Klimawandel: Katastrophenvorsorge rettet Leben

Die Philippinen wurden im letzten Jahr von über 20 Wirbelstürmen heimgesucht. Trauriger Höhepunkt war der Supertaifun „Goni” im No­vember, bei dem mindestens 20 Menschen starben und mehr als 24.000 Familien ihr Zuhause verloren.

Die Zunahme von Wirbelstürmen in der Region geht auf den menschengemachten Klimawandel zurück. Wir können Naturkatastrophen nicht verhindern, aber wir können uns besser darauf vorbereiten. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung wird Katastrophenvorsorge geplant und umgesetzt. Auf den Philippi­nen werden lokale Schutzteams aufgebaut, um bei Naturkatastrophen schnelle Hilfe zu leisten. Helferinnen und Helfer erhalten Schutzausrüs­tung sowie Frühwarnkits, um gezielt denjenigen zu helfen, die sich nicht selbst helfen können. Es ist der Katastrophenvorsorge zu verdan­ken, dass die Opferzahlen kontinuierlich sinken.

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Gemeinsam vorsorgen. Besser helfen.

Der Katastrophe immer eine Spende voraus.

Liebe Leserin, lieber Leser,
ADRA ist Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft. Gemeinsam helfen wir nach großen Katastrophen. Eines ist aus Erfahrung sicher: Katastrophenvorsorge verhindert Leid, noch bevor es geschieht. Sei schneller als die Katastrophe und informiere dich unter www.adra.de

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Zyklon “Eloise” trifft Mosambik: 1.000 Häuser zerstört

Innerhalb eines Monats trifft der zweite Zyklon das Land Mosambik. Erinnerungen an die verehrenden Wirbelstürme „Idai“ und „Kenneth“ werden wach.

Begleitet von starken Regenfällen fegten Winde mit bis zu 160 Stundenkilometer von der Küste ins Landesinnere. Der Sturm zerstörte mehr als 1.000 Häuser komplett und beschädigten weitere 3.000. Über 160.000 Menschen sind von den Folgen des Wirbelsturms direkt betroffen. Mehrere Menschen kamen ums Leben, die genaue Opferzahl ist noch nicht zu ermitteln.

 

Die Hafenstadt Beira wurde besonders hart getroffen

Besonders heftig wütete „Eloise” in der Hafenmetropole Beira. Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes (INAM) gingen allein dort innerhalb von 24 Stunden 250 Milliliter Regen nieder, die zweieinhalbfache Menge, die durchschnittlich im Januar registriert wird. Dabei sind die Wassermassen seit dem Tropensturm „Chalane” zum Jahreswechsel 2020/2021 noch extrem hoch.

➤ Informationen zu unseren Projekten in der Region https://adra.de/ostafrika/

Die Überschwemmungen beschränken sich nicht auf die Hafenstadt Beira, sondern betreffen auch die angrenzenden Provinzen. Straßen sind unpassierbar, Brücken beschädigt. Es werden Notunterkünfte eingerichtet, um die Menschen zu versorgen, die durch den Zyklon ihr Hab und Gut verloren haben. Über 1.000 Familien wurden aus der Provinz Zambezia vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht.

ADRA ist vor Ort in Mosambik

Tage bevor Zyklon „Eloise“ das Festland erreichte, begannen die Vorbereitungen. ADRA hat ein Team in den betroffenen Provinzen Zambezia, Sofala und Inhambane entsendet, um Informationen zu sammeln und mit den lokalen Behörden zusammenzuarbeiten. Jetzt kommt es darauf an, den Menschen Schutzräume zu besorgen, sie mit sauberem Trinkwasser, Essen und Hygieneartikel zu versorgen. 

➤Bericht aus Mosambik https://adra.de/und-ploetzlich-war-das-wasser-da/

 

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Die Hoffnung kehrt in den Familien zurück

Am 17. Dezember 2020 wurde der Inselstaat Fidschi von einem starken Sturm überrascht. Vier Wochen nach den Ereignissen sind viele Einwohner immer noch ohne Obdach und versuchen inmitten der Trümmer zu überleben. Unterstützung bekommen sie nun von ADRA.

Mit einer Windgeschwindigkeit von bis 345 Kilometer pro Stunde fegte der tropische Wirbelsturm „Yasa“ über das Urlaubsparadies hinweg. Viele Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. Unmittelbar nach der Katastrophe hatte ADRA mit der Verteilung von Trinkwasser und Hygienesets (WASH) erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Im Fokus der Hilfe stand das Überleben der Betroffenen. Die Aktivitäten der ADRA Kolleginnen und Kollegen ergänzte die Hilfe der Regierungsstellen, die unter anderem Lebensmittel verteilten.

Nun möchten wir den Menschen längerfristig zur Seite stehen. Wenn Katastrophen sich ereignen, leiden arme und sozialbenachteiligte Menschen im besonderen Maße unter deren Folgen. Sie haben kein Geld, um ihren Familien einen sicheren Neuanfang zu gewährleisten. Deshalb haben ADRA und CARE zusammen mit der Unterstützung der Europäischen Union ein sechsmonatiges humanitäres Hilfsprojekt ins Leben gerufen. Menschen in Not werden durch Nahrungsmittelhilfe, Hygienemaßnahmen und Notunterkünfte unterstützt. Die Hilfe erhalten die Menschen in Form von Bargeldhilfen, Kleidung, Hygienekits und Baumaterialien. Außerdem sollen Wassertanks den Zugang zu sauberem Trinkwasser sicherstellen. Während die ersten Reparaturmaßnahmen in den betroffenen Gebieten anlaufen, finden die, die ihr Zuhause verloren haben, in Notunterkünften eine Bleibe und Schutz. Im Rahmen des Projektes werden knapp 20.000 Betroffenen Unterstützung erhalten.

Seine Exzellenz EU-Botschafter Sujiro Seam[1] begleitete die ADRA Kollegen in ihrer Arbeit vor Ort, um die Verteilung der Bargeldhilfen zu begleiten. Dabei gab er den Startschuss für das von der Europäischen Union finanzierte Nothilfeprojekt. Wie bedeutend die Hilfe für die Menschen ist, erklärte die 35-Jährige Ana Leda aus Fidschi: „Wir sind für eure Hilfe sehr dankbar. Wir haben mit dem Sturm alles verloren. Das Einzige war mir bleibt, sind meine Kinder. Mit dem Geld kann ich für uns Essen kaufen und die Kinder wieder in die Schule schicken. Gott segne euch und eure Arbeit.“

[1] Seine Exzellenz EU-Botschafter Sujiro Seam ist Leiter der Delegation der Europäischen für den Pazifik.
Das Projekt wird gefördert durch die Europäische Union.


                                 

Unterstützung von ADRA bei der Versorgung von Wasser auf Fidschi


Zyklon Yasa: Hat sich die Katastrophenvorsorge auf Fidschi bewährt?

Stand 18. Dezember 2020 | Matthias Münz

Menschen, die von einer Naturkatastrophe betroffen sind, werden in diesem Jahr kein fröhliches Weihnachtsfest erleben. Aber die Unterstützung aus der ganzen Welt könnte Hoffnung bringen. Während wir uns auf Weihnachten vorbereitet, genießt der südliche Teil der Erdkugel den Sommer, jedoch nicht überall. Die paradiesischen Fidschi-Inseln wurden in der Nacht vom 17. auf 18. Dezember 2020 vom tropischen Wirbelsturm Yasa heimgesucht. Der Zyklon wütete letzte Nacht drei Stunden lang und richtete in Gemeinden verheerende Schäden an.

Durch Katastrophenvorsorge und sorgfältige Planung konnten sich ganze Dörfer in Evakuierungszentren in Sicherheit bringen. ADRA plant, in den nächsten ein bis zwei Tagen Wasser-, Sanitär- und Hygienesets (WASH) an die Familien zu verteilen, gefolgt von einem größeren langfristigen Wiederaufbauprogramm.

Netzwerk aus Hilfsorganisationen auf Fidschi

Auf Fidschi haben sich verschiedene Hilfsorganisationen und Kirchen, zu einem Netzwerk für Katastrophenvorsorge zusammengeschlossen. Dieser „Church Agency Network for Desaster Operations“ (CANDO) gehören ADRA und mehrere STA-Kirchengemeinden an. Der Zyklon Yasa war vielleicht die erste große Bewährungsprobe der Katastrophenvorsorge.

Unsere Hilfe wurde auch von offizieller Stelle wahrgenommen. Seine Exzellenz Botschafter Sujiro Seam ist Leiter der Delegation der Europäischen Union (EU) für den Pazifik. Und twitterte vor der Katastrophe: „Wir sind schon lange hier in Fidschi, und wir werden noch lange hier in Fidschi sein, was wir brauchen, ist eine Partnerschaft mit zuverlässigen Organisationen, und ich freue mich sagen zu können, dass ADRA eine von ihnen ist“. Das Vertrauen ehr uns und spornt uns an. Auch in der Katastrophe genießt ADRA das Vertrauen der Menschen.

Unsere Hilfe wurde auch von offizieller Stelle wahrgenommen. Seine Exzellenz Botschafter Sujiro Seam ist Leiter der Delegation der Europäischen Union (EU) für den Pazifik. Und twitterte vor der Katastrophe: „Wir sind schon lange hier in Fidschi, und wir werden noch lange hier in Fidschi sein, was wir brauchen, ist eine Partnerschaft mit zuverlässigen Organisationen, und ich freue mich sagen zu können, dass ADRA eine von ihnen ist“. Das Vertrauen ehr uns und spornt uns an. Auch in der Katastrophe genießt ADRA das Vertrauen der Menschen.

In den nächsten Tagen wird das Ausmaß des Zyklon erst richtig deutlich. Anschließend werden wir die Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge erst richtig bewerten und gegebenenfalls anpassen können. Schon heute steht fest, Vorsorge rettet Leben.

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Peru: Die Menschen auf Naturkatastrophen vorbereiten

Der Klimawandel trifft alle Länder. Davon bleibt das Andenland Peru nicht verschont. In den letzten Jahren gab es immer wieder heftige Regenfälle, die durch El Nino noch verschärft wurden. Flüsse sind über ihre Ufer getreten und haben ganze Wohngebiete überschwemmt. Großstädte wurden überflutet und die Menschen haben ihr ganzes Hab und Gut verloren.

Wenn Naturkatastrophen sich nicht verhindern lassen, kann man ihre Auswirkungen lindern. Im Rahmen des Projektes arbeitet ADRA Hand in Hand mit lokalen Hilfsorganisationen und Behörden, um das Überleben der Bevölkerung in überschwemmungsgefährdeten Gebieten zu sichern. In den Städten Lima und Arequipa lernen die Menschen, sich auf die Naturkatastrophe vorzubereiten. Das Ziel des Projektes liegt darin, eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den lokalen und nationalen Akteuren zu fördern, um einen schnellen Informationsaustausch im Falle einer Katastrophe zu ermöglichen. Zu den existierenden nationalen Frühwarnsystemen wurden lokale Notfallpläne entwickelt, die eine geordnete Evakuierung der Bevölkerung in sichere Gebiete ermöglichen. Die Menschen lernen auf Warnmeldungen zu reagieren und wissen, wie sie sich im Falle von Überschwemmungen zu verhalten haben. Damit wird ihre Widerstandsfähigkeit gestärkt. Die Angst in den betroffenen Gebieten nimmt ab. Die lokale Bevölkerung ist besser vorbereitet.

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Existenzgrundlagen für Kleinbauern auf Fidschi

Auf den Fidschi-Inseln werden Landwirte und lokale Gemeinschaften mit Schulungen und dürreresistentem Saatgut dabei unterstützt, widerstandsfähiger gegenüber Dürrebedingungen zu werden.

Die Fidschi-Inseln werden immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht, von denen die sozioökonomische Entwicklung beeinträchtigt wird. Um die Menschen besser für kommende Naturkatastrophen zu wappnen, hilft ADRA Landwirten und lokalen Gemeinschaften in den Nord- und Westprovinzen Fidschis, die Ernährungsunsicherheit zu verringern. Die Menschen sollen anpassungsfähiger und widerstandsfähiger an Dürrebedingungen werden. Hierfür werden in der Landwirtschaft dürreresistentes Saatgut gepflanzt, Bewässerungstechniken vermittelt, Gärten angelegt und Schulungen rund um das Thema Ernährung und Nahrungsmittelzubereitung gegeben. Auch die Kapazitäten der landwirtschaftlichen Methoden der Bauern werden gestärkt. Dies erfolgt durch die Vermittlung klimaresistenter landwirtschaftlicher Methoden, die Verteilung von landwirtschaftlichen Gerätschaften und Düngemitteln.

Projektlaufzeit: 01.01.2018 – 31.10.2020

Dieses Projekt wird gefördert durch 

KINDER GEGEN KATASTROPHEN STÄRKEN

Kinder, Jugendliche und Menschen mit Beeinträchtigung werden bei Katastrophen am stärksten getroffen – sie haben besondere Bedürfnisse, sind weniger widerstandsfähig als Erwachsene und dadurch hohen Risiken ausgesetzt. ADRA stärkt Kinder und Jugendliche auf den Philippinen in den von Taifun Haiyan betroffenen Gebieten und vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten zur Katastrophenvorsorge.

Jedes Jahr werden weltweit 175 Millionen Kinder von Katastrophen heimgesucht. Durch den Taifun Haiyan im Jahr 2013 hat sich das Leben von rund sechs Millionen Kindern auf den Philippinen dramatisch verändert. Solche Art Katastrophen haben mitunter erhebliche Auswirkungen auf den Bildungssektor, denn Schulgebäude werden zerstört und Kinder sowie Lehrer werden schlimmstenfalls verletzt oder verlieren sogar ihr Leben. Immer häufiger werden öffentliche Schulen als Evakuierungszentren bei Katastrophen eingesetzt, erfahren dadurch jedoch immensen Schaden, weil die Gebäude nicht entsprechend ausgerichtet sind. Hinzu kommt, dass dadurch Unterricht vorübergehend ausfällt, in provisorischen Unterkünften stattfinden muss und die meisten Kinder von der vorangegangenen Katastrophe derart betroffen sind, dass sie nicht zum Unterricht erscheinen oder es ihnen schwerfällt, aktiv teilzunehmen. Die Verringerung des Katastrophenrisikos an Schulen ist deshalb von großer Bedeutung.

ADRA fördert in Zusammenarbeit mit Handicap International das Bewusstsein für Katastrophenvorsorge an Schulen. In fünf Schulen in den von Taifun Haiyan betroffenen Gebieten werden Kinder und Jugendliche in die Lage versetzt, direkte Maßnahmen zu ergreifen, um Katastrophen zu erkennen und die Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen. Auch Kinder mit Beeinträchtigungen sind hier involviert. Außerdem erfahren sie, wie sie sich in Katastrophensituationen richtig verhalten. Hiermit wird ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber natürlichen sowie menschengemachten Krisen erhöht. Konkret heißt das zum Beispiel, dass Kinder Fluchtpläne entwerfen. Außerdem erhalten sie speziell für Kinder aufbereitetes Infomaterial in digitaler Form. Gemeinsam mit geschulten Lehrern werden vor Ort Frühwarnsysteme sowie Notfallpläne für die jeweilige Schule entwickelt. Hinzu kommt die Vermittlung von Kenntnissen im Bereich Erste Hilfe.

 

Projektlaufzeit: 01.11.17 – 30.09.18

Dieses Projekt wird gefördert durch