Besuch in einer immer noch nicht heilen Welt: Die AHRche Bad Neuenahr-Ahrweiler - Eine bewegende Begegnung mit den Auswirkungen der Naturkatastrophe.
Besuch in einer immer noch nicht heilen Welt: Die AHRche Bad Neuenahr-Ahrweiler - Eine bewegende Begegnung mit den Auswirkungen der Naturkatastrophe.

Eine Heimat im Wiederaufbau:

Besuch in einer immer noch nicht heilen Welt

Die ADRAsoteria wurde 2021 gegründet, um den Menschen im Hochwassergebiet zu helfen. Jedes Wochenende verteilt die ADRAsoteria im Ahrtal gespendete Lebensmittel an die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen. Über 400 Betroffene und ihre Familien erhalten an 12 Stationen Essen und Trinken aus den Händen unserer zum Teil ehrenamtlichen Helferinnen. Dabei kommt es auch zu emotionalen Begegnungen. Eine gute Gelegenheit, die Menschen zu fragen, wie es ihnen geht.

Viele Spenderinnen und Spender haben - wie wir - die Menschen im Ahrtal nicht vergessen und unterstützen sie weiter.

So wie Birgit (Foto rechts), die alle zwei Wochen aus dem Rhein-Main-Gebiet ins Hochwassergebiet kommt. Heute hilft sie bei der Lebensmittelverteilung und bringt selbst Lebensmittel mit.

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 standen nicht nur Häuser unter Wasser, auch die soziale Infrastruktur der betroffenen Regionen war über Nacht verschwunden. Viele Geschäfte, Ärzte und Apotheken vor Ort versanken in den Fluten und konnten nicht mehr öffnen. In diese Lücke stießen die Hilfsorganisationen. So ist ADRAsoteria jedes Wochenende unterwegs, um die Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Hilfe gilt vor allem den Menschen, die noch in Tiny Houses leben, darunter viele Seniorinnen und Senioren, Familien mit Kindern und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Jackie ist immer dabei. Unter der Woche organisiert sie Lebensmittel, holt gespendete Lebensmittel ab und kümmert sich um deren Lagerung. Wie sehr die Flutbetroffenen die Hilfe von Menschen wie Jackie oder Birgit schätzen, zeigen sie ganz offen:

Neben der großen Solidarität und Dankbarkeit stehen die Menschen im Ahrtal aber auch vor großen Problemen. Meinolf D. wohnt in einer Tiny-House-Siedlung und hat in der Hochwassernacht sein Zuhause verloren. „Meine Wohnung gibt es nicht mehr und in vielen Häusern liegt noch der Schlamm der Flutnacht! Es ist fast unmöglich, hier eine Wohnung zu finden. Und wenn die Wohnungen hergerichtet sind und wieder vermietet werden, sind die Mieten enorm gestiegen“.

Noch immer unbewohnte Häuser im Flutgebiet

Die Hausbesitzer müssen die Schadenssumme ermitteln, mit ihren Versicherungen sprechen, Handwerker bestellen und Baumaterial besorgen. Bei dem Ausmaß der Zerstörung wird es Jahre dauern, bis alle Häuser wieder instand gesetzt sind.

Projekt „Aufwind - Deine Chance Ahrtal": Kinder und Jugendliche erhalten Raum zur Traumabewältigung und aktive Beteiligung am Wiederaufbau

Um Kindern und Jugendlichen einen Raum zur Traumabewältigung zu geben, hat ADRA das Projekt „Aufwind – Deine Chance Ahrtal“ ins Leben gerufen. Zwei Sozialarbeiterinnen beziehen die Kinder und Jugendlichen in den Wiederaufbau mit ein. Hier haben sie Raum, ihre Gedanken und Ideen frei zu äußern. Dazu finden verschiedene Beteiligungsaktionen statt, offline und online. Wir wollen Kinder und Jugendliche mit ihren Bedürfnissen ernst nehmen und denjenigen, die sich selbst keine Hilfe suchen können, eine Stimme im Wiederaufbau geben.

Nach der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Jahr 2021 haben viele Menschen ihr Zuhause verloren und konnten bis heute nicht zurückkehren. Neben dem sichtbaren Leid haben die Betroffenen auch seelische Wunden davongetragen. Es wird noch lange dauern, bis in den Hochwassergebieten wieder Normalität einkehrt. Wir dürfen die Menschen nicht vergessen und müssen weiter helfen.

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