Besser lernen durch neue Schulausstattung

©Daniela CanedoNicht überall auf der Welt herrschen die gleichen Bildungsbedingungen – dabei trägt Bildung maßgeblich zu den Chancen und dem Wohlergehen eines Menschen bei. ADRA renoviert in Äthiopien eine Schule und stattet diese aus. So erhalten mehr Kinder Zugang zu Bildung – in einem angemessenen Umfeld.

Bildung ist ein Menschenrecht – und dieses gilt für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion oder Vermögen. Dennoch sind die Chancen auf Bildung weltweit nicht für alle Menschen gleich. So zum Beispiel in Äthiopien: Zwar hat sich die Anzahl der Mädchen und Jungen, die die Grundschule besuchen, wesentlich gesteigert, doch nur etwa 53 Prozent der Schülerinnen und Schüler können diese beenden*. Nicht mehr als 38,5 Prozent erhalten eine Sekundarschulbildung. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Damit es nicht an den Umständen liegt, in denen die Schüler lernen, renoviert ADRA an der Mekelle Adventist School baufällige Klassenräume. Die Nachfrage nach Sekundarbildung ist sehr hoch, doch die Schule konnte unter anderem wegen der Schäden am Schulgebäude keinen Oberstufen-Unterricht mehr anbieten. Das hat Folgen für die lokale Bevölkerung, da sich viele die hohen Gebühren der anderen High-Schools nicht leisten können oder diese zu weit entfernt liegen.

Neue Schreibtische werden zur Verfügung gestellt und die Bibliothek wird mit zusätzlichen Stühlen, Tischen, Regalen und Büchern ausgestattet. Das Labor erhält einen Computer, Regale und Lernmaterialien und das IT-Center wird mit einem Computer, einem Drucker, Tischen und Stühlen ausgestattet. So können die Schüler selbstständig und praxisorientiert lernen. Darüber hinaus schützt nun ein neuer Zaun die Schule.

Mit diesen Beträgen können die Chancen von äthiopischen Schülern verbessert werden:

  • 1 Schulstuhl 30 Euro
  • 1 Schultisch mit 2 Stühlen 120 Euro
  • 1 Tafel mit Kreideset und Tafelschwamm 220 Euro
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*Quelle: Auswärtiges Amt (2014)

Bildung schenken – Chancen schenken

Bildung verhindert Armut, aber Armut verhindert Bildung. Um diesem Teufelskreis entgegenzuwirken, arbeitet ADRA in afrikanischen Ländern gegen Umstände an, die Kinder vom Schulbesuch abhalten. Mit Ihrer Spende können Sie zu Weihnachten Bildung schenken – und Kindern Hoffnung geben.

Mehr als die Hälfte der Somalier lebt von der Viehzucht – als Nomaden oder Halbnomaden ziehen die Menschen von Ort zu Ort. Daher ist es schwierig, Kinder in der Schule zu halten. Besonders durch die anhaltende Dürre sind sie gefährdet, weiterziehen zu müssen – und können oftmals wegen des Nahrungsmangels nicht zur Schule kommen. ADRA versorgt Kinder und Lehrer an somalischen Schulen mit Nahrungsmitteln und Wasserrationen, um Bildungschancen zu stärken.

Seit 25 Jahren engagiert sich ADRA schon im Bildungsbereich in Somalia – und arbeitet dafür eng mit der Regierung zusammen. ADRA macht inhaltliche Vorschläge für das Curriculum und beteiligt sich an der Renovierung und am Neubau von Schulgebäuden. Ein besonderer Fokus wird auf die Situation von Mädchen gelegt – durch frühe Schwangerschaften, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung ist ihr Schulbesuch besonders gefährdet.

„Wegen des Bürgerkriegs musste ich mit meiner Familie fliehen und deswegen in der 5. Klasse die Schule abbrechen. Dabei wollte ich immer Ärztin werden. Später habe ich von den Bildungskursen von ADRA erfahren. Ich bin ADRA dankbar, dass ich die Chance erhalten habe, zu lernen und unabhängig zu werden! So kann ich meinen Traum doch noch verwirklichen!“ (Hamdo, 22)

So wirkt Ihre Spende in diesem Projekt:

Mit 13 Euro kann einem gefährdeten Kind in den von der Dürre betroffenen Gebieten Somalias einen Monat lang Verpflegung für die Mittagspause mitgegeben werden – und es so in der Schule gehalten werden.

15 Euro Euro ist ein Hygiene-Set wert, das aus Seife, Damenbinden, Unterwäsche und einer kleinen Tasche besteht. Damit werden Mädchen unterstützt, nicht während ihrer Periode dem Unterricht fern bleiben zu müssen.

Damit den Schülern auch während der Dürrezeit genügend Wasser zur Verfügung steht (2,5 Liter am Tag), werden die Schulen mit Wassertanks von 5.000 Litern angefahren. Eine solche Lieferung kann mit 90 Euro durchgeführt werden.

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Zuverlässige Trinkwasserversorgung für Schulzentrum in Kenia

Das Schul- und Rettungszentrum Kajiado in Kenia bietet Mädchen der Massai Schutz vor Zwangsheirat und Genitalverstümmelung. Doch schon mehrere Jahre in Folge ist diese Region stark von Dürreperioden betroffen. Der Bau eines Brunnens sorgt für eine zuverlässige Versorgung mit aufbereitetem Wasser.

Ausgeprägte Trockenzeiten im Osten Kenias führen zu unfruchtbaren Böden und zur Absenkung des Grundwasserspiegels. So auch in dem von ADRA unterstützten Schul- und Rettungszentrum Kajiado. Da der nächstgelegene Brunnen nicht funktionstüchtig ist, war das Zentrum auf mobile Versorgung durch Wassertankwagen angewiesen: eine kostspielige und nicht nachhaltige Angelegenheit. Nach Probebohrungen wurde jedoch ausreichend Grundwasser zur Förderung gefunden und ein eigener Brunnen für das Schul- und Rettungszentrum gebaut.

Nachhaltige Versorgung durch einen Brunnen und Wasserbehandlung

Das Wasser aus dem neuen Brunnen, der mit einer Solarpumpe ausgestattet ist, kann nun zur persönlichen Hygiene, zum Wäschewaschen, für die Schulküche und zur Bewässerung der Felder genutzt werden. Es wird mittels sogenannter Umkehrosmose aufbereitet. Auf diese Weise wird der Salz- und Fluoridwert stark reduziert, was die Wasserqualität und Verträglichkeit steigert; sowohl für den Gebrauch als Trinkwasser als auch für die Bewässerung der Nutzpflanzen.

Projektlaufzeit: 15.09.2018 – 31.12.2018

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Stärkung von lokalen Partnern durch Führungskräftetraining

ADRA arbeitet weltweit eng mit Partnern zusammen – insbesondere lokalen Büros aus dem ADRA-Netzwerk. Um die Effektivität von ADRA Tansania und ADRA Uganda zu stärken, werden Führungskräfte in einem speziellen Training für ihre Aufgaben geschult.

Zivilgesellschaft ist ein wesentlicher Faktor für positive Entwicklungen in den Ländern des globalen Südens, setzt Akzente und stößt Prozesse an. Sie dient als Stimme für unterrepräsentierte Gruppen, unterstützt und entwickelt Perspektiven für Bürger. Leiter in der Entwicklungszusammenarbeit sind vor diesem Hintergrund enorm wichtig für das Erfüllen dieser Rolle und die Leistung der jeweiligen Organisation.

Ein Workshop der Civil Society Academy der Welthungerhilfe schult Führungskräfte für diese Aufgaben. Die Länderdirektoren von ADRA Uganda und ADRA Tansania werden durch diesen Workshop befähigt, noch wirkungsvoller agieren zu können und so die positiven Ergebnisse an das Team und die Zivilgesellschaft weiterzugeben.

Projektlaufzeit: 01.05.2018 – 31.01.2019

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Neue Sanitäreinrichtungen für das Schul- und Rettungszentrum im kenianischen Kaijado County

Die Dusch- und Toiletteneinrichtungen im Schul- und Rettungszentrum in Kajiado County müssen dringend erneuert werden: Sie sind in einem schlechten Zustand und reichen nicht für die Anzahl an Schülerinnen aus. Die große Entfernung zum Hauptgebäude des Zentrums stellt darüber hinaus ein Sicherheitsrisiko für die jungen Frauen dar. ADRA stellt neue und verbesserte Sanitäranlagen zur Verfügung.

Seit einigen Jahren unterstützt ADRA das Schul- und Rettungszentrum im kenianischen Kajiado County, das Mädchen und jungen Frauen der Massai Zuflucht vor Zwangsverheiratung und Genitalverstümmelung bietet. Darüber hinaus erhalten die derzeit 172 Mädchen Zugang zu Bildung und leben in einem sicheren und familiären Umfeld.

Allerdings sind die sanitären Anlagen der Schule mittlerweile völlig veraltet und unzureichend. Es gibt nur einen Toilettenblock ohne Handwaschanlage sowie eine provisorische Gemeinschaftsdusche mit sechs Duschplätzen. Deren Erneuerung ist aus hygienischer Sicht dringend notwendig. 172 Schülerinnen teilen sich fünf Toiletten, die zudem in schlechtem Zustand sind und deren Bodenplatte gefährdet ist, einzubrechen. Durch die fehlende Möglichkeit, sich die Hände zu waschen, verbreiten sich Keime und Krankheitserreger schneller und Infektionen werden begünstigt. Krankheiten führen wiederum zu erhöhten Arztkosten und die Mädchen verpassen wichtigen Unterricht.

Die Lage der sanitären Einrichtungen stellen darüber hinaus ein Sicherheitsrisiko für die Schülerinnen dar. Sie sind weit vom Hauptgebäude des Zentrums entfernt, was bedeutet, dass die Mädchen mehrmals täglich ohne den Schutz von Lehrern und Mitschülerinnen sind – und das in einem sensiblen Moment. Auch die brüchige Bodenplatte ist eine Gefahr für die Gesundheit der Mädchen.

Neue Sanitäranlagen für eine bessere Hygiene und erhöhte Sicherheit

Mit dem Bau von zwei neuen Toilettenblöcken und drei Duschblöcken am Haupthaus der Schule verbessert sich die sanitäre Situation wesentlich. Zwei Handwaschbecken sorgen außerdem für die nötige Handhygiene und beugen Krankheiten vor. Die größere Nähe schützt die Mädchen zudem vor Übergriffen auf dem Weg zu den Sanitäranlagen.

Ein solarbetriebener Warmwasserbereiter spart Kosten und schont die Umwelt, da nicht länger Feuerholz für die Erwärmung des Wassers genutzt werden muss. Ergänzt werden die Maßnahmen durch ein Hygiene-Training für die Schülerinnen, in dem Techniken beim Händewaschen, die Vermeidung von Krankheiten und das Thema Monatshygiene besprochen werden.

Projektlaufzeit: 01.05.2018 – 31.12.2018

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Neue Ausbildungschancen für junge Äthiopier

Eine hohe Anzahl an Jugendlichen ist in den äthiopischen Regionen Oromia und Tigray ohne Beschäftigung. Gleichzeitig bietet der neue Bereich erneuerbare Energien große Chancen. ADRA führt ein neues Ausbildungsmodell ein, das 2.200 Jugendliche für Aufgaben in dem Sektor befähigt.

Die Hälfte der äthiopischen Bevölkerung ist 18 Jahre und jünger. Damit drängt jedes Jahr eine hohe Zahl an Jugendlichen auf den Arbeitsmarkt – der nicht genügend Jobs bietet. Sofern sie dennoch eine Beschäftigung finden, ist diese oft schlecht bezahlt. Gleichzeitig entsteht mit dem Sektor der erneuerbaren Energien ein neues Feld mit hohem Potenzial für das Land. Bislang gibt es jedoch kaum Ausbildungsmöglichkeiten für diesen Bereich.

Ziel des dreijährigen Projektes ist es, den Jugendlichen in den Regionen Oromia und Tigray die Möglichkeit zu einem Einkommen und Perspektiven zu geben, indem ein neues Ausbildungsmodell im Bereich erneuerbare Energien geschaffen wird. Es wird in vier Berufsschulen eingeführt, so dass insgesamt 2.200 Jugendliche davon profitieren. Dabei geht es um den Vertrieb, die Montage, Wartung und Instandhaltung von erneuerbaren Technologien. Außerdem werden die jungen Äthiopier durch Arbeitsvermittlung und auch bei der Gründung von Kleinstunternehmen gefördert.

Das Projekt richtet sich dabei vor allem an benachteiligte Jugendliche, die bereits die Schule abgeschlossen haben und ohne Arbeit sind. Auch ihre Familien profitieren durch die Ausbildung, da davon ausgegangen wird, dass sie zum Lebensunterhalt der Familien beitragen werden, sobald sie eine Anstellung gefunden haben. Darüber hinaus werden 30 Berufsschullehrer für den Bereich erneuerbare Energien ausgebildet.

 

Projektlaufzeit: 1.10.2018 – 31.12.2021

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Welttag der Armen am 18. November

Das Leitwort des diesjährigen katholischen Welttages der Armen steht in Psalm 34 Vers 7: „Da rief ein Armer und der Herr erhörte ihn.“ In diesem Bibelwort steckt die Aufforderung an uns, in unserem Umfeld genauer hinzusehen, den Mitmenschen in seiner
Situation anzusehen und der Not des Nächsten zu begegnen.

Die Welt mit Extremen wie Armut und Ungerechtigkeit nicht aus den eigenen Sichtfeld auszublenden, dazu lädt dieser Gedenktag ein. Das Wahrnehmen und Ernstnehmen der Not des anderen und ihr und ihm in Mitmenschlichkeit und Liebe zu begegnen und zu unterstützen, daran sollen wir Menschen uns gegenseitig ermutigen. Damit das Leben in Würde wieder aufgenommen und fortgeführt werden kann. Damit ein Stück Gerechtigkeit wiederhergestellt wird. Durch das persönliche Engagement wird das Mitfühlen sichtbar gemacht. Jeder nach seinen Möglichkeiten. Damit Menschen wieder Hoffen können und ihre Not gelindert wird, dafür setzen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom weltweiten ADRA-Netzwerk ein.
Unterstützen Sie uns dabei mit Ihrer Spende! Danke! >> ZUM SPENDENFORMULAR


ADRA setzt sich in verschiedenen Projekten weltweit gegen Armut und ihre Auswirkungen ein. So zum Beispiel auch in

  • Äthiopien: Mit einer Ausbildung im Bereich erneuerbare Energien können sich junge Arbeitslose langfristig ein Einkommen für sich und ihre Familien sichern. >> ZUM PROJEKT
  • Afghanistan: Aufgrund der langanhaltenden Konflikte des Landes sind viele Menschen auf der Flucht und benötigen Nahrungsmittel und Heizmaterialien gegen den eisigen Winter. >> ZUM PROJEKT