UMDENKEN: Nachhaltigkeitscamp 2021

Vom 09. bis zum 11. Juli 2021 veranstalten die Adventjugend, die Freikirche der STA, der Zeltplatz Friedensau gGmbH sowie ADRA Deutschland e.V. gemeinsam das Umdenken. NachhaltigkeitsCamp.

Hier warten interessante Vorträge und spannende Workshops zum Thema Nachhaltigkeit auf Klein und Groß. Neben den Angeboten für die Erwachsenen wird es durchgängig auch Workshops speziell für Kinder und Familien geben. Ausgiebige Waldspaziergänge und gemütliche Lagerfeuer am Abend bieten viel Raum für Austausch und Diskussion. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.


Anmeldung und weitere Informationen: Umdenken

Gelebte Nächstenliebe bei ADRA

Gabriele Hansch war sieben Jahre Abteilungsleiterin bei ADRA. Ende März wurde sie in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Zum Abschied haben wir mit ihr über Ihre Arbeit und Motivation gesprochen.

Liebe Gabriele, du hast in den letzten sieben Jahren die Internationale Entwicklungszusammenarbeit von ADRA geprägt und verantwortet. Wie bist du auf ADRA gekommen?

ADRA kannte ich natürlich schon seit dem Studium. Ich habe Ethnologie studiert und mich auf Westafrika spezialisiert. Mit diesem Studienabschluss bringt man entscheidende Fähigkeiten für die Entwicklungszusammenarbeit mit, für die ich mich dann auch entschieden habe.

Ich war seit 1998 bei unterschiedlichen Organisationen tätig, meine ersten zehn Jahre arbeitete im Ausland, in Afrika. Mein erster Auslandsaufenthalt war schon während der Studienzeit in Westafrika, in Guinea. Land und Leute haben mich fasziniert und begeistert.

Wo immer ich auch in Afrika im Einsatz war, habe ich immer versucht die Kultur, das Land und die Menschen genauer kennen- und verstehen zulernen. Während meiner Auslandstätigkeit habe ich viele interessante Menschen, Traditionen und Lebensweisen schätzen gelernt.

Und wie bist du schließlich zu ADRA gekommen?

Nach meiner 10-jährigen Auslandstätigkeit suchte ich aus privaten Gründen eine neue Aufgabe nahe meiner Heimat und die Wahl fiel auf das Schweizerische Rote Kreuz in Bern. Später lernte ich in Bern auch Erich Lischek kennen, als er mich für ADRA Deutschland anwerben wollte. Danach dauerte es aber noch fünf Jahre, bis ich letztendlich bei ADRA anfing.

Die Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit ist nicht immer einfach. Du arbeitest mit Menschen, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Auch Gewalt und Diskriminierung spielen oft eine Rolle. Wie bist du damit zurecht gekommen?

Schwierig war es in Namibia, dort leite ich ein HIV-Projekt der EU. Aufgrund der historischen Erfahrungen, Rassismus und Apartheid, gab es große Vorbehalte gegenüber Weißen. Die Erlebnisse der Vergangenheit der Menschen dort sind noch sehr präsent. Mit der Zeit konnte ich mich aber gut etablieren, einarbeiten und Freundschaften schließen. Die Menschen haben schnell gemerkt, ob man es ehrlich mit ihnen meint und nicht rassistisch ist.

Dein Herz schlägt für den Kontinent Afrika. Wie kam es dazu und was hat dich an diesem Kontinent gebunden?

An West- und Ostafrika hat mich immer fasziniert, wie freundlich die Menschen Fremde aufnehmen und ich bin dankbar für die vielen positiven Erfahrungen, die ich dort machen durfte. Gerade in Westafrika wird gerne und viel gelacht und so hatten wir auch im Arbeitsumfeld viel Freude zusammen. Es ist immer etwas los und ein buntes Treiben belebt die Straßen und den Alltag.

Bis heute habe ich gute berufliche Kontakte in Afrika. Aus einigen Begegnungen haben sich echte Freundschaften entwickelt, die bis heute halten, Freundschaften fürs Leben.

Mit welchen Hürden muss man rechnen, wenn man in einem fremden Land helfen möchte?

Die Menschen schauen auf dein Wesen und deinen Charakter und merken schnell, wenn Du nicht zu den überheblichen Weißen gehörst, sondern mit ihnen und für sie arbeiten möchtest, damit es ihnen besser geht. Das wird anerkannt.

Bei deinen 23 Jahren in der humanitären Arbeit hast du sicherlich schon einiges erlebt. Was ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Gleich bei meinem ersten Auslandseinsatz in Burkina Faso lernte ich ein ‚verhextes Baby‘ kennen. Dort habe ich, anhand einer durchgeführten Studie, ein Familienplanungsprojekt entwickelt. Eines Tages kam die Hebamme des benachbarten Kinderheims zu mir und zeigte mir ein neugeborenes Mädchen. Seine Mutter war bei der Geburt gestorben und so galt das Mädchen als verhext. ‚Hier, nimm du das Kind, Du kannst es haben‘, sagte die Hebamme zu mir. Der Vater wollte das Kind nicht mehr haben, keine andere Mutter aus dem Dorf wollte sich des Babys annehmen und so musste ich einen Ausweg suchen, sonst wäre das Baby in ein Heim gekommen, weil niemand ein verhextes Kind haben wollte.

Insofern habe ich dann ein Angebot gemacht: Für ein Jahr übernehme ich die Kosten für die Babynahrung, wenn sich im Gegenzug ein Familienmitglied um das Baby kümmert und in meinen Ort zieht, indem es sauberes Trinkwasser für die Flaschennahrung gab. So kam es, dass sich letztlich die Großmutter um die Kleine kümmerte. Jede Woche kam die Großmutter zu mir um mir zu zeigen, wie ihre Enkelin wuchs und sich prächtig entwickelte. Nach einem Jahr hatte auch der Vater keine Angst mehr und erkannte, dass seine Tochter doch nicht verhext ist. Seitdem hat auch er sie angenommen und sie leben wieder als Familie zusammen.

Daran sieht man, wie man mit kleinen Unterstützungen Menschen ins Leben verhelfen kann. Das war immer Motivation und Antrieb für mich. Einzelnen oder auch Gemeinschaften zu helfen sich selbst weiterzuentwickeln.

Was glaubst du, wohin wird sich die Entwicklungszusammenarbeit entwickeln?

Grundsätzlich wird zukünftig mehr Verantwortung in die Länder des Südens gehen. Ein Trend, den ADRA schon lange umsetzt, da wir auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort zurückgreifen bei der Umsetzung der Projekte und keine Experten aus Deutschland in die Welt entsenden. Technische Unterstützung ist da sinnvoll, wo sie erwünscht ist; diese wird es auch zukünftig geben.

Auf der anderen Seite werden bestimmte Mega-Trends stärkeren Einfluss auf die Entwicklungen der einzelnen Länder nehmen. Das sind Klima- und demografischer Wandel, Verteilung der Ressourcen und regionale Machtverschiebungen.

Die Ungleichheit wächst. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Das sind Themen, die uns in Zukunft immer mehr beschäftigen werden.

Bei ADRA konnte ich einiges bewegen und hatte freien Gestaltungsspielraum um das Afrika-Programm auszubauen. Als ich bei ADRA anfing hatten wir in zwei Ländern Projekte, jetzt sind wir in 11 afrikanischen Ländern mit Projekten aktiv. Zudem konnten wir unser Gesamtprojektvolumen seit 2014 verdreifachen.

An meiner Arbeit bei ADRA habe ich immer sehr geschätzt, dass wir eine familiäre Arbeitsatmosphäre haben und ich mit meiner vielseitigen Erfahrung etwas gestalten und bewegen konnte. Das gilt auch für das ADRA-Netzwerk. Als Programmdirektorin bin ich international gut vernetzt und habe viele tolle, engagierte Menschen im ADRA-Netzwerk kennengelernt. Auch wenn meine Arbeit hauptsächlich vom Schreibtisch aus erledigt wird, war es mir immer wichtig wieder rauszugehen, in die Projektländer zu reisen und unsere Arbeit in der Realität zu begutachten.

Ich habe meinen Entschluss in der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit zu arbeiten nie bereut. Ich habe meine Arbeit immer als sinnvoll wahrgenommen, die ich mit sehr viel Engagement, Liebe und Mitgefühl ausgefüllt habe. Als Siebenten-Tags-Adventistin hatte es für mich auch einen hohen Stellenwert in den vergangenen Jahren für das eigene Netzwerk arbeiten zu dürfen. Denn Nächstenliebe, die auch ein Fundament unseres Glaubens ist, konnte ich in meiner Arbeit direkt praktizieren, denn Jesus sagte: „Was ihr für einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ nach Matthäus 25, 40; in diesem Sinne konnte ich ein wenig mithelfen diese Nächstenliebe zu praktizieren und zu zeigen, dafür bin ich dankbar.

Liebe Gabriele, vielen Dank für deinen Einsatz für Menschen in Not und Gottes Segen für deinen neuen Lebensabschnitt!

Langjährige ADRA-Botschafterin Anette Hennerkes neu im ADRA-Aufsichtsrat

In der letzten Mitgliederversammlung der Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. wurde Anette Hennerkes aus Berlin in den Aufsichtsrat gewählt. Dieses Gremium beruft und berät die Geschäftsführung und übt Kontrolle über die Tätigkeit des Vorstandes aus. Die Fundraising-Expertin Hennerkes komplettiert das Team im Aufsichtsrat.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 hat die Mitgliederversammlung Anette Hennerkes als fünftes Mitglied in den Aufsichtsrat von ADRA Deutschland e.V. berufen. Anette Hennerkes ist seit fast 20 Jahren als ADRA-Botschafterin aktiv und hat die Hilfsorganisation in zahlreichen Projekten unterstützt. „Auf Anette Hennerkes war in der Vergangenheit immer Verlass. Sie hat ADRA immer wieder ehrenamtlich unterstützt und in unserem Namen schon viel Positives bewirkt. Dafür sind wir Frau Hennerkes sehr dankbar. Wir freuen uns außerordentlich, dass wir ihre Expertise nun in den Aufsichtsrat von ADRA Deutschland e.V. einbinden können“, zeigt sich Christian Molke, geschäftsführender Vorstand ADRA Deutschland e.V., begeistert.

Anette Hennerkes ist langjährige Organisatorin der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ in Berlin und hat darüber hinaus zahlreiche Fundraising- und Sponsoringaktionen durchgeführt. Ihr Fachwissen teilte Frau Hennerkes als Dozentin für Fundraising an der Hochschule Friedensau.

Foto: Privat

„Frau Hennerkes ist die zweite Frau im Aufsichtsrat von ADRA Deutschland e.V. Wir engagieren uns als Hilfsorganisation in der Initiative FAIR SHARE of Women Leaders. Es bedeutet eine Selbstverpflichtung zu einem fairen Frauenanteil in Führungspositionen des Vereins. Mit Frau Hennerkes konnten wir eine anerkannte Fachfrau für den Aufsichtsrat gewinnen, und damit ohne Zweifel eine inhaltliche und operationelle Verstärkung. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, schließt Christian Molke.

Anette Hennerkes, 58 Jahre, ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Berlin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann leitete Frau Hennerkes eine Gesellschaft für Projektberatung. Seit 2002 vertritt sie die Interessen von ADRA Deutschland e.V. als ADRA-Botschafterin, sammelt Spendengelder und engagiert sich für Menschen in Not.

Euer Engagement gibt uns Hoffnung

Wir sind überwältigt und dankbar für die großartige Unterstützung, die wir in diesem schwierigenJahr für die „Aktion Kinder helfen Kindern!” erfahren haben.

Während wir im ersten Halbjahr nach Möglichkeiten suchten, wie wir die Aktion im Jahr der globalen Pandemie durchführen können, haben Kinder, Eltern und Freunde unermüdlich schöne Sachen für die Paketaktion gesammelt. 

Nach dem Abschluss der Sammlung be­gann umgehend die Planung der Verschickung der Pakete. Ob und wie wir die Pakete zu den bedürftigen Kindern schicken, konnten wir bei Re­daktionsschluss (Anfang Dezember) noch nicht abschließend sagen. 

Die überwältigende Beteiligung ist für uns Auftrag und Motivation zugleich. Auch wenn dieses Jahr nicht alles glatt gelaufen ist, danken wir euch von ganzem Herzen.

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Soforthilfen für die Armen – JETZT!!

Solidarisch für sozialen Zusammenhalt und gegen die Krise

Die Covid-19-Pandemie mit all ihren wirtschaftlichen und sozialen Folgen ist eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Sie lässt niemanden unberührt, und wir werden sie nur dann erfolgreich bewältigen, wenn wir gemeinsam füreinander einstehen. Solidarität ist das Gebot der Stunde – besonders gegenüber jenen Menschen, die ohnehin zu den Ärmsten in dieser Gesellschaft zu zählen sind.

Bereits im ersten Lockdown 2020 wurden für Bezieher*innen von Hartz IV und Altersgrundsicherung keinerlei zusätzlichen Hilfen zur Verfügung gestellt, obwohl der zusätzliche Bedarf durch wegfallende Schulessen, geschlossene Tafeln, steigende Lebenshaltungskosten und insbesondere auch für Desinfektionsmittel und Masken offensichtlich gegeben war. Laptops für das Homeschooling wurden versprochen, auf die die Kinder vielfach noch heute warten. Umso unverständlicher ist dies, als zugleich hohe Milliardenbeträge zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zur Verfügung gestellt wurden.

Die Hoffnung, dass sich die Corona-Krise bis Jahresende 2020 erledigt haben dürfte, hat sich nicht erfüllt. Stattdessen sind wir mitten in einem zweiten Lockdown, von dem wir nicht wissen, wie lange er nötig sein wird. Getrogen hat auch die Hoffnung, dass die Ärmsten spätestens mit der für 2021 anstehenden Anpassung der Regelsätze endlich entlastet würden. Im Gegenteil: Entgegen dem Rat und der Expertise aller Fachleute und von Gewerkschaften und Sozialverbänden erfolgte im Januar eine Erhöhung um lediglich 14 Euro auf 446 Euro, was einem armutspolitischen Offenbarungseid gleichkam.

Vor diesem Hintergrund sehen sich die Unterzeichnenden erneut veranlaßt, sofortige Hilfen für die Ärmsten unter uns einzufordern. Wir fordern:

•  für Bezieher*innen von Hartz IV und Grundsicherung für Alte und Erwerbsgeminderte die bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro sowie für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag von 100 Euro,

•  für alle Kinder und Jugendlichen in Familien mit niedrigem Einkommen Hard- und Software sowie weitere Lernmittel, die für die Nutzung der digitalen Bildungsangebote der Schulen notwendig sind, als einmalige Leistungen der Jobcenter,

•  zum Schutz aller, die aufgrund der Pandemie in Mietzahlungsschwierigkeiten geraten sind, ein erneutes Kündigungsschutzmoratorium, um sicherzustellen, dass niemand aufgrund pandemiebedingter Einkommensverluste die Wohnung verliert. Auch das Kreditmoratorium ist zu erneuern, um zu verhindern, dass Menschen aufgrund ihrer sozialen Situation in Existenznot geraten.

                                                         Marlis Tepe      Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
                                                   Frank Werneke      ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
                                      Prof. Dr. Jens Schubert      AWO Bundesverband e.V.
                                           Dr. Ulrich Schneider      Der Paritätische Gesamtverband e.V.
                                                     Maria Loheide      Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
                                                          Adolf Bauer      Sozialverband Deutschland e.V.
                                                    Verena Bentele      Sozialverband VdK e.V.
                                         Susanna Karawanskij       Volkssolidarität Bundesverband e.V.
                                                      Aron Schuster       Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.
                                                        Heinz Hilgers       Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
                                                  Holger Hofmann       Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
                                                            Olaf Bandt        Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland/
                                                                                       Friends of the Earth Germany
                                               Olaf Zimmermann       Deutscher Kulturrat e.V.
                                  Dr. Melanie Weber-Moritz       Deutscher Mieterbund e.V.
                                                         Jochen Brühl       Tafel Deutschland e.V.
                                                       Martin Rücker       foodwatch e.V.
                                                 Georg Grohmann       BAG Streetwork/ Mobile Jugendarbeit e.V.
                                                 Benjamin Andrae       Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen e.V.
                                                         Birgit Görres       Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.
                                          Dr. Klaus-Dieter Warz      DEUTSCHE DIABETES FÖDERATION e.V.
                   Wolfgang Schreck und Oliver Kunz      Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) e.V.
                                               Christel Achberger      Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V.
                                                  Herbert Temmes      Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.
                                        Prof. Christel Bienstein      Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe – DBfK Bundesverband e.V.
                                                           Gunter Erbe      Deutscher Wohlfahrtsverband für Gehör- und Sprachgeschädigte GSW e.V.  
                                                            Georg Roth       Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS e.V.)
                                                        Uwe Weppler       PARITÄTisches Bildungswerk Bundesverband e.V.
                                                    Christian Molke       ADRA Deutschland e.V.
                             Andreas Luttmer-Bensmann       Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)
                                                           Uwe Hiksch       NaturFreunde Deutschlands
                                             Volkmar Proschwitz       Advent Wohlfahrtswerk e.V.
                                                      Carmen Thiele       PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.
                                                 Helena Steinhaus       Sanktionsfrei e.V.
                                                 Annegret Gabelin       Sozialwerk des dfb (Dachverband) e.V.
                                                            Heiko Frost       Verband Deutscher Schullandheime e.V.
                                                   Britta Altenkamp      Zukunftsforum Familie e.V.

Quelle: https://www.der-paritaetische.de/presse/aufruf-soforthilfen-fuer-arme/

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Entdecke was in dir steckt!

Im August 2019 habe ich meinen Freiwilligendienst in einem Heim für Menschen mit Beeinträchtigungen in Bolivien begonnen. Ich wollte nach der Schule nicht direkt eine Ausbildung oder ein Studium anfangen, sondern mehr von der Welt kennenlernen, meinen Blickwinkel erweitern und neue Erfahrungen sammeln.

Als die E-Mail von ADRA kam, dass ich wegen COVID-19 nach Deutschland zurückzukehren musste, war ich seit fast acht Monaten im Projekt tätig. Ich war schockiert. Ich konnte es nicht glauben, denn eine Woche davor war die­ses Virus in Bolivien noch kein Hauptthema und die Anzahl der daran Erkrank­ten sehr gering. Ich machte mir eher Sorgen um die Situation in Deutschland und den Rest von Europa. Aber alles veränderte sich, die Quarantäne wurde eingeführt, die Grenzen dicht gemacht und die Menschen bekamen Angst. Ab dem Tag bekam ich täglich E-Mails von ADRA und dem Auswärtigen Amt. Ich stand ständig unter Spannung, weil ich nicht wusste, wann mein letzter Tag in Bolivien sein würde und ob ich es überhaupt schaffen würde auszureisen. Ich wartete ungeduldig auf die Rückreise und 12 Tage nach der ersten E-Mail war es soweit. Ich stieg in einen vollen Flieger ein und kam 12 Stunden später Zu­hause an. Trotz des abrupten Endes meines FSJs war diese Zeit eine Bereiche­rung für mein Leben. Und ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, die ich hatte, in einem Projekt mitzuhelfen, das eine wertvolle Arbeit für Menschen in Not leistet. Ich habe gelernt, das mehr zu schätzen, was ich habe und es nicht für selbstverständlich zu halten. Ich darf immer zu Gott kommen und darauf vertrauen, dass er es schon gut machen wird.

Freiwilligendienst mit ADRA

ADRA bietet verschiedene Möglichkeiten, sich nach der Schule ein Jahr zu engagieren. Unsere Gastautorin Heidi Vasiu verbrachte ihren Auslandseinsatz im Rahmen von “weltwärts”, den Freiwilligendienst vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 

Weitere Erfahrungsberichte und Infos zu den Freiwilligendiensten findest du unter live.adra.de.

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Vom Wissen zum Tun

Am letzten Augustwochenende fand die erste Nachhaltigkeitskonferenz von ADRA Deutschland statt. Trotz Corona kamen Teilnehmende nach Darmstadt, um mit Gleichgesinnten über Nachhal­tigkeit zu diskutieren. Neben Fachvorträgen und Workshops empfing ADRA prominenten (virtuel­len) Besuch.

Die Konferenz wurde eröffnet mit einer Keynote der ehemaligen Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwick­lung Heidemarie Wieczorek-Zeul (Foto), in der sie für eine Entschul­dung und gegen die ungebremste wirtschaftliche Ausbeutung der ärmsten Länder argumentierte. Frau Wieczorek-Zeul, die auch im nati­onalen Rat für Nachhaltigkeit sitzt, plädiert für eine verbindliche Umset­zung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, ähnlich wie das Pariser Klimaabkommen. Die Keynote wurde vorher aufgezeichnet. Frau Wieczorek-Zeul ließ es sich jedoch nicht nehmen, mit den Teilneh­menden zu diskutieren, sie wurde virtuell zugeschaltet. Nach dem Auf­takt folgten eine Podiumsdiskussion, Fachvorträge zu nachhaltigem Wirtschaften und Workshops, in denen die praktische Umsetzung dis­kutiert wurde. Am Ende der Konferenz, die durch das Bundesministeri­um für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wurde, fasst eine Teilnehmerin die Lage zusammen: Es besteht kein Er­kenntnisproblem, wir müssen uns selbst und andere zum Handeln bringen! Dafür hat die Konferenz Beispiele aufgezeigt, die wir im Nachgang auch veröffentlichen. Die Handlungskonzepte und Vorträge sind abrufbar unter https://adra.de/nachhaltigkeitskonferenz.
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