Philippinen: Ein Ausweg aus der Krise

Anfang November 2020 fegte der Supertaifun „Goni“ über die Philippinen hinweg. ADRA ist vor Ort und setzt sich seit letztem Jahr mit einem sechsmonatigen humanitären Hilfsprojekt für die Menschen ein. Gemeinsam möchten wir sie in dieser schweren Zeit begleiten. 

Icon Katastrophenhilfe

Supertaifun „Goni“ gilt als der weltweit stärkste Wirbelsturm des Jahres 2020. Er legte unzählige Häuser in Trümmer. An vielen Orten hatten die Menschen weder Wasser noch Strom. Mehr als eine halbe Million mussten ihr Haus verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Als der Wirbelsturm Familien in die Flucht trieb, konnten vielen von ihnen vorübergehend in Evakuierungszentren Schutz finden. Von Anfang an stand ADRA den Menschen zur Seite und hatte mit der Verteilung von Trinkwasser und Nahrungsmitteln erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet.

 

 

ADRA baut seine Unterstützung aus

Vier Monate nach der Katastrophe sind wir weiterhin vor Ort und haben gemeinsam mit Oxfam und World Vision die Hilfsmaßnahmen ausgeweitet. Die Hilfe stellt sicher, dass die Menschen Essen, sauberes Wasser, eine Unterkunft und Sanitäranlagen erhalten.

Wiederaufbau auf den Philippinen nach Supertaifun GoniIn Notunterkünften finden nun die Menschen eine Bleibe und Schutz. In abgelegenen Gebieten wird Trinkwasser zu den Menschen gebracht. Sanitäre Einrichtungen werden repariert oder installiert. Haushalte erhalten Hygieneartikel wie Seife, Handtücher, Zahnpasta, Zahnbürste, Kamm, Wassereimer und Toilettenpapier. Das Projekt kommt 43.000 Menschen zugute, die zudem einen finanziellen Zuschuss für Lebensmittel und zur Reparatur ihrer Häuser bekommen.

Die Menschen, die wir unterstützen, wohnen in abgelegenen Gebieten und deshalb erreicht sie die Hilfe der philippinischen Regierung nicht. 

Dank eurer Spenden können wir ihnen beistehen.

InformationPHILIPPINEN 
Einwohnerzahl: 108,1 Mio (Stand 2019)
Fläche: 343.000 km²

Das Projekt wird gefördert von: 

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Sie wollen die Arbeit von ADRA Deutschland e.V. mit Ihrer Spende unterstützen?

Gemeinsam Spiele, kreativ sein, Kochen

Gemeinsam Spiele, kreativ sein, Kochen - Gemeinsam für FlüchtlingeDas Adventistische Wohlfahrtswerk in Berlin Pankow lädt Geflüchtete unabhängig von Alter, Herkunft oder Religion ein, gemeinsam mit Einheimischen zusammenzukommen. Für die Kleinen wird kreatives Spielen und Basteln angeboten, Erwachsene tauschen sich aus, während sie zusammen kochen und essen. Ziel ist es gemeinsame Aktivitäten zu gestalten und Möglichkeiten zu schaffen Sprachkenntnisse anzuwenden und zu vertiefen. Es kommen bis zu 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den Treffen, die einmal im Monat stattfinden. Die Teilnehmer des jeweiligen Treffens entscheiden gemeinsam über das Thema des nächsten Treffens.

Die Initiative „Gemeinsam für Flüchtlinge“ besteht aus der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA), dem Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW), der Theologische Hochschule Friedensau (ThHF) und ADRA Deutschland e.V. (ADRA).

Projektlaufzeit 01.08.2018 – 30.09.2019

Verbesserte Ausstattung für die Kinderklinik in Mekele

Mit neuen medizinischen Geräten und der Renovierung der Räume konnte ADRA die Gesundheitsversorgung an der Kinderklinik in Mekele wesentlich verbessern. Damit das neue Röntgengerät vollumfänglich genutzt und die Klinik den Besucherzahlen gerecht werden kann, werden nun Maßnahmen ergänzt.

Die Mekele Seventh Day Adventist Clinic in Mekele City, Äthiopien, bietet eine allgemeine medizinische Versorgung und hat sich insbesondere auf Kinder spezialisiert. Seit mehr als 40 Jahren haben auch ärmere Patienten hier Zugang zu medizinischer Versorgung und werden behandelt. Die Klinik genießt einen guten Ruf und wird stark frequentiert. Zuletzt war jedoch die Ausstattung veraltet und medizinische Geräte sowie die Laboreinrichtung mussten dringend renoviert werden. Dank der tatkräftigen Unterstützung durch Spender konnten diese Missstände behoben werden. Unter anderem wurden neue Labor- und medizinische Geräte und Material erworben, Personal für die Verwendung der neuen Ausstattung ausgebildet, alle Klinik- und Toilettenräume wurden renoviert und Mütter wurden zu Gesundheit, Ernährung und Hygiene geschult. Damit können nun rund 12.000 Kinder in Mekele und Umgebung wieder adäquat behandelt werden.

Einrichtung eines Röntgenraums sowie Ausstattung mit Sitzmöbeln

Damit die neu angeschaffte Röntgenanlage gefahrlos genutzt werden kann und um Patienten vor Strahlungen zu schützen, muss nun ein separater Raum gebaut werden. Außerdem wird weiteres Material für die Röntgengeräte erworben, damit die Ergebnisse digital zur Verfügung stehen – was die Arbeit des medizinischen Personals enorm erleichtert, wertvolle Zeit sowie Kosten einspart. Darüber hinaus werden weitere Sitzplätze für Patienten und das Personal der Klinik eingerichtet, da die alte Ausstattung nicht mehr den aktuellen Patientenzahlen gerecht wird. Ein Problem bei der Wasserversorgung für eine angemessene Hygiene und die Bewässerung der Begrünung konnte mittlerweile schon gelöst werden. Die Maßnahmen in diesem Projekt verbessern die Qualität der Gesundheitsversorgung in Mekele und kommen rund 140 Patienten pro Tag zugute.

Projektlaufzeit: 01.01.2019 – 30.04.2020

Lebensrettende medizinische Hilfe für den Jemen

Seit Beginn des Krieges 2014 im Jemen ist jeder dritte Einwohner von Unterernährung und Hunger betroffen. Fast die gesamte Bevölkerung benötigt humanitäre Hilfe. Dabei sind die Zugänge für Hilfsorganisationen und Güter in den Jemen über Häfen und Flughäfen unterbrochen.

Ziel dieses Projektes ist, Leben zu retten und fundamentale Grundversorgungslücken im Land zu decken. Schwerpunkte sind die Bereiche Gesundheit, Ernährung, Wasser und Sanitär sowie Schutz von Binnenvertriebenen und der Gastgemeinden. Nur etwa 50 Prozent der medizinischen Einrichtungen sind funktionstüchtig, das erhöht die Ausbreitung von Seuchen und beschleunigt die Hungernot. Umfassende lebensrettende Gesundheits- und Ernährungshilfe für etwa 445.150 Menschen stellt ADRA in einem der ärmsten Regionen des Jemen in Al-Hudaydah, Hajjah und Saada bereit.

Projektlaufzeit: 01.09.2018 – 31.08.2020

Dieses Projekt wird gefördert von 

Nothilfe Indonesien: Nahrungsmittel, Hygiene-Sets und Notunterkünfte für Zehntausende

Ende September 2018 bebte in Indonesien die Erde schwer und löste einen Tsunami aus. Zahlreiche Menschen kamen dabei ums Leben und die Schäden sind enorm. Nach der ersten Versorgung mit Notunterkünften verteilt ADRA Nahrungsmittel, Hygiene-Sets und weitere Notzelte in 15 Dörfern auf Zentral-Sulawesi.

Nach dem Tsunami und dem Erdbeben der Stärke 7,5 ist auf Sulawesi nichts mehr wie zuvor. Unzählige Häuser, Brücken, Kirchen und Flughafengebäude wurden zerstört. Die Aufräummaßnahmen werden noch Monate in Anspruch nehmen. Doch auch die erste Hilfe kam an: In einer ersten Hilfsmaßnahme hat ADRA kurzfristig Materialien für Notunterkünfte in die am stärksten betroffenen Gegenden gebracht und damit 3.000 Familien ein Dach über dem Kopf verschafft. Diese bestehen aus zwei großen Zeltplanen, Seil, Nägeln, einem Hammer und einer Säge. Als Zeltstangen können lokale Materialien verwendet werden, wie z.B. Bambus. Mit einem Partner wurden weitere 1.000 Haushalte mit Zeltplanen versorgt und vor der anstehenden Regenzeit geschützt.

Der nächste Schritt: Die Nothilfe ausweiten

Zeitgleich zu den Sofortmaßnahmen hat das Team vor Ort ein Projekt mit weiteren Hilfsmaßnahmen geplant. In 15 Dörfern in Zentral-Sulawesi werden bis Februar 2019 insgesamt rund 30.000 Menschen Lebensmittelunterstützung, Hygiene-Sets und weitere Zeltplanen erhalten. Denn die Situation ist nach wie vor kritisch: Unzählige Menschen haben kein Dach über dem Kopf und ihnen fehlen die einfachsten Dinge wie Handtücher, Zahnbürsten und Seifen. Die Märkte funktionieren nicht richtig, daher ist es besonders in entlegenen Gegenden schwierig, an Waren und Lebensmittel zu kommen. Der Mangel an Nahrung trifft besonders Kinder, Frauen und ältere Menschen hart. Durch beschädigte Wasserleitungen und verunreinigtes Wasser besteht außerdem die Gefahr von Ansteckungen.

Nahrungsmittel, Hygiene-Sets und Notunterkünfte für zehntausende Indonesier

Am dringendsten wird die Unterstützung im Bereich Ernährung benötigt. Daher werden in diesem Projekt 3.500 Haushalte in den Dörfern, insgesamt rund 14.000 Menschen, mit Nahrungsmitteln versorgt. Diese liefern einen ganzen Monat lang pro Person mindestens 2.100 kcal am Tag und beinhalten beispielsweise getrocknete Bohnen, Reis und mehr. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf sensiblen Haushalten, die am schwersten an Nahrung kommen. Wenn die Märkte wieder funktionieren ist geplant, bevorzugt Bargeld zu vergeben, da die Familien so die Lebensmittel erwerben können, die sie am dringendsten benötigen.

Darüber hinaus verteilt ADRA Hygiene-Sets und Wassereimer mit Schöpfkellen. 2.000 Familien erhalten diese Sets, die unter anderem Zahnbürsten, Seife, Waschlappen, Damenbinden und Handtücher beinhalten.

Auch in diesem Projekt werden Materialien für Notzelte verteilt. Damit erhalten weitere 2.000 Haushalte eine vorübergehende Unterkunft und Schutz. Haushalten, die von Frauen mit Kindern geleitet werden, älteren Menschen, Schwangeren und stillenden Müttern sowie Familien mit behinderten Familienmitgliedern wird hierbei der Vorrang gegeben.

Projektlaufzeit: 01.10.2018 – 28.02.2019

 

Um die Hilfsmaßnahmen zu den Betroffenen in Indonesien zu bringen, ist ADRA weiterhin dringend auf Spenden angewiesen. Mit einer Summe von 68 Euro kann eine ganze Familie (4 Personen) einen Monat lang mit Nahrung versorgt werden. Ein Hygiene-Set kann schon für 24 Euro zur Verfügung gestellt werden. 35 Euro decken die Materialkosten für eine Notunterkunft für eine ganze Familie. 
Spenden Sie jetzt unter dem Stichwort „Tsunami“: >> ZUM SPENDENFORMULAR

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Verbesserte Bildungschancen für Kinder im Norden Albaniens

Kinder aus ethnischen Minderheiten stehen im Norden Albaniens vor besonderen Herausforderungen. Kulturelle und finanzielle Gründe machen es ihnen in der Schule schwer und die Schulabbrecherquote ist hoch. ADRA stärkt die Bildung, den Schutz und die soziale Integration der Kinder.

In den Bezirken Kruja und Tirana in Nordalbanien gibt es einen großen Anteil ethnischer Minderheiten. Diese sind oft wenig in die wohlhabendere Mehrheitsgesellschaft integriert und ihre Kinder stehen in der Schule vor höheren Herausforderungen. Dies hat kulturelle Ursachen wie ein frühes Hochzeitsalter und damit verbundene Schulabbrüche, die mit geringerer Bildung und schulischer Unterstützung nachfolgender Generationen verbunden sind. Aber auch finanzielle Gründe bewirken schlechtere Lernvoraussetzungen und damit geringere Zukunftsperspektiven für Kinder aus den marginalisierten Bevölkerungsgruppen.

In diesem Projekt stärkt ADRA die Bildung und soziale Integration von Kindern in den beiden nordalbanischen Bezirken durch Zusatzunterricht, soziale Trainings und steigert darüber hinaus den Zugang zu Kinderschutzeinrichtungen. Damit ergänzt und verlängert es die Maßnahmen weiterer Projekte von ADRA in der Region und setzt darüber hinaus einen Fokus auf den Schutz von Kindern.

Armutskreislauf durch geringere Bildung

Die Lehrerinnen und Lehrer der Schulen schaffen es häufig nicht, individuell auf die Kinder aus den ethnischen Minderheiten einzugehen – was dazu führt, dass diese zwar jährlich versetzt werden, ihre Schwierigkeiten jedoch nicht behoben werden und sie mit ihren Mitschülern nicht mithalten können. Durch die ständige Frustration kommt es schnell zu Schulabbrüchen, vor allem dann, wenn Bildung für die Eltern keinen sehr hohen Stellenwert hat. Dies führt zu einem Armutskreislauf und sozialen Problemen. Darüber hinaus gibt es in den betroffenen Schulen keine Bibliothek. Der Zugang zu Büchern stellt jedoch ein wichtiges Element in der Entwicklung von Lesekompetenzen dar und bildet die Grundlage für Kreativität, Vorstellungsvermögen, lebenslanges Lernen und mehr.

Zusatzunterricht für Kinder sowie Weiterbildung für Familien und Lehrpersonal

Aus der Schülerschaft werden 200 Kinder identifiziert, die zusätzlichen Unterricht erhalten und ermutigt werden, an sozialen Trainings teilnehmen. Der Zusatzunterricht wird von Studierenden übernommen, die durch die Maßnahme Unterrichtspraxis gewinnen, die ihnen den Berufseinstieg erleichtert. Durch gestärkte Lese- und Rechenfähigkeiten fällt es den Kindern leichter, im Unterricht mitzukommen. Da die Räumlichkeiten verbessert und Kinderbücher an den Schulen zur Verfügung gestellt werden, werden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, auch in ihrer Freizeit zu lesen.

Auch die Familien werden in das Projekt integriert, über die Wichtigkeit von Bildung informiert und dazu befähigt, sich für die Rechte der Kinder einzusetzen. Insgesamt 1.000 Familienmitglieder werden durch das Projekt erreicht und wirken als Multiplikatoren.

50 Lehrerinnen und Lehrer profitieren durch Trainings, Aufklärungskampagnen und neue Schulmaterialien – damit sie für die Lernschwierigkeiten der Kinder sensibilisiert sind und diese in ihren schulischen, sozialen und emotionalen Entwicklungen besser unterstützen können.

Erhöhter Schutz für gefährdete Kinder

Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Projekt liegt auf der Förderung der Kinderschutzbeauftragten (CPUs), die zum Beispiel auch dafür zuständig sind, Kindesmissbrauch frühzeitig zu erkennen. Die Beauftragten erhalten Schulungen und Fortbildungen, damit sie Kinder mit potenziellen Herausforderungen und Risiken im schulischen und familiären Umfeld besser identifizieren zu können.

Projektlaufzeit: 01.01.2017 – 31.12.2019

Zuverlässige Trinkwasserversorgung für Schulzentrum in Kenia

Das Schul- und Rettungszentrum Kajiado in Kenia bietet Mädchen der Massai Schutz vor Zwangsheirat und Genitalverstümmelung. Doch schon mehrere Jahre in Folge ist diese Region stark von Dürreperioden betroffen. Der Bau eines Brunnens sorgt für eine zuverlässige Versorgung mit aufbereitetem Wasser.

Ausgeprägte Trockenzeiten im Osten Kenias führen zu unfruchtbaren Böden und zur Absenkung des Grundwasserspiegels. So auch in dem von ADRA unterstützten Schul- und Rettungszentrum Kajiado. Da der nächstgelegene Brunnen nicht funktionstüchtig ist, war das Zentrum auf mobile Versorgung durch Wassertankwagen angewiesen: eine kostspielige und nicht nachhaltige Angelegenheit. Nach Probebohrungen wurde jedoch ausreichend Grundwasser zur Förderung gefunden und ein eigener Brunnen für das Schul- und Rettungszentrum gebaut.

Nachhaltige Versorgung durch einen Brunnen und Wasserbehandlung

Das Wasser aus dem neuen Brunnen, der mit einer Solarpumpe ausgestattet ist, kann nun zur persönlichen Hygiene, zum Wäschewaschen, für die Schulküche und zur Bewässerung der Felder genutzt werden. Es wird mittels sogenannter Umkehrosmose aufbereitet. Auf diese Weise wird der Salz- und Fluoridwert stark reduziert, was die Wasserqualität und Verträglichkeit steigert; sowohl für den Gebrauch als Trinkwasser als auch für die Bewässerung der Nutzpflanzen.

Projektlaufzeit: 15.09.2018 – 31.12.2018

Dieses Projekt wird gefördert durch