanon aktiv und unterstützt zwei Kindergärten in Beirut. Fünf-jährige Kinder bereiten sich auf ihre bevorstehende Einschulung vor und werden in dieser Phase von ADRA begleitet.

Helfen auch Sie den Menschen im Libanon mit Ihrer Spende.
Danke!

Großes Mitgefühl in der Katastrophe

ADRA Mitarbeiter stehen im Materiallager für HochwasserhilfeNach dem verheerenden Hochwasser in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz dauern die Aufräumarbeiten weiter an. ADRA unterstützt Vereine und Initiativen bei den Aufräumarbeiten und arbeitet langfristig beim Wiederaufbau mit.

Zu den Projektpartnern gehört unter anderem das Lebenshilfehaus in Sinzig, Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Das Wohnheim für Menschen mit Beeinträchtigung wurde stark beschädigt, als das Unwetter hereinbrach. Zwölf Bewohnerinnen und Bewohner wurden von den schnell ansteigenden Fluten der Ahr im Erdgeschoss überrascht und konnten sich nicht mehr retten. Das Haus beherbergte insgesamt 36 Bewohnerinnen und Bewohner, im ersten Stock waren die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner über Stunden eingeschlossen. Sie wurden von der Feuerwehr über Boote versorgt, bevor sie in Sicherheit gebracht werden konnten. Mittlerweile wurden sie anderweitig untergebracht und die Betreuung sichergestellt. Das Wohnheim ist unbewohnbar und benötigt umfassende Sanierungsarbeiten. Unser tief empfundenes Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen der Opfer und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lebenshilfe.

Auch der Verein „Leben mit Autismus e.V.“ wurde von der Hochwasserkatastrophe nicht verschont. Der Verein betreibt in Swisstal-Odendorf ein Eiscafé, in dem Menschen mit Autismus arbeiten. Durch Odendorf fließt der Orbach, ein kleiner Bach, der in einem etwa 2 Meter tiefen Graben den Ort durchfließt. Durch die Hochwasserflut stieg der Pegel über den Graben. Das Wasser fraß sich etliche Meter in die umliegenden Straßen und verwüstete den gesamten Ort, darunter auch die Geschäftsstelle und das Eiscafé des Vereins. Das Café wurde während der Corona-Pandemie renoviert und war erst wenige Tage wieder geöffnet. Nun hat die Flut alle Arbeit vernichtet und der Verein steht vor dem nichts. ADRA hilft langfristig beim Wiederaufbau.

Die Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl sind groß

Ob in Sinzig, in Odendorf oder den übrigen Hochwassergebieten, die Anteilnahme aus dem gesamten Bundesgebiet ist bewegend und die Hilfsbereitschaft ist überwältigend! Daher ist ADRA stolz und dankbar, die freiwilligen Helferinnen und Helfer bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Zwei Initiativen, die sich in den Hochwassergebieten um Aufräumarbeiten und die Verteilung von Sachspenden kümmern, werden von ADRA finanziell unterstützt.

Derzeit laufen Gespräche mit weiteren Flutopfern, die ihr Hab und Gut verloren haben. Nicht nur Möbel oder Hausrat, ganze Existenzen wurden mit den Fluten fortgespült. ADRA wird im Namen der Spenderinnen und Spender so vielen Menschen wie möglich schnell und unbürokratisch helfen.

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Hochwasser“

Philippinen: Ein Ausweg aus der Krise

Anfang November 2020 fegte der Supertaifun „Goni“ über die Philippinen hinweg. ADRA ist vor Ort und setzt sich seit letztem Jahr mit einem sechsmonatigen humanitären Hilfsprojekt für die Menschen ein. Gemeinsam möchten wir sie in dieser schweren Zeit begleiten. 

Icon Katastrophenhilfe

Supertaifun „Goni“ gilt als der weltweit stärkste Wirbelsturm des Jahres 2020. Er legte unzählige Häuser in Trümmer. An vielen Orten hatten die Menschen weder Wasser noch Strom. Mehr als eine halbe Million mussten ihr Haus verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Als der Wirbelsturm Familien in die Flucht trieb, konnten vielen von ihnen vorübergehend in Evakuierungszentren Schutz finden. Von Anfang an stand ADRA den Menschen zur Seite und hatte mit der Verteilung von Trinkwasser und Nahrungsmitteln erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet.

 

 

ADRA baut seine Unterstützung aus

Vier Monate nach der Katastrophe sind wir weiterhin vor Ort und haben gemeinsam mit Oxfam und World Vision die Hilfsmaßnahmen ausgeweitet. Die Hilfe stellt sicher, dass die Menschen Essen, sauberes Wasser, eine Unterkunft und Sanitäranlagen erhalten.

Wiederaufbau auf den Philippinen nach Supertaifun GoniIn Notunterkünften finden nun die Menschen eine Bleibe und Schutz. In abgelegenen Gebieten wird Trinkwasser zu den Menschen gebracht. Sanitäre Einrichtungen werden repariert oder installiert. Haushalte erhalten Hygieneartikel wie Seife, Handtücher, Zahnpasta, Zahnbürste, Kamm, Wassereimer und Toilettenpapier. Das Projekt kommt 43.000 Menschen zugute, die zudem einen finanziellen Zuschuss für Lebensmittel und zur Reparatur ihrer Häuser bekommen.

Die Menschen, die wir unterstützen, wohnen in abgelegenen Gebieten und deshalb erreicht sie die Hilfe der philippinischen Regierung nicht. 

Dank eurer Spenden können wir ihnen beistehen.

InformationPHILIPPINEN 
Einwohnerzahl: 108,1 Mio (Stand 2019)
Fläche: 343.000 km²

Das Projekt wird gefördert von: 

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Hilferuf aus Kroatien

05.02.2021 | Pierre Schweitzer
Gute Neuigkeiten aus Kroatien

Gleich nach den Erdbeben war ADRA Kroatien aktiv und verteilte Lebensmittel und Trinkwasser. Dank Eurer großartigen Unterstützung konnten wir im Januar die Hilfe erweitern. Gemeinsam mit anderen Büros aus dem ADRA-Netzwerk bieten wir 477 Haushalte Nothilfe an.

In 21 Dörfern in der Region um die Stadt Glina erhalten die Menschen eine materielle und psychologische Unterstützung. Lebensmittel, Medikamente, Haushaltsgegenstände und Hygieneartikel werden an die betroffene Bevölkerung verteilt. Materialien für den Bau von Unterkünften sind auch angekommen.

Diese Unterstützung hilft ihnen, ihre Grundbedürfnisse zu decken und die schwere Zeit nach der Katastrophe zu überleben.

Für Reparaturarbeiten in ihren Häusern bekommen die Menschen nicht nur eine materielle, sondern auch eine technische Unterstützung. Die Reparatur der Kamine ist besonders wichtig. Sie ermöglicht den Betroffenen in den Wintermonaten zu heizen und zu kochen. Eine Telefonhotline wurde für die Menschen in dem Projektgebiet eingerichtet. Somit können sie unseren Kolleginnen und Kollegen Bedürfnisse oder Problemen schnell melden. Schließlich wird eine psychologische Unterstützung angeboten. Wir haben für die Menschen und ihre Geschichten ein offenes Ohr und möchten ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind.

ADRA Kroatien hat in den letzten Wochen viele Sachspenden erhalten, die sie gezielt an Menschen in Not verteilte.

Eure Hilfe kommt an.

Die Stadt Glina und die umliegende Region befanden sich unmittelbar im Umfeld des Epizentrums. Häuser, die einst während des Jugoslawienkrieges zerstört und danach wiederaufgebaut wurden, liegen erneut in Trümmer.

                                                          

Vielen Dank für Eure Gebete und Spenden!


13.01.2021 | Liane Gruber
Viele Kollegen von ADRA sind aktiv und bringen den Menschen Eure Hilfe! Nicht nur Lebensmittel und Wasser, sondern auch Wohncontainer für die, die ihr Obdach verloren haben.

Hier gehts zur Spendenaktion auf facebook: https://www.facebook.com/ADRADeutschland/posts/4930345393702409


05.01.2021 | Pierre Schweitzer
Kroatien ist binnen wenigen Tagen von zwei Erdbeben heimgesucht worden. Am 28. und am 29. Dezember erschütterten Erdstöße der Stärke 5,2 und 6,4 die Zentralregion in Kroatien. Die Auswirkungen waren sogar in den Nachbarländern zu spüren. Mindestens sieben Menschen haben ihr Leben verloren.

Den offiziellen Angaben zufolge haben zirka 70.000 Menschen ihr Zuhause verloren. ADRA Kroatien berichtet über erheblichen Sachschäden in dem unmittelbaren Umfeld des Epizentrums – rund 45 Kilometer entfernt von der Hauptstadt. Die Erdbeben haben, insbesondere in den Ortschaften Petrinja, Glina und Sisak, eine Landschaft der Verwüstung hinterlassen. Viele Menschen stehen eine Woche nach der Katastrophe ohne nichts da. ADRA Kroatien unterstützt die Betroffenen mit der Verteilung von Lebensmitteln und Hygienekits. In den nächsten Tagen wird damit begonnen, einige Häuser notdürftig zu reparieren, damit Menschen wieder nach Hause zurückkehren können. Dieser Schritt ist wichtig, allein reicht er jedoch nicht aus. 25 Jahre nach dem Ende des Krieges in Kroatien können wir die Menschen nicht im Stich lassen. Wir möchten beim Wiederaufbau der zerstörten Dörfer und Stadteile helfen.

Inmitten des Winters sehnen sich die Betroffen nach einer schnellen Rückkehr zur Normalität. Dabei möchten wir sie unterstützen. ADRA Deutschland berät sich aktuell mit seinen Partnern, um ein Projekt schnellstmöglich auf die Beine zu stellen. Dafür brauchen wir Eure Unterstützung! Die Menschen vor Ort brauchen unsere finanzielle Unterstützung, um ihre Häuser zu reparieren.

Hier gehts zur Spendenaktion: https://adra.de/spendenaktionen-emb/?cfd=oqrfy

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Gemeinsam vorsorgen. Besser helfen.

Der Katastrophe immer eine Spende voraus.

Liebe Leserin, lieber Leser,
ADRA ist Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft. Gemeinsam helfen wir nach großen Katastrophen. Eines ist aus Erfahrung sicher: Katastrophenvorsorge verhindert Leid, noch bevor es geschieht. Sei schneller als die Katastrophe und informiere dich unter www.adra.de

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Zyklon „Eloise“ trifft Mosambik: 1.000 Häuser zerstört

Innerhalb eines Monats trifft der zweite Zyklon das Land Mosambik. Erinnerungen an die verehrenden Wirbelstürme „Idai“ und „Kenneth“ werden wach.

Begleitet von starken Regenfällen fegten Winde mit bis zu 160 Stundenkilometer von der Küste ins Landesinnere. Der Sturm zerstörte mehr als 1.000 Häuser komplett und beschädigten weitere 3.000. Über 160.000 Menschen sind von den Folgen des Wirbelsturms direkt betroffen. Mehrere Menschen kamen ums Leben, die genaue Opferzahl ist noch nicht zu ermitteln.

 

Die Hafenstadt Beira wurde besonders hart getroffen

Besonders heftig wütete „Eloise“ in der Hafenmetropole Beira. Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes (INAM) gingen allein dort innerhalb von 24 Stunden 250 Milliliter Regen nieder, die zweieinhalbfache Menge, die durchschnittlich im Januar registriert wird. Dabei sind die Wassermassen seit dem Tropensturm „Chalane“ zum Jahreswechsel 2020/2021 noch extrem hoch.

➤ Informationen zu unseren Projekten in der Region https://adra.de/ostafrika/

Die Überschwemmungen beschränken sich nicht auf die Hafenstadt Beira, sondern betreffen auch die angrenzenden Provinzen. Straßen sind unpassierbar, Brücken beschädigt. Es werden Notunterkünfte eingerichtet, um die Menschen zu versorgen, die durch den Zyklon ihr Hab und Gut verloren haben. Über 1.000 Familien wurden aus der Provinz Zambezia vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht.

ADRA ist vor Ort in Mosambik

Tage bevor Zyklon „Eloise“ das Festland erreichte, begannen die Vorbereitungen. ADRA hat ein Team in den betroffenen Provinzen Zambezia, Sofala und Inhambane entsendet, um Informationen zu sammeln und mit den lokalen Behörden zusammenzuarbeiten. Jetzt kommt es darauf an, den Menschen Schutzräume zu besorgen, sie mit sauberem Trinkwasser, Essen und Hygieneartikel zu versorgen. 

➤Bericht aus Mosambik https://adra.de/und-ploetzlich-war-das-wasser-da/

 

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Katastrophenvorsorge & Katastrophenhilfe

Katastrophenvorsorge
Bewährte Fachkenntnisse in der Katastrophenhilfe gestatten ADRA, umfassende Präventivmaßnahmen zu ergreifen und die Risiken für den Katastrophenfall zu minimieren. Zum Beispiel werden in Regionen, die wiederholt von Überschwemmungen betroffen sind, Schutzräume erbaut, Trainings für den Notfall angeboten und Frühwarnsysteme installiert.

Katastrophenhilfe
Erdbeben, Taifune, Epidemien, Krieg – Katastrophen haben viele Gesichter. In allen Fällen aber benötigen die in Not geratenen Menschen schnelle Hilfe. ADRA leistet im Krisenfall schnell, direkt und unbürokratisch Katastrophenhilfe. Dank des weltweiten ADRA-Netzwerks mit 140 Länderbüros ist ADRA nach Katastrophen in kürzester Zeit vor Ort.

ADRA unterstützt die humanitäre Hilfe durch die Verteilung von Wasser, Nahrung, Hygieneartikeln und Kleidung. Außerdem stellt ADRA Notunterkünfte und bietet den Menschen medizinische Versorgung und psychosoziale Betreuung.

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