Zusammen lernen macht Spaß

In Serbien leben die Roma am Rande der Gesellschaft. Sie werden diskriminiert und zählen zu den Ärmsten der Armen im Lande. Die meisten von ihnen finden keine regelmäßige Arbeit und überleben als Tagelöhner. Die Kinder besuchen nur selten
eine Schule.

In den Städten Belgrad und Novi Sad engagiert sich ADRA an der Seite von Roma-Familien, um ihnen die Integration in die serbische Gesellschaft zu erleichtern. Kinder erhalten einen Platz in einer Grundschule. In Belgrad bekommen sie in einem
Gemeindezentrum Nachhilfe und können im Rahmen von Freizeitaktivitäten mit anderen Kindern spielen. Erwachsene erlernen in Schulungen neue Fähigkeiten, die sie auf dem Arbeitsmarkt nachweisen können.
Für die Roma-Bevölkerung bedeutet eine gute Ausbildung einen Ausweg aus der Armut und mehr Teilhabe in der Gesellschaft. Mit der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender erhalten arme Familien Lebensmittelpakete. Denn nur mit vollem Magen kann man gut lernen!

Das Projekt wird finanziell durch das Auswärtige Amt unterstützt

Projektlaufzeit: 04/2021 – 03/2023

Unterstützen auch Sie unsere Bildungsprojekte.
Danke!

Start der „Aktion Kinder helfen Kindern“ 2021

Jedes Jahr packen in ganz Deutschland Kinder, Eltern und Großeltern Weihnachtspakete für Kinder armer Familien in Ost- und Südosteuropa. In den Paketen findet sich Spiel- und Malzeug, Kleidung, Schulhefte und oft auch eine persönliche Nachricht. Mit der „Aktion Kinder helfen Kindern“ erreichen wir, dass die Kinder in Deutschland Mitgefühl für Gleichaltrige in anderen Teilen der Welt entwickeln und gleichzeitig helfen wir den einkommensschwachen Kindern, z.B. in Serbien. Seit dem Jahr 2000 konnten wir gemeinsam 678.026 Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Am 20. September, am Weltkindertag, startet die „Aktion Kinder helfen Kindern“. Die Pakete werden in ganz Deutschland gesammelt und zur Weihnachtszeit ausgeliefert. Mehr dazu finden Sie unter https://kinder-helfen-kindern.org/

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA mit einer Spenden.

Forum Mittelrhein

Herzlich Willkommen zum „Forum Mittelrhein“! Am 10. Juli um 10:00 erwartet Sie Pastor Stephan Sigg zum Thema „Glauben Begeistert Leben“. In einem interaktiven Programm können Sie gemeinsam mit Ihren Freunden und Ihrer Familie digital mit allen Adventgemeinden aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland teilnehmen. ADRA ist auch dabei.
Weitere Infos finden Sie auf
www.mrv.adventisten.de/forum

Wir bauen Brunnen aus Ihrem Gold

Erst hat man Schmerzen bis die Zähne da sind, dann muss man sich jahrelang um sie kümmern. Irgendwann findet der Zahnarzt ein Loch in einem Zahn. Vielleicht ist es noch klein und kann repariert werden.

Hat man jedoch zu lange gewartet, ist es eventuell schon zu spät. Aber eine Lücke soll es auch nicht geben. Also wird der Zahn „vergoldet“. Die Zeit vergeht und es kommen weitere vergoldete Freunde dazu. Irgendwann wird das Zahngold ausgetauscht. Wäre es nicht wunderbar, wenn das
Zahngold in anderer Form vielen Menschen helfen könnte? Die Patientinnen und Patienten der Zahnarztpraxis Lyhs finden das gut. Deshalb sammelt die Zahnärztin das Zahngold, schickt es ins Labor und von dort kommt eine Spende zu ADRA. Wir danken Frau Lyhs für ihre Unterstützung und hoffen, dass ihr Beispiel viele Nachahmer findet.

Möchten Sie weitere Informationen oder Material zum Thema „Zahngold“ bekommen?
Schreiben Sie uns gerne an info@adra.de

Sie wollen die Arbeit von ADRA Deutschland e.V. unterstützen?

Am 20.06. ist Weltflüchtlingstag. Meine Motivation für die Flüchtlingsarbeit

Es hat mein Herz berührt, als ich 2015 im Fernsehen die Bilder der langen Flüchtlingstrecks mit tausenden müden, ausgezehrten Menschen gesehen habe. Wie musste das sein, aus Angst und Verzweiflung seine Heimat, die Familie, das ganze bisherige Leben hinter sich zu lassen und in ein fremdes Land zu kommen?

Ich habe selbst zwei erwach-sene Kinder und habe gerade in den jungen Männern meinen eigenen Sohn gesehen. Was, wenn er in solch eine Situation käme? Was würde ich mir dann für ihn erhoffen? So war es mein Wunsch, ihnen das Ankommen zu erleichtern und in praktischen Alltagsfragen zu helfen, aber in erster Linie, wenigstens einigen von ihnen mein eigenes Zuhause zu öffnen, als einen Ort, an dem sie immer willkommen sind.
In einer Zeit, in der mehr und mehr globale Krisen Menschen dazu zwingen zu fiehen, möchten wir gemeinsam ein
Zeichen der Solidarität setzen und unterstützen die Arbeit für Geflüchtete.

ADRA unterstützt die Einsätze der
Seenotrettungsorganisation SOS
MEDITERRANEE. Für uns als christliche
Hilfsorganisation ist das Retten von
Menschenleben ein Gebot der
Menschlichkeit.

Sie wollen die Arbeit von ADRA Deutschland e.V. unterstützen?

UMDENKEN: Nachhaltigkeitscamp 2021

Vom 09. bis zum 11. Juli 2021 veranstalten die Adventjugend, die Freikirche der STA, der Zeltplatz Friedensau gGmbH sowie ADRA Deutschland e.V. gemeinsam das Umdenken. NachhaltigkeitsCamp.

Hier warten interessante Vorträge und spannende Workshops zum Thema Nachhaltigkeit auf Klein und Groß. Neben den Angeboten für die Erwachsenen wird es durchgängig auch Workshops speziell für Kinder und Familien geben. Ausgiebige Waldspaziergänge und gemütliche Lagerfeuer am Abend bieten viel Raum für Austausch und Diskussion. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.


Anmeldung und weitere Informationen: Umdenken

Gelebte Nächstenliebe bei ADRA

Gabriele Hansch war sieben Jahre Abteilungsleiterin bei ADRA. Ende März wurde sie in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Zum Abschied haben wir mit ihr über Ihre Arbeit und Motivation gesprochen.

Liebe Gabriele, du hast in den letzten sieben Jahren die Internationale Entwicklungszusammenarbeit von ADRA geprägt und verantwortet. Wie bist du auf ADRA gekommen?

ADRA kannte ich natürlich schon seit dem Studium. Ich habe Ethnologie studiert und mich auf Westafrika spezialisiert. Mit diesem Studienabschluss bringt man entscheidende Fähigkeiten für die Entwicklungszusammenarbeit mit, für die ich mich dann auch entschieden habe.

Ich war seit 1998 bei unterschiedlichen Organisationen tätig, meine ersten zehn Jahre arbeitete im Ausland, in Afrika. Mein erster Auslandsaufenthalt war schon während der Studienzeit in Westafrika, in Guinea. Land und Leute haben mich fasziniert und begeistert.

Wo immer ich auch in Afrika im Einsatz war, habe ich immer versucht die Kultur, das Land und die Menschen genauer kennen- und verstehen zulernen. Während meiner Auslandstätigkeit habe ich viele interessante Menschen, Traditionen und Lebensweisen schätzen gelernt.

Und wie bist du schließlich zu ADRA gekommen?

Nach meiner 10-jährigen Auslandstätigkeit suchte ich aus privaten Gründen eine neue Aufgabe nahe meiner Heimat und die Wahl fiel auf das Schweizerische Rote Kreuz in Bern. Später lernte ich in Bern auch Erich Lischek kennen, als er mich für ADRA Deutschland anwerben wollte. Danach dauerte es aber noch fünf Jahre, bis ich letztendlich bei ADRA anfing.

Die Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit ist nicht immer einfach. Du arbeitest mit Menschen, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Auch Gewalt und Diskriminierung spielen oft eine Rolle. Wie bist du damit zurecht gekommen?

Schwierig war es in Namibia, dort leite ich ein HIV-Projekt der EU. Aufgrund der historischen Erfahrungen, Rassismus und Apartheid, gab es große Vorbehalte gegenüber Weißen. Die Erlebnisse der Vergangenheit der Menschen dort sind noch sehr präsent. Mit der Zeit konnte ich mich aber gut etablieren, einarbeiten und Freundschaften schließen. Die Menschen haben schnell gemerkt, ob man es ehrlich mit ihnen meint und nicht rassistisch ist.

Dein Herz schlägt für den Kontinent Afrika. Wie kam es dazu und was hat dich an diesem Kontinent gebunden?

An West- und Ostafrika hat mich immer fasziniert, wie freundlich die Menschen Fremde aufnehmen und ich bin dankbar für die vielen positiven Erfahrungen, die ich dort machen durfte. Gerade in Westafrika wird gerne und viel gelacht und so hatten wir auch im Arbeitsumfeld viel Freude zusammen. Es ist immer etwas los und ein buntes Treiben belebt die Straßen und den Alltag.

Bis heute habe ich gute berufliche Kontakte in Afrika. Aus einigen Begegnungen haben sich echte Freundschaften entwickelt, die bis heute halten, Freundschaften fürs Leben.

Mit welchen Hürden muss man rechnen, wenn man in einem fremden Land helfen möchte?

Die Menschen schauen auf dein Wesen und deinen Charakter und merken schnell, wenn Du nicht zu den überheblichen Weißen gehörst, sondern mit ihnen und für sie arbeiten möchtest, damit es ihnen besser geht. Das wird anerkannt.

Bei deinen 23 Jahren in der humanitären Arbeit hast du sicherlich schon einiges erlebt. Was ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Gleich bei meinem ersten Auslandseinsatz in Burkina Faso lernte ich ein ‚verhextes Baby‘ kennen. Dort habe ich, anhand einer durchgeführten Studie, ein Familienplanungsprojekt entwickelt. Eines Tages kam die Hebamme des benachbarten Kinderheims zu mir und zeigte mir ein neugeborenes Mädchen. Seine Mutter war bei der Geburt gestorben und so galt das Mädchen als verhext. ‚Hier, nimm du das Kind, Du kannst es haben‘, sagte die Hebamme zu mir. Der Vater wollte das Kind nicht mehr haben, keine andere Mutter aus dem Dorf wollte sich des Babys annehmen und so musste ich einen Ausweg suchen, sonst wäre das Baby in ein Heim gekommen, weil niemand ein verhextes Kind haben wollte.

Insofern habe ich dann ein Angebot gemacht: Für ein Jahr übernehme ich die Kosten für die Babynahrung, wenn sich im Gegenzug ein Familienmitglied um das Baby kümmert und in meinen Ort zieht, indem es sauberes Trinkwasser für die Flaschennahrung gab. So kam es, dass sich letztlich die Großmutter um die Kleine kümmerte. Jede Woche kam die Großmutter zu mir um mir zu zeigen, wie ihre Enkelin wuchs und sich prächtig entwickelte. Nach einem Jahr hatte auch der Vater keine Angst mehr und erkannte, dass seine Tochter doch nicht verhext ist. Seitdem hat auch er sie angenommen und sie leben wieder als Familie zusammen.

Daran sieht man, wie man mit kleinen Unterstützungen Menschen ins Leben verhelfen kann. Das war immer Motivation und Antrieb für mich. Einzelnen oder auch Gemeinschaften zu helfen sich selbst weiterzuentwickeln.

Was glaubst du, wohin wird sich die Entwicklungszusammenarbeit entwickeln?

Grundsätzlich wird zukünftig mehr Verantwortung in die Länder des Südens gehen. Ein Trend, den ADRA schon lange umsetzt, da wir auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort zurückgreifen bei der Umsetzung der Projekte und keine Experten aus Deutschland in die Welt entsenden. Technische Unterstützung ist da sinnvoll, wo sie erwünscht ist; diese wird es auch zukünftig geben.

Auf der anderen Seite werden bestimmte Mega-Trends stärkeren Einfluss auf die Entwicklungen der einzelnen Länder nehmen. Das sind Klima- und demografischer Wandel, Verteilung der Ressourcen und regionale Machtverschiebungen.

Die Ungleichheit wächst. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Das sind Themen, die uns in Zukunft immer mehr beschäftigen werden.

Bei ADRA konnte ich einiges bewegen und hatte freien Gestaltungsspielraum um das Afrika-Programm auszubauen. Als ich bei ADRA anfing hatten wir in zwei Ländern Projekte, jetzt sind wir in 11 afrikanischen Ländern mit Projekten aktiv. Zudem konnten wir unser Gesamtprojektvolumen seit 2014 verdreifachen.

An meiner Arbeit bei ADRA habe ich immer sehr geschätzt, dass wir eine familiäre Arbeitsatmosphäre haben und ich mit meiner vielseitigen Erfahrung etwas gestalten und bewegen konnte. Das gilt auch für das ADRA-Netzwerk. Als Programmdirektorin bin ich international gut vernetzt und habe viele tolle, engagierte Menschen im ADRA-Netzwerk kennengelernt. Auch wenn meine Arbeit hauptsächlich vom Schreibtisch aus erledigt wird, war es mir immer wichtig wieder rauszugehen, in die Projektländer zu reisen und unsere Arbeit in der Realität zu begutachten.

Ich habe meinen Entschluss in der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit zu arbeiten nie bereut. Ich habe meine Arbeit immer als sinnvoll wahrgenommen, die ich mit sehr viel Engagement, Liebe und Mitgefühl ausgefüllt habe. Als Siebenten-Tags-Adventistin hatte es für mich auch einen hohen Stellenwert in den vergangenen Jahren für das eigene Netzwerk arbeiten zu dürfen. Denn Nächstenliebe, die auch ein Fundament unseres Glaubens ist, konnte ich in meiner Arbeit direkt praktizieren, denn Jesus sagte: „Was ihr für einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ nach Matthäus 25, 40; in diesem Sinne konnte ich ein wenig mithelfen diese Nächstenliebe zu praktizieren und zu zeigen, dafür bin ich dankbar.

Liebe Gabriele, vielen Dank für deinen Einsatz für Menschen in Not und Gottes Segen für deinen neuen Lebensabschnitt!