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Frühzeitiges Handeln rettet Leben in Äthiopien und Somalia
Länderübergreifende Zusammenarbeit verbessert den Katastrophenschutz
Dieses Projekt ist bereits abgeschlossen.
Projektinfos
Äthiopien
&
Somalia
- Gemeinden und Behörden erkennen frühzeitig Naturkatastrophen und handeln rechtzeitig
- Frühwarnprotokolle sind erarbeitet und Informationen über drohende Überschwemmungen werden schnell länderübergreifend ausgetauscht
- Frühwarnsysteme sind erfolgreich getestet und erreichen Menschen in abgelegenen Ortschaften
- Projektnummer: 1450007
Warum frühzeitiges Handeln erforderlich ist
Der Shebelle ist ein rund 1.820 km langer Fluss in Äthiopien und Somalia. Er entspringt im äthiopischen Hochland und fließt südöstlich in Richtung Somalia, wo er anschließend in den indischen Ozean mündet. Er ist eine wichtige Wasserquelle für die Menschen in Äthiopien und Somalia, doch auch eine Gefahr. In den Grenzregionen Somali in Äthiopien und Hiiraan in Somalia kommt es immer wieder zu plötzlichen starken Regenfällen, die den Fluss über die Ufer treten lassen. Diese regelmäßigen Überschwemmungen zerstören Ackerland, Häuser und Straßen, führen zum Verlust von Viehbeständen und verschärfen darüber hinaus die bestehenden sozialen und wirtschaftlichen Spannungen, die durch anhaltende Dürren und Konflikte verursacht werden. Katastrophen gefährden das Leben der Betroffenen und wirken sich nachhaltig auf ihre Lebensumstände aus. Deshalb ist es wichtig, nicht erst nach einer Katastrophe zu reagieren, sondern frühzeitig zu handeln.
Wie ADRA frühzeitiges Handeln organisiert
ADRA ist seit vielen Jahren in Somalia und Äthiopien mit Bildungsprojekten, beruflichen Begleitmaßnahmen und Nothilfe aktiv. Auch die Katastrophenvorsorge ist Teil unserer Arbeit. Im Rahmen eines früheren Projekts zur Katastrophenvorsorge hat ADRA beispielsweise die Bevölkerung und die zuständigen Behörden in den somalischen Regionen Shabeellaha Hoose und Maroodijeh dabei unterstützt, unter anderem Dürrerisiken rechtzeitig zu erkennen und vorausschauende Hilfsmaßnahmen zu planen. In diesem Projekt verfolgt ADRA das Ziel, den bestehenden Katastrophenschutz auf lokaler Ebene in Somalia und Äthiopien durch vorausschauende Hilfsmaßnahmen und Frühwarnsysteme zu stärken und zu koordinieren. Behörden, lokale Hilfsorganisationen, Gemeinden und Wissenschaft in beiden Ländern arbeiten gemeinsam daran, drohende Überschwemmungen entlang des Shebelle-Flusses frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen vorzubereiten. So können Leben besser geschützt und materielle Schäden verringert werden.
Entwicklung von Frühwarnprotokollen und Frühwarnindikatoren
Hochwasser kennt keine Grenzen. Aus diesem Grund unterstützt ADRA die Bevölkerung und die Behörden Somalias und Äthiopiens dabei, die mit dem gemeinsamen Fluss verbundenen Überschwemmungsrisiken zu minimieren. Frühwarnprotokolle werden in beiden Projektregionen mithilfe von lokalen Hilfsorganisationen, Behörden und Gemeinden, die von Überschwemmungen regelmäßig betroffen sind, entwickelt. Dafür gibt es eine länderübergreifende Arbeitsgruppe, an der ADRA teilnimmt. Im Austausch mit Experten aus verschiedenen Bereichen werden Verfahren festgelegt, um Gefahren zu erkennen, zu bewerten und die Bevölkerung rechtzeitig zu warnen. Auf der Grundlage früherer Überschwemmungen und wissenschaftlicher Datenanalysen werden kritische Schwellenwerte ermittelt, anhand derer sich Katastrophen und ihre Auswirkungen vorhersagen lassen. Um Überschwemmungen vorherzusagen, kann man zum Beispiel den Wasserstand des Flusses überwachen. Wenn der Pegel aufgrund von Erkenntnissen aus früheren Überschwemmungen einen vorher festgelegten Schwellenwert erreicht, können Warnsignale rechtzeitig erkannt werden. Sobald der Schwellenwert erreicht ist, wird das Frühwarnprotokoll aktiviert, um den Gemeinden, die wahrscheinlich von der Katastrophe betroffen werden, im Voraus zu informieren.
Aufbau eines länderübergreifenden Frühwarnsystems
Die Frühwarnindikatoren werden auf beiden Seiten der Grenze überwacht und regelmäßig Informationen über Wettervorhersagen gesammelt. Anschließend tauschen Dorfkomitees aus beiden Ländern die gesammelten Informationen aus, um die Lageentwicklung am Fluss besser einschätzen zu können. Auch die Verantwortlichkeiten werden unter Gemeindemitgliedern und Behörden verteilt, um angesichts einer angekündigten Katastrophe ein effektives und gemeinsames Handeln der betroffenen Dorfgemeinschaften zu gewährleisten.
Errichtung von Notfallplänen
Anschließend werden Notfallpläne entwickelt, um im Falle einer Überschwemmung bereits vor Eintritt der Katastrophe Menschen zu unterstützen oder Hilfsmaßnahmen für eine reibungslose Katastrophenhilfe vorzubereiten. So können beispielsweise, je nach Hochwasserrisiko, Menschen rechtzeitig in sicheren Unterkünften untergebracht oder Lebensmittel und Trinkwasser vorsorglich gelagert werden.
Jeder kann rechtzeitig handeln
Um möglichst viele Akteure für vorausschauende humanitäre Hilfe zu sensibilisieren, bietet ADRA Schulungen an. So lernen ADRA-Mitarbeitende, lokale Behörden, Schulpersonal und lokale Partner Risiken besser einzuschätzen und im Ernstfall effektiv zu handeln.
Des Weiteren erstellt ADRA Informationsmaterialien und gibt Empfehlungen an politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger ab. Das Ziel ist es, sie zu überzeugen, frühzeitige Vorsorge als festen Bestandteil des Katastrophenschutzes zu verankern und entsprechende finanzielle Mittel bereitzustellen.
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230 Euro
ermöglichen die Schulung eines Dorfkomitees, um Überschwemmungsrisiken besser bewerten zu können.
Die verwendeten Icons wurden
mithilfe der KI recraft.ai generiert.
Über Äthiopien & Somalia
Förderung
Partner
Das Projekt wird durch unsere Partner ADRA Äthiopien und ADRA Somalia unterstützt.
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- Letzte Aktualisierung:
- Autor: Pierre Schweitzer
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