Eine lächelnde Frau aus Venezuela trägt zwei leere Wasserkanister, während ADRA-Helferinnen und -Helfer im Hintergrund Hilfsgüter verteilen
Eine lächelnde Frau aus Venezuela trägt zwei leere Wasserkanister, während ADRA-Helferinnen und -Helfer im Hintergrund Hilfsgüter verteilen

Nothilfe nach schweren Erdbeben in Venezuela

Nach den schwe­ren Erdbeben vom 24. Juni 2026 brau­chen die Menschen unse­re Hilfe. Über sechs Millionen Menschen sind von den Folgen der Katastrophe betrof­fen. ADRA leis­tet seit dem schlim­men Ereignis Nothilfe. In die­sem Projekt ver­sor­gen wir 24.000 Menschen mit Hygieneartikeln wie zum Beispiel Wasserreinigungstabletten, Damenbinden, Seife, Shampoo und Zahnpasta. ADRA steht mit den Behörden und ande­ren Hilfsorganisationen im Austausch, um die Hilfe vor Ort zu koor­di­nie­ren.

Projektinfos

Nothilfe, Wasser
Venezuela
2026
PROJEKTZIELE

Schwere Erdbeben lösen eine humanitäre Krise in Venezuela aus

Die Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 auf der Richterskala, die am 24. Juni das nord­zen­tra­le Venezuela erschüt­ter­ten, ver­ur­sach­ten schwe­re Schäden und führ­ten zur Ausrufung des natio­na­len Notstands. Mehr als drei Wochen nach den bei­den Erdbeben wur­den über 5.000 Todesopfer gezählt. Tausende Menschen gel­ten wei­ter­hin als ver­misst. Besonders betrof­fen sind die Regionen La Guaira, Caracas, Miranda, Carabobo und Yaracuy.

Nach den Erdbeben in Venezuela haben unzäh­li­ge Familien ihr Zuhause ver­lo­ren. In vie­len betrof­fe­nen Regionen fehlt es an lebens­wich­ti­gen Gütern wie Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und sau­be­rem Trinkwasser. Bereits in den ers­ten Tagen nach der Katastrophe ver­teil­te ADRA Lebensmittel und Hygieneartikel, um die drin­gends­ten Bedürfnisse der Menschen zu decken.

Da zahl­rei­che Wasser- und Sanitäranlagen beschä­digt wur­den, ist die hygie­ni­sche Versorgung wei­ter­hin eine gro­ße Herausforderung.

Wie ADRA humanitäre Hilfe nach den Erdbeben in Venezuela leistet

Im Rahmen die­ses Projekts stellt ADRA in den Regionen La Guaira und Caracas Hygieneartikel, Wasserkanister und Wasserreinigungstabletten für 24.000 Menschen bereit. Diese Maßnahmen tra­gen dazu bei, die Gesundheit der Betroffenen zu schüt­zen und das Risiko was­ser­be­ding­ter Krankheiten zu ver­rin­gern. Die Pakete mit Hygieneartikeln beinhal­ten unter ande­rem Damenbinden, Seife, Shampoo, Zahnpasta und Zahnbürsten.

ADRA kauft, wenn vor­han­den, die benö­tig­ten Hilfsgüter bei loka­len Lieferanten ein. Das ver­kürzt die Lieferzeiten und unter­stützt ein­hei­mi­sche Händlerinnen und Händler. ADRA arbei­tet in Venezuela seit meh­re­ren Jahren mit bewähr­ten Partnerunternehmen zusam­men. So ist sicher­ge­stellt, dass die Produkte von guter Qualität sind und zeit­nah gelie­fert wer­den. Falls es zu Problemen oder Verzögerungen kommt, kann ADRA auf wei­te­re Unternehmen zurück­grei­fen. Dadurch kann bei Nothilfeeinsätzen die Hilfe ohne Unterbrechung fort­ge­setzt wer­den.

Die Hilfe kommt ins­be­son­de­re Alleinstehenden mit Kindern, Schwangeren, älte­ren Personen und Menschen mit Behinderungen zugu­te.

ADRA-Helfer entladen Wasserkanister und Hygienematerial aus einem Lkw für die Verteilung an Erdbebenbetroffene in Venezuela.
Ein ADRA-Mitarbeiter übergibt einer Frau ein Hygienepaket und Mittel zur Wasseraufbereitung
Ein Mädchen trägt zwei Wasserkanister, während Familien nach dem Erdbeben Hilfsgüter von ADRA erhalten
„Ich habe sofort an mei­ne Enkelinnen gedacht“

Oneida Oyárvez lebt mit ihrer Familie in Ciudad Caribia, west­lich der vene­zo­la­ni­schen Hauptstadt Caracas. Als die Familie gemein­sam ein Fußballspiel anschau­en woll­te, haben sie plötz­lich eine Erdbebenwarnung auf ihr Handy erhal­ten. Kurz dar­auf begann die Erde stark zu beben.

Ich habe sofort an mei­ne Enkelinnen gedacht. Beide lagen um die­se Uhrzeit im Bett. Wir haben sie schnell in Sicherheit gebracht. Dann beb­te die Erde noch ein­mal hef­ti­ger. Die Wände beka­men Risse, teil­wei­se stürz­ten sie ein, und vie­le Gegenstände fie­len zu Boden. Die Flucht aus dem Haus war schwie­rig, weil Trümmer und gebro­che­ne Wasserleitungen die Ausgänge ver­sperr­ten. Wir Nachbarn haben uns gegen­sei­tig gehol­fen. Eine Frau wur­de schwer ver­letzt, als sie ihre Kinder vor einer ein­stür­zen­den Wand schütz­te.“

Oneida kann bis heu­te nicht in ihre Wohnung zurück­keh­ren, weil das Gebäude schwer beschä­digt ist. Viele Familien leben seit dem Erdbeben unter schwie­ri­gen Bedingungen. Es fehlt ins­be­son­de­re an sau­be­rem Wasser, Toiletten und einem siche­ren Schlafplatz.

ADRA unter­stützt die Betroffenen mit Hygienepaketen, Wasserkanistern und Tabletten zur Wasseraufbereitung. So sol­len Krankheiten ver­hin­dert und die Familien im Alltag ent­las­tet wer­den.

Jetzt für Venezuela spenden

60 Euro

decken die Kosten für wich­ti­ge Hygieneartikel, wie zum Beispiel Wasserreinigungstabletten, Damenbinden, Seife, Shampoo und Zahnpasta für eine Familie

Die ver­wen­de­ten Icons wur­den
mit­hil­fe der KI recraft.ai gene­riert.

Über Venezuela

Venezuela liegt im Norden Südamerikas. Die Hauptstadt ist Caracas, und im Land leben rund 31 Millionen Menschen. Seit Jahren befin­det sich Venezuela in einer poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen und sozia­len Krise. Nach Angaben der Vereinten Nationen lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in extre­mer Armut. Die Erdbeben vom 24. Juni 2026 haben die Not vie­ler Menschen zusätz­lich ver­schärft. Mit Unterstützung ihres welt­wei­ten Netzwerks leis­tet ADRA Nothilfe in Venezuela. Ziel ist es, die betrof­fe­nen Menschen mit lebens­wich­ti­gen Hilfsgütern zu ver­sor­gen und ihre drin­gends­ten Grundbedürfnisse zu decken.

Partner und Förderung

Das Projekt wird unter­stützt durch Aktion Deutschland Hilft und ADRA.
Logo von Aktion Deutschland Hilft mit buntem Schwung und Schriftzug.
Vertikales Logo von ADRA Deutschland e. V. in grüner Farbe
Logo von Aktion Deutschland Hilft mit buntem Schwung und Schriftzug.
Vertikales Logo von ADRA Deutschland e. V. in grüner Farbe

Teilen auf:

Helfen Sie Menschen in Not durch eine Spende. Gezielt kön­nen Sie Projekte und Kampagnen unter­stüt­zen.

Sie suchen ein Geschenk für jeman­den? Wie wäre es mit einem Geschenk aus unse­rem ADRA-Spendenshop?

Weitere Projekte | ADRA Deutschland e.V.

Zwei Frauen mit geernteten Süßkartoffeln auf einem Feld in Nordmosambik.
Projekte

Bessere Lebens- und Einkommenschancen für benachteiligte Frauen in Mosambik

Über 2.000 Frauen ler­nen im Norden Mosambiks aus­rei­chend und gesun­de Lebensmittel anzu­bau­en und ihre Lebensgrundlagen zu sichern. Sie schlie­ßen sich in Verbänden zusam­men, ler­nen umwelt­freund­li­che Anbaumethoden ken­nen und erschlie­ßen neue Absatzmärkte. Frauen grün­den Kleinunternehmen, um eige­nes Geld zu ver­die­nen. Zudem erhal­ten sie Schulungen in gesun­der Ernährung und Hygiene. › mehr dazu

Eine Familie im Sudan füllt Wasserkanister an einer zentralen Wasserstelle auf.
Projekte

Nothilfe im Sudan: Verbesserung der Sanitärversorgung für Binnenvertriebene

ADRA ver­bes­sert die Hygienesituation in einem Aufnahmelager für Binnenvertriebene im Bundesstaat Blue Nile. Dort leben 10.365 Menschen unter schwie­ri­gen Bedingungen. Alle Latrinen sind unbrauch­bar und Krankheiten brei­ten sich aus. ADRA baut zehn siche­re, nach Geschlechtern getrenn­te, Latrinen und infor­miert die Familien über gute Hygienepraktiken. › mehr dazu

Mädchen arbeiten gemeinsam auf einem Reisfeld in Thailand.
Projekte

Schutz vor Menschenhandel und Ausbeutung in Thailand

In Thailand gehört Menschenhandel immer noch zur bit­te­ren Realität. Die meis­ten Opfer sind min­der­jäh­rig und gehö­ren eth­ni­schen Minderheiten an. Sie wer­den sexu­ell aus­ge­beu­tet oder zur Zwangsarbeit gezwun­gen. In sei­nem lang­jäh­ri­gen Projekt Keep Girls Safe, wid­met sich ADRA den Ursachen und Folgen des Menschenhandels zu. ADRA über­nimmt die Schulkosten für Kinder aus ver­arm­ten Familien, um zu ver­hin­dern, dass sie in die Zwangsarbeit gera­ten. › mehr dazu