Eine lächelnde Frau arbeitet in einem Obstgarten in Laos und hält eine reife Guave in der Hand. Um sie herum hängen weitere Früchte an den Bäumen.
Eine lächelnde Frau arbeitet in einem Obstgarten in Laos und hält eine reife Guave in der Hand. Um sie herum hängen weitere Früchte an den Bäumen.
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Neue Anbaumethoden für Bio-Lebensmittel in Laos

Seit meh­re­ren Jahren unter­stützt ADRA Bauernfamilien im Norden von Laos, um ihre Lebensbedingungen zu ver­bes­sern. In die­sem Projekt ler­nen 520 Familien aus 20 land­wirt­schaft­li­chen Organisationen, wie sie mit neu­en Anbaumethoden auch außer­halb der Saison Bio-Lebensmittel erzeu­gen und umwelt­freund­lich wirt­schaf­ten kön­nen. Schulungen zu Wassernutzung, Pflanzenschutz und Saatgutproduktion sowie die Verteilung von Saatgut ver­bes­sern die Ernten. Offizielle Zertifizierungsstellen wei­sen dann die Qualität der erzeug­ten Lebensmittel nach. Die land­wirt­schaft­li­chen Organisationen arbei­ten zusam­men, um neue Märkte für ihre Bio-Produkte zu fin­den.

Projektinfos

Nahrung, Einkommen, Umwelt
Laos
2025 – 2029
PROJEKTZIELE

So ist die Situation vor Ort

Laos gehört zu den ärme­ren Ländern in Südostasien. Rund zwei Drittel der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft, doch die Erträge und die Qualität blei­ben nied­rig. Gründe dafür sind ver­än­der­te Klimabedingungen, hohe Kosten für Betriebsmittel und Saatgut, feh­len­de moder­ne Maschinen, aus­ge­laug­te Böden und zu wenig Wissen über neue und umwelt­freund­li­che Anbaumethoden. Die knapp acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohner haben außer­dem nicht alle glei­cher­ma­ßen vom Wirtschaftswachstum in den letz­ten Jahren pro­fi­tiert. Vor allem die Menschen auf dem Land sind arm und haben kein Geld, um Investitionen in ihren land­wirt­schaft­li­chen Betrieben zu täti­gen. Landwirtinnen und Landwirte ver­wen­den oft che­mi­sche Düngemittel und Pestizide. Darunter lei­det jedoch die Umwelt, aber vor allem ihre Gesundheit sowie die der Menschen, die ihre Produkte kau­fen. 

Die lao­ti­sche Regierung möch­te eine nach­hal­ti­ge und kli­ma­freund­li­che Landwirtschaft för­dern und hat dafür Zertifizierungsstellen gegrün­det. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern haben auf­grund man­geln­den Wissens und man­geln­der finan­zi­el­ler Mittel Schwierigkeiten, die Anforderungen zu erfül­len oder ihre Produkte auf loka­len Märkten zu fai­ren Preisen zu ver­kau­fen. Gleichzeitig steigt der Wettbewerbsdruck durch gro­ße chi­ne­si­sche Betriebe, die güns­ti­ger und in höhe­ren Mengen pro­du­zie­ren. 

In einer frü­he­ren Projektphase unter­stütz­te ADRA die Gründung von 52 land­wirt­schaft­li­chen Organisationen in den Provinzen Xiengkhouang und Vientiane mit dem Ziel, die Produktion zu stei­gern und den Zugang zu Märkten durch kol­lek­ti­ve Verhandlungsmöglichkeiten zu ver­bes­sern. Die Organisationen befin­den sich noch in der Aufbauphase und brau­chen wei­ter Unterstützung, um die­se Ziele zu errei­chen.  

Wie ADRA vor Ort Hilft

In den Provinzen Xiengkhouang und Vientiane erhal­ten 520 Familien aus 20 land­wirt­schaft­li­chen Organisationen Unterstützung, um die not­wen­di­gen Voraussetzungen für eine erfolg­rei­che Umstellung auf den öko­lo­gi­schen Landbau zu erfül­lenZur Steigerung der Erträge wer­den aus­ge­wähl­te bio­lo­gi­sche Produkte auch außer­halb der übli­chen Saison ange­baut. Dabei wer­den gezielt Kulturen gewählt, die an die loka­len Klimabedingungen ange­passt sind und unter die­sen Bedingungen zuver­läs­sig wach­sen. Darüber hin­aus erfah­ren die Kleinbäue­rin­nen und Kleinbauern, wie sie neue Märkte für ihre hoch­wer­ti­gen Produkte fin­den und ihre unter­neh­me­ri­schen Fähigkeiten erwei­tern kön­nen. Das Projekt wird gemein­sam mit ört­li­chen Behördenden land­wirt­schaft­li­chen Organisationen, dem Privatsektor und der lao­ti­schen Hilfsorganisation SAEDA (Sustainable Agricultural and Environment Development Association) umge­setzt. Im Folgenden wer­den die wich­tigs­ten Hilfsmaßnahmen abge­bil­det.  

Die Hilfsmaßnahmen im Überblick

In den Provinzen Xiengkhouang und Vientiane erhal­ten 520 Familien aus 20 land­wirt­schaft­li­chen Organisationen Unterstützung.

a) Begleitung landwirtschaftlicher Organisationen auf dem Weg zum ökologischen Landbau

  • Vorstellung der Bio-Zertifizierungsanforderungen und fach­li­che Unterstützung bei der Anmeldung der eige­nen Erzeugnisse

  • Schulung über öko­lo­gi­sche Anbaumethoden

  • Schulung über nach­hal­ti­ge Bewässerungsmethoden durch die Anwendung von Regenwasser, Wasserspeicher und dür­re­resis­ten­ten Pflanzen

  • Ausstattung von zehn land­wirt­schaft­li­chen Organisationen mit Solaranlagen, Werkzeugen, Leitungen usw. für die Bewässerung der Felder

  • Bereitstellung von orga­ni­schem Dünger, Mulch und Bio-Pestiziden zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit

  • Verteilung von Bio-Saatgut für den Anbau von Gemüse, Obst, Reis und Mais

  • Schulung über die Produktion und Lagerung von loka­lem Bio-Saatgut

  • Vergabe von Zuschüssen für die Gründung land­wirt­schaft­li­cher Unternehmen, die inno­va­ti­ve und umwelt­freund­li­che Ideen ver­fol­gen

  • Förderung des Erfahrungsaustauschs zwi­schen bestehen­den und neu­en Bio-Landwirtinnen und ‑Landwirten

b) Faire Vermarktung der Bio-Produkte

  • Abschluss von Verträgen zwi­schen land­wirt­schaft­li­chen Organisationen und Einzel- und Großhändlern, um ihre Produkte zu einem fai­ren und sta­bi­len Preis zu ver­kau­fen

  • Vermittlung von prak­ti­schen Fähigkeiten, um eige­ne Produkte online zu ver­mark­ten

  • Entwicklung von Marketingstrategien mit den land­wirt­schaft­li­chen Organisationen

c) Förderung von unternehmerischen Fähigkeiten

  • Förderung moti­vier­ter jun­ger Bäuerinnen und Bauern in Führungspositionen inner­halb der land­wirt­schaft­li­chen Organisationen, um mehr Jugendliche und Frauen aus dem Projektgebiet ein­zu­be­zie­hen

  • Training für Frauen in land­wirt­schaft­li­chen Führungspositionen

  • Vernetzung der land­wirt­schaft­li­chen Organisationen mit natio­na­len Bauernvereinigungen, um den Zugang zu Informationen, Betriebsmitteln oder Finanzierungsmöglichkeiten zu ver­bes­sern

  • Schulung von Landwirtinnen und Landwirten in prak­ti­schen Kompetenzen wie IT, Arbeitsorganisation, Vertragsanbau, Landrechtsfragen sowie Dokumentation und Berichterstattung

Die Hilfsmaßnahmen im Überblick

In den Provinzen Xiengkhouang und Vientiane erhal­ten 520 Familien aus 20 land­wirt­schaft­li­chen Organisationen Unterstützung.

a) Begleitung land­wirt­schaft­li­cher Organisationen auf dem Weg zum öko­lo­gi­schen Landbau
  • Vorstellung der Bio-Zertifizierungsanforderungen und fach­li­che Unterstützung bei der Anmeldung der eige­nen Erzeugnisse 
  • Schulung über öko­lo­gi­sche Anbaumethoden  
  • Schulung über nach­hal­ti­ge Bewässerungsmethoden durch die Anwendung von Regenwasser, Wasserspeicher und dür­re­resis­ten­ten Pflanzen  
  • Ausstattung von zehn land­wirt­schaft­li­chen Organisationen mit Solaranlagen, Werkzeugen, Leitungen usw. für die Bewässerung der Felder 
  • Bereitstellung von orga­ni­schem Dünger, Mulch und Bio-Pestiziden zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit 
  • Verteilung von Bio-Saatgut für den Anbau von Gemüse, Obst, Reis und Mais  
  • Schulung über die Produktion und Lagerung von loka­lem Bio-Saatgut 
  • Vergabe von Zuschüssen für die Gründung land­wirt­schaft­li­cher Unternehmen, die inno­va­ti­ve und umwelt­freund­li­che Ideen ver­fol­gen 
  • Förderung des Erfahrungsaustauschs zwi­schen bestehen­den und neu­en Bio-Landwirtinnen und Landwirten 
b) Faire Vermarktung der Bio-Produkte
  • Abschluss von Verträgen zwi­schen land­wirt­schaft­li­chen Organisationen und Einzel- und Großhändlern, um ihre Produkte zu einem fai­ren und sta­bi­len Preis zu ver­kau­fen 
  • Vermittlung von prak­ti­schen Fähigkeiten, um eige­ne Produkte online zu ver­mark­ten 
  • Entwicklung von Marketingstrategien mit den land­wirt­schaft­li­chen Organisationen  
c) Förderung von unter­neh­me­ri­schen Fähigkeiten
  • Förderung moti­vier­ter jun­ger Bäuerinnen und Bauern in Führungspositionen inner­halb der land­wirt­schaft­li­chen Organisationen, um mehr Jugendliche und Frauen aus dem Projektgebiet ein­zu­be­zie­hen 
  • Training für Frauen in land­wirt­schaft­li­chen Führungspositionen 
  • Vernetzung der land­wirt­schaft­li­chen Organisationen mit natio­na­len Bauernvereinigungen, um den Zugang zu Informationen, Betriebsmitteln oder Finanzierungsmöglichkeiten zu ver­bes­sern 
  • Schulung von Landwirtinnen und Landwirten in prak­ti­schen Kompetenzen wie IT, Arbeitsorganisation, Vertragsanbau, Landrechtsfragen sowie Dokumentation und Berichterstattung 

Jetzt für Laos spenden

70 Euro

ermög­lich einer Landwirtin oder einem Landwirt eine Schulung in Betriebswirtschaft und Buchhaltung zu absol­vie­ren 

150 Euro

sichern den Bedarf einer land­wirt­schaft­li­chen Organisation an Reis‑, Gemüse‑, Obst- und Maissaatgut

350 Euro

decken den Bedarf einer land­wirt­schaft­li­chen Organisation an Biodünger für eine Erntesaison

Die ver­wen­de­ten Icons wur­den
mit­hil­fe der KI recraft.ai gene­riert.

Über Laos

Laos ist ein mit­tel­gro­ßer Staat in Asien. Das Land hat eine Fläche von 236.800 km², auf der ca. acht Millionen Menschen leben. Das Land grenzt an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar. Hauptstadt und größ­te Stadt ist Vientiane. Laos ist ein klei­nes, ber­gi­ges Land mit mehr als 10.000 länd­li­chen Dörfern.
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