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Lebensmittelhilfe für erdbebenbetroffene Familien in Venezuela
Projektinfos
Venezuela
- die Lebensmittelversorgung von besonders bedürftigen Familien ist in den ersten Monaten nach der Katastrophe sichergestellt
- Projektnummer: 8580003
Die humanitäre Situation nach den Erdbeben in Venezuela
Die Erdbeben vom 24. Juni 2026 stellen die größte Naturkatastrophe dar, die Venezuela seit über 100 Jahren heimgesucht hat. Zwei nahezu unmittelbar aufeinanderfolgende Beben der Stärke 7,2 und 7,5 auf der Richterskala erschütterten den Norden des Landes. Die Epizentren lagen im Bundesstaat Yaracuy, nahe den Städten San Felipe und Yumare. Die Erschütterungen verursachten insbesondere in den Bundestaaten Yaracuy, Carabobo, La Guaira, Caracas und Aragua schwere Schäden. Die Beben haben laut Satellitendaten der NASA etwa 58.000 Gebäude beschädigt oder zerstört. Auch Lebensmittelvorräte und Märkte waren betroffen.
Lebensmittel sind grundsätzlich im Land verfügbar, für viele Familien aber zu teuer. Bereits vor den Erdbeben kostete ein Grundnahrungsmittelkorb mehr als 600 US-Dollar im Monat und damit ein Vielfaches des durchschnittlichen Familieneinkommens. Durch beschädigte Märkte und Straßen, fehlendes Einkommen sowie mangelnde Möglichkeiten zum Kochen und Lagern von Lebensmitteln können sich viele Menschen nicht mehr ausreichend und gesund ernähren.
Wie ADRA auf die humanitäre Situation in Venezuela reagiert
Gemeinsam mit der Canadian Foodgrains Bank, einer Partnerschaft kanadischer Kirchen und kirchlicher Organisationen, verteilt ADRA Lebensmittelpakete an 3.593 Familien (14.372 Menschen). Die Hilfe kommt Familien zugute, die in provisorischen Not- oder Sammelunterkünften leben und nach der Katastrophe keine oder unzureichende Unterstützung erhalten haben.
Jede ausgewählte Familie erhält monatlich zwei Pakete mit haltbaren, lokal erhältlichen Lebensmitteln. Ein Paket reicht für eine vierköpfige Familie 15 Tage und deckt dabei etwa die Hälfte des täglichen Energiebedarfs. Es enthält unter anderem Fisch und Hühnchen, Brot, Getreideprodukte, Erdnussbutter, Nüsse und Fruchtpüree. Die Lebensmittelhilfe ist nicht als vollständige Versorgung konzipiert, sondern ergänzt andere Lebensmittel, die den Familien möglicherweise zur Verfügung stehen. Zugleich umfasst sie eine vielfältige Auswahl an direkt verzehrfertigen Lebensmitteln, da viele nur eingeschränkten Zugang zu Kochmöglichkeiten haben. Ziel des Projektes ist es, in einer akuten Notlage eine grundlegende Versorgung sicherzustellen.
Für die betroffenen Familien sind diese Lebensmittel nach den Erdbeben kaum bezahlbar. Damit können sie, trotz der schwierigen wirtschaftlichen und humanitären Situation, einen Teil ihres täglichen Nahrungsbedarfs decken. Die Auswahl der unterstützten Familien erfolgt durch ADRA in Abstimmung mit lokalen Behörden, Gemeindeleitungen und humanitären Organisationen.
Dieses Projekt ist Teil des Engagements von ADRA, den vom Erdbeben betroffenen Menschen zu helfen, und ergänzt die bereits eingeleiteten ersten Hilfsmaßnahmen.
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87 Euro
ermöglichen es, eine Familie einen Monat lang mit wichtigen Lebensmitteln für den Alltag zu versorgen
Die verwendeten Icons wurden
mithilfe der KI recraft.ai generiert.
© ADRA Venezuela
Als das Erdbeben in Venezuela ihr Zuhause in Trümmer legte, war Marbella nicht bei ihrer Familie. Ihre beiden Töchter waren zu Hause und sie wusste nicht, ob sie überlebt hatten.
„Ich bin mit viel Angst den ganzen Weg nach Hause gelaufen und habe Gott um Hilfe gebeten, weil ich von meinen beiden Töchtern nichts gehört hatte. Ich hatte keine Möglichkeit zu erfahren, wo sie waren“, erzählt sie. Nach einer langen Suche kam schließlich die erlösende Nachricht: Ihre Töchter lebten. Sie waren wieder vereint.
In den Tagen danach erhielt Marbella mit ihrer Familie humanitäre Hilfe von ADRA. „Wir haben Lebensmittel erhalten. Das ist eine wichtige Hilfe für uns. Wir haben alles verloren. Es tut gut, etwas zu essen zu haben und zu wissen, dass Menschen für uns da sind. Ich bin dankbar für die Hilfe und möchte auch etwas zurückgeben. Bei allem, was wir gerade erleben, müssen wir unseren Nachbarn helfen.“
Wann immer sie kann, teilt sie Lebensmittel oder Wasser mit anderen Menschen in Not und hilft, wo sie gebraucht wird.
Heute blickt Marbella trotz aller Verluste hoffnungsvoll nach vorn. Die Unterstützung, die sie erfahren hat, zeigt ihr: Sie ist nicht allein. Ihre Geschichte steht für die Kraft von Solidarität und dafür, dass selbst inmitten großer Not neue Hoffnung wachsen kann.
Über Venezuela
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- Letzte Aktualisierung:
- Autor: Pierre Schweitzer
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