Hochwasser in Deutschland

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 „Es wird lange dauern, bis wir wieder ein normales Leben haben werden…
Es ist schön, nicht alleine zu sein!“

Hochwasserkatastrophe in Deutschland

In der Nacht zum 15. Juli 2021 haben schwere Unwetter in Deutschland große Zerstörung und Leid hinterlassen, über 180 Menschen verloren ihr Leben. Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat es besonders getroffen. In dieser schweren Zeit stehen wir den Menschen zur Seite und das, solange Hilfe gebraucht wird. 

Hilfsmaßnahmen im Überblick

So hilft ADRA den Menschen

Nach der Flutkatastrophe möchten wir für die Menschen da sein. Wir begleiten sie bei den Aufräumarbeiten und beim Wiederaufbau finanziell und logistisch. ADRA koordiniert und setzt die Hilfsmaßnahmen in den betroffenen Regionen um.

Dank der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender können wir den Menschen jetzt und in Zukunft zur Seite stehen. Die Hilfsmaßnahmen umfassen drei Phasen:

Nothilfe: In den ersten Tagen und Wochen nach der Flut unterstützte ADRA finanziell freiwillige Initiativen, die Sachspenden, Lebensmittel und Trinkwasser beschafften, sortierten und an die Menschen verteilten. Freiwillige Helferinnen und Helfer erhielten bei den Aufräumarbeiten eine logistische und finanzielle Hilfe. Zur ersten Phase der Nothilfe zählte auch die Bereitstellung von Soforthilfen für betroffene Haushalte, soziale Einrichtungen und landwirtschaftliche Betriebe.

Mittelfristige Hilfe: In dieser Phase helfen wir den betroffenen Kindern, Frauen und Männern über den Winter zu kommen und die Zeit bis zum vollständigen Wiederaufbau angemessen zu überbücken. Dabei unterstützen wir mit Übergangskindergärten, psychologischer Betreuung, Flutküchen, Notheizungen und finanzieren Übergangswohnungen.

Langfristige Hilfe:  Wir helfen beim Wiederaufbau sozialer Einrichtungen finanziell und logistisch. Wir begleiten sie langfristig und stehen ihnen zur Seite. 

Zusammenarbeit im Aktionsbündnis

ADRA Deutschland e.V. unterstützt mit Projekten die Menschen vor Ort. Wir möchten die Menschen langfristig begleiten und beim Wiederaufbau unterstützen. Als Teil des Bündnisses Aktion Deutschland hilft e.V. ergeben sich innerhalb der Hilfsmaßnahmen der einzelnen Bündnispartner Synergien, die einen Mehrwert in der Hilfeleistung für die Menschen im Hochwassergebiet bieten.

Wo ist ADRA Deutschland e.V. im Einsatz?

FAQ: Fragen und Antworten zum Hochwasser

Wie ist die aktuelle Lage in den betroffenen Gemeinden? Wie groß sind die Schäden durch das Unwetter? Wie hilft ADRA den Menschen vor Ort konkret? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in diesem FAQ.

Die aktuelle Lage ist von Ort zu Ort verschieden; die Gemeinden wurden unterschiedlich stark vom Hochwasser getroffen. Teils mussten Häuser abgerissen werden, teils konnte mit der Sanierung und dem Wiederaufbau begonnen werden. Viele Häuser sind wieder an ein Strom- und Wassernetz angeschlossen und es wurden provisorische Abwasserkanäle und Behelfsbrücken errichtet. Im Ahrtal hat nicht jedes Haus ein funktionierendes Heizsystem, die Menschen heizen teilweise mit Notheizungen. Bis heute sind nicht alle Häuser bewohnbar, nicht alle Schulgebäude, Kindergärten, soziale Einrichtungen oder Sporthallen nutzbar. 

Mit über 180 Toten ist es das folgenschwerste Hochwasserereignis der letzten 60 Jahre. Aktuellen Schätzungen zufolge, werden mehr als 30 Milliarden Euro nötig, um Häuser, Verkehrsinfrastrukturen, Strom- Wasser, und Gasversorgung wieder herzustellen. Die Behörden sprechen von einem Pegelstand der Ahr zwischen 700 und 800 cm (mittlerer Wasserstand im Jahr liegt bei 58 cm). 

ADRA unterstützt über 80 soziale Einrichtungen und lokale Helfergruppen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen finanziell und logistisch. Soziale Einrichtungen umfassen u.a. Kindergärten, Schulen, Senioren- und Pflegeheime, Tafeln sowie Sportstätten und Tierheime. Von diesen Projekten profitieren mehr als 19.000 Menschen. 

Gemeinsam mit LandsAid und der Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbands halfen wir zudem landwirtschaftlichen Betrieben aus dem Flutgebiet mit einer finanziellen Soforthilfe. Damit erreichten wir über 200 landwirtschaftliche Haushalte, die durch die finanzielle Hilfe ihre Betriebe wiederaufbauen konnten.  

In den ersten Wochen nach der Flut half ADRA Deutschland Privathaushalten, sich das Nötigste zum Überleben zu beschaffen. Mit der AWO Rheinland leisteten wir gemeinsam seit August 2021 finanzielle Nothilfe für mehr als 1.100 Haushalte. 


Wir bieten Winterhilfe an! 

Gemeinsam mit der Initiative AHRche – Verein für Katastrophenhilfe – stellt ADRA provisorische Heizungssysteme für Bewohnerinnen und Bewohner bereit, damit sie den Winter in ihren eigenen vier Wänden überstehen können. In Wohnungen ohne Strom und Gas werden kleine Notküchen eingerichtet, damit warme Mahlzeiten gekocht werden können. In der Region Dernau haben wir Wohncontainer bereitgestellt. In Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen bieten wir die Räume und das Personal für psychosoziale Betreuung an. 

 

Eine Übersicht unserer Hilfsmaßnahmen finden Sie auf der interaktiven Karte oben auf dieser Seite.

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft nach der Flut war und ist überwältigend! Mehr als 8,3 Millionen Euro Hilfeleistungen konnte ADRA bereits auszahlen! ADRA-Kollegen reisen regelmäßig in das Hochwassergebiet, um sicherzustellen, dass Ihre Spenden dort ankommen, wo sie gebraucht werden. 

 

Nach Einreichen eines Antrages auf Unterstützung und dessen Überprüfung wurde das Geld an soziale Einrichtungen, Vereine bzw. an lokale Initiativen schnell und unbürokratisch überwiesen.  

Jetzt Spenden

Zur Bewältigung der Katastrophe und Unterstützung der Betroffenen sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Wir bitten Sie im Namen der Betroffenen um Ihre Hilfe und Ihre Spende:

Direkt online Spenden unter dem Stichwort „Hochwasser“:

Unser Spendenkonto:

ADRA Deutschland e.V.
IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00
Stichwort: Hochwasser

Übergabe erste Soforthilfen

Im Hochwassergebiet um das Ahrtal wurden am 18. August 2021 die ersten Spendengelder übergeben. Diese gehen als Soforthilfen an landwirtschaftliche Betriebe.

ADRA Deutschland e.V. ist gemeinsam mit LandsAid Großspender für das Netzwerk rund um den Deutschen Bauernverband und die Schorlemer Stiftung. Diese Spenden konnten von unserer Seite aus Mitteln von Aktion Deutschland Hilft gewonnen werden und wir sich unendlich dankbar für die Spender:innen, die das möglich gemacht haben.

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Geschichten, die das Hochwasser schreibt

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IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00
Stichwort: Hochwasser

Nothilfe Ukraine: ADRA bereitet sich auf Notlage vor

Seit vielen Jahren engagiert sich das ADRA-Netzwerk in der Ukraine, auch ADRA Deutschland war bis 2020 mit Projekten entlang der Ostukraine vertreten. Gemeinsam mit Aktion Deutschland Hilft und dem Auswärtigen Amt haben wir psychosoziale Unterstützung für die Menschen an den Grenzen zu Luhansk und Donezk ermöglicht sowie die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgt. Nach dem Beginn der Kampfhandlungen in dieser Woche ist die humanitäre Lage in weiten Teilen der Ukraine unübersichtlich.

ADRA Ukraine ist mit 30 Mitarbeitenden in ihren Büros in Kiew, Kramatorsk, Mariupol und Mukachevo sowie lokalen ADRA Koordinatoren und Hunderten von Freiwilligen sehr aktiv und bereitet sich derzeit auf eine mögliche Notlage im Land vor.

Medizinische Hilfe

Momentan betreibt ADRA Ukraine aktive Projekte im Gesundheitssektor (einschließlich medizinischer Notdienste) sowie psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung. Diese Projekte befinden sich entlang der Kontaktlinie, um die isolierten Siedlungen mit Nötigsten zu versorgen.

Wasserversorgung

Da bereits vor dem Beschuss viele Dörfer und Städte entlang der Kontaktlinie keine oder nur eine sehr eingeschränkte Wasserversorgung hatten, laufen auch in diesem Bereich Projekte, mit denen die Wasserversorgung der Bevölkerung wieder sichergestellt werden soll. Bis zur Fertigstellung sind jedoch weiterhin Wassertransporte in diese Regionen notwendig. Derzeit geht man davon aus, dass bereits in wenigen Tagen ca. 90.000 Menschen auf Wassertransporte angewiesen sein werden.

ADRA Ukraine braucht Unterstützung

ADRA Ukraine hat bereits kommuniziert, in welchen Bereichen Hilfe benötigt wird:

  • Finanzielle Mittel, um das WASH-Programm (Wasserversorgung) im Osten der Ukraine fortzusetzen, da Tausende von Bewohnern in den abgelegenen Dörfern entlang der Kontaktlinie aufgrund des Beschusses keinen Zugang zur Grundversorgung, insbesondere Wasser, haben
  • Unterkünfte für die Überwinterung von Geflüchteten
  • Bevorratung von Nahrungsmitteln, Wasser und Hygieneartikeln, um sie zu einem späteren Zeitpunkt in Flüchtlingslagern an Bedürftige zu verteilen
  • Beschaffung von Benzin zum Betanken von ADRA-/Partnerfahrzeugen, um die gefährdete Bevölkerung zu evakuieren, wenn die lokalen Behörden nicht in der Lage sind, dies zu tun.

ADRA Deutschland prüft Einsatz

Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort sondieren wir die humanitäre Lage und prüfen mögliche Nothilfeeinsätze in der Ukraine und – für den Fall größerer Fluchtbewegungen – auch in den Nachbarländern. Wenn Sie die humanitäre Arbeit von ADRA in der Ukraine unterstützen möchten, spenden Sie bitte unter dem Stichwort „Notfall Ukraine“.

Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Menschen in der Ukraine. Wir hoffen auf ein baldiges Ende der Gewalt und Frieden in der Region.

Quelle: ADRA Ukraine, ADRA Schweiz, APD Schweiz


Mitarbeiter von ADRA Ukraine helfen bei der medizinischen
Versorgung (Foto aufgenommen am 09.02.2022)

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Nothilfe Ukraine“

„Aktion Kinder helfen Kindern!“ bringt Freude nach Osteuropa

Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich bei der Weihnachtpaket-Aktion „Kinder helfen Kindern!“ 2021 beteiligt haben! Ohne euch können wir die Aktion nicht durchführen, wir sind für jede noch so kleine Unterstützung dankbar!

Der zweite Winter unter Corona-Einschränkungen hat euch nicht davon abgehalten, dass wir Mädchen und Jungen in Albanien, Bulgarien, Litauen, Montenegro, Nord-Mazedonien, Serbien und im Kosovo gemeinsam eine Freude zu Weihnachten bereiten konnten! Ganz herzlichen Dank für euren Einsatz!

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Effektive Mikroorganismen – Warum wir die kleinen Helfer einsetzen

Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat im Sommer 2021 verheerenden Schaden angerichtet. Über 180 Menschen haben ihr Leben, Tausende haben ihr Hab und Gut verloren. Unmittelbar nach der Katastrophe begann ADRA Deutschland e.V. im Bündnis Aktion Deutschland Hilft mit der Katastrophenhilfe. Ein Baustein unserer Hilfe für den Wiederaufbau sind die sogenannten Effektiven Mikroorganismen.

Bei Effektiven Mikroorganismen (EM) handelt es sich um eine flüssige Mischung von verschiedenen Bakterien und Pilzen. Sie kommen zum Beispiel in der (Bio-)Landwirtschaft, in der Kosmetik und im Haushalt zum Einsatz. Auch nach Überschwemmungen, Flutkatastrophen und Tsunamis helfen EM gegen Fäulnis, Schimmel und (Fäkal-)Geruch.

Nach dem Hochwasser 2013 an Elbe, Saale und weiteren Flüssen wurden EM an Betroffene ausgegeben. Hier berichten Sie von Ihren Erfahrungen: https://www.youtube.com/watch?v=V-fkbUgY6K4

Effektive Mikroorganismen haben den Vorteil, dass sie kostengünstig, nachhaltig und ökologisch unbedenklich sind. Da sie keine chemischen Anteile haben, kommt es auch nicht zu gesundheitlichen Nebenwirkungen durch ihren Einsatz. Die Nutzung von EM – so berichten uns auch Betroffene – wirkt gegen Gerüche und Schimmel in überfluteten Räumen.

Obwohl die Wirkung in der Katastrophenhilfe nur unzureichend wissenschaftlich belegt ist, heißt es nicht, dass der Einsatz von EM nutzlos wäre. Ganz im Gegenteil. Als Hilfsorganisation mit über 30 Jahren Erfahrung in der internationalen Katastrophenhilfe konnten wir viele positive Effekte durch den Einsatz von EM beobachten: Vermeidung von Krankheiten, Regenerierung der Böden sowie Reduzierung von Gestank und Schimmel.

In der Fluthilfe ist ADRA Deutschland e.V. mit über 80 Projekten aktiv. Wir haben bis jetzt 7,3 Millionen Euro ausgezahlt. Die Effektiven Mikroorganismen sind ein Teil der Fluthilfe und stehen Betroffenen kostenlos zur Verfügung. Die Projektkosten belaufen sich auf 65.795 Euro (0,9 %) der ausgezahlten Hilfen.

Elbe-Hochwasser 2013 Die vordere Fläche wurde mit EM behandelt, die hintere Fläche nicht. EM haben dem Boden bei der Regeneration geholfen.

Für Fragen rund um die Anwendung ist ADRA Deutschland e.V. im Flutgebiet mit zwei EM-Beratern unterwegs. Wir bieten Informationsveranstaltungen, auch digital, an und geben Hinweise zur Nutzung. Einer der Berater, Ernst Hammes, erläutert den Einsatz von Effektiven Mikroorganismen (3:33 Minuten): 

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Bei Effektiven Mikroorganismen (EM) handelt es sich um eine flüssige Mischung von verschiedenen Bakterien und Hefen und Pilzen. Sie kommen zum Beispiel in der (Bio-)Landwirtschaft, in der Kosmetik und im Haushalt zum Einsatz. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig.

Nach der Flutkatastrophe von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat ADRA Deutschland e.V. den Betroffenen EM kostenlos zur Verfügung gestellt. Durch ihren Einsatz wird die Vermehrung und Ausbreitung unerwünschter Bakterien unterdrückt, bis sie schließlich weitgehend verdrängt werden.

Effektive Mikroorganismen werden bei Katastrophen auf der ganzen Welt verwendet. Sie helfen zum Beispiel nach Überschwemmungen, Fluten und Tsunamis dabei Geruch zu bekämpfen und hindern Krankheitserreger bei der Ausbreitung.

In über 140 Ländern kommen EM im Alltag und nach Katastrophen zum Einsatz.

Nach dem Hochwasser 2013 an Elbe, Saale und weiteren Flüssen wurden EM an Betroffene ausgegeben. Hier berichten Sie von Ihren Erfahrungen: https://www.youtube.com/watch?v=V-fkbUgY6K4

EM trägt dazu bei, die Vermehrung und Ausbreitung unerwünschter Mikroorganismen zu unterdrücken, sie schließlich weitgehend zu verdrängen und gleichzeitig die Aktivität und Ausbreitung der vorhandenen nützlichen Mikroorganismen zu unterstützen. Auf die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen angewendet werden EM auf kontaminierte Flächen aufgetragen um dort unerwünschte Organismen (Fäkalien, Schlamm) zu verdrängen, damit Häuser, Gärten und Landschaften wieder nutzbar werden.

Es gibt spezielle Mikroorganismen, die in der Lage sind, Schäden durch Öl-Kontamination zu beheben und die Natur sukzessive wieder in den annähernden Ausgangszustand zurückzuversetzen. Zu diesen Mikroorganismen gehören erdölabbauende Bakterien, Hefen sowie fadenförmige Pilze, die sich durch eine besondere Enzymausstattung inhärenter Kohlenwasserstoffe, wie sie in Erdölprodukten vorkommen, einer Stoffumwandlung und einem effektiven Abbau unterziehen.
Die Wirksamkeit erdölabbauender Mikroorganismen ist allerdings – wie alle EM – von Umweltfaktoren wie der Umgebungstemperatur abhängig.
Quelle: http://www.laborundmore.com/research/1508,807654/Dr.-Rabea-Sietmann/Zur-Rolle-von-Mikroorganismen-bei-der-Eliminierung-von-Oelverunreinigungen.html

Je nach Grad der Verschmutzung müssen EM mehrmals aufgetragen werden.
EM sind vollständig biologisch abbaubar, ungiftig, frei von chemischen Zusätzen und ohne gentechnische Manipulationen. Die Wirkung wurde in vielen Einsätzen der Katastrophenhilfe gezeigt.

ADRA Deutschland bietet als einzige Hilfsorganisation von Aktion Deutschland Hilft EM an. Begleitend bietet ADRA Infoveranstaltungen an, in denen über Einsatz und Anwendung aufgeklärt wird.

Die Ausgabe von EM wird begleitet durch eine kostenlose Ausgabe/ Verleih von notwendigen Drucksprühgeräten sowie schriftlichen Informationen zur Anwendung.

Die Wirksamkeit Effektiver Mikroorganismen ist in vielen Lebensbereichen wissenschaftlich festgeschrieben und erforscht. In Katastrophenfällen jedoch hat niemand die Zeit und das Geld eine wissenschaftliche Studie in Auftrag zu geben. Die Hilfe steht im Vordergrund. Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Katastrophenhilfe haben wir mit Effektiven Mikroorganismen bereits auf der ganzen Welt gearbeitet.

Nach dem Hochwasser 2013 an Elbe, Saale und weiteren Flüssen wurden EM an Betroffene ausgegeben. Hier berichten Sie von Ihren Erfahrungen: https://www.youtube.com/watch?v=V-fkbUgY6K4

Hochwasserkatastrophe in Deutschland

"Wir haben alles verloren, wir können nur noch beten!"

In der Nacht auf den 15. Juli 2021 haben schwere Unwetter große Zerstörung in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hinterlassen. Viele Familien haben alles verloren. In einer Nacht haben 188 Menschen ihr Leben verloren, über 40.000 Menschen sind von der Katastrophe direkt betroffen.

Die Kraft des Wassers hat auch die Infrastruktur zerstört: Straßen, Brücken, Strom, Heizung, Leitungswasser funktionieren nicht. In dieser Phase starten die Aufräumarbeiten. Aus Nah und Fern kommen Freiwillige in die Region, um zu helfen.
Einer von ihnen ist Anton. Er trommelt Freunde und Familie zusammen, fährt in das Katastrophengebiet und packt an. „Es herrscht Chaos und keiner weiß wohin mit dem Müll. Der Keller steht bis zur Decke voll mit Wasser“, erzählt Anton von seinem ersten Einsatz und ergänzt: „Der Zusammenhalt war enorm und daraus schöpften die Betroffenen ihre Kraft“.
In der ersten Phase der Katastrophe unterstützt ADRA 74 freiwillige Initiativen und soziale Einrichtungen, die sich um die betroffenen Menschen kümmern und bei den Aufräumarbeiten helfen. Dazu stimmen wir uns mit den Kommunen und Krisenstäben vor Ort eng ab.
Zur ersten Phase der Nothilfe zählt auch die Bereitstellung von Soforthilfen für betroffene Haushalte. ADRA Deutschland e.V. und AWO Rheinland leisten gemeinsam finanzielle Nothilfe für die Opfer der Flut. Das Antragsmobil fährt mehrmals in der Woche die Ahr rauf und runter zu den Betroffenen. Neben finanziellen Hilfen haben die Helferinnen und Helfer immer ein offenes Ohr und können an psychosoziale Betreuung vermitteln. Der Bedarf in der Region ist riesig!

Aufräumarbeiten und Wiederaufbau

Die Häuser, Gärten und Wege sind wenige Wochen nach der Katastrophe wieder frei. Der Schutt, Abfall und Unrat sind noch nicht verschwunden und sammelt sich auf riesigen Bergen außerhalb der Ortschaften. Vor dieser Ausgangslage beginnt der Wiederaufbau im Flutgebiet.
Gemeinsam mit LandsAid hilft ADRA Deutschland e.V. den örtlichen Landwirtinnen und Landwirten beim Wiederaufbau. Damit erreichen wir 1.500 bäuerliche Haushalte, die durch die finanzielle Hilfe ihre Betriebe wiederaufbauen können. Auch karitative Einrichtungen erhalten in der zweiten Phase Unterstützung. Dazu zählen u.a. Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, der Verein „Leben mit Autismus“ oder die Tafel e.V. Bad Münstereifel –Iversheim. Durch die Flut hat die Tafel sämtliches Inventar verloren, dabei sind jetzt besonders viele Menschen auf Hilfe angewiesen. Mit einer Unterstützung zum Wiederaufbau werden
Küchen- und Kühlgeräte angeschafft, damit die Tafel ihrem gemeinnützigen Auftrag nachgehen kann.

Das Leben nach der Flut ist keine Selbstverständlichkeit

In dieser Phase des Wiederaufbaus zeigt sich erst das immense Ausmaß der Katastrophe. Im Ort Dernau zum Beispiel sind 542 der 612 Häuser beschädigt. Überall dröhnen die Motoren von Baggern, Lastern und immer wieder Presslufthämmer. Entweder werden Häuser sofort abgerissen oder bis auf die Grundmauern entkernt. Wenn das Haus wiederaufgebaut wird, hilft ADRA zunächst im Kampf gegen Schimmel, Schadstoffe und Fäkalgeruch. Die Flut hat Kanalisation, Kläranlagen und Heizungskeller
überspült. Dementsprechend sind Abwässer, Chemikalien und Heizöl ausgelaufen und haben Gärten und Häuser kontaminiert. ADRA stellt den Betroffenen sogenannte Effektive Mikroorganismen zur Beseitigung von Gerüchen und Schadstoffen zur Verfügung. Erst wenn das Gemäuer getrocknet ist und nicht mehr riecht, ist überhaupt an Wiedereinrichtung der Räume zu denken.

Die Katastrophe in den Köpfen

Die Menschen, die alles verloren haben, sind traumatisiert. „Wir hören den Regen jetzt anders“, sagt uns ein Anwohner, der die Flutnacht wohl nie vergessen wird. Bei jedem Regen ist die Erinnerung wieder präsent. Ein Teil der Katastrophenhilfe ist deshalb auch die psychosoziale Betreuung, mit einem besonderen Augenmerk für Kinder und Jugendliche: Sport- und Freizeiteinrichtungen werden beim Wiederaufbau unterstützt, Kinder und Jugendliche zu Ausflügen eingeladen. Jedes unbeschwerte Kinderlachen schenkt ein Stück Normalität und Hoffnung.
Seniorinnen und Senioren sind von der Katastrophe besonders hart getroffen. Sie sind weniger mobil – Einsamkeit und soziale Isolation verschärfen die Situation. Daher unterstützen wir aufsuchende Seelsorge bzw. psychosoziale Betreuung. Zusätzlich unterstützt ADRA Projekte, die den sozialen Zusammenhalt stärken, so zum Beispiel eine allabendliche Mahlzeit für die
Bewohnerinnen und Bewohner von Schweinheim. Das gemeinsame Abendessen hilft bei der Verarbeitung der Flutkatastrophe.
 

Die kommenden Herausforderungen

Während die Anwohnerinnen und Anwohner noch unermüdlich dabei sind Schäden zu beseitigen, ziehen neue Bedrohungen am Horizont hinauf:
 
  • Baumaterial ist viel zu teuer
    Im Vergleich zum Vorjahr sind Baustoffe in diesem Jahr extrem teuer. Corona und Lieferengpässe haben die Nachfrage gesteigert, wodurch der Preis im Durchschnitt um 7,2 Prozent gestiegen ist. Bei Vollholz liegt die Steigerung sogar bei über 80 Prozent.
  • Handwerkerinnen und Handwerker? Mangelware!
    Die ersten Aufräumarbeiten haben stattgefunden, doch die Wohnungen und Häuser der Familien sind noch nicht wieder bewohnbar. Die Menschen leben auf Baustellen oder sind mit ihren Liebsten in Hotels untergebracht. Jetzt sind Handwerkende gefragt, die die neue Heizung einbauen, die Fenster setzen, den Estrich erneuern oder Fußböden verlegen. Doch gutes Fachpersonal ist deutschlandweit schwer zu bekommen, weshalb sich der Wiederaufbau in die Länge ziehen wird.
  • Der Winter zieht auf
    Schon bald neigt sich der Spätsommer in den Herbst und unweigerlich in den Winter. Vielen Menschen ist die Heizung buchstäblich davongeschwommen, einige haben noch immer kein Strom und Wasser. Gemeinsam mit der Initiative AHRche – Verein für Katastrophenhilfe stellt ADRA provisorische Heizungssysteme für Bewohnerinnen und Bewohner bereit, damit sie den Winter in ihren eigenen vier Wänden überstehen können.
 

Rechenschaft ablegen gegenüber Spendern und Betroffenen

ADRA arbeitet nach internationalen humanitären Standards und hat sich verpflichtet, gegenüber Spenderinnen und Spendern, als auch gegenüber Hilfeempfängerinnen und -Empfängern, Rechenschaft über die Verwendung der Spendengelder abzulegen. Das Ziel ist eine unbürokratische und schnelle Hilfe auf der einen Seite, eine zielgerichtete und bedarfsgerechte
Unterstützung auf der anderen Seite. Um diesem Ziel gerecht zu werden, planen wir, den Einsatz zeitnah (Januar 2022) zu evaluieren. Durch ein offenes Ohr, der Bereitschaft zuzuhören und Verständnis für die betroffenen Menschen möchte ADRA gemeinsam mit den Opfern der Flut zu einem guten Ergebnis kommen. Von diesem kooperativen und partnerschaftlichen
Ansatz ist ADRA zutiefst überzeugt.

Das Projekt wird unterstützt von:

 

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Gemeinsame Hilfe feiert Jubiläum

Rumänien - MaschineNach dem Fall des Eisernen Vorhangs durch die rumänische Revolution im Dezember 1989 folgten ADRA Österreich und ADRA Deutschland gemeinsam mit dem EUD einem Hilferuf der adventistischen Gemeinschaft in Bukarest.

Zusammen organisierten die Büros eine Druckmaschine als Sachspende. Mit der spendenfinanzierten Druckmaschine aus Deutschland, die hier abgebaut und in Bukarest wieder installiert wurde, entstand ein adventistischer Verlag mit 30 Arbeitsplätzen. Die Maschine ist nach wie vor im Einsatz. Der Salzburger Norbert Koch ist einer der damaligen Helfer. Noch
heute ist er mit der Gemeinde eng verbunden. Die Nachbarschaftshilfe jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Anlässlich des Jubiläums wird es eine kleine, Corona-konforme Feier geben, zu der auch Norbert Koch anreist. Vor 30 Jahren wurde ein Bündnis aus Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft geschmiedet, aus dem eine langjährige Freundschaft entstanden ist. Wir sind froh und dankbar, ein Teil dieser Geschichte zu sein.

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Danke an alle, die helfen!

Haus im Hochwassergebiet 2021_DeutschlandSchwere Unwetter richteten Mitte Juli vor allem in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und in Bayern immense Schäden an. Innerhalb weniger Stunden haben über 40.000 Menschen ihr Zuhause oder ihre Existenzgrundlage verloren.

Leider einige auch ihr Leben. Unsere Kollegen aus der Nothilfeabteilung fahren jede Woche mehrfach in das Hochwassergebiet. Sie treffen dort Vertreter lokaler Helfergruppen und sozialer Einrichtungen und stellen sicher, dass Ihre Spenden dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Mit Bürgermeistern und Ortsvorstehern wird geklärt, wie eine gerechte finanzielle Unterstützung stattfinden kann. Soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Wohnund Pflegeheime sowie lokale Helfergruppen werden unterstützt. Zusätzlich findet eine Zusammenarbeit mit Mitgliedsorganisationen des Katastrophenbündnisses Aktion Deutschland Hilft statt, um die Hilfe vor Ort schnell und effektiv zu koordinieren. Dank Ihrer Spenden kann der Wiederaufbau an vielen Stellen beginnen.

Herzlichen Dank für eure Anteilnahme, euer Mitgefühl und eure Unterstützung!

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