Die Würde der Frauen in Westkenia schützen

Um die Situation für junge Frauen in Westkenia zu verbessern, bietet ADRA Mädchen, ihren Familien und den Dorfgemeinschaften Schulungen an, die über die Gefahren einer Beschneidungszeremonie bei jungen Frauen aufklären.

In den Dorfgemeinden symbolisiert diese Zeremonie den Übergang eines Mädchens zur Frau, jedoch leiden die jungen Frauen ein Leben lang unter den Folgen.
Das Projekt wird gemeinsammit den lokalen Gemeinden durchgeführt.
Aufklärung, Diskussionen und Weiterbildungen der Gemeinden über Menschen-, Frauen- und Kinderrechte stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Seit über 15 Jahren klären wir mit unseren Partnern über die Folgen von Beschneidung in Kenia auf und streben ihre endgültige Abschaffung an. Gemeinsam mit unseren Spenderinnen und Spendern möchten wir Mädchen und junge Frauen besser schützen und begleiten.

Madagaskar: Viele Kinder sind nur noch Haut und Knochen – schlimmste Dürre seit 40 Jahren

Update 14.05.2021

Der Süden Madagaskars zählt schon lange zu den ärmsten Regionen der Erde. Doch durch Klimawandel und Dürre ist eine lebensgefährliche Situation für 1 Millionen Menschen entstanden. Die Lage ist verheerend.

Durch die anhaltende Dürre ist keine Besserung in Sicht. Die jetzige Ernte fällt deutlich geringer aus als in den Vorjahren, denn die Felder haben sich in Staubwüsten verwandelt. Aus eigener Kraft können die Menschen die Krise nicht abwenden.

Rund 1,14 Millionen Menschen im Süden Madagaskars sind vom Hunger bedroht. Fast 14.000 von ihnen befinden sich in einem katastrophalen Zustand (IPC V[1]).

Wenn jetzt keine dringenden Maßnahmen ergriffen werden, wird sich der Hunger ausbreiten. Dann sind noch mehr Frauen, Männer und vor allem Kinder bedroht. Das Welternährungsprogramm (WFP) warnt, dass die Situation sich schnell verschlechtert und die derzeitige Unterstützung nicht ausreicht, um eine Hungersnot zu verhindern. Nur durch eine gemeinsame Anstrengung von UN-Organisationen, Partnerregierungen und Nichtregierungsorganisationen können Leben gerettet werden.

Das WFP hat die Höhe der nötigen humanitären Hilfe auf 75 Millionen US-Dollar beziffert. Mit diesem Geld können die Menschen für die nächsten sechs Monate sicher überleben. Doch was ist dann? Der Ausweg aus dieser Krisensituation ist noch lang. Ohne unsere gemeinsame Unterstützung schaffen es die Menschen nicht.

[1] Eine Hungersnot wird von den Vereinten Nationen ausgerufen, wenn
·        mindestens 30 Prozent der Bevölkerung akut unterernährt sind
·        pro Person weniger als vier Liter Wasser am Tag zur Verfügung stehen
·        die Menschen am Tag weniger als 2.100 Kilokalorien Nahrung zu sich nehmen,
·        kein eigenes Einkommen mehr erwirtschaftet werden kann und
·        mindestens zwei von 10.000 Menschen täglich aus Nahrungsmittelmangel sterben

Kinder verhungern in Madagaskar

07. Mai 2021 | Pierre Schweitzer

Im Süden Madagaskars gibt es kaum Essen mehr für die Bevölkerung. Aufgrund einer jahrelangen Dürre ging die Ernte verloren. Mehr als eine Million Menschen leiden unter Hunger. Immer mehr Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt. Laut Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen hat sich ihre Zahl in den letzten vier Monaten verdoppelt und liegt nun bei 16,5 Prozent.

Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern dieser Welt. Nun droht in dem Inselstaat eine Hungersnot. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Aufgrund hoher Ernteausfälle in den letzten Jahren, haben sie kein ausreichendes Saatgut mehr für die nächste Aussaat. In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen zu allem, was ihr Überleben kurzfristig sicher kann. Sie essen Heuschrecken und Blätter. ADRA Madagaskar berichtet von hungernden Familien und Kinder, die nur noch der Schatten ihres Selbst sind.

Mit der Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit ist ADRA im Rahmen eines mehrjährigen Projektes vor Ort und hilft den Menschen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Mit dem Bau von Brunnen erhalten 68.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem lernen 7.500 Kleinbauern neue Anbaumethoden kennen, um ihre Ernteerträge zu steigern. Die Hilfe reicht dennoch nicht aus.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat die Höhe der nötigen humanitären Hilfe auf 75 Millionen US-Dollar beziffert. Mit diesem Geld können die Menschen für die nächsten sechs Monate sicher überleben. Doch was ist dann? Der Ausweg aus dieser Krisensituation ist noch lang. Ohne unsere gemeinsame Unterstützung schaffen es die Menschen nicht.

Madagaskar ist eine Insel im indischen Ozean und gehört zum afrikanischen Kontinent. Auf einer Fläche von 587.295 km² wohnen 27 Mio. Menschen. Gemeinsam mit der Unterstützung des BMZ führt ADRA in dem Land ein mehrjähriges Projekt im Bereich Ernhährung durch.

Bitte unterstützen Sie die Menschen in Madagaskar mit Ihrer Spende!

Der Hunger breitet sich in Somalia aus

Dürre in SomaliaIn Somalia kündigt sich eine Hungersnot an. Schon heute haben nach Schätzungen der Vereinten Nationen vier Millionen Menschen nicht genug zu essen. Letztes Jahr fiel die Ernte aus; Wüstenheuschrecken fraßen die Felder nahezu kahl.

Anschließend vernichtete eine lange Dürreperiode die Resternte. Seit Monaten hat es in weiten Teilen des Landes nicht geregnet. Die Dürre hält an, landwirtschaftliche Erträge sind dieses Jahr kaum zu erwarten. Als Folge dieser Katastrophe sind die Preise für Lebensmittel und Wasser stark gestiegen, sodass ärmere Haushalte sich lebenswichtige Güter nicht mehr leisten können. Viele Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt und ihre Zahl steigt jeden Tag an. Mütter am Ende ihrer Kraft verzichten auf ihre magere Mahlzeit, um sie ihren Kindern geben zu können.

Corona schwächt die Menschen

Zusätzlich zu Dürre und Insektenbefall trifft die COVID-Pandemie auf geschwächte Menschen, die sich vor einer Erkrankung nicht schützen können. ADRA Somalia warnt vor einer Verschlechterung der Lage und bittet die internationale Gemeinschaft um Hilfe.

Seit mehreren Jahren setzten sich ADRA Somalia und ADRA Deutschland zusammen mit Save the Children dafür ein, den somalischen Kindern im Süden des Landes eine sichere und würdevolle Bildung zu ermöglichen. 15 Grundschulen wurden schon saniert und ausgebaut. Lehrkräfte erhalten eine bessere Ausbildung und ein Gehalt für ihre Arbeit. Kinder und ihre Familien erhalten zudem Bargeld, um die Schulkosten zu bezahlen.

ADRA steht weiterhin den Kindern zur Seite und wir setzen mit unseren Spenderinnen und Spendern alles ein, um sie in dieser schweren Situation zu schützen und zu begleiten.

Somalia ist ein Land im Osten des afrikanischen Kontinents. Das Land am Indischen Ozean hat eine Fläche von 637.657 km². Dort wohnen 15,4 Mio. Menschen. Gemeinsam mit ADRA Somalia führt ADRA Deutschland in dem Land Bildungsprojekte durch.

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Humanitäre Hilfe“

Landessammlung 2021

Heute geht es um die Landessammlung 2020 und 2021. Zu Be­ginn der Pandemie 2020 wussten wir überhaupt nicht, ob es eine Sammlung geben kann. Wir wollten euch nicht in Gefahr bringen.

Mit den Lockerungen im Sommer 2020 kamen auch die Anrufe der Sammler. Sie wollten die Sammlung durchführen, auch unter den erschwerten Bedingungen. So machten sich 59 Sammler auf den Weg und sammelten über 37.100 Euro. Mit einer solchen Summe hätte keiner gerechnet.
Anfang 2021 sind wir ebenso unsicher, was werden wird. Wir müs­sen wie alle anderen abwarten, aber eine Sammlung wird es ge­ben. Wir wollen aber auch neue Wege gehen, um die treuen Sammler zu unterstützen. Es wird eine Online-Sammlung geben, für alle, die nicht sammeln gehen wollen oder können. Wir werden euch im Mai über den Gemeindeverteiler Vorschläge schicken, wie jeder an der Sammlung teilnehmen kann. Ihr Geschwister in den Gemeinden seid unsere Hände und Füße in eurer Stadt, eurer Schule, eurer Uni und eurer Firma.

Mehr Informationen findet ihr in Kürze auf unserer Homepage.

Danke, dass ihr euch für die Menschen in Not einsetzt.

Wenn ihr Interesse an der Landessammlung habt und uns unterstützen wollt, meldet euch gerne bei uns:

Ansprechpartnerin: Liane Gruber

Tel.: 06151-8115-55
e-mail: liane.gruber@adra.de

Ansprechpartner: Pierre Schweitzer

Tel.: 06151-8115-28
e-mail: pierre.schweitzer@adra.de

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Zyklon „Eloise“ trifft Mosambik: 1.000 Häuser zerstört

Innerhalb eines Monats trifft der zweite Zyklon das Land Mosambik. Erinnerungen an die verehrenden Wirbelstürme „Idai“ und „Kenneth“ werden wach.

Begleitet von starken Regenfällen fegten Winde mit bis zu 160 Stundenkilometer von der Küste ins Landesinnere. Der Sturm zerstörte mehr als 1.000 Häuser komplett und beschädigten weitere 3.000. Über 160.000 Menschen sind von den Folgen des Wirbelsturms direkt betroffen. Mehrere Menschen kamen ums Leben, die genaue Opferzahl ist noch nicht zu ermitteln.

 

Die Hafenstadt Beira wurde besonders hart getroffen

Besonders heftig wütete „Eloise“ in der Hafenmetropole Beira. Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes (INAM) gingen allein dort innerhalb von 24 Stunden 250 Milliliter Regen nieder, die zweieinhalbfache Menge, die durchschnittlich im Januar registriert wird. Dabei sind die Wassermassen seit dem Tropensturm „Chalane“ zum Jahreswechsel 2020/2021 noch extrem hoch.

➤ Informationen zu unseren Projekten in der Region https://adra.de/ostafrika/

Die Überschwemmungen beschränken sich nicht auf die Hafenstadt Beira, sondern betreffen auch die angrenzenden Provinzen. Straßen sind unpassierbar, Brücken beschädigt. Es werden Notunterkünfte eingerichtet, um die Menschen zu versorgen, die durch den Zyklon ihr Hab und Gut verloren haben. Über 1.000 Familien wurden aus der Provinz Zambezia vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht.

ADRA ist vor Ort in Mosambik

Tage bevor Zyklon „Eloise“ das Festland erreichte, begannen die Vorbereitungen. ADRA hat ein Team in den betroffenen Provinzen Zambezia, Sofala und Inhambane entsendet, um Informationen zu sammeln und mit den lokalen Behörden zusammenzuarbeiten. Jetzt kommt es darauf an, den Menschen Schutzräume zu besorgen, sie mit sauberem Trinkwasser, Essen und Hygieneartikel zu versorgen. 

➤Bericht aus Mosambik https://adra.de/und-ploetzlich-war-das-wasser-da/

 

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Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

So lautet das sechszehnte der 17 Ziele für eine nachhaltige Ent­wicklung, welche 2015 von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Na­tionen bestimmt wurden. Bei diesem Ziel geht es unter anderem darum, Korruption zu bekämpfen. Denn Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen kann es nur in einer korruptionsfreien Gesell­schaft geben. Dies ist jedoch nicht so einfach, denn der Begriff Kor­ruption „ist so undurchsichtig wie die Strukturen, in denen Korruption gedeiht.“ (Transparency International). Bildung spielt in diesem zu­sammehang eine zentrale Rolle, denn eine chancengerechte und hochwertige Bildung gibt Menschen die Chance auf ein besseres Le­ben und ermöglicht die Weiterentwicklung eines Landes und der dar­in lebenden Gesellschaft. Auch die Korruption wird verringert, wenn Menschen eine Perspektive und die Möglichkeit auf eine sichere Zu­kunft bekommen. ADRA setzt sich weltweit dafür ein, die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen und gegen Korruption vor­zugehen. Bildungsprojekte setzt ADRA derzeit in Myanmar, Thailand, Fidschi, Somalia, Äthiopien und Serbien um.

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„Wir sollten für die Bewohner in Mekelle beten“ – Eskalation der Gewalt in Äthiopien

Der ausgebrochene Konflikt in der Region Tigray, im Norden Äthiopiens, macht uns große Sorgen. Wir hoffen und beten, dass die Menschen dort zum Frieden zurückkehren.

Die Kampftruppen der äthiopische Zentralregierung rücken auf die Regionalhauptstadt Mekelle vor. Dort leben ca. 500.000 Menschen. In Mekelle unterstützt ADRA die Mekelle Adventist School und eine Kinderklinik. Außerdem bildet ADRA junge Äthiopier*innen in der Region zu Solartechniker*innen aus.

Sämtliche Kommunikationsmöglichkeiten wurden gekappt, es gibt keinen Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen oder zu den Menschen in den Projekten.

ADRA Mitarbeiter beten für baldige Beendigung der militärischen Auseinandersetzung und für Frieden.

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