Wie wir arbeiten

Humanitäre Hilfe findet meist in einem schwierigen Umfeld mit schlechter Sicherheitslage und hohem Zeitdruck statt. Daher ist es uns wichtig, dass sich unsere Arbeit an bestimmten Grundsätzen und Prinzipien orientiert.

Partnerschaftlichkeit und Mitbestimmung

In unseren Projekten arbeiten wir partnerschaftlich mit der lokalen Bevölkerung zusammen, damit das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe wirksam werden kann. Die Kenntnisse der Menschen vor Ort werden in unsere Arbeit miteinbezogen, damit Ressourcen geschont und gebündelt werden und Maßnahmen effektiv und nachhaltig eingesetzt werden können. Wir stärken die lokale Bevölkerung darin, sich für ihre Rechte und Interessen einzusetzen. Sie werden von uns in die Prozesse und Entscheidungen eingebunden.

Ein freundlicher ADRA-Mitarbeiter hilft einer Frau mitten im Grünen bei der Ernten
Zwei Männer aus Asien mit angestrengten Gesichtern, belagern die Lagerfläche eines Autos mit weißen ADRA-Säcken

Humanitäre Prinzipien als zentrale Grundlage

Auf der Basis des humanitären Völkerrechts wurden die humanitären Prinzipien nach den Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung entwickelt. Im Jahr 1991 wurden die drei Prinzipien Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Neutralität mit der Resolution 46/182 der Generalversammlung der Vereinten Nationen als Basis der weltweiten humanitären Hilfe eingeführt. Im Jahr 2003 wurden sie mit der Resolution 58/114 um das Prinzip der Unabhängigkeit erweitert.

  • Das Prinzip der Menschlichkeit bedeutet, dass menschliches Leid zu lindern, soweit es möglich ist. Dabei soll den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht werden.
  • Das Prinzip der Neutralität untersagt es uns in Konflikten, für eine Seite Partei zu ergreifen oder eine Partei zu bevorzugen. Dass Hilfsorganisationen sich neutral verhalten, ist notwenige Voraussetzung für die Sicherheit der humanitären Helferinnen und Helfer.
  • Das Prinzip der Unparteilichkeit besagt, dass sich die Hilfe allein nach der Bedürftigkeit richtet. Als christliche Hilfsorganisation steht bei uns der Mensch mit seiner Not im Mittelpunkt, ungeachtet des Alters, des Geschlechtes, der ethnischen Herkunft, Nationalität, der Weltanschauung oder Religionszugehörigkeit. Gleichstellung und Inklusion sind wichtige Aspekte unserer Arbeit.
  • Das Prinzip der Unabhängigkeit zieht eine Trennlinie zwischen humanitären Zielen einerseits und politischen, militärischen, wirtschaftlichen oder sonstigen Zielen andererseits. Das Ziel der humanitären Hilfe ist es, Leben zu retten und Leid zu lindern.

Risikoarmes Arbeiten

Humanitäre Hilfe soll bedarfsorientiert und zielgerichtet geleistet werden und die Situation für die von Katastrophen betroffene Bevölkerung nicht verschlimmern. Das Do no Harm-Prinzip soll negative Entwicklungen und Nebenwirkungen für die betroffenen Menschen, Konfliktparteien und Umwelt vermeiden.  

Schwerpunkte unserer Arbeit

Zu den Schwerpunkten der humanitären Hilfe zählen die Bereiche Ernährung, Gesundheit, Wasser- und Sanitärversorgung und humanitärer Schutz, die Förderung humanitärer Bargeldhilfe sowie die Hilfe für Geflüchtete und Vertriebene.

Alle unsere Projekttätigkeiten sind in die global gültigen 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Staatengemeinschaft eingebunden. ADRA Deutschland entwickelt in einem Vierjahresrhythmus eine Fokussierung der Tätigkeitsbereiche. Bis zum Jahr 2026 liegen die Schwerpunkte auf den Bereiche Nahrung, Bildung, Klimaschutz und Katastrophenvorsorge.

Hier finden Sie unsere Projekte im Überblick

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