Bildung lässt Träume wachsen

Bildung ist ein wichtiger Bestandteil in den Projekten von ADRA und der Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung. Daher investiert ADRA gemeinsam mit Geldgeberinnen & Geldgebern und Förderinnen & Förderern in Projekte mit dem Fokus Bildung.
Fast 1 Mio. Menschen haben von diesen Projekten profitiert. Helfen Sie mit?!
 
Mehr zu unserer Kampagne “BILDUNG LÄSST TRÄUME WACHSEN” finden Sie hier: https://adra.de/kampagne/
 
 

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Die Würde der Frauen in Westkenia schützen

Um die Situation für junge Frauen in Westkenia zu verbessern, bietet ADRA Mädchen, ihren Familien und den Dorfgemeinschaften Schulungen an, die über die Gefahren einer Beschneidungszeremonie bei jungen Frauen aufklären.

In den Dorfgemeinden symbolisiert diese Zeremonie den Übergang eines Mädchens zur Frau, jedoch leiden die jungen Frauen ein Leben lang unter den Folgen.
Das Projekt wird gemeinsammit den lokalen Gemeinden durchgeführt.
Aufklärung, Diskussionen und Weiterbildungen der Gemeinden über Menschen-, Frauen- und Kinderrechte stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Seit über 15 Jahren klären wir mit unseren Partnern über die Folgen von Beschneidung in Kenia auf und streben ihre endgültige Abschaffung an. Gemeinsam mit unseren Spenderinnen und Spendern möchten wir Mädchen und junge Frauen besser schützen und begleiten.

Myanmar im Ausnahmezustand

Die politische Krise in Myanmar hält die Welt weiter in Atem. Auch sieben Wochen nach dem Aufstand des Militärs entwickelt sich die Situation vor Ort rasant. Immer mehr Menschen sind auf der Flucht, Versorgungsketten brechen zusammen und die Lebensmittelpreise steigen. Unter den Umständen leidet die arme Bevölkerung am stärksten.

Es kommt täglich zu kleineren und größeren Demonstrationen, besonders in den Städten des Landes, gegen das Militär. Das Militärregime reagiert auf diese Demonstrationen mit aller Härte, Tote und Verletzte sind die Folge. Aufgrund der Gewalt, politischer Instabilität und wachsender Unsicherheit fliehen fast 30.000 Menschen aus ihrer Heimat, viele suchen Zuflucht in Thailand.

ADRA hilft den Vertriebenen

In ihrer Verzweiflung fliehen die Menschen und lassen dabei einen Großteil ihres Hab und Gutes zurück. Doch längst nicht alle Vertriebenen schaffen es über die Grenze. So verstecken sich viele in der Grenzregion und hoffen auf eine Möglichkeit, sich auf thailändischen Boden retten zu können. Auf beiden Seiten der Grenze ist ADRA für die Menschen da. Gemeinsam mit Partnern vor Ort hilft ADRA bei allem, was fehlt. Am dringendsten benötigen die Menschen Nahrung, Kleidung und Schutz. ADRA hilft den Vertriebenen mit Essen, Material zum Schutz vor Wind und Wetter, medizinischer Versorgung und Covid-Prävention sowie Hygienesets.

ADRA-Projekt vorerst gestoppt

Gemeinsam mit unseren Partnerbüros und der Europäischen Kommission richtet ADRA Deutschland ein Bildungsprojekt in Myanmar (LINK: https://adra.de/aktuelles/myanmar-bildung-in-konfliktgebieten/) aus. Neue Lehrkräfte sollen ausgebildet und den Kindern Schulmaterial zur Verfügung gestellt werden, um so die Völkerverständigung innerhalb des südostasiatischen Landes zu verbessern. Der Aufstand des Militärs Anfang Februar hat alles auf den Kopf gestellt. Um die Sicherheit der Teilnehmenden und der Kolleg*innen zu gewährleisten, wird das Projekt vorerst pausieren.

Myanmar ist ein Staat in Südostasien. Auf einer Fläche von 676.578 km² leben 54. Mio. Menschen.
Seit 2019 betreibt ADRA Deutschland das Bildungsprojekt CASE2Learn in Myanmar.

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Mit Bildung die Armut überwinden – am 24. Januar ist Internationaler Tag der Bildung

Ohne Bildung entsteht ein Mangel – Mangel an Wissen, Mangel an Lösungsansätzen und Perspektiven, aber auch Mangel am Erlernen von Fertigkeiten, die ein selbstbestimmtes und selbstverantwortliches Leben ermöglichen.

Bildungschancen hängen stark vom Wohnort und Einkommen der Eltern ab. Gerade in ländlichen Regionen der Länder des globalen Südens wird Kindern der Zugang zu Bildungseinrichtungen erschwert: Der Weg ist zu weit, Fahr- und Schulgeld, sowie Schulmaterialien sind für die Eltern nicht erschwinglich. Viele Familien sind darauf angewiesen, dass ihre Kinder sich bei der Haus- und Feldarbeit beteiligen. Kinder in Krisen- und Kriegsgebieten haben es besonders schwer. Ein kindgerechter Alltag mit regelmäßig stattfindendem Unterricht ist nicht immer gewährleistet, weil die Infrastruktur und Bildungssysteme zusammengebrochen sind. Dabei ist mangelnde Bildung eine der Hauptursachen für Armut! Nur durch Bildung kann dieser Kreislauf der Armut durchbrochen werden. „Bildung ist die mächtigste „Waffe“, mit der man die Welt verändern kann”, sagte Nelson Mandela. Rund 265 Mio. Kinder und Jugendliche weltweit können laut der Vereinten Nationen keine Schule besuchen und abschließen. 617 Mio. Kinder können nicht lesen, rechnen und schreiben.

Die Arbeit von ADRA ist in die global gültigen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs; hier Nr. 4: Qualitativ gute Bildung) eingebunden, um allen Menschen eine chancengerechte und hochwertige Bildung sicherzustellen und ein lebenslanges Lernen zu ermöglichen.

ADRA ist in Somalia, Myanmar und Thailand im Bildungssektor aktiv und fördert in Äthiopien und auf Fidschi Ausbildungen und Schulungen, um die Einkommensmöglichkeiten für die Menschen vor Ort zu verbessern.

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Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

So lautet das sechszehnte der 17 Ziele für eine nachhaltige Ent­wicklung, welche 2015 von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Na­tionen bestimmt wurden. Bei diesem Ziel geht es unter anderem darum, Korruption zu bekämpfen. Denn Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen kann es nur in einer korruptionsfreien Gesell­schaft geben. Dies ist jedoch nicht so einfach, denn der Begriff Kor­ruption „ist so undurchsichtig wie die Strukturen, in denen Korruption gedeiht.” (Transparency International). Bildung spielt in diesem zu­sammehang eine zentrale Rolle, denn eine chancengerechte und hochwertige Bildung gibt Menschen die Chance auf ein besseres Le­ben und ermöglicht die Weiterentwicklung eines Landes und der dar­in lebenden Gesellschaft. Auch die Korruption wird verringert, wenn Menschen eine Perspektive und die Möglichkeit auf eine sichere Zu­kunft bekommen. ADRA setzt sich weltweit dafür ein, die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen und gegen Korruption vor­zugehen. Bildungsprojekte setzt ADRA derzeit in Myanmar, Thailand, Fidschi, Somalia, Äthiopien und Serbien um.

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Am 09.12. ist Anti-Korruptions-Tag

„Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“.  So lautet das sechzehnte der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, welche im September 2015 von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen bestimmt wurden. Bei diesem Ziel geht es unter anderem auch darum, Korruption zu bekämpfen. Denn Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen kann es nur in einer korruptionsfreien Gesellschaft geben.

Dies ist jedoch nicht so einfach, denn „Der Begriff Korruption ist so undurchsichtig wie die Strukturen, in denen Korruption gedeiht.“ (-Transperency Insternational). Und wie soll man etwas bekämpfen, wovon man nicht genau weiß, was das ist und wann, wo und wie es stattfindet?

Bildung als Grundlage gegen Korruption

Die Grundlage dafür und für das Erreichen der gesamten 17 Ziele ist Bildung. Das vierte Ziel fordert eine „chancengerechte und hochwertige Bildung“ für jeden Menschen weltweit. Bildung spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle, denn Bildung gibt Menschen die Chance auf ein besseres Leben in jeder Hinsicht und ermöglicht die Weiterentwicklung eines Landes und der darin lebenden Gesellschaft. Auch die Korruption würde verringert, wenn nicht sogar komplett vernichtet werden, wenn alle Menschen die gleiche chancengerechte und hochwertige Bildung erhalten würden und somit eine Perspektive und die Möglichkeit auf eine sichere Zukunft bekämen.

Die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung sollen bis zum Jahr 2030 erreicht werden. Doch um dies zu realisieren, müssen noch viele Schritte getan werden. Je mehr Menschen sich engagieren und mitarbeiten, damit diese Ziele Realität werden, desto besser ist es und desto wahrscheinlicher wird das Erreichen der Ziele.

Einsatz von ADRA gegen Korruption

Auch ADRA setzt sich weltweit dafür ein, die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen und gegen Korruption vorzugehen. ADRA Deutschland führt zahlreiche Projekte in verschiedenen Ländern durch, bei denen es darum geht, Bildung zu ermöglichen und zu fördern. Zum Beispiel ermöglicht ADRA Schülerinnen und Schülern in Konfliktgebieten in Myanmar einen Zugang zu Bildungseinrichtungen, unterstützt die lokalen Schulen mit Managementtraining und Unterrichtsmaterialien und Lehrer/-innen erhalten Weiterbildungen. Ein weiteres Beispiel ist ein Projekt in Somalia. Hier arbeitet ADRA schon viele Jahre im Aufbau des Bildungssystems mit. Es werden sowohl Grund-, als auch Oberschulen aufgebaut, in denen Jungen und Mädchen eine qualitativ gute Bildung erhalten sollen. Zudem erhalten Lehrkräfte, mit einem Mindestanteil von 40% Frauen, Fort- und Weiterbildungen. Dabei ist es ADRA wichtig, den Schülerinnen und Schülern eine sichere und geschützte Lernumgebung zu bieten.

Abgesehen von solchen Projekten, bietet ADRA Deutschland einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst für junge Leute an, bei dem die Teilnehmer für ein Jahr in Entwicklungsländer entsendet werden und dort in einem Projekt mitarbeiten. Ein solches Jahr in einem Entwicklungsland öffnet jungen Menschen die Augen für viele wichtige entwicklungspolitische Themen, unter anderem auch für das Thema „Korruption“. Sie erkennen, was es heißt in einem Land zu leben, in dem Korruption herrscht und ein fester Bestandteil des Alltags ist und warum es wichtig ist, gegen Korruption vorzugehen. Jedes Jahr am 9. Dezember wird am Internationalen Antikorruptionstag daran erinnert.

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“Wenn du eine Frau erziehst, hast du ein ganzes Volk erzogen”

Dieses somalische Sprichwort ist nirgendwo zutreffender als in Somalia selbst, das zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern gehört. Eine gute Bildung bedeutet mehr als nur ein Schulzeugnis und ein paar Bücher. Sie ermöglicht den Menschen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

Die Menschen in Somalia leben hauptsächlich von der Landwirtschaft und Viehzucht. Nur wenige Menschen haben Zugang zu Bildung und können lesen oder schreiben. Die Analphabetenrate in Somalia liegt bei 42 Prozent[1] und ist damit eine der höchsten weltweit. Das Einkommen reicht oft nicht aus, um ihre Kinder in die Schule zu schicken. Laut UNICEF besuchten 2017 weniger als ein Drittel der Kinder eine Schule. Ein weiterer Grund ist der Jahrzehnte anhaltende Bürgerkrieg. Durch den Bürgerkrieg wurde das öffentliche Bildungssystem weitestgehend zerstört. Funktionsfähige Schulen und gut ausgebildete Lehrkräfte gibt es kaum. Unter dieser Situation leiden insbesondere Mädchen. Sie heiraten sehr früh, noch im Mädchenalter, und besuchen deshalb oft gar keine Schule oder brechen die Schule ab, sobald sie verheiratet sind.

Bildung als friedenschaffende Maßnahme

In der Schule und in der Ausbildung lernen die Menschen selbständig nachzudenken und nach Lösungen für Probleme zu suchen. Eine gute Bildung erhöht dadurch die Chance auf ein selbständiges Leben, welches einen Ausweg aus der Armut und aus der Perspektivlosigkeit ermöglicht. Schließlich trägt Bildung zur Bekämpfung von Armut, Unterdrückung und Ungerechtigkeit bei. Letztere bilden einen Nährboden für Terror und Gewalt. Deshalb trägt Bildung zur Friedensstiftung bei. Aus diesem Grund fördert ADRA seit Beginn unserer Arbeit in Somalia vor 28 Jahren den Aufbau des Bildungssystems, um dieses friedensstiftende Element bestmöglich zu nutzen. ADRA unterstützt insbesondere das somalische Bildungsministerium dabei, neue Schulgebäude im südlichen Teil des Landes zu bauen und noch nutzbare auszubessern. In den letzten Jahren errichteten wir mehr als zwei Dutzend staatliche Schulen, in denen 33.300 Schülerinnen und Schüler kostenlos zur Schule gehen können.

 

Seit 2017 führt ADRA mit der finanziellen Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender und der Europäischen Union zwei weiterführende Bildungsprojekte in dieser Region durch. Bis 2022 sollen 18 weitere Schulen gebaut werden. So können bis 2023 ca. 65.000 weitere Schülerinnen und Schüler eine Schulbildung erhalten und so ihre eigene Zukunft aktiv mitgestalten. Dies macht es notwendig, weitere Lehrkräfte auszubilden. Aktuell entsteht hierfür ein Lehrerausbildungsstudiengang an der Universität in Mogadishu, den ADRA mit dem nationalen Bildungsministerium aufbaut. Die ersten 200 Lehrerinnen und Lehrer werden dort aktuell ausgebildet. Bis 2023 sollen weitere 700 Lehrkräfte ihre Ausbildung abschließen und in den neu gebauten Schulen unterrichten können. ADRA stellt Lehrmaterialien zur Verfügung und bietet Schülern, Eltern und Lehrern psychosoziale Hilfe an, um die Folgen des Bürgerkrieges zu verarbeiten.

Somalia:

  • Einwohner 15 Millionen
  • Hungersnot und Bürgerkrieg seit den 1990igern
  • Keine oder wenige Bildungseinrichtungen
  • Seit 1992 erfüllt ADRA unterschiedliche Aufgaben der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit in Somalia

[1] Quelle: Somalische Regierung (siehe Somalia Education Sector Stratigic Plan 2018-2020)

 

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