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Unterstützung für Geflüchtete im Libanon
Nothilfe Nahost
Projektinfos
Libanon
- Bereitstellung von Lebensmittelhilfe für vom Konflikt betroffene Familien
- Projektnummer: 4650015
Die humanitäre Krise im Libanon verschärft sich
Seit der erneuten Eskalation des Krieges im Libanon Anfang März 2026 hat sich die humanitäre Lage stark verschlechtert. Luftangriffe und Kämpfe haben viele Menschen zur Flucht gezwungen. Besonders betroffen ist der Süden des Landes: Beirut, die Bekaa-Ebene und Mount Lebanon. Bis April 2026 wurden mehr als 1,2 Millionen Menschen vertrieben. Tausende Menschen wurden verletzt oder getötet. Allein am 8. April kamen bei schweren Luftangriffen über 300 Menschen ums Leben.
Viele Familien mussten ihre Häuser, Arbeitsplätze oder Felder verlassen und haben kein Einkommen mehr. Gleichzeitig steigen die Preise für Lebensmittel, Brot und Treibstoff stark an. Dadurch können sich viele Menschen nicht mehr genug Essen leisten. Besonders schwierig ist die Situation, weil der Libanon schon seit 2019 unter einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise leidet. Viele Menschen leben bereits in Armut und müssen wegen der Geldnot oft auf lebenswichtige Dinge wie Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel verzichten. Arzt- und Schulbesuche für ihre Kinder werden außerdem unerschwinglich. Die aktuelle Eskalation der Gewalt verschärft die Lage zusätzlich.1
Die Unterkünfte für Vertriebene sind oft überfüllt. Die Mehrheit der Binnengeflüchtete lebt in informellen Siedlungen oder anderen provisorischen Unterkünften.
Wie ADRA auf die humanitäre Krise im Libanon reagiert
ADRA führte im März 2026 eine Bedarfsanalyse in den Städten Beirut und Baabda durch. Dabei zeigte sich, dass Lebensmittelhilfe, Trinkwasser, Hygieneartikel und Notunterkünfte am dringendsten benötigt werden. In Absprache mit anderen Hilfsorganisationen unterstützt ADRA betroffene Familien mit Lebensmittelhilfe.
Insgesamt erhalten 1.094 Familien Lebensmittelgutscheine in Form elektronischer Karten, die sie in ausgewählten Lebensmittelgeschäften einlösen können. Diese Wertgutscheine helfen Familien dabei, Lebensmittel flexibel auf lokalen Märkten einzukaufen. So können sie selbst auswählen, welche frischen und passenden Lebensmittel sie benötigen. Dadurch verbessert sich ihre Ernährung, und sie behalten ein Stück Selbstbestimmung. ADRA hat viel Erfahrung mit Gutscheinprogrammen und sorgt für eine zuverlässige und wirksame Umsetzung der Hilfe.
Die Karten werden drei Mal aufgeladen und ermöglichen den Einkauf von Grundnahrungsmitteln für drei Monate.
Im Mittelpunkt der Hilfe stehen Binnenvertriebene, die außerhalb von Notunterkünften leben und kein oder kaum Einkommen haben. Es werden insbesondere von Frauen geführte Haushalte, schwangere und stillende Frauen sowie ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen unterstützt.
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230 Euro
ermöglichen einer Familie Nahrungsmittel für einen Monat
Die verwendeten Icons wurden
mithilfe der KI recraft.ai generiert.
Wieder zur Schule gehen
Der siebenjährige Junge Rami aus Baalbek musste mit seinen Eltern und Geschwistern vor den Bomben fliehen. „Ich hatte große Angst vor den lauten Explosionen“, erzählt er leise.
Als seine Familie ihr Zuhause überstürzt verlassen musste, blieb vieles zurück – auch Ramis Schulranzen. Darin lagen seine Hefte, seine Stifte und etwas ganz Besonderes: ein kleiner Teddybär, den ihm seine Lehrerin geschenkt hatte, nachdem er im Unterricht eine schwierige Matheaufgabe gelöst hatte. „Ich habe meinen Schulranzen vergessen … und meinen Teddy“, sagt Rami und wischt sich die Tränen aus dem Gesicht.
Heute lebt seine Familie in einer sichereren Gegend. Doch Rami wünscht sich vor allem eines: wieder zur Schule gehen zu können und seine Freunde zu sehen.
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- Letzte Aktualisierung:
- Autor: Pierre Schweitzer
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