Hochwasser in Deutschland

 „Wir haben alles verloren, wir können nur noch beten!“

Flutkatastrophe in Deutschland

Die Hochwasserflut in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat immense Sachschäden hinterlassen und zahlreiche Menschenleben gefordert. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Hinterbliebenen des Unwetters. 

Was wir jetzt für die Menschen tun können

Wie schon zum Hochwasser 2013 haben sich die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA), das Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW) und ADRA Deutschland e.V. zusammengetan, um schnell und unbürokratisch zu helfen.

Mit der jahrelangen Erfahrung in Katastrophenhilfe übernimmt ADRA die Einsatzkoordination und kümmert sich unter anderem um Logistik und die Abstimmung von Sachspenden, wie z.B. komplette Kücheneinrichtungen. Bitte wenden Sie sich hierbei direkt an uns. 

Zusammen koordiniert das Bündnis die freiwilligen Helferinnen und Helfer und stellt Ressourcen bereit. Zu ihnen gehören auch die Ehrenamtlichen in den AWW-Helferkreisen der Region. In einer zweiten Phase kümmert sich ADRA um einen schnellen und unbürokratischen Wiederaufbau. Für eine zielgenaue Wiederaufbauhilfe erstellt die Hilfsorganisation passgenaue Bedarfsanalysen, um auch die Sachspenden effektiv zu koordinieren.

Dank der vielen Spenden konnten wir schon einiges anstoßen und auf den Weg bringen. Dazu zählt:  

  • die Hilfen für die Opfer der Flutkatastrophe wird gemeinsam mit der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und dem Advent-Wohlfahrtswerk e.V. geplant und umgesetzt – erste Empfänger*innen haben bereits finanzielle Hilfe erhalten
  • finanzielle Unterstützung von Helferkreisen, die Sammelstellen in Wuppertal, Solingen, Radevormwald, Dorsten, Mettmann betreiben, sowie von Betroffenen und Ersthelfern (Freiwillige, Feuerwehr, THW, Bundeswehr) vor Ort in Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • sammeln, beschaffen, sortieren und verpacken von Hilfsgütern, Transport von Sammelstellen zum Zentrallager Bad Neuenahr-Ahrweiler. Von dort erfolgt die Verteilung und Koordination zu den Abgabepunkten im gesamten Stadtgebiet
  • Wasseraufbereitungsanlage wird in diesen Stunden nach Ahrweiler geliefert
  • Kontakt zu weiteren Helfergruppen und sozialen Einrichtungen besteht
  • Wiederaufbau im Bereich Gebäudetrocknung/ Räumung/ Instandsetzung ist geplant

Hilfsmaßnahmen im Überblick

FAQ: Fragen und Antworten zum Hochwasser

Schwere Unwetter haben in Deutschland Mitte Juli Hochwasser und Überschwemmungen verursacht. Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern wurden besonders schwer getroffen. Dieses Hochwasser gilt als “Jahrhundertflut” mit noch nie dagewesenen Niederschlagsmengen. Die Flut hinterließ eine Landschaft der Verwüstung. Innerhalb weniger Stunden haben über 40.000 Menschen ihr Zuhause oder Geschäft verloren.

Mehr als 170 Menschen starben bei den Überschwemmungen und ca. 160 Personen werden noch vermisst. Mehrere Städte und Landkreise riefen den Notstand aus. Die Aufräumarbeiten laufen jetzt auf Hochtour. Die Menschen in den betroffenen Gebieten erleben eine große Unterstützung an Freiwilligen, die helfen möchten. Trotz der Hilfe von außen bleibt eine Rückkehr zur Normalität immer noch ein ferner Traum. Die Folgen der Katastrophe werden noch lange zu spüren sein.

ADRA unterstützt die Menschen vor Ort. Soziale Einrichtungen bzw. Vereine und lokale Hilfsinitiativen in Wuppertal, Solingen, Radevormwald, Dorsten, Mettmann und Bad Neuenahr-Ahrweiler erhalten eine finanzielle, logistische und psychologische Unterstützung. Die Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe wird gemeinsam mit der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und dem Advent-Wohlfahrtswerk e.V. geplant und umgesetzt – erste Empfänger*innen haben bereits finanzielle Hilfe erhalten. Wir möchten die Menschen langfristig begleiten und beim Wiederaufbau unterstützen.

Lokale Initiativen und soziale Einrichtungen werden finanziell unterstützt. Ihre Hilfe widmet sich wiederum direkt an Privatpersonen. Somit unterstützt ADRA nur indirekt Privatpersonen.

Nach Einreichen eines Antrages auf Unterstützung und dessen Überprüfung wird das Geld schnell und unbürokratisch überwiesen.

ADRA Deutschland e.V.  wird erst gezielt zu Sachspenden aufrufen, wenn mit dem Wiederaufbau begonnen wird. Die Menschen sind noch damit beschäftigt, den Schlamm und die Trümmer aus ihren Häusern zu entfernen. Im Augenblick haben sie genug Lebensmittel und Kleidung erhalten.  Wir kommen auf euch zu, wenn Haushaltsgegenstände gebraucht werden.

ADRA Deutschland e.V.
IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00
Stichwort/Verwendungszweck: Hochwasser

oder direkt über die Webseite unter dem Stichwort “Hochwasser”

Die betroffenen Kommunen und Kreise sind zentrale Anlaufstellen für Hilfs- und Wohnraumangebote. Eine Liste von Kontaktdaten sind auf der Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu finden: https://www.bbk.bund.de/DE/Infothek/Fokusthemen/_documents/Themen/2021/starkregen.html

Informationen zu Sachspenden

Wir freuen uns über Ihre Anteilnahme und Hilfsbereitschaft, die Betroffenen der Hochwassergebiete mit Sachspenden zu unterstützen. Jedoch liegt in der jetzigen Phase der Katastrophenhilfe der Fokus auf Aufräumarbeiten. Schlamm wird aus den Häusern geschafft, brauchbares Hab und Gut in Sicherheit gebracht und Müll aufgetürmt. Wir bitten Sie um etwas Geduld, bis die Häuser getrocknet und instandgesetzt sind. Dann können wir gemeinsam mit Ihnen zielgerichtet und bedarfsgerecht Sachspenden sammeln und verteilen. Wir melden uns bei Ihnen, wenn die Phase des Wiederaufbaus beginnt. Danke für Ihr Verständnis!

Jetzt Spenden

Zur Bewältigung der Katastrophe und Unterstützung der Opfer sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Wir bitten Sie im Namen der Flutopfer um Ihre Hilfe und Ihre Spende:

Direkt online Spenden unter dem Stichwort “Hochwasser”:

Unser Spendenkonto:

ADRA Deutschland e.V.
IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00
Stichwort: Hochwasser

In den letzten Tagen haben wir zahlreiche Anfragen erhalten, wie und wo in den überschwemmten Gebieten geholfen werden kann. Wir freuen uns sehr über diese große Hilfsbereitschaft! Unter dem nachfolgenden Formular kannst du dich bei ADRA Deutschland registrieren, um uns potentiell Hilfe in den Krisengebieten zu leisten. 

Die betroffenen Kommunen und Kreise sind zentrale Anlaufstellen für Hilfsangebote. Wenn ihr euch engagieren wollt, empfehlen wir euch direkt mit den Krisenstäben der örtlichen Kommunen Kontakt aufzunehmen. Dort könnt ihr anfragen, wo noch Hilfe beim Aufräumen oder Schlammschippen gebraucht wird.

Eine gute Übersicht über die betroffenen Gemeinden und Städte mit jeweiligen Kontaktmöglichkeiten bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe https://www.bbk.bund.de/DE/Infothek/Fokusthemen/_documents/Themen/2021/starkregen.html

Großes Mitgefühl in der Katastrophe

ADRA Mitarbeiter stehen im Materiallager für HochwasserhilfeNach dem verheerenden Hochwasser in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz dauern die Aufräumarbeiten weiter an. ADRA unterstützt Vereine und Initiativen bei den Aufräumarbeiten und arbeitet langfristig beim Wiederaufbau mit.

Zu den Projektpartnern gehört unter anderem das Lebenshilfehaus in Sinzig, Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Das Wohnheim für Menschen mit Beeinträchtigung wurde stark beschädigt, als das Unwetter hereinbrach. Zwölf Bewohnerinnen und Bewohner wurden von den schnell ansteigenden Fluten der Ahr im Erdgeschoss überrascht und konnten sich nicht mehr retten. Das Haus beherbergte insgesamt 36 Bewohnerinnen und Bewohner, im ersten Stock waren die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner über Stunden eingeschlossen. Sie wurden von der Feuerwehr über Boote versorgt, bevor sie in Sicherheit gebracht werden konnten. Mittlerweile wurden sie anderweitig untergebracht und die Betreuung sichergestellt. Das Wohnheim ist unbewohnbar und benötigt umfassende Sanierungsarbeiten. Unser tief empfundenes Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen der Opfer und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lebenshilfe.

Auch der Verein „Leben mit Autismus e.V.“ wurde von der Hochwasserkatastrophe nicht verschont. Der Verein betreibt in Swisstal-Odendorf ein Eiscafé, in dem Menschen mit Autismus arbeiten. Durch Odendorf fließt der Orbach, ein kleiner Bach, der in einem etwa 2 Meter tiefen Graben den Ort durchfließt. Durch die Hochwasserflut stieg der Pegel über den Graben. Das Wasser fraß sich etliche Meter in die umliegenden Straßen und verwüstete den gesamten Ort, darunter auch die Geschäftsstelle und das Eiscafé des Vereins. Das Café wurde während der Corona-Pandemie renoviert und war erst wenige Tage wieder geöffnet. Nun hat die Flut alle Arbeit vernichtet und der Verein steht vor dem nichts. ADRA hilft langfristig beim Wiederaufbau.

Die Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl sind groß

Ob in Sinzig, in Odendorf oder den übrigen Hochwassergebieten, die Anteilnahme aus dem gesamten Bundesgebiet ist bewegend und die Hilfsbereitschaft ist überwältigend! Daher ist ADRA stolz und dankbar, die freiwilligen Helferinnen und Helfer bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Zwei Initiativen, die sich in den Hochwassergebieten um Aufräumarbeiten und die Verteilung von Sachspenden kümmern, werden von ADRA finanziell unterstützt.

Derzeit laufen Gespräche mit weiteren Flutopfern, die ihr Hab und Gut verloren haben. Nicht nur Möbel oder Hausrat, ganze Existenzen wurden mit den Fluten fortgespült. ADRA wird im Namen der Spenderinnen und Spender so vielen Menschen wie möglich schnell und unbürokratisch helfen.

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Hochwasser“

Verschärfung des Tigray-Konfliktes – Humanitäre Hilfe jetzt!

In der äthiopischen Region Tigray herrscht seit November 2020 Bürgerkrieg zwischen der Zentralregierung und der Regionalmacht TPLF. In Tigray ist ADRA mit verschiedenen Projekten vertreten. Wir unterstützen die Mekele Seventh Day Adventist – Kinderklinik in der Regionalhauptstadt Mekele.

Außerdem bildet ADRA junge Äthiopier*innen in der Region zu Solartechniker*innen aus. Jüngst kam ein Nothilfeprojekt hinzu, in dessen Rahmen ADRA den Menschen hilft, mit Traumabewältigung, psychosozialer Betreuung und Unterstützung bei der Einkommensgenerierung zurück in den Alltag zu finden.

Seit einer Woche kein Kontakt

„Leider besteht momentan kein Kontakt zu unseren Kolleginnen und Kollegen in Tigray, weder per Telefon noch über das Internet. Deshalb wissen wir auch nicht, wie es den Mitarbeitenden dort geht. Wir sind in Gedanken bei ihnen und beten dafür, dass alle gesund sind. Die Hilfe von ADRA ist jetzt in Tigray wichtiger denn je. Über 90 Prozent der landwirtschaftlichen Erzeugnisse des Vorjahres wurden vernichtet, da der Konflikt die Ernte behinderte oder es zu Plünderungen kam. Als Folge dessen müssen etwa 5,5 Millionen Menschen hungern“, sagt Lukas Driedger, Abteilungsleiter für die Internationale Zusammenarbeit bei ADRA Deutschland e.V.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen (VN), António Guterres, hat die Lage als “äußerst besorgniserregend” bezeichnet. Nach Angaben der VN stehen 350.000 Menschen[1] an der Schwelle zur Hungersnot. Vor der Gewalt in Tigray sind 1,7 Millionen Menschen[2] geflohen, ein Großteil innerhalb des Landes. Aber selbst bis in das benachbarte Bürgerkriegsland Jemen flüchten die Menschen aus Verzweiflung. Auch dort werden sie von ADRA unterstützt.

[1] http://www.ipcinfo.org/ipcinfo-website/alerts-archive/issue-42/en/

[2] Siehe https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/aktuelles/pressemeldung/artikel/aethiopien-17-millionen-auf-der-flucht-vor-gewalt-in-tigray

 

Essensverteilung in Mekele (Äthiopien))28. Mai 2021 | Matthias Münz
Tigray: Humanitäre Hilfe zulassen, Hunger bekämpfen

Die Lage in der äthiopischen Konfliktregion Tigray, in der ADRA Projekte unterhält, wird immer unübersichtlicher. Vergangenen November ist in der Region ein militärischer Konflikt zwischen äthiopischen Regierungstruppen und der Tigray People’s Liberation Front ausgebrochen.

Auf die bewaffneten Auseinandersetzungen folgte eine dreiwöchige ganztägige Ausgangssperre. Die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Benzin wurde zusehends schwieriger. Hunderttausende Menschen sind von Hunger bedroht. Schätzungsweise sechs Millionen Einwohner*innen sind größtenteils von der Außenwelt, und damit von humanitärer Hilfe, abgeschnitten.

Vereinte Nationen warnen vor Hungersnot

Mark Lowcook ist Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen. Er warnt: „Konkrete Maßnahmen sind dringend erforderlich, um den Teufelskreis zwischen bewaffnetem Konflikt, Gewalt und Ernährungsunsicherheit zu durchbrechen.“ Laut Nothilfekoordinator Lowcook sind Ernten und Nutztiere vernichtet oder geplündert worden, Helfer*innen wird der Zugang erschwert.

Um die größte Not zu lindern, organisierte ADRA eine Lebensmittellieferungen für die Regionalhauptstadt Mekele (siehe Foto). Doch es braucht eine Ausweitung der humanitären Hilfe und einen ungehinderten Zugang zur Region.

Vor der Gewalt in der Region flohen nach Angaben des UN-Nothilfebüros OCHA mehr als 500.000 Menschen. Davon sind rund 60.000 Menschen in den benachbarten Sudan geflohen.

Äthiopien, ein Land im Osten Afrikas, gehört zu den langjährigen Projektländern von ADRA. Das Land grenzt im Süden an Kenia und im Osten an Somalia, ebenfalls zwei Projektländer von ADRA. Auf einer Fläche von 1.104.300 km² wohnen ca. 112 Mio. Menschen. Gemeinsam mit ADRA Äthiopien führt ADRA Deutschland in dem Land Projekte im Bereich Bildung, Ernährung und Gesundheit durch.

Helfen Sie den Menschen in Äthiopien mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort “HUNGERSNOT”
Danke!

Forum Mittelrhein

Herzlich Willkommen zum “Forum Mittelrhein”! Am 10. Juli um 10:00 erwartet Sie Pastor Stephan Sigg zum Thema “Glauben Begeistert Leben”. In einem interaktiven Programm können Sie gemeinsam mit Ihren Freunden und Ihrer Familie digital mit allen Adventgemeinden aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland teilnehmen. ADRA ist auch dabei.
Weitere Infos finden Sie auf
www.mrv.adventisten.de/forum

Vorbildliches ADRA-Projekt für nachhaltige Veränderung

Kleinbauern in der MongoleiIn der nordmongolischen Provinz Selenge haben sich Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Kooperativen zusammengeschlossen. Mit Unterstützung von ADRA produzieren sie Lebensmittel, die die Bio-Zertifizierung erhalten haben. Das Projekt strebt den Aufbau einer nachhaltigen und gerechten Wertschöpfungskette für ökologische Landwirtschaft in der Mongolei an. Dazu müssen Kleinbauern, Verarbeiter, Käufer, staatliche Institutionen sowie (über)regionale Plattformen und Verbände zusammenarbeiten. Die sogenannte Multi-Stakeholder-Partnerschaft wird in dem jüngst erschienenen Fachbuch „Leading Transformative Change Collectively“ von Petra Künkel u.a. besprochen.

Was bedeutet Multi-Stakeholder-Partnerschaft?
ADRA arbeitet in komplexen sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereichen. ADRA ist der Überzeugung, dass die Herausforderungen der Zukunft nur gemeinsam und in enger Zusammenarbeit verschiedener gesellschaftlicher Gruppen aus Zivilgesellschaft und Politik, Wissenschaft und Privatwirtschaft bewältigt werden können. Multi-Stakeholder-Partnerschaften sind ein zukunftsweisender neuer Ansatz in der Entwicklungszusammenarbeit, der auf nachhaltige Entwicklung (SDGs, insbesondere Ziel 17: Globale Partnerschaften) ausgerichtet ist. Durch den Ansatz der Multi-Stakeholder Partnerschaften steht die gemeinsame Umsetzung von Projektzielen im Vordergrund. Die Partnerschaften bringen Vertreter*innen aus Verbänden, Initiativen, dem öffentlichen Sektor und Privatwirtschaft zusammen. Dabei sind sich die Akteure einig, dass Probleme am ehesten durch gemeinsames Handeln gelöst werden können. Die unterschiedlichen Teilnehmer*innen bringen ihre verschiedenen Fähigkeiten, Ressourcen und Fachwissen ein. Jeder Partner erfüllt eine vorher vereinbarte Rolle und ist verantwortlich für die Umsetzung einzelner Aspekte des Projekts.

Zu den Akteuren des ADRA-Projekts gehören der Nationale Verband der mongolischen Agrargenossenschaften (NAMAC), ein Genossenschaftsverband, das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft der Mongolei (MoFALI) sowie verschiedene Provinz- und Kommunalverwaltungen und 30 bäuerliche Kooperativen.

Die Koordinierung von derart vielen Stakeholdern ist aufwendig. Doch wenn es so gut funktioniert, wie in der Mongolei, sind die Erfolge nachhaltig. Alle Partner haben an einem Strang gezogen und viel gelernt. Der Multi-Stakeholder-Ansatz kommt in vielen ADRA-Projekten zum Einsatz. Wir sind stolz und dankbar, dass unsere Arbeit als Fallbeispiel herangezogen wurde.

Mehr über das Fachbuch und das Collective Leadership Institute finden Sie unter https://www.collectiveleadership.de/blog/article/map/

Wir danken dem Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit für die Förderung des Projekts.

Weltbevölkerungstag

Kinder in SomaliaAm 11. Juli 2021 wird der Weltbevölkerungstag weltweit begangen. An diesem Tag wird über die wachsende Weltbevölkerung und die damit verbundenen Probleme aufmerksam gemacht.

Jede Minute steigt die Weltbevölkerung um 150 Menschen – das sind am Tag mehr als 216.000 Menschen, und im Jahr fast 80 Millionen. Kurzum, jedes Jahr werden so viele Menschen weltweit geboren wie Einwohner in Deutschland.

In den letzten fünfzig Jahren ist die Weltbevölkerung so stark gewachsen wie noch nie. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die Anzahl der lebenden Menschen auf der Erde vervierfacht (siehe Grafik unten). Dieser starke Bevölkerungswachstum stellt die Weltgemeinschaft vor große Herausforderungen: immer mehr Menschen wollen in Sicherheit leben, genügend Nahrung haben, um satt zu werden und arbeiten, um ihren Lebensunterhalt selbständig zu finanzieren. Dabei sind die natürlichen Ressourcen auf unserem Planeten begrenzt. Abnehmende Flächen für die Landwirtschaft und Wasserknappheit sind Probleme, die uns alltäglich begegnen.

Am 11. Juli 1987 überschritt zum ersten Mal die Weltbevölkerung nach UN-Berechnungen die Zahl von fünf Milliarden Menschen. Um die damit einhergehende Herausforderungen für die Menschheit stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, erklärten die Vereinten Nationen im Jahr 1989 den 11. Juli zum Internationalen Weltbevölkerungstag.

Zum heutigen Zeitpunkt leben 7,8 Milliarden Menschen auf der Erde.[1] Vertraut man der untenstehenden Grafik, soll diese Zahl in den nächsten Jahren noch steigen. Die Weltbevölkerung nimmt jedoch nicht überall gleichermaßen zu. Während die Bevölkerung in den meisten Industriestaaten der Nordhalbkugel allmählich schrumpft oder stagniert, wächst sie rasant in den ärmeren Ländern der Südhalbkugel. In den sogenannten Drittweltländer steigt somit die Konkurrenz um die ohnehin kaum vorhandenen natürlichen Ressourcen. Der Klimawandel erhöht zusätzlich den Druck auf die Natur und die Menschen.

Diesen Druck möchte ADRA mit konkreten Maßnahmen entgegenwirken. ADRA unterstützt die Menschen auf allen Kontinenten, mit den natürlichen Ressourcen nachhaltig umzugehen, um für alle eine gute Mahlzeit zu garantieren. Ob durch die Vermittlung von neuen Anbaumethoden und verbessertem Saatgut oder mittels Bildungsangebote und Aufklärungsarbeit, ADRA setzt sich für die Menschen ein und hilft ihnen, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.

[1] Die Zahl stammt aus der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung, online abrufbar unter https://www.dsw.org/.

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Bildung lässt Träume wachsen

Bildung ist ein wichtiger Bestandteil in den Projekten von ADRA und der Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung. Daher investiert ADRA gemeinsam mit Geldgeberinnen & Geldgebern und Förderinnen & Förderern in Projekte mit dem Fokus Bildung.
Fast 1 Mio. Menschen haben von diesen Projekten profitiert. Helfen Sie mit?!
 
Mehr zu unserer Kampagne “BILDUNG LÄSST TRÄUME WACHSEN” finden Sie hier: https://adra.de/kampagne/
 
 

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Bildung“