Eine Familie im Sudan füllt Wasserkanister an einer zentralen Wasserstelle auf.
Eine Familie im Sudan füllt Wasserkanister an einer zentralen Wasserstelle auf.
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Nothilfe im Sudan: Verbesserung der Sanitärversorgung für Binnenvertriebene

ADRA ver­bes­sert die Hygienesituation in einem Aufnahmelager für Binnenvertriebene im Bundesstaat Blue Nile. Dort leben 10.365 Menschen unter schwie­ri­gen Bedingungen. Alle Latrinen sind unbrauch­bar und Krankheiten brei­ten sich aus. ADRA baut zehn siche­re, nach Geschlechtern getrenn­te, Latrinen und infor­miert die Familien über gute Hygienepraktiken. Darüber hin­aus wer­den 100 Menschen zu Hygienehelferinnen und ‑hel­fern aus­ge­bil­det. Sie geben ihr Wissen im Lager wei­ter. So sol­len die Lebensbedingungen ver­bes­sert wer­den.

Projektinfos

Nothilfe, Wasser
Sudan
2026
PROJEKTZIELE

Hintergrund: Humanitäre Notlage im Sudan

Der Sudan erlebt der­zeit eine der schwers­ten huma­ni­tä­ren Krisen welt­weit. Seit Beginn des bewaff­ne­ten Konflikts im April 2023 muss­ten Millionen Menschen ihr Zuhause ver­las­sen und Zuflucht inner­halb oder außer­halb des Landes fin­den. Besonders betrof­fen ist der Bundesstaat Blue Nile, in dem sich die Sicherheitslage seit Ende 2025 wei­ter ver­schärft hat. Allein seit Januar 2026 wur­den dort fast 50.000 Menschen neu ver­trie­ben. Insgesamt leben inzwi­schen mehr als 360.000 Binnenvertriebene in der Region, vie­le davon in über­füll­ten Aufnahmelagern.

Die Wasserversorgung, die sani­tä­ren Einrichtungen und die hygie­ni­schen Bedingungen in den Lagern sind unzu­rei­chend. Im Camp Al Karama 9 mit rund 10.400 Bewohnerinnen und Bewohnern sind sämt­li­che vor­han­de­nen Latrinen außer Betrieb. Offene Defäkation ist weit ver­brei­tet und erhöht das Risiko von Krankheiten. Gleichzeitig brei­tet sich ein Hepatitis-E-Ausbruch mit zahl­rei­chen Erkrankungen und Todesfällen aus. Die bevor­ste­hen­de Regenzeit droht die Situation durch Überschwemmungen und eine wei­te­re Ausbreitung was­ser­be­ding­ter Krankheiten zusätz­lich zu ver­schär­fen.

Wie ADRA auf die humanitäre Notlage im Sudan reagiert

Vor die­sem Hintergrund plant ADRA eine drei­mo­na­ti­ge Nothilfemaßnahme zur Verbesserung der Sanitärversorgung im Camp Al Karama 9. Kern des Projekts ist der Bau von zehn geschlech­ter­ge­trenn­ten und bar­rie­re­frei­en Gemeinschaftslatrinen sowie ein umfas­sen­des Hygieneprogramm. Dazu gehö­ren die Ausbildung von 100 Hygienehelferinnen und ‑hel­fern,  Aufklärungen über gute Hygienepraktiken sowie die Verteilung von Informationsmaterialien in Arabisch und loka­len Sprachen für die Menschen im Aufnahmelager. Die Hygienehelferinnen und ‑hel­fer küm­mern sich unter ande­rem um die Instandhaltung der Sanitäranlagen und erhal­ten Reinigungsmaterial, um die Sauberkeit im Binnenvertriebenenlager zu erhö­hen.

Das erklär­te Ziel ist die Gesundheits- und Hygienesituation unter den 10.365 Binnenvertriebenen nach­hal­tig zu ver­bes­sern, das Risiko von Krankheitsausbrüchen ein­zu­däm­men und den Schutz beson­ders gefähr­de­ter Gruppen – ins­be­son­de­re von Frauen und Kindern – zu stär­ken.

ADRA kann die Ursachen der huma­ni­tä­ren Krise nicht lösen. Mit unse­rer Arbeit tra­gen wir jedoch dazu bei, die Würde und Lebensbedingungen der Familien in Al Karama 9 zu ver­bes­sern.

Das Projekt zeigt auch die Solidarität und das Engagement der Spenderinnen und Spender für die von Krieg und Vertreibung betrof­fe­nen Menschen.

Jetzt für den Sudan spenden

50 Euro

ermög­li­chen die Schulung einer Hygienefachkraft

80 Euro

decken die Kosten für ein Paket mit Reinigungsmaterialien, die 10 Personen drei Monate lang für ihren Putzdienst ver­wen­den

980 Euro

erlau­ben eine Sensibilisierungsveranstaltung über gute Hygienepraktiken für jeweils min­des­tens 500 Personen im Aufnahmelager durch­zu­füh­ren

Die ver­wen­de­ten Icons wur­den
mit­hil­fe der KI recraft.ai gene­riert.

Über Sudan

Der Sudan ist etwa fünf­mal so groß wie Deutschland und der dritt­größ­te Flächenstaat Afrikas. Nach 30 Jahren auto­ri­tä­rer Herrschaft wur­de die Regierung 2019 gestürzt. Militär und zivi­le Opposition einig­ten sich zunächst auf eine Übergangsregierung und demo­kra­ti­sche Reformen. Der Demokratisierungsprozess kam jedoch kaum vor­an und wur­de durch meh­re­re Militärputsche unter­bro­chen. Im April 2023 eska­lier­te der Konflikt zwi­schen den suda­ne­si­schen Streitkräften und den Rapid Support Forces (RSF) zu einem lan­des­wei­ten Krieg. Infolgedessen muss­ten über elf Millionen Menschen ihre Heimat ver­las­sen, und mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist auf huma­ni­tä­re Hilfe ange­wie­sen.

Förderung

Dieses Projekt wird unter­stützt von ADRA und vom Bündnis Aktion Deutschland Hilft .
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Partner

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