ADRA trauert um verunglückte Kollegen im Jemen

Liebe Spenderinnen und Spender, liebe Freunde von ADRA,

Am 27. Mai 2021 hat ADRA Jemen einen schrecklichen Verlust erlitten. Der ADRA-Mitarbeiter Ahmed Mohammed Fare’e und sein Fahrer Aref Al-Sobaihi sind in der Folge eines Autounfalls verstorben. Sie befanden sich auf dem Weg zu unserem Projektgebiet im Süden des Jemens. Diese Verluste haben uns schwer getroffen. Wir möchten den Familien und Angehörigen der Verstorbenen Kollegen unser Beileid aussprechen.

Die Leidenschaft und Nächstenliebe, mit der unsere Kolleginnen und Kollegen in Krisengebieten ihre Arbeit erfüllen, ist bewundernswert.  Ahmed Mohammed Fare’e und Aref Al-Sobaih werden uns und ihren Kollegen im Jemen in Erinnerung bleiben.

ADRA Jemen leistet den Familien in diesem schweren Moment die notwendige Unterstützung.

Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei den Hinterbliebenen.

Gemeinsam Gesundheit schenken

ADRA ist wie ein Haus, das wir gemeinsam mit euch aufgebaut ha­ben. Krisen oder Katastrophen können wir nicht verhindern. Wir kön­nen aber in schweren Zeiten Hilfe und Schutz bieten. Gemeinsam geben wir in unseren Hilfsprojekten auf die Menschen acht und haben für sie und ihre Geschichten ein offenes Ohr.

Regelmäßig dürfen wir euch von unseren gemeinsamen Erfolgen be­richten. Seit 2012 setzt ADRA Deutschland gemeinsam mit dem lokalen ADRA-Büro Gesundheitsprojekte im Nordjemen um. ADRA unterhält sechs Krankenhäuser und mobile Kliniken, um dort zu sein, wo Hilfe ge­braucht wird. Inzwischen ist ADRA als NGO federführend, was die Gesundheits­versorgung im Jemen angeht.
Im Januar konnten wir dank eurer großartigen Unterstützung un­sere Hilfe vor Ort weiterführen und ausbauen.

Zum ersten Mal werden wir mit zwei Krankenhäusern im Südjemen medizinische Hilfe anbieten können. Somit steigt die Anzahl unserer Gesundheitseinrichtungen im Land auf acht. Krankenwagen werden bereitgestellt und Fachkräfte ausgebildet. Mehrere Krankenhäuser erhalten eine bessere Ausstattung, um mehr Menschen behandeln zu können. Insbesondere die Geburtsmedizin wird verbessert, um die Mütter- und Kindersterblichkeit zu senken. Operationssäle wer­den wieder in Stand gesetzt und ausgestattet, damit Frauen im Falle von Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt schnelle Hilfe erhalten.
Für das neue Projekt mussten wir einen großen Anteil an Spenden einbringen, um die öffentlichen Gelder in voller Höhe in Anspruch nehmen zu können. Im Dezember 2020 haben wir euch um Unter­stützung gebeten. Viele von euch haben auf unseren Aufruf geant­wortet. Eure Hilfe war überwältigend! Gemeinsam haben wir es geschafft, die nötigen Mittel zu finden, um die Menschen im Jemen nicht im Stich lassen zu müssen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind fast eine Viertelmillion Menschen durch Waffenge­walt oder infolge von Mangelernährung, Krankheit und fehlender medizinischer Versorgung seit 2015 ums Leben gekommen. Weitere 24 Millionen benötigen dringend humanitäre Hilfe. Wir können den Krieg nicht beenden, aber zusammen können wir Leben retten. In der Anfangsphase des neuen Projektes herrschte noch eine recht­liche Unsicherheit. Im Januar hatte die US-Regierung unter Trump die Ansar Allah, auch Huthi-Rebellen genannt, als ausländische Ter­rororganisation eingestuft. Infolgedessen waren Hilfsorganisatio­nen von US-Sanktionen bedroht, wenn sie humanitäre Hilfe im Norden des Jemen leisteten. Kurz danach zog die neue Biden-Regie­rung diese Entscheidung zurück und verhinderte somit eine huma­nitäre Katastrophe. Die Arbeiten vor Ort laufen weiter. Gemeinsam können wir Kinder und ihre Familien medizinisch versorgen und ih­nen eine neue Chance im Leben schenken.
Herzlichen Dank für eure Hilfe.

Der Jemen ist ein Staat im Süden der arabischen Halbinsel. Auf einer Fläche von 528.076 km² leben 29,2 Mio. Menschen. Seit 2015 herrscht im Jemen ein blutiger Krieg. Seit 2012 ist ADRA Deutschland im Jemen aktiv. Dort ist ADRA die zweitgrößte Hilfsorganisation.

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Myanmar im Ausnahmezustand

Die politische Krise in Myanmar hält die Welt weiter in Atem. Auch sieben Wochen nach dem Aufstand des Militärs entwickelt sich die Situation vor Ort rasant. Immer mehr Menschen sind auf der Flucht, Versorgungsketten brechen zusammen und die Lebensmittelpreise steigen. Unter den Umständen leidet die arme Bevölkerung am stärksten.

Es kommt täglich zu kleineren und größeren Demonstrationen, besonders in den Städten des Landes, gegen das Militär. Das Militärregime reagiert auf diese Demonstrationen mit aller Härte, Tote und Verletzte sind die Folge. Aufgrund der Gewalt, politischer Instabilität und wachsender Unsicherheit fliehen fast 30.000 Menschen aus ihrer Heimat, viele suchen Zuflucht in Thailand.

ADRA hilft den Vertriebenen

In ihrer Verzweiflung fliehen die Menschen und lassen dabei einen Großteil ihres Hab und Gutes zurück. Doch längst nicht alle Vertriebenen schaffen es über die Grenze. So verstecken sich viele in der Grenzregion und hoffen auf eine Möglichkeit, sich auf thailändischen Boden retten zu können. Auf beiden Seiten der Grenze ist ADRA für die Menschen da. Gemeinsam mit Partnern vor Ort hilft ADRA bei allem, was fehlt. Am dringendsten benötigen die Menschen Nahrung, Kleidung und Schutz. ADRA hilft den Vertriebenen mit Essen, Material zum Schutz vor Wind und Wetter, medizinischer Versorgung und Covid-Prävention sowie Hygienesets.

ADRA-Projekt vorerst gestoppt

Gemeinsam mit unseren Partnerbüros und der Europäischen Kommission richtet ADRA Deutschland ein Bildungsprojekt in Myanmar (LINK: https://adra.de/aktuelles/myanmar-bildung-in-konfliktgebieten/) aus. Neue Lehrkräfte sollen ausgebildet und den Kindern Schulmaterial zur Verfügung gestellt werden, um so die Völkerverständigung innerhalb des südostasiatischen Landes zu verbessern. Der Aufstand des Militärs Anfang Februar hat alles auf den Kopf gestellt. Um die Sicherheit der Teilnehmenden und der Kolleg*innen zu gewährleisten, wird das Projekt vorerst pausieren.

Myanmar ist ein Staat in Südostasien. Auf einer Fläche von 676.578 km² leben 54. Mio. Menschen.
Seit 2019 betreibt ADRA Deutschland das Bildungsprojekt CASE2Learn in Myanmar.

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Hoffnung spenden in Bergkarabach

Am 09. November 2020 unterzeichneten, mit der Vermittlung Russlands, Armenien und Aserbaidschan ein Waffenstillstand.
Das Abkommen beendete einen sechswöchigen Krieg in der Region Bergkarabach, der nach offiziellen Schätzungen 4.800 Leben kostete und mehr als 100.0000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieb.

Das Abkommen sieht unter anderem vor, dass Aserbaidschan Gebiete behält, die es während des Konflikts eingenommen hat, und die Kontrolle über sieben armenisch besetzte Bezirke um Bergkarabach übernimmt. Russische Soldaten sollen die Einhaltung des Waffenstillstandes überwachen.

Leidtragende der gewaltsamen Auseinandersetzung waren und sind immer noch Zivilisten, die entweder die Bombardierungen ertragen oder fliehen müssen. Mit der Beendigung des Konfliktes ist das Leid der Zivilbevölkerung nicht erloschen. Tausenden Familien sind obdachlos und haben ihr ganzes Hab und Gut verloren. Die politischen Gründe der kriegerischen Auseinandersetzung spielen für uns keine Rolle. Wir schlagen uns nicht auf die Seite einer Konfliktpartei, wir haben die Menschen, die darunter leiden im Blick und in unseren Herzen.

InformationBERGKARABACH
liegt im Südosten des kleinen Kaukasus mehrheitlich von Armeniern bewohnt ADRA Deutschland ist seit Februar 2021 unterstützend an einem Hilfsprojekt von ADRA Armenien beteiligt

Seit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes ist für Hilfsorganisationen der Zugang in das umkämpfte Gebiet leichter geworden. Seit Februar 2021 unterstützt ADRA Deutschland ein Hilfsprojekt von ADRA Armenien in Bergkarabach. In der Region Bergkarabach werden 10.000 Menschen mit Hygieneartikeln und Lebensmitteln für einen Zeitraum von drei Monaten versorgt. Das Essen und die Hygieneartikel werden auf dem lokalen Markt gekauft, um einheimische Händler und Produzenten zu unterstützen. Die Hilfe richtet sich an Vertriebene oder zurückkehrende Menschen. Erst wenn ein Mensch satt ist, kann er über seine Zukunft nachdenken und nach vorne schauen.

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Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

So lautet das sechszehnte der 17 Ziele für eine nachhaltige Ent­wicklung, welche 2015 von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Na­tionen bestimmt wurden. Bei diesem Ziel geht es unter anderem darum, Korruption zu bekämpfen. Denn Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen kann es nur in einer korruptionsfreien Gesell­schaft geben. Dies ist jedoch nicht so einfach, denn der Begriff Kor­ruption „ist so undurchsichtig wie die Strukturen, in denen Korruption gedeiht.“ (Transparency International). Bildung spielt in diesem zu­sammehang eine zentrale Rolle, denn eine chancengerechte und hochwertige Bildung gibt Menschen die Chance auf ein besseres Le­ben und ermöglicht die Weiterentwicklung eines Landes und der dar­in lebenden Gesellschaft. Auch die Korruption wird verringert, wenn Menschen eine Perspektive und die Möglichkeit auf eine sichere Zu­kunft bekommen. ADRA setzt sich weltweit dafür ein, die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen und gegen Korruption vor­zugehen. Bildungsprojekte setzt ADRA derzeit in Myanmar, Thailand, Fidschi, Somalia, Äthiopien und Serbien um.

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Covid-19 und Überschwemmungen: ADRA hilft im indischen Bundesstaat Assam

Überschwemmungen kommen in Assam regelmäßig in der Monsunzeit vor. In diesem Jahr ereigneten sich die ersten Hochwasser jedoch ungewöhnlich früh. Wenn es zu Monsunüberschwemmungen kommt, sind mehr als 7 Millionen Menschen in 26 Distrikten mit Leib und Leben bedroht. Die Fluten forderten 133 Todesopfer und in der Folge erkranken die Menschen an dreckigem Trinkwasser, schlechten hygienischen Bedingungen und sie leiden Hunger. Die Corona-Pandemie hat die Lage zusätzlich verschlimmert.

Wir wollen den Menschen in Assam helfen

Um den Menschen beizustehen, haben wir gemeinsam mit OXFAM und mit Unterstützung der Europäischen Union ein Nothilfeprojekt ins Leben gerufen. Wir unterstützen sie mit Essen, Notunterkünften und mit Hygieneartikel. Das Projekt richtet sich an fast 100.000 Menschen der ethnischen Minderheiten, alleinerziehende Mütter und Haushalte mit schwangeren bzw. stillenden Müttern.

Wir konnten durch Reinigung, Desinfektion und Chlorierung von 70 Handpumpen 35.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen. Zusätzlich haben wir 6.000 Haushalte, ca. 36.000 Personen, mit Hygiene-Kits ausgestattet. Um den Hunger zu bekämpfen haben wir 11.600 Menschen (fast 2.000 Haushalte) mit Lebensmittelgutscheinen oder Bargeld versorgt. Insgesamt 800 Haushalten stellten wir Baumaterial mit Planen, Bodenplanen und Moskitonetzen zur Verfügung, damit sie ihre Häuser wieder halbwegs reparieren konnten.

Hierzulande ist der Bundesstaat Assam vor allem für seinen Tee bekannt. Der Schwarztee ist Hauptbestandteil des Ostfriesentees. Denken Sie doch bei Ihrer nächsten Tasse Tee auch einmal an die Menschen in Assam, die jedes Jahr gegen die Wassermassen des Monsuns ankämpfen.

Wir danken unseren Partner*innen vor Ort und der Europäischen Union für die Unterstützung im Dienste der ärmsten Menschen in indischen Bundesstaat Assam.

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Wie die kleine Mona gerettet wurde

Im August wurde die zweijährige Mona schwer krank. Ständige Durchfälle, Erbrechen und Ausschläge schwächten das Kind enorm. Zu diesem Zeitpunkt war das Mädchen mit nur noch 4 kg mehr tot als lebendig. Ein freiwilliger Helfer brachte sie mit ihrer Mutter, die selbst unter den gleichen Symptomen litt, in die mobile Klinik.

Sofort wurden Mutter und Tochter mit den nötigen Medikamenten behandelt. Mona wurde mit einer Spezialnahrung ernährt, damit sie wieder zu Kräften kam. Alle zwei Wochen wird sie untersucht, gemessen und gewogen. Inzwischen wiegt sie über
8 kg und bei jedem Besuch der mobilen Klinik geht es ihr besser. Auch ihre Mutter wurde gesund und kann wieder für Mona da sein.

 

Wir können den Krieg im Jemen nicht beenden, aber wir können den Menschen und besonders den Kindern helfen, die schreckliche Zeit zu überleben. Jede Spende hilft dabei, unser gemeinsames Ziel von 600.000 Euro zu erreichen, die wir als Eigenanteil für dieses Projekt aufbringen müssen.

Schreiben Sie mit uns Erfolgsgeschichten wie die der kleinen Mona und unterstützen Sie die Menschen im Jemen mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Jemen“! Danke!

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