Danke an alle, die helfen!

Haus im Hochwassergebiet 2021_DeutschlandSchwere Unwetter richteten Mitte Juli vor allem in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und in Bayern immense Schäden an. Innerhalb weniger Stunden haben über 40.000 Menschen ihr Zuhause oder ihre Existenzgrundlage verloren.

Leider einige auch ihr Leben. Unsere Kollegen aus der Nothilfeabteilung fahren jede Woche mehrfach in das Hochwassergebiet. Sie treffen dort Vertreter lokaler Helfergruppen und sozialer Einrichtungen und stellen sicher, dass Ihre Spenden dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Mit Bürgermeistern und Ortsvorstehern wird geklärt, wie eine gerechte finanzielle Unterstützung stattfinden kann. Soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Wohnund Pflegeheime sowie lokale Helfergruppen werden unterstützt. Zusätzlich findet eine Zusammenarbeit mit Mitgliedsorganisationen des Katastrophenbündnisses Aktion Deutschland Hilft statt, um die Hilfe vor Ort schnell und effektiv zu koordinieren. Dank Ihrer Spenden kann der Wiederaufbau an vielen Stellen beginnen.

Herzlichen Dank für eure Anteilnahme, euer Mitgefühl und eure Unterstützung!

Sie wollen die Arbeit von ADRA unterstützen?
Vielen Dank!

Hochwasser in Deutschland

 „Wir haben alles verloren, wir können nur noch beten!“

Hochwasserkatastrophe in Deutschland

Die Hochwasserflut in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat immense Sachschäden hinterlassen und zahlreiche Menschenleben gefordert. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Hinterbliebenen des Unwetters. 

Was wir jetzt für die Menschen tun können

Wie schon zum Hochwasser 2013 haben sich die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA), das Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW) und ADRA Deutschland e.V. zusammengetan, um schnell und unbürokratisch zu helfen.

Mit der jahrelangen Erfahrung in Katastrophenhilfe übernimmt ADRA die Einsatzkoordination und kümmert sich unter anderem um Logistik und die Abstimmung von Sachspenden, wie z.B. komplette Kücheneinrichtungen. Bitte wenden Sie sich hierbei direkt an uns. 

Zusammen koordiniert das Bündnis die freiwilligen Helferinnen und Helfer und stellt Ressourcen bereit. Zu ihnen gehören auch die Ehrenamtlichen in den AWW-Helferkreisen der Region. In einer zweiten Phase kümmert sich ADRA um einen schnellen und unbürokratischen Wiederaufbau. Für eine zielgenaue Wiederaufbauhilfe erstellt die Hilfsorganisation passgenaue Bedarfsanalysen, um auch die Sachspenden effektiv zu koordinieren.

Dank der vielen Spenden konnten wir schon einiges anstoßen und auf den Weg bringen. Dazu zählt:  

  • die Hilfen für die Opfer der Flutkatastrophe wird gemeinsam mit der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und dem Advent-Wohlfahrtswerk e.V. geplant und umgesetzt – erste Empfänger*innen haben bereits finanzielle Hilfe erhalten
  • finanzielle Unterstützung von Helferkreisen, die Sammelstellen in Wuppertal, Solingen, Radevormwald, Dorsten, Mettmann betreiben, sowie von Betroffenen und Ersthelfern (Freiwillige, Feuerwehr, THW, Bundeswehr) vor Ort in Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • sammeln, beschaffen, sortieren und verpacken von Hilfsgütern, Transport von Sammelstellen zum Zentrallager Bad Neuenahr-Ahrweiler. Von dort erfolgt die Verteilung und Koordination zu den Abgabepunkten im gesamten Stadtgebiet
  • Wasseraufbereitungsanlage wird in diesen Stunden nach Ahrweiler geliefert
  • Kontakt zu weiteren Helfergruppen und sozialen Einrichtungen besteht
  • Wiederaufbau im Bereich Gebäudetrocknung/ Räumung/ Instandsetzung ist geplant
  • Die Verteilung von effektiven Mikroorganismen, um  verunreinigte Flächen wieder nutzbar zu machen. Effektive Mikroorganismen sind kleine Lebewesen, die als Wiederaufbauhelfer verwendet werden, indem sie gesundheitsschädliche Fäulnis- und Geruchsbakterien neutralisieren (Einsatzgebiet siehe Karte)

Hilfsmaßnahmen im Überblick

Wo ist ADRA Deutschland e.V. im Einsatz?

Übergabe erste Soforthilfen

Im Hochwassergebiet um das Ahrtal wurden am 18. August 2021 die ersten Spendengelder übergeben. Diese gehen als Soforthilfen an landwirtschaftliche Betriebe.

ADRA Deutschland e.V. ist gemeinsam mit LandsAid Großspender für das Netzwerk rund um den Deutschen Bauernverband und die Schorlemer Stiftung. Diese Spenden konnten von unserer Seite aus Mitteln von Aktion Deutschland Hilft gewonnen werden und wir sich unendlich dankbar für die Spender:innen, die das möglich gemacht haben.

Video abspielen

FAQ: Fragen und Antworten zum Hochwasser

Wie ist die aktuelle Lage in den betroffenen Gemeinden? Wie groß sind die Schäden durch das Unwetter? Wie hilft ADRA den Menschen vor Ort konkret? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in diesem FAQ (Stand: 01.09.2021).

Schwere Unwetter haben in Deutschland Mitte Juli Hochwasser und Überschwemmungen verursacht. Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern wurden besonders schwer getroffen. Dieses Hochwasser gilt als „Jahrhundertflut“ mit noch nie da gewesenen Niederschlagsmengen. Die Flut hinterließ eine Landschaft der Verwüstung. Häuser, Straßen, Bahngleise und Brücken wurden zerstört. Deiche und Dämme gebrochen.

Mehr als 180 Menschen starben bei den Überschwemmungen. Mehrere Städte und Landkreise riefen den Notstand aus. Viele Orte sind wegen zerstörter Straßen schwer erreichbar. Die Strom- und Wasserversorgung sind weiterhin stark beeinträchtigt.

Die Aufräumarbeiten laufen jetzt auf Hochtour. Tausende Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungs- und Hilfsdiensten und Technischem Hilfswerk (THW), Hilfsorganisationen sowie viele freiwillige Helfer*innen sind vor Ort im Einsatz. Schlamm und Schutt werden immer weniger. Bald wird die Phase des langwierigen Wiederaufbaus anfangen.

Trotz der Hilfe von außen bleibt eine Rückkehr zur Normalität immer noch ein ferner Traum. Die Folgen der Katastrophe werden noch lange zu spüren sein.

Erst mit den zurückgehenden Wassermassen und den Aufräumarbeiten wurde das Ausmaß der Zerstörung nach und nach sichtbar. Mobilfunkmasten sowie die Wasser-, Gas- und Stromversorgung  sind vielerorts stark beeinträchtigt. Viele Straßen und Brücken sind nicht mehr befahrbar. Der Gesamtschaden wird auf sieben Milliarden Euro[1] geschätzt.

Wohnhäuser und Geschäfte sind eingestürzt oder durch die Wassermassen schwer beschädigt. Für viele Familien ist noch unklar, ob und wann sie in ihrer Häuser zurückkehren können. Viele sind ohne Obdach und übernachten in Notunterkünfte.

Auch Kindergärten und Schulen sind durch das Hochwasser beschädigt worden. Bewohner*innen in Senioren- und Altenheimen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen mussten evakuiert werden.

[1]   Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. https://www.gdv.de/de/medien/aktuell/versicherungsschaeden-durch-flutkatastrophe-bei-rund-sieben-milliarden-euro-69800

 

ADRA unterstützt die Menschen vor Ort. Über 45 soziale Einrichtungen, Vereine und lokale Hilfsinitiativen im Ahrtal, im Swisttal, im Kreis Euskirchen und im Kreis Mettmann erhalten eine finanzielle, logistische und psychologische Unterstützung. Die Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe wird gemeinsam mit der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und dem Advent-Wohlfahrtswerk e.V. geplant und umgesetzt – erste Empfänger*innen haben bereits finanzielle Hilfe erhalten. Wir möchten die Menschen langfristig begleiten und beim Wiederaufbau unterstützen.

Zur Schimmel- und Geruchsbekämpfung in den Häusern werden zudem effektive Mikroorganismen für Privathaushalte in den betroffenen Gebieten bereitgestellt. Die Verteilung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und unter Aufsicht von zwei unserer Experten.

Wir arbeiten auch mit LandsAid e.V. zusammen, um betroffene Landwirte mit einer finanziellen Soforthilfe zu unterstützen.

Eine Übersicht unserer Hilfsmaßnahmen finden Sie auf der interaktiven Karte oben auf dieser Seite.

ADRA arbeitet zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt-Rheinland, um Menschen in besonderer Not mit einer finanziellen Soforthilfe zu unterstützen. ADRA nimmt keine Anträge auf Soforthilfe an. Die Anträge müssen direkt bei der AWO-Rheinland gestellt werden. Seit dem 10. August ist die AWO-Rheinland mit ihrem mobilen Sozialberatungsteams zunächst an der Ahr unterwegs. Betroffene von der Hochwasserkatastrophe haben die Möglichkeit, sich direkt vor Ort von den Mitarbeiter*innen beraten zu lassen und anschließend einen Antrag auf Soforthilfe zu stellen. Wann und wo das mobile Team von AWO-Rheinland in ihrer Gemeinde sein wird, können Sie dem folgenden Link entnehmen: https://www.awo-mittelrhein.de/de/awo/wir-kaempfen-fuer/kampagnen/hochwasserhilfe/

Leider können wir auf Grund der Vielzahl von Anträgen keine Antragsformulare per E-Mail oder per Post versenden.

ADRA unterstützt finanziell unmittelbar lokale Initiativen, soziale Einrichtungen und die Soforthilfsprogramme von LandsAid e.V. und von AWO-Rheinland. Ihre Hilfe widmet sich wiederum direkt an Privatpersonen. Somit unterstützt ADRA nur indirekt Privatpersonen.

Nach Einreichen eines Antrages auf Unterstützung und dessen Überprüfung wird das Geld an soziale Einrichtungen, Vereine bzw. an lokale Initiativen schnell überwiesen.

Nein! ADRA Deutschland e.V. wird erst gezielt zu Sachspenden aufrufen, wenn mit dem Wiederaufbau begonnen wird. Die Menschen sind noch damit beschäftigt, den Schlamm und die Trümmer aus ihren Häusern zu entfernen. Im Augenblick haben sie genug Lebensmittel und Kleidung erhalten. Wir kommen auf euch zu, wenn Haushaltsgegenstände gebraucht werden.

ADRA Deutschland e.V.
IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00
Stichwort/Verwendungszweck: Hochwasser

oder direkt über die Webseite unter dem Stichwort „Hochwasser“

Die betroffenen Kommunen und Kreise sind zentrale Anlaufstellen für Hilfs- und Wohnraumangebote. Eine Liste von Kontaktdaten sind auf der Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu finden: https://www.bbk.bund.de/DE/Infothek/Fokusthemen/_documents/Themen/2021/starkregen.html

ADRA ist jede Woche für mehrere Tage im Katastrophengebiet unterwegs und steht dort mit sozialen Einrichtungen, Vereinen und Initiativen in engem Kontakt. Ein ADRA-Mitarbeiter befindet sich durchgehend in der Nähe der betroffenen Region.

Da das Ahrtal sehr groß ist, arbeiten wir mit mobilen Teams, um schnell und effektiv persönliche Kontakte mit Betroffenen pflegen zu können. Damit sind wir flexibler. Aus diesem Grund haben wir keinen festen Standort, an dem man uns finden kann. Für nähere Informationen können Sie uns unter folgender Telefonnummer erreichen: 06151 81150.

Geschichten, die das Hochwasser schreibt

Tagebuch eines Notfallseelsorgers

Jetzt Spenden

Zur Bewältigung der Katastrophe und Unterstützung der Opfer sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Wir bitten Sie im Namen der Flutopfer um Ihre Hilfe und Ihre Spende:

Direkt online Spenden unter dem Stichwort „Hochwasser“:

Unser Spendenkonto:

ADRA Deutschland e.V.
IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00
Stichwort: Hochwasser

Katastrophenhilfe in Haiti – Nothilfeeinsatz verlängert

27. August 2021 | Pierre Schweitzer

Zwei Wochen nach dem Erdbeben sind die Menschen weiterhin auf unsere Unterstützung angewiesen. Essen, Trinkwasser und einen Schutz für die Nacht fehlen. 

ADRA Deutschland hat sich mit ADRA international und mit weiteren Partnerbüros zusammengeschlossen, um die Hilfe mehr Menschen zugänglich zu machen. Aus der Ersthilfe ist ein Netzwerkprojekt entstanden. 200.000 Euro konnten dank aller Spenderinnen und Spendern zusammengelegt werden. Eine erste Bedarfsanalyse wurde von den Kollegen vor Ort durchgeführt.

In den nächsten Wochen werden in Saint-Louis du Sud, Les Cayes und Camp-Périn 6.000 Menschen mit Essen, Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen und Notunterkünfte versorgt. Die Hilfe ist nicht ausreichend. Sie erschwert zumindest die Ausbreitung von schlimmen Krankheiten und verschafft den Menschen ein bisschen Zeit, um die Schäden an ihren Häuser zur analysieren.

Wir danken unseren Spenderinnen und Spendern für die großartige Unterstützung. Wir brauchen Sie, um mehr Menschen auf Haiti helfen zu können.

Helfen auch Sie den Menschen in Haiti mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Katastrophenhilfe“.
Danke!

ADRA Mitarbeiter nach dem Erdbeben in HaitiDas Erdbeben vom 14. August und der nachfolgende Tropensturm „Grace“ hinterlassen große Not. Die Zahl der Opfer steigt weiter an. Fast 2.000 Menschen sind bisher gestorben, etwa 10.000 Menschen wurden verletzt. Und es gibt immer noch Vermisste. Viele Überlebende schlafen im Freien. Krankenhäuser sind überfüllt und Patienten warten stundenlang auf medizinische Versorgung.

ADRA ist bei den Menschen vor Ort. In Zusammenarbeit mit dem Haiti Adventist Hospital in der Hauptstadt Port-au-Prince werden Verletzte medizinisch betreut. Das ADRA-Büro im Süden des Landes macht schnelle Hilfe möglich und die Betroffenen werden mit Trinkwasser und Nahrung sowie mit Hygieneartikeln versorgt. Die Verteilung von Zeltplanen gibt den Obdachlosen Schutz. Helfen Sie uns, zu helfen und spenden Sie unter dem Spendenstichwort KATASTROPHENHILFE. Danke!

Erdbeben in Haiti16. August 2021 | Pierre Schweitzer

Am Morgen des 14. August erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,2 den Süden Haitis. Bisher sind 1.300 Menschen gestorben, viele werden noch vermisst. Die Rettungskräfte sind Tag und Nacht im Einsatz, um Überlebende aus den Trümmern zu ziehen.

Die Erschütterungen richteten große Schäden an. Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser und Kirchen sind eingestürzt. Viele Straßen und Brücken sind nicht mehr befahrbar.

Das Beben traf eine ohnehin geschwächte Bevölkerung. 80 Prozent der Bevölkerung lebt von weniger als 2 US-Dollar am Tag; etwa die Hälfte muss mit weniger als 1 US-Dollar auskommen.  Zugleich erlebt das Land eine tiefe politische Krise. Am 7. Juli wurde Präsident Jovenel Moise ermordet. Der Karibikstaat wird seither von einer Übergangsregierung geführt. Die Präsenz von kriminellen Banden schafft zusätzlich ein Klima der Unsicherheit.

Die Erschütterungen erinnern unmittelbar an das verheerende Erdbeben von 2010, bei welchem mehr als 200.000 Menschen ums Leben kamen. Bis heute hat sich der Karibikstaat nicht von den Folgen des Bebens erholt. Nun brauchen die Menschen unsere Gebete und unsere Unterstützung, um diese Krise zu bewältigen.

ADRA ist vor Ort aktiv und hilft den Menschen mit ersten Maßnahmen.

Helfen auch Sie den Menschen in Haiti mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Katastrophenhilfe“.
Danke!

Beirut – ein Jahr nach der Explosion

„Ich habe noch nie in meinem Leben eine Zeit erlebt, in der alles so schwer war – die Wirtschaft, das Virus, die Explosion“, sagt Ghada Nicolas (53). Ihre Familie ist eine von 860 Familien, die Anfang September 2020 bis Ende Februar 2021 eine finanzielle Unterstützung von ADRA erhalten haben. Sie bekamen eine finanzielle Unterstützung, um erste Reparaturen an ihren Häusern durchzuführen und um Lebensmittel kaufen zu können.

Vor genau einem Jahr ereignete sich eine gewaltige Explosion im Hafen von Beirut. Bei der Explosion am 4. August 2020 starben mehr als 200 Menschen, 6.500 wurden verletzt und 300.000 obdachlos. Vom ersten Tag an nach der Katastrophe war ADRA vor Ort, und begann mit der Verteilung von Trinkwasser und Nahrungsmitteln erste Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Dank der Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender entwickelte sich aus der Ersthilfe ein langfristiges Projekt. Hand in Hand mit unseren Partnern vor Ort wurden 860 Haushalte (über 2.820 Menschen) in einem sechsmonatigen Netzwerkprojekt beim Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützt.  

Die Explosion in Beirut hat das Leben von Frau Ghada dramatisch verschlechtert. Ihr Haus, ihr Besitz und ihre Lebensgrundlage wurden beschädigt. Sie leidet finanziell, weil sie zu Hause bleibt, um sich um ihre Mutter zu kümmern. „Die Unterstützung von ADRA half mir, meine Mutter weiterhin zu Hause zu pflegen. Ich danke ADRA und den Freiwilligen, die mir geholfen haben, meine Tür, die Küche, die Wasserleitungen und viele andere kleinere Schäden zu reparieren.“

Ein Jahr nach der Katastrophe würde man erwarten, dass sich die Situation vor Ort verbessert hat und der Wiederaufbau abgeschlossen ist. Tatsächlich verschlechtert sich die Lage täglich, vor allem wegen der Hyperinflation im Land. Der Wert der Lira verliert gegenüber dem Dollar immer mehr an Wert. Dadurch sind die Preise im Land gestiegen, insbesondere für Lebensmittel und Treibstoff.

Die COVID-19-Pandemie und die Wirtschaftskrise haben viele Menschen arbeitslos gemacht. Es gibt kaum eine Familie, die sich die hohen Preise noch leisten kann. Die Lage ist vor allem für die Flüchtlingsfamilien im Libanon sehr schwierig. Die UNO berichtet, dass neun von zehn syrischen Flüchtlingen unter der Armutsgrenze leben.

Bild: Ghada Nikolas bei ADRA

Frau Ghada kam in das ADRA-Büro, um sich persönlich bei ADRA zu bedanken: „Ihre Hilfe war dringend notwendig. In dieser schweren Zeit habt ihr das Leben meiner Familie gesichert!“

ADRA Deutschland ist weiterhin in Libanon aktiv und unterstützt zwei Kindergärten in Beirut. Fünf-jährige Kinder bereiten sich auf ihre bevorstehende Einschulung vor und werden in dieser Phase von ADRA begleitet.

Helfen auch Sie den Menschen im Libanon mit Ihrer Spende.
Danke!

Großes Mitgefühl in der Katastrophe

ADRA Mitarbeiter stehen im Materiallager für HochwasserhilfeNach dem verheerenden Hochwasser in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz dauern die Aufräumarbeiten weiter an. ADRA unterstützt Vereine und Initiativen bei den Aufräumarbeiten und arbeitet langfristig beim Wiederaufbau mit.

Zu den Projektpartnern gehört unter anderem das Lebenshilfehaus in Sinzig, Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Das Wohnheim für Menschen mit Beeinträchtigung wurde stark beschädigt, als das Unwetter hereinbrach. Zwölf Bewohnerinnen und Bewohner wurden von den schnell ansteigenden Fluten der Ahr im Erdgeschoss überrascht und konnten sich nicht mehr retten. Das Haus beherbergte insgesamt 36 Bewohnerinnen und Bewohner, im ersten Stock waren die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner über Stunden eingeschlossen. Sie wurden von der Feuerwehr über Boote versorgt, bevor sie in Sicherheit gebracht werden konnten. Mittlerweile wurden sie anderweitig untergebracht und die Betreuung sichergestellt. Das Wohnheim ist unbewohnbar und benötigt umfassende Sanierungsarbeiten. Unser tief empfundenes Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen der Opfer und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lebenshilfe.

Auch der Verein „Leben mit Autismus e.V.“ wurde von der Hochwasserkatastrophe nicht verschont. Der Verein betreibt in Swisstal-Odendorf ein Eiscafé, in dem Menschen mit Autismus arbeiten. Durch Odendorf fließt der Orbach, ein kleiner Bach, der in einem etwa 2 Meter tiefen Graben den Ort durchfließt. Durch die Hochwasserflut stieg der Pegel über den Graben. Das Wasser fraß sich etliche Meter in die umliegenden Straßen und verwüstete den gesamten Ort, darunter auch die Geschäftsstelle und das Eiscafé des Vereins. Das Café wurde während der Corona-Pandemie renoviert und war erst wenige Tage wieder geöffnet. Nun hat die Flut alle Arbeit vernichtet und der Verein steht vor dem nichts. ADRA hilft langfristig beim Wiederaufbau.

Die Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl sind groß

Ob in Sinzig, in Odendorf oder den übrigen Hochwassergebieten, die Anteilnahme aus dem gesamten Bundesgebiet ist bewegend und die Hilfsbereitschaft ist überwältigend! Daher ist ADRA stolz und dankbar, die freiwilligen Helferinnen und Helfer bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Zwei Initiativen, die sich in den Hochwassergebieten um Aufräumarbeiten und die Verteilung von Sachspenden kümmern, werden von ADRA finanziell unterstützt.

Derzeit laufen Gespräche mit weiteren Flutopfern, die ihr Hab und Gut verloren haben. Nicht nur Möbel oder Hausrat, ganze Existenzen wurden mit den Fluten fortgespült. ADRA wird im Namen der Spenderinnen und Spender so vielen Menschen wie möglich schnell und unbürokratisch helfen.

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Hochwasser“

Philippinen: Ein Ausweg aus der Krise

Anfang November 2020 fegte der Supertaifun „Goni“ über die Philippinen hinweg. ADRA ist vor Ort und setzt sich seit letztem Jahr mit einem sechsmonatigen humanitären Hilfsprojekt für die Menschen ein. Gemeinsam möchten wir sie in dieser schweren Zeit begleiten. 

Icon Katastrophenhilfe

Supertaifun „Goni“ gilt als der weltweit stärkste Wirbelsturm des Jahres 2020. Er legte unzählige Häuser in Trümmer. An vielen Orten hatten die Menschen weder Wasser noch Strom. Mehr als eine halbe Million mussten ihr Haus verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Als der Wirbelsturm Familien in die Flucht trieb, konnten vielen von ihnen vorübergehend in Evakuierungszentren Schutz finden. Von Anfang an stand ADRA den Menschen zur Seite und hatte mit der Verteilung von Trinkwasser und Nahrungsmitteln erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet.

 

 

ADRA baut seine Unterstützung aus

Vier Monate nach der Katastrophe sind wir weiterhin vor Ort und haben gemeinsam mit Oxfam und World Vision die Hilfsmaßnahmen ausgeweitet. Die Hilfe stellt sicher, dass die Menschen Essen, sauberes Wasser, eine Unterkunft und Sanitäranlagen erhalten.

Wiederaufbau auf den Philippinen nach Supertaifun GoniIn Notunterkünften finden nun die Menschen eine Bleibe und Schutz. In abgelegenen Gebieten wird Trinkwasser zu den Menschen gebracht. Sanitäre Einrichtungen werden repariert oder installiert. Haushalte erhalten Hygieneartikel wie Seife, Handtücher, Zahnpasta, Zahnbürste, Kamm, Wassereimer und Toilettenpapier. Das Projekt kommt 43.000 Menschen zugute, die zudem einen finanziellen Zuschuss für Lebensmittel und zur Reparatur ihrer Häuser bekommen.

Die Menschen, die wir unterstützen, wohnen in abgelegenen Gebieten und deshalb erreicht sie die Hilfe der philippinischen Regierung nicht. 

Dank eurer Spenden können wir ihnen beistehen.

InformationPHILIPPINEN 
Einwohnerzahl: 108,1 Mio (Stand 2019)
Fläche: 343.000 km²

Das Projekt wird gefördert von: 

echo

Sie wollen die Arbeit von ADRA Deutschland e.V. mit Ihrer Spende unterstützen?

Hilferuf aus Kroatien

05.02.2021 | Pierre Schweitzer
Gute Neuigkeiten aus Kroatien

Gleich nach den Erdbeben war ADRA Kroatien aktiv und verteilte Lebensmittel und Trinkwasser. Dank Eurer großartigen Unterstützung konnten wir im Januar die Hilfe erweitern. Gemeinsam mit anderen Büros aus dem ADRA-Netzwerk bieten wir 477 Haushalte Nothilfe an.

In 21 Dörfern in der Region um die Stadt Glina erhalten die Menschen eine materielle und psychologische Unterstützung. Lebensmittel, Medikamente, Haushaltsgegenstände und Hygieneartikel werden an die betroffene Bevölkerung verteilt. Materialien für den Bau von Unterkünften sind auch angekommen.

Diese Unterstützung hilft ihnen, ihre Grundbedürfnisse zu decken und die schwere Zeit nach der Katastrophe zu überleben.

Für Reparaturarbeiten in ihren Häusern bekommen die Menschen nicht nur eine materielle, sondern auch eine technische Unterstützung. Die Reparatur der Kamine ist besonders wichtig. Sie ermöglicht den Betroffenen in den Wintermonaten zu heizen und zu kochen. Eine Telefonhotline wurde für die Menschen in dem Projektgebiet eingerichtet. Somit können sie unseren Kolleginnen und Kollegen Bedürfnisse oder Problemen schnell melden. Schließlich wird eine psychologische Unterstützung angeboten. Wir haben für die Menschen und ihre Geschichten ein offenes Ohr und möchten ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind.

ADRA Kroatien hat in den letzten Wochen viele Sachspenden erhalten, die sie gezielt an Menschen in Not verteilte.

Eure Hilfe kommt an.

Die Stadt Glina und die umliegende Region befanden sich unmittelbar im Umfeld des Epizentrums. Häuser, die einst während des Jugoslawienkrieges zerstört und danach wiederaufgebaut wurden, liegen erneut in Trümmer.

                                                          

Vielen Dank für Eure Gebete und Spenden!


13.01.2021 | Liane Gruber
Viele Kollegen von ADRA sind aktiv und bringen den Menschen Eure Hilfe! Nicht nur Lebensmittel und Wasser, sondern auch Wohncontainer für die, die ihr Obdach verloren haben.

Hier gehts zur Spendenaktion auf facebook: https://www.facebook.com/ADRADeutschland/posts/4930345393702409


05.01.2021 | Pierre Schweitzer
Kroatien ist binnen wenigen Tagen von zwei Erdbeben heimgesucht worden. Am 28. und am 29. Dezember erschütterten Erdstöße der Stärke 5,2 und 6,4 die Zentralregion in Kroatien. Die Auswirkungen waren sogar in den Nachbarländern zu spüren. Mindestens sieben Menschen haben ihr Leben verloren.

Den offiziellen Angaben zufolge haben zirka 70.000 Menschen ihr Zuhause verloren. ADRA Kroatien berichtet über erheblichen Sachschäden in dem unmittelbaren Umfeld des Epizentrums – rund 45 Kilometer entfernt von der Hauptstadt. Die Erdbeben haben, insbesondere in den Ortschaften Petrinja, Glina und Sisak, eine Landschaft der Verwüstung hinterlassen. Viele Menschen stehen eine Woche nach der Katastrophe ohne nichts da. ADRA Kroatien unterstützt die Betroffenen mit der Verteilung von Lebensmitteln und Hygienekits. In den nächsten Tagen wird damit begonnen, einige Häuser notdürftig zu reparieren, damit Menschen wieder nach Hause zurückkehren können. Dieser Schritt ist wichtig, allein reicht er jedoch nicht aus. 25 Jahre nach dem Ende des Krieges in Kroatien können wir die Menschen nicht im Stich lassen. Wir möchten beim Wiederaufbau der zerstörten Dörfer und Stadteile helfen.

Inmitten des Winters sehnen sich die Betroffen nach einer schnellen Rückkehr zur Normalität. Dabei möchten wir sie unterstützen. ADRA Deutschland berät sich aktuell mit seinen Partnern, um ein Projekt schnellstmöglich auf die Beine zu stellen. Dafür brauchen wir Eure Unterstützung! Die Menschen vor Ort brauchen unsere finanzielle Unterstützung, um ihre Häuser zu reparieren.

Hier gehts zur Spendenaktion: https://adra.de/spendenaktionen-emb/?cfd=oqrfy

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Kroatien Erdbeben“