Lächelnde Frau aus Mosambik mit orangefarbenem T-Shirt blickt direkt in die Kamera.
Lächelnde Frau aus Mosambik mit orangefarbenem T-Shirt blickt direkt in die Kamera.

Lokale humanitäre Hilfe stärken

Länderübergreifende Nothilfe in Burkina Faso, Mali und Mosambik

Naturkatastrophen und gewalt­sa­me Konflikte haben in Burkina Faso, Mali und Mosambik zuge­nom­men. Um die­sen Herausforderungen zu begeg­nen, unter­stützt ADRA loka­le Hilfsorganisationen in den drei Ländern dabei, huma­ni­tä­re Hilfe zu leis­ten. Lokale Ersthelfergruppen wer­den gebil­det und geschult. Sie arbei­ten mit Behörden und Interessensgruppen zusam­men, um aku­te Bedürfnisse wie Hunger, psy­cho­lo­gi­sche Unterstützung oder Hygiene zu erfas­sen und schnell geeig­ne­te Hilfsmaßnahmen zu ergrei­fen. Langfristig sind sie in der Lage, in kri­sen­ge­präg­ten Regionen Frauen, jun­ge und älte­re Menschen sowie Menschen mit Beeinträchtigungen eigen­stän­dig bei der Erfüllung ihrer Bedürfnisse zu unter­stüt­zen.

Projektinfos

Nahrung, Wasser, Nothilfe
Burkina Faso, Mali, Mosambik
2024 – 2026
PROJEKTZIELE

Die Ursachen der humanitären Krise

ADRA leis­tet mit die­sem län­der­über­grei­fen­den Projekt Nothilfe in Burkina Faso, Mali und Mosambik. Dort haben Naturkatastrophen und gewalt­sa­me Konflikte zuge­nom­men. In der Folge haben sich die Lebensbedingungen der Menschen ver­schlech­tert. In der Provinz Bam in Burkina Faso, im Kreis Tominian in Mali und in der Provinz Cabo Delgado in Mosambik lebt die Bevölkerung über­wie­gend von ihren Erträgen aus der Landwirtschaft, Weidewirtschaft und Fischerei. Anhaltende Dürren und Überschwemmungen ver­nich­ten die Ernten und füh­ren zu einer Lebensmittelknappheit. Die Abholzung der Wälder in den Regionen haben eine star­ke Bodenerosion zufol­ge. Der damit ver­bun­de­ne Verlust von Nutzflächen macht Ackerland zu einem hoch­um­kämpf­ten Gut. Die ange­spann­te Sicherheitslage hat dazu geführt, dass die Menschen nicht nur ihre Häuser, son­dern auch ihre Felder ver­las­sen, was die Menge der erzeug­ten Ernte zusätz­lich ver­rin­gert.  

Viele Familien haben Zuflucht in fried­li­che­ren Orten gefun­den. Gemeinsam mit loka­len Hilfsorganisationen hilft ADRA den Menschen dabei, eigen­stän­dig nach­hal­ti­ge Lösungen zu fin­den, die den Bedürfnissen vor Ort ent­spre­chen.  

Wie ADRA auf die humanitäre Krise antwortet

Das Projekt zielt dar­auf ab, die Einrichtung und Schulung von loka­len Ersthelfergruppen in den Projektregionen zu unter­stüt­zen. Sie arbei­ten mit Behörden und Interessensgruppen zusam­men, um aku­te Bedürfnisse zu erfas­sen und zu deren Deckung bei­zu­tra­gen. Dank des Projektes kön­nen sie mit der Unterstützung von ADRA wich­ti­ge Hilfsmaßnahmen umset­zen. Sie ver­tei­len zum Beispiel Lebensmittel, zah­len finan­zi­el­le Soforthilfen aus, bau­en die Trinkwasserversorgung aus oder stel­len wich­ti­ge Güter des all­täg­li­chen Lebens bereit. Das Projekt kommt 150.000 Menschen zugu­te. Dieses Projekt knüpft an wei­ter­füh­ren­de Projekte, wie zum Beispiel unser Mosambik-Projekt oder unser Projekt in der Sahel-Region, in den­sel­ben Gebieten an. Dort geht es dar­um, Übergangshilfe zu leis­ten, um die Ursachen der Krisen zu erken­nen und mög­li­che Lösungsansätze zu ent­wi­ckeln. 

Im Folgenden wer­den die wich­tigs­ten Hilfsmaßnahmen abge­bil­det: 

Die Hilfsmaßnahmen im Überblick

Vorbereitung der humanitären Hilfe

  • Einrichtung von Ersthelfergruppen, um bei aktu­el­len und künf­ti­gen Katastrophen schnell Erste Hilfe zu leis­ten

  • Schulung der Ersthelfergruppen und der loka­len Behörden in der Planung sowie Umsetzung huma­ni­tä­rer Hilfe

  • Einrichtung eines Entscheidungsgremiums aus Vertreterinnen und Vertretern von loka­len Hilfsorganisationen, Interessengruppen und Behörden, um Hilfsmaßnahmen zu koor­di­nie­ren, Streitigkeiten zu lösen und Beschwerden wei­ter­zu­lei­ten

  • Gründung einer digi­ta­len Plattform für Frauen, um Informationen aus­zu­tau­schen und ver­schie­de­ne Frauengruppen zu ver­net­zen. Bei die­ser Kommunikationsplattform geht es unter ande­rem dar­um, über Frauenrechte, Bildungs- oder Ausbildungsmöglichkeiten und die Möglichkeit huma­ni­tä­re Hilfe zu erhal­ten, zu infor­mie­ren.

  • Förderung der Zusammenarbeit zwi­schen Ersthelfergruppen, Frauengruppen, loka­len und regio­na­len Behörden bei der Planung von Nothilfeeinsätzen. Die Planung umfasst auch die Suche nach mög­li­chen loka­len Händlern für den Kauf von Hilfsgütern wie Lebensmittel oder Baumaterialien. Gleichzeitig wird dar­auf geach­tet, dass die geplan­ten Hilfsmaßnahmen kei­ne nega­ti­ve Auswirkung auf die Umwelt haben.

Umsetzung der humanitären Hilfe

  • Verteilung von Lebensmitteln oder Auszahlung von finan­zi­el­len Soforthilfen, wenn Lebensmittel auf den loka­len Märkten ver­füg­bar sind

  • Verteilung von Gütern des all­täg­li­chen Bedarfs wie Kochutensilien oder Hygieneartikel

  • Durchführung von Kochkursen für Mütter und schwan­ge­re Frauen, um die Gesundheit der Kinder und Erwachsene durch die Zubereitung von ange­rei­cher­tem Brei und abwechs­lungs­rei­chen Mahlzeiten zu ver­bes­sern

  • Wiederaufbau oder Reparatur von Handpumpen und solar­be­trie­be­nen Brunnen

  • Bau von Gemeinschaftstoiletten

  • Bau von künst­li­chen Wasserrückhaltebecken

  • Schulung von Personal aus den Projektgemeinden zur Instandhaltung der Wasserstellen und Sanitäranlagen

  • Durchführung von Sensibilisierungsveranstaltungen über gesun­de Hygienepraktiken

Die Hilfsmaßnahmen im Überblick

Vorbereitung der huma­ni­tä­ren Hilfe
  • Einrichtung von Ersthelfergruppen, um bei aktu­el­len und künf­ti­gen Katastrophen schnell Erste Hilfe zu leis­ten  
  • Schulung der Ersthelfergruppen und der loka­len Behörden in der Planung sowie Umsetzung huma­ni­tä­rer Hilfe 
  • Einrichtung eines Entscheidungsgremiums aus Vertreterinnen und Vertretern von loka­len Hilfsorganisationen, Interessengruppen und Behörden, um Hilfsmaßnahmen zu koor­di­nie­ren, Streitigkeiten zu lösen und Beschwerden wei­ter­zu­lei­ten  
  • Gründung einer digi­ta­len Plattform für Frauen, um Informationen aus­zu­tau­schen und ver­schie­de­ne Frauengruppen zu ver­net­zen. Bei die­ser Kommunikationsplattform geht es unter ande­rem dar­um, über Frauenrechte, Bildungs- oder Ausbildungsmöglichkeiten und die Möglichkeit huma­ni­tä­re Hilfe zu erhal­ten, zu infor­mie­ren. 
  • Förderung der Zusammenarbeit zwi­schen Ersthelfergruppen, Frauengruppen, loka­len und regio­na­len Behörden bei der Planung von Nothilfeeinsätzen. Die Planung umfasst auch die Suche nach mög­li­chen loka­len Händlern für den Kauf von Hilfsgütern wie Lebensmittel oder Baumaterialien. Gleichzeitig wird dar­auf geach­tet, dass die geplan­ten Hilfsmaßnahmen kei­ne nega­ti­ve Auswirkung auf die Umwelt haben.  
Umsetzung der huma­ni­tä­ren Hilfe
  • Verteilung von Lebensmitteln oder Auszahlung von finan­zi­el­len Soforthilfen, wenn Lebensmittel auf den loka­len Märkten ver­füg­bar sind 
  • Verteilung von Gütern des all­täg­li­chen Bedarfs wie Kochutensilien oder Hygieneartikel 
  • Durchführung von Kochkursen für Mütter und schwan­ge­re Frauen, um die Gesundheit der Kinder und Erwachsene durch die Zubereitung von ange­rei­cher­tem Brei und abwechs­lungs­rei­chen Mahlzeiten zu ver­bes­sern 
  • Wiederaufbau oder Reparatur von Handpumpen und solar­be­trie­be­nen Brunnen 
  • Bau von Gemeinschaftstoiletten 
  • Bau von künst­li­chen Wasserrückhaltebecken 
  • Schulung von Personal aus den Projektgemeinden zur Instandhaltung der Wasserstellen und Sanitäranlagen 
  • Durchführung von Sensibilisierungsveranstaltungen über gesun­de Hygienepraktiken 
Ein Mann aus Mosambik wäscht sich lächelnd die Hände über einem Eimer mit Wasser und blickt in die Kamera.
Lächelnde Frau aus Mosambik mit orangefarbenem T-Shirt blickt direkt in die Kamera.
Ein Mann aus Burkina Faso wäscht sich lächelnd die Hände an einem Brunnen und blickt in die Kamera.

Jetzt für das Projekt spenden

120 Euro

120 Euro ermög­li­chen einer Familie sich einen Monat lang mit Lebensmitteln zu ver­sor­gen 

800 Euro

800 Euro decken die Kosten für eine Verans­taltung über gesun­de Hygienepraktiken in einer Gemeinde 

1.200 Euro

1.200 Euro ermög­li­chen die Schulung einer Verwal­tungs­grup­pe in der Instandhaltung von Wasserstellen  

Die ver­wen­de­ten Icons wur­den
mit­hil­fe der KI recraft.ai gene­riert.

Förderung

Das Projekt wird finan­ziert durch das Auswärtiges Amt (AA) und Aktion Deutschland Hilft (ADH).

Partner

ADRA, ANADI, AFAD, SEPPA 

Vertikales Logo von ADRA Deutschland e. V. in grüner Farbe
ANADI Burkina Faso Logo
A.F.A.D. Logo
Fundacao EPPA Logo

Teilen auf:

Helfen Sie Menschen in Not durch eine Spende. Gezielt kön­nen Sie Projekte und Kampagnen unter­stüt­zen.

Sie suchen ein Geschenk für jeman­den? Wie wäre es mit einem Geschenk aus unse­rem ADRA-Spendenshop?

Weitere Projekte | ADRA Deutschland e.V.

ADRA verteilt Lebensmittelpakete an betroffene Familien nach Taifun Kalmaegi auf den Philippinen
Projekte

Nothilfe nach schweren Taifunen auf den Philippinen

Anfang November 2025 tra­fen zwei schwe­re Taifune die Philippinen. Sie ver­ur­sach­ten star­ke Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche, die vie­le Straßen und Brücken schwer beschä­dig­ten und gan­ze Gemeinden ver­wüs­te­ten. ADRA konn­te unmit­tel­bar nach der Katastrophe ers­te Nothilfemaßnahmen ein­lei­ten und wei­tet die­se nun in die­sem Projekt gemein­sam mit ihrem inter­na­tio­na­len Netzwerk aus. › mehr dazu

Gruppe von Kindern und Erwachsenen in traditioneller Kleidung posiert lachend mit erhobenen Fäusten bei ADRA-Thailand-Aktion
Projekte

Menschenhandel vorbeugen

In Thailand gehört Menschenhandel immer noch zur bit­te­ren Realität. Die meis­ten Opfer sind min­der­jäh­rig und gehö­ren eth­ni­schen Minderheiten an. Sie wer­den sexu­ell aus­ge­beu­tet oder zur Zwangsarbeit gezwun­gen. In sei­nem lang­jäh­ri­gen Projekt Keep Girls Safe, setzt sich ADRA dafür ein, die Ursachen und Folgen des Menschenhandels abzu­schaf­fen. ADRA über­nimmt gemein­sam mit ihren Partnern die Schulkosten für Kinder aus ver­arm­ten Familien, um zu ver­hin­dern, dass sie in die Zwangsarbeit gera­ten. › mehr dazu

Hilfsgüterverteilung: Ein Helfer übergibt einer Frau ein ADRA-Paket in einem Lagerraum in Gaza.
Projekte

Winterhilfe für vertriebene Familien in Gaza

ADRA unter­stützt Familien in Gaza mit Hilfspaketen, damit sie den Winter gut über­ste­hen. Viele Menschen haben ihr Zuhause ver­lo­ren. Seit dem Waffenstillstand im Oktober 2025 keh­ren vie­le in den Norden Gazas zurück, weil die Lebensbedingungen im Süden noch schlech­ter sind. Sie brau­chen Hilfe, um zu über­le­ben, denn durch die Zerstörungen feh­len siche­re Unterkünfte, Lebensmittel und sau­be­res Trinkwasser. › mehr dazu