Somalische Frauen in bunten Hijabs diskutieren bei ADRA-Schulung zur wirtschaftlichen Stärkung von Unternehmerinnen in Somalia.
Somalische Frauen in bunten Hijabs diskutieren bei ADRA-Schulung zur wirtschaftlichen Stärkung von Unternehmerinnen in Somalia.

Somalia: Mehr Gleichberechtigung für Frauen

Chancengleichheit im Beruf fördern

In Somalia haben es Frauen auf­grund von tra­di­tio­nel­len Rollenbildern und sozia­len Hindernissen schwer, ein eige­nes Einkommen zu ver­die­nen. Um Frauen wirt­schaft­lich in Somalia zu stär­ken, unter­stützt ADRA 10.000 Frauen dabei, klei­ne Unternehmen zu grün­den oder aus­zu­bau­en. Durch Schulungen und die Vernetzung mit Frauenverbänden wer­den bewähr­te Praktiken ver­mit­telt. Die Bereitstellung von finan­zi­el­len Soforthilfen und Arbeitsmaterialien wie Computer oder Werkzeuge tra­gen dazu bei, ihre klei­nen Unternehmen zu stär­ken. Durch Informationskampagnen weist ADRA auf die Vorteile von mehr Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt hin.

Projektinfos

Anwaltschaft, Einkommen, Bildung
Somalia
2024 – 2028
PROJEKTZIELE

Die Ausgangsituation

In Somalia sind die gesell­schaft­li­chen Strukturen stark patri­ar­cha­lisch geprägt. Das bedeu­tet, dass Frauen und Mädchen häu­fig unter dem Druck ste­hen, tra­di­tio­nel­len Rollenbildern zu ent­spre­chen – zum Beispiel als Ehefrauen, Mütter oder Hausfrauen. Diese Erwartungen schrän­ken ihre Möglichkeiten ein, sich aktiv am wirt­schaft­li­chen Leben zu betei­li­gen. Außerdem fehlt es oft an sozia­ler und staat­li­cher Unterstützung, die Frauen dafür bräuch­ten.  

Trotz die­ser Herausforderungen spie­len Frauen bereits eine wich­ti­ge Rolle in der Wirtschaft – beson­ders im Bereich der Kleinstunternehmen in länd­li­chen Regionen. Viele von ihnen lei­ten oder grün­den klei­ne Betriebe, um ihre Familien zu unter­stüt­zen. Dabei ste­hen sie jedoch vor gro­ßen Herausforderungen: Sie haben oft nur begrenz­ten Zugang zu Bildung und kaum Möglichkeiten, Kredite oder finan­zi­el­le Hilfen zu bekom­men.  

In Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen Windle International und READO möch­te ADRA die­sen Zustand ändern, um allen die Chance auf ein selbst­be­stimm­tes Leben zu geben. 

Wie ADRA Frauen in Somalia wirtschaftlich stärkt

Mit unse­ren Partnern arbei­ten wir dar­an, die wirt­schaft­li­che Situation von Frauen und Mädchen in Somalia zu ver­bes­sern. Das Ziel ist es, Frauen dabei zu unter­stüt­zen, Unternehmen zu grün­den oder zu erwei­tern, um ein eige­nes Einkommen zu erzie­len. Das Projekt rich­tet sich an 10.000 Frauen, ins­be­son­de­re in länd­li­chen und armen Gemeinden. Damit will ADRA Frauen wirt­schaft­lich in Somalia stär­ken und ihnen lang­fris­ti­ge Perspektiven ermög­li­chen. Zum einen wird theo­re­ti­sches und prak­ti­sches Wissen für den Auf- oder Ausbau eines Unternehmens ver­mit­telt, zum ande­ren wird der Zugang zu finan­zi­el­len Mitteln und zum Arbeitsmarkt erleich­tert.

Im Folgenden wer­den die wich­tigs­ten Hilfsmaßnahmen abge­bil­det. 

Die Hilfsmaßnahmen im Überblick

Vermittlung von theoretischem und praktischem Wissen

  • Durchführung von Schulungen in den Bereichen Buchhaltung und Rechnungswesen

  • Weiterentwicklung von digi­ta­len Fertigkeiten durch Schulungen in der Nutzung von Computerprogrammen, die für die Leitung eines Unternehmens not­wen­dig sind

  • Vermittlung von Kenntnissen im Online-Marketing und tech­ni­sche Unterstützung für Frauen, die am Aufbau eines Online-Geschäfts inter­es­siert sind

  • Organisation von Schulungen im Bereich Management. Es wer­den Kenntnisse in den Themen Entscheidungsfindung, Problemlösungsstrategien, Beantragung von Fördermitteln und Recht mit Bezug zur Arbeitswelt ver­mit­telt

  • Enge Zusammenarbeit des Projektteams mit dem soma­li­schen Frauen-Medienteam Bilan Media, um das Projekt und die Aktivität der unter­stütz­ten Unternehmerinnen in ver­schie­de­nen Gemeinden bekannt zu machen

  • Vernetzung der Unternehmerinnen mit regio­na­len Handelskammern, Branchenverbänden sowie Absatzmärkten für die her­ge­stell­ten Produkte

  • Bereitstellung von 81 Zuschüssen für Startups mit beson­ders inno­va­ti­ven Produkten

  • Schaffung von Geschäftszentren mit voll aus­ge­stat­te­ten Büros und einer schnel­len Internetverbindung in neun Berufsschulen1 für Startup-Gründerinnen und Unternehmerinnen, die einen pro­fes­sio­nel­len Arbeitsplatz benö­ti­gen

  • Zusammenarbeit mit 30 soma­li­schen Influencerinnen und Influencern für die Durchführung von 150 Veranstaltungen oder Kampagnen in den sozia­len Medien, um die Stimmen der Frauen in der Gesellschaft sowie ihre Rolle im Wirtschaftsleben zu stär­ken.

Verbesserter Zugang zu finanziellen Mitteln und zum Arbeitsmarkt

  • Gründung und Ausbildung von dörf­li­chen Spar- und Darlehensgruppen, die von Frauen gelei­tet wer­den, damit sie ler­nen, ihr Einkommen selbst­stän­dig zu ver­wal­ten, bei Bedarf geziel­te Sparmaßnahmen zu ergrei­fen und sich gegen­sei­tig mit Krediten zu unter­stüt­zen. Die Spar- und Darlehensgruppen erhal­ten einen ein­ma­li­gen Zuschuss als Geldreserve zur Deckung von uner­war­te­ten finan­zi­el­len Engpässen. Die Gruppen sind auch in der Lage, Fördermittel für ihre Mitgliederinnen zu bean­tra­gen

  • Durchführung von Aufklärungskampagnen in abge­le­ge­nen Gebieten, um Frauen über die Vorteile einer Mitgliedschaft in einer Spar- und Darlehensgruppe zu infor­mie­ren

  • Bereitstellung von Zuschüssen oder Werkzeugen, um die Gründung eines Unternehmens oder des­sen Ausbau zu erleich­tern

  • Einrichtung von Informationszentren in Fachministerien, wo Unternehmerinnen Hilfe bei admi­nis­tra­ti­ven und recht­li­chen Belangen erhal­ten kön­nen

  • Zusammenarbeit mit Banken, um die Kreditbereitschaft zuguns­ten von Frauen zu erhö­hen

  • Verfassen von Policy Briefs (kur­ze Informationsschriften), um die Politik über die Schwierigkeiten und Herausforderungen, mit denen Unternehmerinnen in der Geschäftswelt kon­fron­tiert sind, zu infor­mie­ren

  • Organisation von Diskussionsrunden zwi­schen Unternehmerinnen, regio­na­len poli­ti­schen Entscheidungsträgerinnen und ‑trä­gern, Organisationen der Zivilgesellschaft und Wirtschaftsvertreterinnen und ‑ver­tre­tern mit dem Ziel, eine ver­stärk­te Integration von Frauen in das Wirtschaftsleben zu ermög­li­chen

  • Durchführung von Aufklärungskampagnen mit reli­giö­sen Führungspersonen, Männern, Jungen sowie loka­len und regio­na­len Behörden, um nega­ti­ve Stereotypen im Zusammenhang mit der wirt­schaft­li­chen Stärkung von Frauen abzu­bau­en

1Diese Berufsschulen wer­den im Rahmen eines ande­ren Projektes mit EU-Fördermitteln unter­stützt.

Die Hilfsmaßnahmen im Überblick

Vermittlung von theo­re­ti­schem und prak­ti­schem Wissen
  • Durchführung von Schulungen in den Bereichen Buchhaltung und Rechnungswesen 
  • Weiterentwicklung von digi­ta­len Fertigkeiten durch Schulungen in der Nutzung von Computerprogrammen, die für die Leitung eines Unternehmens not­wen­dig sind 
  • Vermittlung von Kenntnissen im Online-Marketing und tech­ni­sche Unterstützung für Frauen, die am Aufbau eines Online-Geschäfts inter­es­siert sind 
  • Organisation von Schulungen im Bereich Management. Es wer­den Kenntnisse in den Themen Entscheidungsfindung, Problemlösungsstrategien, Beantragung von Fördermitteln und Recht mit Bezug zur Arbeitswelt ver­mit­telt 
  • Enge Zusammenarbeit des Projektteams mit dem soma­li­schen Frauen-Medienteam Bilan Media, um das Projekt und die Aktivität der unter­stütz­ten Unternehmerinnen in ver­schie­de­nen Gemeinden bekannt zu machen 
  • Vernetzung der Unternehmerinnen mit regio­na­len Handelskammern, Branchenverbänden sowie Absatzmärkten für die her­ge­stell­ten Produkte 
  • Bereitstellung von 81 Zuschüssen für Startups mit beson­ders inno­va­ti­ven Produkten 
  • Schaffung von Geschäftszentren mit voll aus­ge­stat­te­ten Büros und einer schnel­len Internetverbindung in neun Berufsschulen„1 für Startup-Gründerinnen und Unternehmerinnen, die einen pro­fes­sio­nel­len Arbeitsplatz benö­ti­gen 
  • Zusammenarbeit mit 30 soma­li­schen Influencerinnen und Influencern für die Durchführung von 150 Veranstaltungen oder Kampagnen in den sozia­len Medien, um die Stimmen der Frauen in der Gesellschaft sowie ihre Rolle im Wirtschaftsleben zu stär­ken 


1Diese Berufsschulen wer­den im Rahmen eines ande­ren Projektes mit EU-Fördermitteln unter­stützt.

Verbesserter Zugang zu finan­zi­el­len Mitteln und zum Arbeitsmarkt
  • Gründung und Ausbildung von dörf­li­chen Spar- und Darlehensgruppen, die von Frauen gelei­tet wer­den, damit sie ler­nen, ihr Einkommen selbst­stän­dig zu ver­wal­ten, bei Bedarf geziel­te Sparmaßnahmen zu ergrei­fen und sich gegen­sei­tig mit Krediten zu unter­stüt­zen. Die Spar- und Darlehensgruppen erhal­ten einen ein­ma­li­gen Zuschuss als Geldreserve zur Deckung von uner­war­te­ten finan­zi­el­len Engpässen. Die Gruppen sind auch in der Lage, Fördermittel für ihre Mitgliederinnen zu bean­tra­gen
  • Durchführung von Aufklärungskampagnen in abge­le­ge­nen Gebieten, um Frauen über die Vorteile einer Mitgliedschaft in einer Spar- und Darlehensgruppe zu infor­mie­ren 
  • Bereitstellung von Zuschüssen oder Werkzeugen, um die Gründung eines Unternehmens oder des­sen Ausbau zu erleich­tern 
  • Einrichtung von Informationszentren in Fachministerien, wo Unternehmerinnen Hilfe bei admi­nis­tra­ti­ven und recht­li­chen Belangen erhal­ten kön­nen 
  • Zusammenarbeit mit Banken, um die Kreditbereitschaft zuguns­ten von Frauen zu erhö­hen   
  • Verfassen von Policy Briefs (kur­ze Informationsschriften), um die Politik über die Schwierigkeiten und Herausforderungen, mit denen Unternehmerinnen in der Geschäftswelt kon­fron­tiert sind, zu infor­mie­ren 
  • Organisation von Diskussionsrunden zwi­schen Unternehmerinnen, regio­na­len poli­ti­schen Entscheidungsträgerinnen und ‑trä­gern, Organisationen der Zivilgesellschaft und Wirtschaftsvertreterinnen und ‑ver­tre­tern mit dem Ziel, eine ver­stärk­te Integration von Frauen in das Wirtschaftsleben zu ermög­li­chen 
  • Durchführung von Aufklärungskampagnen mit reli­giö­sen Führungspersonen, Männern, Jungen sowie loka­len und regio­na­len Behörden, um nega­ti­ve Stereotypen im Zusammenhang mit der wirt­schaft­li­chen Stärkung von Frauen abzu­bau­en 

Das Projekt ver­folgt das Ziel, die Vorteile von der Gleichstellung der Geschlechter und der Chancengleichheit für alle her­vor­zu­he­ben. Wenn Frauen am wirt­schaft­li­chen Leben betei­ligt sind, pro­fi­tie­ren alle von einer bes­se­ren Wirtschaftsleistung und von wirt­schaft­li­chen und sozia­len Innovationen. Darüber hin­aus ist Chancengleichheit die ers­te Voraussetzung für eine fried­li­che Gesellschaft. 

Somalische Frau in dunklem Hijab färbt Stoffe als Teil eines handwerklichen Trainings im Rahmen eines Frauenförderprojekts.
Somalische Frau in hellblauem Hijab näht an Maschine – ADRA-Projekt zur Förderung von Frauenunternehmen
Junge somalische Frau in blauem Hijab legt gefärbte Stoffe zum Trocknen aus – ADRA-Projekt zur wirtschaftlichen Stärkung von Frauen

Jetzt für Somalia spenden

130 Euro

ermög­li­chen die Teilnahme einer Frau an einer Schulung im Bereich Unternehmensmanagement. 

250 Euro

250 Euro Zuschuss hel­fen einer Frau ein Kleinunternehmen zu grün­den oder aus­zu­bau­en 

6.000 Euro

ent­spre­chen dem Betrag, den eine Frau für die Gründung eines Start-up-Unternehmens mit beson­ders inno­va­ti­ven Ideen im Rahmen eines Wettbewerbs gewinnt. 

Die ver­wen­de­ten Icons wur­den
mit­hil­fe der KI recraft.ai gene­riert.

Über Somalia

Das Land befin­det sich seit vie­len Jahren im Bürgerkrieg. Darüber hin­aus erschwe­ren Klimaveränderungen wie lan­ge Dürreperioden sowie Naturkatastrophen die Lebensbedingungen der Menschen. In unter­schied­li­chen Projekten geht ADRA in Somalia die Ursachen von Konflikten und Flucht an und setzt sich für den Wiederaufbau von Bildungseinrichtungen ein. In die­sem Projekt wer­den Frauen dabei unter­stützt, ein eigen­stän­di­ges Einkommen zu ver­die­nen und mit eige­nen Unternehmen am wirt­schaft­li­chen Leben teil­zu­neh­men.

Förderer

Das Projekt wird unter­stützt von der Europäischen Union, ADRA und Windle International.

Partner

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Gruppe somalischer Schüler in Uniform, lachend im Freien – Symbol für erfolgreiche Bildungsinitiativen in Krisengebieten.
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Bildung für Geflüchtete in Not in Somalia erleichtern

Im Rahmen die­ses Projektes unter­stützt ADRA gemein­sam mit Save the Children über 25.000 Kinder und Jugendliche dabei, wie­der eine Schule besu­chen zu kön­nen. Aufgrund der Hungerkrise und des andau­ern­den Bürgerkrieges haben sie mit ihren Familien ihr Zuhause ver­las­sen und in ande­ren Teilen des Landes Zuflucht gefun­den. In 66 Schulen wer­den zusätz­li­che Klassenräume errich­tet und Lehrmaterial bereit­ge­stellt. › mehr dazu

Vier junge Schüler in Somalia mit ihren hellblauen Rucksäcken, sind auf dem Weg zur Schule.
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Bildung in Somalia lässt Träume wachsen

In den letz­ten Jahrzehnten konn­te ADRA mit der Unterstützung unse­rer Spenderinnen und Spender mehr als 50 Schulen in Somalia aus- und auf­bau­en. Der Bedarf ist groß, nur weni­ge Menschen kön­nen lesen oder schrei­ben. Die Analphabetenrate in Somalia liegt bei über 60 Prozent und ist damit eine der höchs­ten welt­weit. › mehr dazu

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