Corona-Update: Nächstenliebe findet einen Weg

ADRA ist eine international tätige Hilfsorganisation. In Deutschland helfen wir unter anderem über die ADRAshops. In sieben Filialen verkaufen wir gebrauchte Waren und finanzieren mit den Erlösen die Projektarbeit. In der Corona-Krise sind die ADRAshops geschlossen. Doch Nächstenliebe findet immer einen Weg. Die Corona-Krise trifft die ärmsten Menschen einer Gesellschaft zuerst und am heftigsten. Damit hat sich ADRA noch nie abgefunden. Im ADRAshop in Nürnberg können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht wie gewohnt arbeiten, doch untätig sind sie nicht. Es ist ihrer Leidenschaft und Nächstenliebe zu verdanken, dass sie in Nürnberg bei der Versorgung eines sogenannten Spendenzaun mitwirken.

An diesem Spendenzaun (siehe Foto) sind Kleidung und manchmal auch Lebensmittel für Obdach- und Mittellose angebracht, die sich daraus bedienen können.

Nicht nur im Freistaat Bayern wird geholfen, sondern auch in Sachsen-Anhalt. Der ADRAshop in Stendal wurde 2015 eröffnet und widmet sich seither dem Dienst an den Nächsten. Durch die Corona-Krise ist der Shop nun ebenfalls geschlossen. Doch auch hier lassen sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht davon abhalten, etwas Gutes für ihre Mitmenschen zu tun. Die Ehrenamtlichen haben angefangen Mundschutze zu nähen und an die Bevölkerung zu verteilen. Danke, für euer Engagement!

Landessammlung – ist doch nichts für mich!

Wieso eigentlich nicht?

Was ist die Landessammlung eigentlich? Der Ursprung liegt in einer Sammlung, die seit den 1980ern in den alten Bundesländern von der Freikirche durchgeführt wird. Es handelte sich dabei um eine Haustürsammlung. Wie der Name schon sagt, gingen Geschwister von Tür zu Tür und baten um Unterstützung für ein gemeinnütziges Projekt.

Mal ging es um Ziegen für Sao Tome, mal um Straßenkinder in Kiew, mal um das Mädcheninternat in Kajiado/Kenia oder auch um ein Hospiz in Lauchhammer, aber immer ging es darum, Menschen auf Notstände aufmerksam zu machen, und sie einzuladen, mit einer Spende etwas daran zu ändern. Manche Geschwister sammeln schon mehr als 30 Jahre und haben dadurch schon ihre „Stammspender“, andere fangen ganz neu an. Inzwischen ist ADRA für die Sammlung verantwortlich, gesammelt wird jedoch noch immer von den Kirchengemeinden. Nicht nur der Träger hat sich geändert, auch die Möglichkeiten an Spender heranzutreten wurde erweitert. Es gibt Sammler, die nur bei Firmen vorsprechen, andere sammeln unter Kollegen. Auch ein Fest in der Gemeinde zu veranstalten und den Erlös für das Projekt der Landessammlung zu verwenden ist eine Möglichkeit. Ein Stand auf einem Floh- oder Weihnachtsmarkt zugunsten eines Projektes kann ebenso einiges an Spenden einbringen. Auch kleine Konzerte waren für den ein oder anderen eine Möglichkeit aktiv zu werden. Die Sammelzeiten wurden verlängert und es ist sogar möglich ein soziales Projekt Eurer Wahl zu fördern. Sprecht uns an, wenn ihr ganz neue Ideen habt. Wir rufen euch auf, dabei zu sein und etwas zu bewegen. Die Landessammlung zeigt sich 2020 im neuen Gewand und bietet bestimmt auch etwas für Dich und Dich oder Dich.
P.S. Im nächsten Heft können wir euch weitere Daten und Fakten zur Sammlung 2019 und 2020 liefern. Wir unterstützen euch mit Informationsmaterialen, Plakaten, Pressemitteilungen und vielem mehr.
Kontakt: Liane Gruber, Tel: 06151 811 5-55
>> zum Spendenformular

Gemeinsam für Flüchtlinge

Im November 2015 gründete ADRA zusammen mit dem Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW), der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und der Theologischen Hochschule Friedensau (ThHF) das Bündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“.

Durch den Zusammenschluss wurden Projekte von Adventgemeinden und AWW Helferkreisen, wie beispielsweise Sprachkurse, Hausaufgabenbetreuung, verschiedene Begegnungs- und Gemeinschaftsaktivitäten etc., unterstützt. Ziel ist die Integration und das Selbsthilfepotential von Geflüchteten in Deutschland zu fördern. Die ersten Gruppen starteten umgehend nachdem die Grenzen für kurze Zeit offen waren. Am Ende sollten über 70 Projekte werden.

Für viele Adventgemeinden und AWW-Helferkreise war es die erste Gelegenheit sich auf Augenhöhe in die kommunalen “Runden Tische der Flüchtlingshilfe” einzubringen. Sie wurden als gleichwertige Partner und engagierte Bürger wahrgenommen.

Drei Jahre später, im September 2019, liefen alle Projekte ihrem Ende entgegen. Nach über 70 Projektdurchführungen und 325.000.- Euro umgesetzter Fördergelder geht dieser Abschnitt nun zu Ende. Für einige Gruppen jedoch ist noch lange nicht Schluss. Sie machen weiter wie bisher, denn Bedarf an Begleitung und Unterstützung ist nach wie vor von Nöten.

Die enge Zusammenarbeit der vier adventistischen Institutionen in dem Aktionsbündnis „Gemeinsam für Flüchtlinge“ war in dieser Form erstmalig und beispielhaft. Wir danken den tatkräftigen ehrenamtlichen Helfern und allen anderen Unterstützern von ganzem Herzen für diesen Dienst am Nächsten!

Engagieren Sie sich für ADRA mit Ihrer Spende. >> zum Spendenformular

 

Am Weltkindertag wollen wir Gehör finden

Wohl alle Kinder werden neidisch auf ihre Altersgenossen in Thüringen am 20. September sein. Warum? Seit diesem Jahr ist in diesem Bundesland der Weltkindertag, der an diesem Datum stattfindet, ein Feiertag. „Wir Kinder haben Rechte!“ lautet das Motto. Mindestens an diesem Tag haben die Eltern dann keine Ausreden mehr, wenn ihre Kinder mit ihnen spielen wollen.

Aber nicht nur innerhalb der Familie sollen die Rechte der Kinder gefördert werden. ADRA unterstützt die Forderungen von UNICEF Deutschland und vom Deutschen Kinderhilfswerk, Kinder ernster zu nehmen und besser über ihre Rechte zu informieren. Kinder und Jugendliche sollen und wollen aktiv an der Entwicklung der Gesellschaft mitwirken und dabei von ihren Eltern unterstützt werden. Können wir nicht alle an diesem Tag frei haben?

Spenden Sie unter dem Spendenstichwort „BILDUNG“ und fördern Sie damit unsere Projekte für eine bessere Zukunft der Kinder. >> zum Spendenformular

Lernen durch Handeln mit ADRAlive!

Jährlich gehen in Deutschland rund 3500 junge Menschen weltwärts. Weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Weltwärts ist ein Lerndienst. Der Einsatz in einem der sogenannten Entwicklungs- oder Schwellenländer findet über eine von 160 Entsendeorganisationen statt. ADRA ist eine davon. Die Freiwilligendienste heißen hier ADRAlive! Denn die Freiwilligen sind live vor Ort und packen mit an. ADRA fördert das Potential der jungen Erwachsenen und bildet Verständnis für entwicklungspolitische Zusammenhänge. Vorurteile werden abgebaut und ein kultureller Austausch aufgebaut. Damit leistet ADRA einen positiven Beitrag für die interkulturelle Bildungsarbeit. Weitere Infos zu den Freiwilligendiensten gibt es auf http://live.adra.de/.

ADRAlive
weltwärts - Freiwilligendienst
Qifd - Qualität in Freiwilligendiensten

Danke, Dortmund!

ADrA auf dem evangelischen Kirchentag in DortmundDer 37. Evangelische Kirchentag ist zu Ende. Bestes Sommerwetter und 2.400 Veranstaltungen lockten rund 121.000 Besucherinnen und Besucher nach Dortmund. In den Westfalenhallen luden verschiedenen Aussteller auf dem Markt der Möglichkeiten ein, sich kennen zu lernen und ins Gespräch zu kommen.
Auch am ADRA-Stand war viel los. Vielen Dank unseren Besuchern für das Interesse an der Arbeit von ADRA und für die guten Gespräche. Wir habe viel Zuspruch erhalten, dass sich ADRA für etwas Sinnvolles engagiert! Danke an alle Kollegen und Mitwirkenden, die zu dieser gelungenen Veranstaltung beigetragen haben!