ugendliche näht an einer Nähmaschine in einer Schulwerkstatt in der Westukraine im Rahmen des von ADRA unterstützten Bildungsprojekts.
ugendliche näht an einer Nähmaschine in einer Schulwerkstatt in der Westukraine im Rahmen des von ADRA unterstützten Bildungsprojekts.
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Kinder und Lehrkräfte in Kriegszeiten in der Ukraine begleiten

Das Bildungsprojekt in Lwiw wird erweitert

Seit 2022 unter­stützt ADRA gemein­sam mit dem Schulzentrum Marienhöhe aus Darmstadt Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte in Lwiw dabei, wie­der zu ler­nen und neue Perspektiven zu ent­wi­ckeln. Ab Oktober 2025 betei­li­gen sich auch Schulen in Tjatschiw und Tscherniwzi am Bildungsprojekt. Kinder aus armen Verhältnissen erhal­ten finan­zi­el­le Zuschüsse für die Schulgebühren. Jugendlichen wer­den Berufsberatungen und Fortbildungskurse ange­bo­ten. Zudem ermög­li­chen Freizeitaktivitäten Kindern ein Stück Normalität zurück­zu­ge­win­nen. Schließlich erhal­ten Schulkinder und Lehrkräfte auf Wunsch psy­cho­so­zia­le Hilfe. Das Projekt kommt rund 200 Menschen zugu­te.

Projektinfos

Nothilfe, Bildung
Ukraine
2025 – 2026
PROJEKTZIELE

Die humanitäre Situation in der Westukraine

Der andau­ern­de Krieg in der Ukraine belas­tet Familien im gan­zen Land. Viele Menschen aus den umkämpf­ten Gebieten haben im Westen Zuflucht gefun­den, doch auch hier sind die Folgen des Konflikts spür­bar. Luftangriffe, psy­chi­sche Belastungen und finan­zi­el­ler Unsicherheit sind all­ge­gen­wär­tig. Besonders Kinder und Jugendliche lei­den unter die­ser Situation. Schulen sind oft beschä­digt, es feh­len Lehrkräfte oder die­se sind selbst stark belas­tet, wäh­rend Kinder unter psy­chi­schem Stress lei­den und sozia­le Kontakte ver­mis­sen. Viele Familien kön­nen Bildung und Freizeitaktivitäten nicht aus­rei­chend finan­zie­ren, sodass sich die Kinder ein­sam füh­len und sich um ihre Zukunft sor­gen.

Seit 2022 unter­stützt das Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt gemein­sam mit ADRA die Arbeit der adven­tis­ti­schen Schule „Zhyve Slovo“ in Lwiw. Die Privatschule nimmt Kinder und Jugendliche auf, die vom Krieg betrof­fen sind oder aus sozi­al benach­tei­lig­ten und armen Verhältnissen stam­men. Sie bie­tet ihnen nicht nur eine qua­li­fi­zier­te schu­li­sche Bildung, son­dern auch Berufsorientierung und ein Stück Stabilität im belas­ten­den Alltag.

Gleichzeitig erhal­ten die Lehrkräfte im Rahmen eines psy­cho­so­zia­len Angebots Unterstützung, um Stress abzu­bau­en und belas­ten­de Erfahrungen zu ver­ar­bei­ten.

Wie drei Schulen in der Westukraine und ADRA Hilfe leisten

Inzwischen befin­det sich das Projekt in sei­ner vier­ten Phase. Seit Oktober 2025 neh­men zwei wei­te­re Schulen aus den Regionen Tjatschiw und Tscherniwzi dar­an teil. Das gemein­sa­me Ziel die­ser Schulen ist es, Kindern und Jugendlichen aus kriegs­be­trof­fe­nen Gebieten in der Ukraine nicht nur eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Bildung zu ermög­li­chen, son­dern sie auch früh­zei­tig auf ihre beruf­li­che Zukunft vor­zu­be­rei­ten. Im Folgenden wer­den die Projektmaßnahmen näher erläu­tert.

Eine gute Bildung für alle

8Im Rahmen die­ses Projekts wird die Schulbildung von ins­ge­samt 18 Kindern aus armen Familien aus der Ost- und Westukraine, bezu­schusst. ADRA über­nimmt dabei 50 Prozent der Schulgebühren für jeweils sechs Kinder pro Partnerschule. Diese Maßnahme trägt dazu bei, dass die aus­ge­wähl­ten Kinder wei­ter­hin eine gute Bildung erhal­ten und deren Familien sich an den Kosten betei­li­gen. Der Unterricht erfolgt in Präsenz oder online, je nach Sicherheitslage, um eine unun­ter­bro­che­ne Schulbildung zu gewähr­leis­ten.

Berufsorientierung für Jugendliche

In den drei Partnerschulen erhal­ten 120 Jugendliche ers­te Einblicke in die beruf­li­che Praxis. In Lwiw wird das Radiostudio wei­ter betrie­ben. Interessierte Schülerinnen und Schüler kön­nen prak­ti­sche Medienerfahrungen sam­meln sowie beruf­li­che Interessen ent­wi­ckeln. Sie ler­nen eige­ne Inhalte zu pro­du­zie­ren und zu sen­den. In der Schule aus der Region Tjatschiw wird ein Kochstudio und in der Schule aus der Region Tscherniwzi eine Nähwerkstatt ein­ge­rich­tet. Diese Kurse wer­den in dem regu­lä­ren Unterricht inte­griert, um die Beteiligung der Jugendlichen zu gewähr­leis­ten.

Darüber hin­aus kön­nen sie ihre neu erlern­ten Fähigkeiten im Rahmen von Freizeitaktivitäten anwen­den, üben und ver­tie­fen.

Psychosoziale Unterstützung

Das Projekt schafft siche­re Lernorte, die Zuversicht und Hoffnung für die Zukunft geben. Durch die prak­ti­schen Übungen und Freizeitaktivitäten ler­nen Kinder und Jugendliche mit Unsicherheiten umzu­ge­hen, im Team zu arbei­ten und nach Lösungen zu suchen. Rund 60 Lehrkräfte erhal­ten durch Fortbildungen und den Austausch mit ande­ren Kolleginnen und Kollegen hilf­e­rei­che Unterstützung und neue Methoden für ihre Arbeit. Zusätzlich ste­hen die ADRA-Mitarbeitenden den Lehrkräften und Schulkindern für Gespräche zur Verfügung und bie­ten psy­cho­so­zia­le Hilfe an.

Darüber hin­aus kön­nen sie ihre neu erlern­ten Fähigkeiten im Rahmen von Freizeitaktivitäten anwen­den, üben und ver­tie­fen.

Schülerin sammelt praktische Erfahrungen an einer Nähmaschine im Berufsorientierungsprogramm von ADRA in der Ukraine.
Kinder basteln Sterne aus Papier und Glitzer in einer Schule in der Westukraine im Rahmen des ADRA-Bildungsprojekts.

Langfristige Wirkung des Projektes

Schließlich dient das Projekt als Brücke zwi­schen kurz­fris­ti­ger Nothilfe und der Gewährleistung einer guten lang­fris­ti­gen Bildung im Westen der Ukraine, indem es Kindern Orientierung, Lehrkräften Unterstützung und Schulen trag­fä­hi­ge Modelle für lang­fris­ti­ge Veränderung bie­tet.
Von den Maßnahmen pro­fi­tie­ren ca. 200 Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte.

Jetzt für die Ukraine spenden

20 Euro

ermög­li­chen Lehrkräften oder Schulkindern eine Sitzung bei einer psy­cho­lo­gi­schen Fachkraft wahr­zu­neh­men

82 Euro

decken 50 Prozent der Schulgebühren für ein Kind für einen Monat in einer Privatschule

Die ver­wen­de­ten Icons wur­den
mit­hil­fe der KI recraft.ai gene­riert.

Über Ukraine

Am 24. Februar 2022 über­fiel Russland die Ukraine. Seitdem befin­det sich das Land unter rus­si­schem Beschuss. Die Kämpfe hal­ten wei­ter­hin an. Die Kampfhandlungen haben die größ­te Flüchtlingskrise welt­weit seit dem zwei­ten Weltkrieg aus­ge­löst. Mehr als 13 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer haben ihr Zuhause ver­las­sen und inner­halb oder außer­halb des Landes Zuflucht gefun­den. In die­ser schwe­ren Zeit unter­stützt ADRA die Menschen mit ver­schie­de­nen Projekten, ihren Alltag bes­ser zu bewäl­ti­gen.

Partner und Förderung

Das Projekt wird unter­stützt durch das Schulzentrum Marienhöhe und ADRA.
Schulzentrum Marienhöhe Logo
Schulzentrum Marienhöhe Logo

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