Soforthilfen für die Armen – JETZT!!

Solidarisch für sozialen Zusammenhalt und gegen die Krise

Die Covid-19-Pandemie mit all ihren wirtschaftlichen und sozialen Folgen ist eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Sie lässt niemanden unberührt, und wir werden sie nur dann erfolgreich bewältigen, wenn wir gemeinsam füreinander einstehen. Solidarität ist das Gebot der Stunde – besonders gegenüber jenen Menschen, die ohnehin zu den Ärmsten in dieser Gesellschaft zu zählen sind.

Bereits im ersten Lockdown 2020 wurden für Bezieher*innen von Hartz IV und Altersgrundsicherung keinerlei zusätzlichen Hilfen zur Verfügung gestellt, obwohl der zusätzliche Bedarf durch wegfallende Schulessen, geschlossene Tafeln, steigende Lebenshaltungskosten und insbesondere auch für Desinfektionsmittel und Masken offensichtlich gegeben war. Laptops für das Homeschooling wurden versprochen, auf die die Kinder vielfach noch heute warten. Umso unverständlicher ist dies, als zugleich hohe Milliardenbeträge zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zur Verfügung gestellt wurden.

Die Hoffnung, dass sich die Corona-Krise bis Jahresende 2020 erledigt haben dürfte, hat sich nicht erfüllt. Stattdessen sind wir mitten in einem zweiten Lockdown, von dem wir nicht wissen, wie lange er nötig sein wird. Getrogen hat auch die Hoffnung, dass die Ärmsten spätestens mit der für 2021 anstehenden Anpassung der Regelsätze endlich entlastet würden. Im Gegenteil: Entgegen dem Rat und der Expertise aller Fachleute und von Gewerkschaften und Sozialverbänden erfolgte im Januar eine Erhöhung um lediglich 14 Euro auf 446 Euro, was einem armutspolitischen Offenbarungseid gleichkam.

Vor diesem Hintergrund sehen sich die Unterzeichnenden erneut veranlaßt, sofortige Hilfen für die Ärmsten unter uns einzufordern. Wir fordern:

•  für Bezieher*innen von Hartz IV und Grundsicherung für Alte und Erwerbsgeminderte die bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro sowie für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag von 100 Euro,

•  für alle Kinder und Jugendlichen in Familien mit niedrigem Einkommen Hard- und Software sowie weitere Lernmittel, die für die Nutzung der digitalen Bildungsangebote der Schulen notwendig sind, als einmalige Leistungen der Jobcenter,

•  zum Schutz aller, die aufgrund der Pandemie in Mietzahlungsschwierigkeiten geraten sind, ein erneutes Kündigungsschutzmoratorium, um sicherzustellen, dass niemand aufgrund pandemiebedingter Einkommensverluste die Wohnung verliert. Auch das Kreditmoratorium ist zu erneuern, um zu verhindern, dass Menschen aufgrund ihrer sozialen Situation in Existenznot geraten.

                                                         Marlis Tepe      Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
                                                   Frank Werneke      ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
                                      Prof. Dr. Jens Schubert      AWO Bundesverband e.V.
                                           Dr. Ulrich Schneider      Der Paritätische Gesamtverband e.V.
                                                     Maria Loheide      Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
                                                          Adolf Bauer      Sozialverband Deutschland e.V.
                                                    Verena Bentele      Sozialverband VdK e.V.
                                         Susanna Karawanskij       Volkssolidarität Bundesverband e.V.
                                                      Aron Schuster       Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.
                                                        Heinz Hilgers       Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
                                                  Holger Hofmann       Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
                                                            Olaf Bandt        Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland/
                                                                                       Friends of the Earth Germany
                                               Olaf Zimmermann       Deutscher Kulturrat e.V.
                                  Dr. Melanie Weber-Moritz       Deutscher Mieterbund e.V.
                                                         Jochen Brühl       Tafel Deutschland e.V.
                                                       Martin Rücker       foodwatch e.V.
                                                 Georg Grohmann       BAG Streetwork/ Mobile Jugendarbeit e.V.
                                                 Benjamin Andrae       Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen e.V.
                                                         Birgit Görres       Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.
                                          Dr. Klaus-Dieter Warz      DEUTSCHE DIABETES FÖDERATION e.V.
                   Wolfgang Schreck und Oliver Kunz      Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) e.V.
                                               Christel Achberger      Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V.
                                                  Herbert Temmes      Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.
                                        Prof. Christel Bienstein      Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe – DBfK Bundesverband e.V.
                                                           Gunter Erbe      Deutscher Wohlfahrtsverband für Gehör- und Sprachgeschädigte GSW e.V.  
                                                            Georg Roth       Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS e.V.)
                                                        Uwe Weppler       PARITÄTisches Bildungswerk Bundesverband e.V.
                                                    Christian Molke       ADRA Deutschland e.V.
                             Andreas Luttmer-Bensmann       Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)
                                                           Uwe Hiksch       NaturFreunde Deutschlands
                                             Volkmar Proschwitz       Advent Wohlfahrtswerk e.V.
                                                      Carmen Thiele       PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.
                                                 Helena Steinhaus       Sanktionsfrei e.V.
                                                 Annegret Gabelin       Sozialwerk des dfb (Dachverband) e.V.
                                                            Heiko Frost       Verband Deutscher Schullandheime e.V.
                                                   Britta Altenkamp      Zukunftsforum Familie e.V.

Quelle: https://www.der-paritaetische.de/presse/aufruf-soforthilfen-fuer-arme/

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Am 09.12. ist Anti-Korruptions-Tag

„Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“.  So lautet das sechzehnte der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, welche im September 2015 von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen bestimmt wurden. Bei diesem Ziel geht es unter anderem auch darum, Korruption zu bekämpfen. Denn Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen kann es nur in einer korruptionsfreien Gesellschaft geben.

Dies ist jedoch nicht so einfach, denn „Der Begriff Korruption ist so undurchsichtig wie die Strukturen, in denen Korruption gedeiht.“ (-Transperency Insternational). Und wie soll man etwas bekämpfen, wovon man nicht genau weiß, was das ist und wann, wo und wie es stattfindet?

Bildung als Grundlage gegen Korruption

Die Grundlage dafür und für das Erreichen der gesamten 17 Ziele ist Bildung. Das vierte Ziel fordert eine „chancengerechte und hochwertige Bildung“ für jeden Menschen weltweit. Bildung spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle, denn Bildung gibt Menschen die Chance auf ein besseres Leben in jeder Hinsicht und ermöglicht die Weiterentwicklung eines Landes und der darin lebenden Gesellschaft. Auch die Korruption würde verringert, wenn nicht sogar komplett vernichtet werden, wenn alle Menschen die gleiche chancengerechte und hochwertige Bildung erhalten würden und somit eine Perspektive und die Möglichkeit auf eine sichere Zukunft bekämen.

Die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung sollen bis zum Jahr 2030 erreicht werden. Doch um dies zu realisieren, müssen noch viele Schritte getan werden. Je mehr Menschen sich engagieren und mitarbeiten, damit diese Ziele Realität werden, desto besser ist es und desto wahrscheinlicher wird das Erreichen der Ziele.

Einsatz von ADRA gegen Korruption

Auch ADRA setzt sich weltweit dafür ein, die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen und gegen Korruption vorzugehen. ADRA Deutschland führt zahlreiche Projekte in verschiedenen Ländern durch, bei denen es darum geht, Bildung zu ermöglichen und zu fördern. Zum Beispiel ermöglicht ADRA Schülerinnen und Schülern in Konfliktgebieten in Myanmar einen Zugang zu Bildungseinrichtungen, unterstützt die lokalen Schulen mit Managementtraining und Unterrichtsmaterialien und Lehrer/-innen erhalten Weiterbildungen. Ein weiteres Beispiel ist ein Projekt in Somalia. Hier arbeitet ADRA schon viele Jahre im Aufbau des Bildungssystems mit. Es werden sowohl Grund-, als auch Oberschulen aufgebaut, in denen Jungen und Mädchen eine qualitativ gute Bildung erhalten sollen. Zudem erhalten Lehrkräfte, mit einem Mindestanteil von 40% Frauen, Fort- und Weiterbildungen. Dabei ist es ADRA wichtig, den Schülerinnen und Schülern eine sichere und geschützte Lernumgebung zu bieten.

Abgesehen von solchen Projekten, bietet ADRA Deutschland einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst für junge Leute an, bei dem die Teilnehmer für ein Jahr in Entwicklungsländer entsendet werden und dort in einem Projekt mitarbeiten. Ein solches Jahr in einem Entwicklungsland öffnet jungen Menschen die Augen für viele wichtige entwicklungspolitische Themen, unter anderem auch für das Thema „Korruption“. Sie erkennen, was es heißt in einem Land zu leben, in dem Korruption herrscht und ein fester Bestandteil des Alltags ist und warum es wichtig ist, gegen Korruption vorzugehen. Jedes Jahr am 9. Dezember wird am Internationalen Antikorruptionstag daran erinnert.

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Am 17.10. ist Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut

„Wir können die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen,“ sagte Ban Ki-moon, UN-Generalsekretär von 2007 bis 2016[1].

Die unter ihm 2015 von der UN-Konferenz in New York aufgestellte Agenda 2030, setzt die Armutsbekämpfung als erstes Ziel. Bis 2030 soll die extreme Armut ausgerottet worden sein.

Per Definition[2] leben Menschen in extremer Armut, denen pro Tag weniger als 1.90$ zur Verfügung stehen. Dennoch ist Einkommen nicht der einzige Faktor, der extreme Armut charakterisiert, sondern auch „medizinische Faktoren“ wie Unter- und Mangelernährung und fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung sowie „soziale Faktoren“ wie Chancenungleichheit in Bildung und Politik und Diskriminierung[3]

Hauptursachen der extremen Armut sind Kriege, Klimakatastrophen und die Folgen des Kolonialismus. Die Lösungswege der UN-Entwicklungspolitik beinhalten u.a. Programme zur Verbesserung von Infrastruktur, medizinischer Versorgung und Bildung.

Dennoch ist das so ehrgeizige Ziel der UN in großer Gefahr. Laut Schätzungen der Weltbank[4] gefährdet die Covid-19-Epidemie nicht nur Menschen, die bereits in Armut leben überproportional, sondern treibt über 75 Millionen weitere Menschen -Tendenz steigend- in die extreme Armut. Statistisch gesehen wirft das die globalen Bemühungen zur Armutsbekämpfung um fünf Jahre zurück:

Das ist ein Aufruf zum Handeln, der jedoch dadurch erschwert wird, dass die Spendenbereitschaft während der Pandemie weltweit extrem gesunken ist. Beispielsweise kamen auf der Geberkonferenz für den Jemen, eines der ärmsten Länder weltweit[5], dieses Jahr lediglich die Hälfte der letztjährigen Spenden zusammen[6].

Dementsprechend ist es an uns, zu handeln, um die Utopie Ban Ki-Moons trotz aller Widrigkeiten wieder in eine Vision zu verwandeln!

 

 

 

[1] https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/armut/?gclid=EAIaIQobChMIk4vc07iq6wIVSeJ3Ch1W_QtbEAAYASAAEgL92_D_BwE (20.8.2020, 21:00h)
[2] https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52680/armut (20.8.2020, 20 :21)
[3] https://www.un.org/en/sections/issues-depth/poverty/ (20.8.2020, 22:00h)
[4] https://blogs.worldbank.org/opendata/updated-estimates-impact-covid-19-global-poverty (20.8.2020, 21:20h) einschl. Graph
[5] https://www.focus-economics.com/blog/the-poorest-countries-in-the-world (20.8.2020, 21:45h)
[6] https://www.tagesschau.de/ausland/geberkonferenz-jemen-109.html (20.8.2020 21:40h)

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Naw Eh Khu Paw träumt von einem eigenen Restaurant

ADRA unterstützt Geflüchtete aus Myanmar in einem thailändischen Flüchtlingslager. Sie erhalten eine Berufsausbildung, mit der sie sich selbstständig machen oder eine Arbeit finden können. Eine von ihnen ist die alleinerziehende Mutter Naw Eh Khu Paw.

Naw Eh in der Küche ihre Restaurants

Die zweifache Mutter Naw Eh stammt aus der Region Bago (Myanmar) und lebt im Flüchtlingslager Umphien (Thailand). Dorthin ist sie geflohen, nachdem ihr Vater im Bürgerkrieg in Myanmar getötet wurde und ihre Mutter an einem Herzleiden verstarb. Auch ihre Ehe ging in die Brüche, so dass sich Naw Eh nun allein um die beiden Kinder kümmert. 

Naw Eh ist eine ungelernte Arbeiterin und hielt sich und ihre Familie über Wasser, indem sie Lebensmittel und Snacks auf der Straße verkaufte. Diese Arbeit machte sie krank und sie konnte damit nicht weitermachen, wusste nicht, wie sie ihre Kinder künftig ernähren und in die Schule schicken soll. 

In dem Flüchtlingslager, in dem Nah Eh mit ihren beiden Kindern lebt, wird ein Ausbildungsprogramm angeboten, finanziert aus Spenden und mit der Unterstützung der Europäischen Union. Naw Eh hat sich dafür beworben und wurde angenommen. Sie möchte Köchin werden. 

Während der Ausbildung lernt Naw Eh die wirtschaftlichen Grundlagen, für KleinunternehmerInnen, aber auch Kochen, Backen und Lebensmittelkunde. Noch während der Ausbildung eröffnet die fleißige Mutter ein erfolgreiches kleines Restaurant. Im Lager übernimmt sie das Catering für Schulungen, Meetings und Feierlichkeiten.

Alles lief gut, doch dann kam die Corona-Krise auch im Lager Umphien an. 

Das Lager wurde abgeriegelt, es kamen keine Aufträge mehr rein, genauso wie niemand mehr in das Lager hinein oder heraus kam. Naw Eh musste ihr Geschäft schließen und konnte erst vor Kurzem wieder öffnen. Sie verdient immer noch weniger als zuvor. Doch ist sie in der glücklichen Situation wenigstens etwas Geld zu verdienen. Vielen Bewohner des Lagers geht es nicht so gut.

Dank der Ausbildung, die Naw Eh absolvierte, verdient sie jeden Monat genug Geld, um etwas für Anschaffungen zu sparen und ihre Kinder in die Schule zu schicken. Sie träumt davon irgendwann ihr eigenes Restaurant mit Angestellten zu eröffnen. Irgendwann, außerhalb des Flüchtlingslagers.

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Zenebu bringt Licht ins Dunkel

In Äthiopien ist noch lange nicht jeder Haushalt an die Stromversorgung angeschlossen. Doch Zenebu bringt mit Solaranlagen Licht ins Dunkel. Sie ist eine von über 600 jungen Frauen, die sich im Green Energy – Projekt von ADRA zu Solartechnikerinnen ausbilden lassen. Nach ihrer Ausbildung will sich Zenebu um die nächste Generation Technikerinnen kümmern.

„Dank des Unterrichts habe ich ein besseres technischen Verständnis der Solartechnologie. Ich fand die Kurse sehr wichtig, um meine Fähigkeiten in der Solartechnologie zu entwickeln. Ich finde es großartig, dass ich Studenten zu Solartechnikern auszubilden kann.
Zenebu am 05.03.2020

Mitte Mai 2019 hat ADRA gemeinsam mit dem äthiopischen Energieministerium und dem Bildungsministerium staatlich anerkannte Berufsstandards für Erneuerbare Energien entwickelt, die in das nationale Berufsausbildungsprogramm aufgenommen wurden. Neben einer soliden Ausbildung werden die Teilnehmer bei der Arbeitssuche oder Start-Up-Gründung unterstützt.

Dieses Projekt wird durch das
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert.

Zukunft sichern durch Ausbildungsangebote in Thailand

Zukunft sichern durch Ausbildungsangebote in Thailand dank ADRA„Für uns Flüchtlinge aus Myanmar ist die Situation in Thailand hoffnungslos. Wir haben nahezu keine Rechte. Viele sind hier im Camp geboren und aufgewachsen, aber ohne Ausbildung ist ein selbständiges Leben außerhalb des Camps nicht möglich. Dank der Europäischen Union und ADRA habe ich an einem Grund- und Aufbaukurs für Friseure teilnehmen können. Ich habe viel gelernt und mich mit einem eigenen Salon selbständig gemacht. Jetzt muss ich mir keine Sorgen mehr machen, weil ich ein regelmäßiges Einkommen habe.“ Se Bae Win weiß, dass sie ihren Beruf einsetzen kann, in welchem Land sie auch leben wird. ADRA fördert in neun Flüchtlingscamps entlang der thailändisch-myanmarischen Grenze mit Bildungsangeboten Fertigkeiten für ein selbstbestimmtes Leben zu erwerben und schafft damit Perspektiven für die Zukunft.

Wenn Sie auch unsere Bildungsprojekte unterstützen möchten, dann können Sie dies mit einer Spende unter dem Kennwort „BILDUNG“ auf https://adra.de/spendenformular/ tun.

Dieses Projekt wird unterstützt von der Europäischen Union.

GREEN ENERGY IN ÄTHIOPIEN: ADRA ist federführend im staatlichen Solar-Ausbildungssektor

ADRA bildet Solartechniker ausÄthiopisches Energieministerium, Bildungsministerium und ADRA arbeiten bei der Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit durch Ausbildung im Bereich Erneuerbaren Energien Hand in Hand. 

Die Hälfte der Bevölkerung Äthiopiens ist jünger als 18 Jahre, jedes Jahr strömen fast 3 Millionen Heranwachsende auf den Arbeitsmarkt. ADRA Deutschland hat gemeinsam mit unserem Partnerbüro in Äthiopien ein Ausbildungsprojekt entwickelt, dass die Umwelt schützt und jungen Menschen eine Zukunft bietet.

Viele junge Äthiopier sind in städtischen Gebieten ohne Arbeit gestrandet oder müssen auf schlecht bezahlte Jobs zurückgreifen. Erneuerbare Energien hingegen bieten eine saubere, dezentrale Energieversorgung und Zukunftschancen für junge Erwachsene, auch auf dem Land. Das Projekt steht auf drei Säulen:

1) Förderung der Jugendbeschäftigung

2) Stärkung der staatlichen Berufsbildungseinrichtungen im Bereich der erneuerbaren Energien.

3) Schaffung von qualifizierten Arbeitskräften im Bereich Erneuerbare Energien.

ADRA zusammen mit Ministerium von ÄthiopienMitte Mai 2019 hat ADRA gemeinsam mit dem äthiopischen Energieministerium und dem Bildungsministerium staatlich anerkannte Berufsstandards für Erneuerbare Energien entwickelt, die in das nationale Ausbildungsprogramm aufgenommen wurden. Ziel des Projektes ist es außerdem die technische Infrastruktur an Berufsschulen zu schaffen und Lehrer im Sektor Erneuerbare Energien fortzubilden.

Das Projekt richtet sich an 2.200 Jugendliche, davon sind 30 Prozent Frauen, aus den Regionen Oromia und Tigray. Neben einer soliden Ausbildung werden die Teilnehmer bei der Arbeitssuche oder Start-Up-Gründung unterstützt.

Das Projekt Green Energy TVET wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und von ADRA Deutschland finanziert und von ADRA Äthiopien durchgeführt. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)