Leid mindern, bevor es geschieht

Jedes Jahr sorgen Dürren, tropische Wirbelstürme oder Überflutungen für großes Leid. In diesem Sommer sind wir in Deutschland ebenfalls davon betroffen.

„Auf eine Katastrophe vorbereitet zu sein, kann viele Leben retten“, erzählt eine Teilnehmerin des Trainings zur Katastrophenvorsorge auf Fidschi. Hier ist der Klimawandel besonders spürbar. Im letzten Jahr wurde der Inselstaat fünfmal von Wirbelstürmen heimgesucht. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung erarbeitet ADRA Notfallpläne, stellt Hilfsgüter bereit und bildet Rettungsteams. Schutzräume werden eingerichtet, Lebensmittelvorräte, Trinkwasser und Hygieneartikel sturmsicher gelagert. Katastrophenvorsorge vermindert Leid, bevor es geschieht. Darauf machen die Vereinten Nationen am Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge am 13. Oktober aufmerksam. Je besser eine Region auf eine Katastrophe vorbereitet ist, desto weniger Hilfe brauchen die Menschen. Neben Fidschi setzt ADRA auch in Indonesien und auf den Philippinen Projekte zur Katastrophenvorsorge um.

       Das Projekt auf Fidschi wird gefördert von Aktion Deutschland Hilft.

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Ein Paradies ist in Gefahr

Der Südseestaat Fidschi mit seinen mehr als 300 Inseln ist stark gefährdet und buchstäblich vom Untergang bedroht. Hier ist der Klimawandel beson­ders spürbar und messbar.

Katastrophenvorsorge

Der steigende Meeresspiegel, tropische Wirbel­stürme und Sturmfluten bedrohen das Leben der Bewohner. Welle für Welle frisst das Meer das Land entlang der Küstenlinien. Die Heimat vieler Men­schen verschwinde einfach. Katastrophenvorsorge verhindert Leid, bevor es geschieht. Um umfangreiche Maßnahmen wie Simulationsübungen, Aus­bildung von Rettungsteams und Evakuierungsplanungen zu bewältigen, schlossen sich verschiedene Hilfsorganisationen und Kirchen zu einem Netz­werk zusammen. Dieser „Church Agency Network for Desaster Operations“ (CANDO) gehören ADRA und mehrere STA-Kirchengemeinden an. Damit Kin­der nach Katastrophen schnell wieder in die Schule gehen können und ein Stück Normalität zurückbekommen, arbeitet ADRA eng mit dem Bildungsmi­nisterium zusammen.

InformationREPUBLIK FIDSCHI
Einwohnerzahl: 890.000 (Stand 2019)
Fläche: 18.274 km²
ADRA Deutschland ist seit 2012 auf Fidschi aktiv

Das Projekt wird durch das Katastrophenbündnis Aktion Deutschland Hilft unterstützt.

Aktion Deutschland Hilft mit ADRA

PROJEKTLAUFZEIT: September 2019 bis August 2021

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Klimawandel: Katastrophenvorsorge rettet Leben

Die Philippinen wurden im letzten Jahr von über 20 Wirbelstürmen heimgesucht. Trauriger Höhepunkt war der Supertaifun „Goni“ im No­vember, bei dem mindestens 20 Menschen starben und mehr als 24.000 Familien ihr Zuhause verloren.

Die Zunahme von Wirbelstürmen in der Region geht auf den menschengemachten Klimawandel zurück. Wir können Naturkatastrophen nicht verhindern, aber wir können uns besser darauf vorbereiten. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung wird Katastrophenvorsorge geplant und umgesetzt. Auf den Philippi­nen werden lokale Schutzteams aufgebaut, um bei Naturkatastrophen schnelle Hilfe zu leisten. Helferinnen und Helfer erhalten Schutzausrüs­tung sowie Frühwarnkits, um gezielt denjenigen zu helfen, die sich nicht selbst helfen können. Es ist der Katastrophenvorsorge zu verdan­ken, dass die Opferzahlen kontinuierlich sinken.

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Gemeinsam vorsorgen. Besser helfen.

Der Katastrophe immer eine Spende voraus.

Liebe Leserin, lieber Leser,
ADRA ist Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft. Gemeinsam helfen wir nach großen Katastrophen. Eines ist aus Erfahrung sicher: Katastrophenvorsorge verhindert Leid, noch bevor es geschieht. Sei schneller als die Katastrophe und informiere dich unter www.adra.de

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Katastrophenvorsorge & Katastrophenhilfe

Katastrophenvorsorge
Bewährte Fachkenntnisse in der Katastrophenhilfe gestatten ADRA, umfassende Präventivmaßnahmen zu ergreifen und die Risiken für den Katastrophenfall zu minimieren. Zum Beispiel werden in Regionen, die wiederholt von Überschwemmungen betroffen sind, Schutzräume erbaut, Trainings für den Notfall angeboten und Frühwarnsysteme installiert.

Katastrophenhilfe
Erdbeben, Taifune, Epidemien, Krieg – Katastrophen haben viele Gesichter. In allen Fällen aber benötigen die in Not geratenen Menschen schnelle Hilfe. ADRA leistet im Krisenfall schnell, direkt und unbürokratisch Katastrophenhilfe. Dank des weltweiten ADRA-Netzwerks mit 140 Länderbüros ist ADRA nach Katastrophen in kürzester Zeit vor Ort.

ADRA unterstützt die humanitäre Hilfe durch die Verteilung von Wasser, Nahrung, Hygieneartikeln und Kleidung. Außerdem stellt ADRA Notunterkünfte und bietet den Menschen medizinische Versorgung und psychosoziale Betreuung.

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Die Hoffnung kehrt in den Familien zurück

Am 17. Dezember 2020 wurde der Inselstaat Fidschi von einem starken Sturm überrascht. Vier Wochen nach den Ereignissen sind viele Einwohner immer noch ohne Obdach und versuchen inmitten der Trümmer zu überleben. Unterstützung bekommen sie nun von ADRA.

Mit einer Windgeschwindigkeit von bis 345 Kilometer pro Stunde fegte der tropische Wirbelsturm „Yasa“ über das Urlaubsparadies hinweg. Viele Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. Unmittelbar nach der Katastrophe hatte ADRA mit der Verteilung von Trinkwasser und Hygienesets (WASH) erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Im Fokus der Hilfe stand das Überleben der Betroffenen. Die Aktivitäten der ADRA Kolleginnen und Kollegen ergänzte die Hilfe der Regierungsstellen, die unter anderem Lebensmittel verteilten.

Nun möchten wir den Menschen längerfristig zur Seite stehen. Wenn Katastrophen sich ereignen, leiden arme und sozialbenachteiligte Menschen im besonderen Maße unter deren Folgen. Sie haben kein Geld, um ihren Familien einen sicheren Neuanfang zu gewährleisten. Deshalb haben ADRA und CARE zusammen mit der Unterstützung der Europäischen Union ein sechsmonatiges humanitäres Hilfsprojekt ins Leben gerufen. Menschen in Not werden durch Nahrungsmittelhilfe, Hygienemaßnahmen und Notunterkünfte unterstützt. Die Hilfe erhalten die Menschen in Form von Bargeldhilfen, Kleidung, Hygienekits und Baumaterialien. Außerdem sollen Wassertanks den Zugang zu sauberem Trinkwasser sicherstellen. Während die ersten Reparaturmaßnahmen in den betroffenen Gebieten anlaufen, finden die, die ihr Zuhause verloren haben, in Notunterkünften eine Bleibe und Schutz. Im Rahmen des Projektes werden knapp 20.000 Betroffenen Unterstützung erhalten.

Seine Exzellenz EU-Botschafter Sujiro Seam[1] begleitete die ADRA Kollegen in ihrer Arbeit vor Ort, um die Verteilung der Bargeldhilfen zu begleiten. Dabei gab er den Startschuss für das von der Europäischen Union finanzierte Nothilfeprojekt. Wie bedeutend die Hilfe für die Menschen ist, erklärte die 35-Jährige Ana Leda aus Fidschi: „Wir sind für eure Hilfe sehr dankbar. Wir haben mit dem Sturm alles verloren. Das Einzige war mir bleibt, sind meine Kinder. Mit dem Geld kann ich für uns Essen kaufen und die Kinder wieder in die Schule schicken. Gott segne euch und eure Arbeit.“

[1] Seine Exzellenz EU-Botschafter Sujiro Seam ist Leiter der Delegation der Europäischen für den Pazifik.
Das Projekt wird gefördert durch die Europäische Union.


                                 

Unterstützung von ADRA bei der Versorgung von Wasser auf Fidschi


Zyklon Yasa: Hat sich die Katastrophenvorsorge auf Fidschi bewährt?

Stand 18. Dezember 2020 | Matthias Münz

Menschen, die von einer Naturkatastrophe betroffen sind, werden in diesem Jahr kein fröhliches Weihnachtsfest erleben. Aber die Unterstützung aus der ganzen Welt könnte Hoffnung bringen. Während wir uns auf Weihnachten vorbereitet, genießt der südliche Teil der Erdkugel den Sommer, jedoch nicht überall. Die paradiesischen Fidschi-Inseln wurden in der Nacht vom 17. auf 18. Dezember 2020 vom tropischen Wirbelsturm Yasa heimgesucht. Der Zyklon wütete letzte Nacht drei Stunden lang und richtete in Gemeinden verheerende Schäden an.

Durch Katastrophenvorsorge und sorgfältige Planung konnten sich ganze Dörfer in Evakuierungszentren in Sicherheit bringen. ADRA plant, in den nächsten ein bis zwei Tagen Wasser-, Sanitär- und Hygienesets (WASH) an die Familien zu verteilen, gefolgt von einem größeren langfristigen Wiederaufbauprogramm.

Netzwerk aus Hilfsorganisationen auf Fidschi

Auf Fidschi haben sich verschiedene Hilfsorganisationen und Kirchen, zu einem Netzwerk für Katastrophenvorsorge zusammengeschlossen. Dieser „Church Agency Network for Desaster Operations“ (CANDO) gehören ADRA und mehrere STA-Kirchengemeinden an. Der Zyklon Yasa war vielleicht die erste große Bewährungsprobe der Katastrophenvorsorge.

Unsere Hilfe wurde auch von offizieller Stelle wahrgenommen. Seine Exzellenz Botschafter Sujiro Seam ist Leiter der Delegation der Europäischen Union (EU) für den Pazifik. Und twitterte vor der Katastrophe: „Wir sind schon lange hier in Fidschi, und wir werden noch lange hier in Fidschi sein, was wir brauchen, ist eine Partnerschaft mit zuverlässigen Organisationen, und ich freue mich sagen zu können, dass ADRA eine von ihnen ist„. Das Vertrauen ehr uns und spornt uns an. Auch in der Katastrophe genießt ADRA das Vertrauen der Menschen.

Unsere Hilfe wurde auch von offizieller Stelle wahrgenommen. Seine Exzellenz Botschafter Sujiro Seam ist Leiter der Delegation der Europäischen Union (EU) für den Pazifik. Und twitterte vor der Katastrophe: „Wir sind schon lange hier in Fidschi, und wir werden noch lange hier in Fidschi sein, was wir brauchen, ist eine Partnerschaft mit zuverlässigen Organisationen, und ich freue mich sagen zu können, dass ADRA eine von ihnen ist„. Das Vertrauen ehr uns und spornt uns an. Auch in der Katastrophe genießt ADRA das Vertrauen der Menschen.

In den nächsten Tagen wird das Ausmaß des Zyklon erst richtig deutlich. Anschließend werden wir die Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge erst richtig bewerten und gegebenenfalls anpassen können. Schon heute steht fest, Vorsorge rettet Leben.

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Philippinen: EMPOWER-Projekt nimmt erste Hürden

Die Klimakatastrophe wird Länder wie die Philippinen hart treffen. Unwetter, Überschwemmungen und Stürme nehmen zu und werden heftiger. Durch Katastrophenvorsorge will ADRA das Schlimmste verhindern und Menschen retten. Das Projekt hat nun die erste Hürde genommen.

Vom 14. bis 18. September fand in Tagaytay City ein Workshop zur Maßnahmenplanung statt. Wie bei ADRA üblich werden zuerst die Bedürfnisse der Betroffenen abgefragt und in die Planung einbezogen. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die virtuelle Teilnahme von Expert*innen aus den Bereichen Katastrophenvorsorge, Klimaanpassung, ländlicher Raum, Good Governance.

Gemeinsames Ziel des Projektes ist es, die zivilgesellschaftlichen Organisationen zu stärken und sie mit der lokalen Regierung in einen Austausch zu bringen. Dazu gehören Themen wie Gesetze und Richtlinien der Katastrophenvorsorge, gute Regierungsführung und soziale Verantwortung. Besonders im Fokus sind Menschen mit Behinderungen mit ihren besonderen Bedürfnissen.

In einem nächsten Schritt werden nun Multiplikator*innen ausgebildet, die dann wiederum die Bevölkerung schulen werden. So verbreitet sich das Wissen, während gleichzeitig Schutzteams aufgebaut werden, die im Ernstfall ganz praktische Hilfe leisten. Die Stärkung der Zivilgesellschaft ist ein wichtiger Schritt, der über Katastrophenvorsorge hinausgeht. Hierbei handelt es sich um nachhaltiges EMPOWERment!


Das Projekt wird unterstützt durch die Europäische Union.

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