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Nothilfe im Sudan: Verbesserung der Sanitärversorgung für Binnenvertriebene
Projektinfos
Sudan
- Verbesserung der Hygiene im Aufnahmelager Al Karama 9
- Verringerung des Risikos von Krankheiten und Epidemieausbrüchen
- Projektnummer: 7290003
Hintergrund: Humanitäre Notlage im Sudan
Der Sudan erlebt derzeit eine der schwersten humanitären Krisen weltweit. Seit Beginn des bewaffneten Konflikts im April 2023 mussten Millionen Menschen ihr Zuhause verlassen und Zuflucht innerhalb oder außerhalb des Landes finden. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Blue Nile, in dem sich die Sicherheitslage seit Ende 2025 weiter verschärft hat. Allein seit Januar 2026 wurden dort fast 50.000 Menschen neu vertrieben. Insgesamt leben inzwischen mehr als 360.000 Binnenvertriebene in der Region, viele davon in überfüllten Aufnahmelagern.
Die Wasserversorgung, die sanitären Einrichtungen und die hygienischen Bedingungen in den Lagern sind unzureichend. Im Camp Al Karama 9 mit rund 10.400 Bewohnerinnen und Bewohnern sind sämtliche vorhandenen Latrinen außer Betrieb. Offene Defäkation ist weit verbreitet und erhöht das Risiko von Krankheiten. Gleichzeitig breitet sich ein Hepatitis-E-Ausbruch mit zahlreichen Erkrankungen und Todesfällen aus. Die bevorstehende Regenzeit droht die Situation durch Überschwemmungen und eine weitere Ausbreitung wasserbedingter Krankheiten zusätzlich zu verschärfen.
Wie ADRA auf die humanitäre Notlage im Sudan reagiert
Vor diesem Hintergrund plant ADRA eine dreimonatige Nothilfemaßnahme zur Verbesserung der Sanitärversorgung im Camp Al Karama 9. Kern des Projekts ist der Bau von zehn geschlechtergetrennten und barrierefreien Gemeinschaftslatrinen sowie ein umfassendes Hygieneprogramm. Dazu gehören die Ausbildung von 100 Hygienehelferinnen und ‑helfern, Aufklärungen über gute Hygienepraktiken sowie die Verteilung von Informationsmaterialien in Arabisch und lokalen Sprachen für die Menschen im Aufnahmelager. Die Hygienehelferinnen und ‑helfer kümmern sich unter anderem um die Instandhaltung der Sanitäranlagen und erhalten Reinigungsmaterial, um die Sauberkeit im Binnenvertriebenenlager zu erhöhen.
Das erklärte Ziel ist die Gesundheits- und Hygienesituation unter den 10.365 Binnenvertriebenen nachhaltig zu verbessern, das Risiko von Krankheitsausbrüchen einzudämmen und den Schutz besonders gefährdeter Gruppen – insbesondere von Frauen und Kindern – zu stärken.
ADRA kann die Ursachen der humanitären Krise nicht lösen. Mit unserer Arbeit tragen wir jedoch dazu bei, die Würde und Lebensbedingungen der Familien in Al Karama 9 zu verbessern.
Das Projekt zeigt auch die Solidarität und das Engagement der Spenderinnen und Spender für die von Krieg und Vertreibung betroffenen Menschen.
Jetzt für den Sudan spenden
50 Euro
ermöglichen die Schulung einer Hygienefachkraft
80 Euro
decken die Kosten für ein Paket mit Reinigungsmaterialien, die 10 Personen drei Monate lang für ihren Putzdienst verwenden
980 Euro
erlauben eine Sensibilisierungsveranstaltung über gute Hygienepraktiken für jeweils mindestens 500 Personen im Aufnahmelager durchzuführen
Die verwendeten Icons wurden
mithilfe der KI recraft.ai generiert.
Über Sudan
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- Letzte Aktualisierung:
- Autor: Pierre Schweitzer
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Weitere Projekte | ADRA Deutschland e.V.

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ADRA verbessert die Hygienesituation in einem Aufnahmelager für Binnenvertriebene im Bundesstaat Blue Nile. Dort leben 10.365 Menschen unter schwierigen Bedingungen. Alle Latrinen sind unbrauchbar und Krankheiten breiten sich aus. ADRA baut zehn sichere, nach Geschlechtern getrennte, Latrinen und informiert die Familien über gute Hygienepraktiken. › mehr dazu

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