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Bargeldhilfe für Familien nach schwerem Erdbeben in Kolumbien
Projektinfos
Kolumbien
- 480 Familien können ihre akuten Bedarfe in den ersten drei Monaten nach der Katastrophe eigenständig decken
- Projektnummer:2050010
Die humanitäre Situation nach dem Erdbeben in Kolumbien
Das schwere Erdbeben vom 10. August 2026 hat viele Familien in Kolumbien in eine existenzielle Notlage gebracht. Mit einer Stärke von 7,4 erschütterte es insbesondere die Regionen Chocó, Risaralda, Valle del Cauca, Caldas und Quindío und hinterließ weitreichende Schäden. Zahlreiche Wohnhäuser sowie wichtige Infrastruktur wie Krankenhäuser, Wasserversorgungssysteme und Schulen wurden beschädigt oder zerstört. Nach Angaben der Vereinten Nationen vom 23. September sind knapp 500.000 Menschen von den Folgen der Katastrophe betroffen. Mindestens 335 Menschen kamen ums Leben, 4.516 wurden verletzt und 105 Menschen galten zu diesem Zeitpunkt noch als vermisst. 1
Die Vereinten Nationen schätzen den Schaden auf etwa 13,28 Milliarden US-Dollar.2 Davon entfielen etwa 11,8 Milliarden Dollar auf Wohngebäude. Insgesamt fielen schätzungsweise 16,9 Millionen Kubikmeter Schutt an. Das entspricht etwa 2,4 Millionen Lkw-Ladungen.
ADRA führte nach der Katastrophe eine Bedarfsanalyse in den betroffenen Gebieten durch und tauschte sich eng mit den zuständigen Behörden und lokalen Partnern aus. Die Befragungen der betroffenen Menschen zeigen, dass weiterhin dringender Bedarf an Notunterkünften, Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und Hygiene besteht. Auch medizinische Versorgung, Schutz und wichtige Haushaltsgegenstände werden dringend benötigt.
Wie ADRA auf die humanitäre Situation in Kolumbien reagiert
Der Hilfebedarf ist von Familie zu Familie und von Region zu Region unterschiedlich. Besonders Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, brauchen dringend Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags. In ländlichen und schwer erreichbaren Gebieten ist der Zugang zu Hilfe oft schwieriger. Zudem wissen manche Familien nicht, welche Hilfsangebote ihnen zur Verfügung stehen. Dadurch besteht die Gefahr, dass gerade besonders schutzbedürftige Menschen nicht erreicht werden.
Angesichts der unterschiedlichen und sich ständig verändernden Bedürfnisse beschloss ADRA Bargeldhilfen an betroffene Familien auszuzahlen. Über einen Zeitraum von drei Monaten erhalten 480 Familien in den Gemeinden Pereira und Dosquebradas Geld, um ihre akuten Bedarfe zu decken und eigenständig ihre Prioritäten zu legen. Die finanzielle Hilfe wird auf das Konto der unterstützten Familien überwiesen. Der Vorteil dieser Maßnahme liegt darin, dass sie selbst entscheiden können, wofür sie das Geld am dringendsten benötigen. So können sie beispielsweise Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel oder andere lebensnotwendige Güter finanzieren.
Besonders unterstützt werden Familien mit Kindern, Alleinerziehende, ältere Menschen, Schwangere und stillende Mütter sowie Menschen mit Behinderungen. ADRA kümmert sich in Abstimmung mit den lokalen Behörden um die Auswahl und Registrierung der Familien, die Auszahlung der Hilfe und die anschließende Kontrolle.
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ermöglichen es einer vierköpfigen Familie, dringend benötigte Güter nach dem Erdbeben zu kaufen.
Die verwendeten Icons wurden
mithilfe der KI recraft.ai generiert.
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- Letzte Aktualisierung:
- Autor: Pierre Schweitzer
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