30 Hilfsorganisationen und Prominente machen auf Krisen im Libanon, Südsudan und Bangladesch aufmerksam
30 Hilfsorganisationen und Prominente machen auf Krisen im Libanon, Südsudan und Bangladesch aufmerksam
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Mit Bildung Menschenleben im Libanon verändern

Ohne Schule läuft es nicht

Gemeinsam mit der schwe­di­schen Stiftung Radiohjälpen und ADRA Schweden, küm­mert sich ADRA Deutschland um ver­ges­se­ne Kinder im Libanon. Aufgrund der anhal­ten­den Wirtschaftskrise im Land, schi­cken immer weni­ger Eltern ihre Kinder in die Schule. Vielmehr müs­sen die Kinder arbei­ten, um ihre Familien zu unter­stüt­zen. Um die­sen Entwicklungen ent­ge­gen­zu­wir­ken, bie­tet ADRA in zwei neu­en Lernzentren Nachholkurse für 1.500 liba­ne­si­sche und syri­sche Kinder an, die die Schule auf­grund der pre­kä­ren wirt­schaft­li­chen Lage abge­bro­chen haben. In geschütz­ten Räumen kön­nen sie die ver­lo­re­ne Zeit nach­ho­len und psy­cho­so­zia­le Hilfe erhal­ten.

Dieses Projekt ist bereits abge­schlos­sen.

Projektinfos

Bildung
Libanon
Aug 2022 – Jul 2023
PROJEKTZIELE

Der Libanon steckt in einer tiefen Krise

Der Libanon steckt in der schwers­ten Wirtschaftskrise sei­ner Geschichte. Einem Bericht von UNICEF zufol­ge, lebt 84 Prozent der Bevölkerung (ca. 4,5 Millionen Menschen) in Armut. So sind laut dem UNICEF Bericht 70 Prozent der Familien gezwun­gen Kredite auf­zu­neh­men, um Lebensmittel kau­fen zu kön­nen. Unter die­ser Situation lei­den beson­ders die Kinder. Seit Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 sind mehr als 1,2 Millionen Kinder im Libanon nicht zur Schule gegan­gen. Eltern schaf­fen es nicht mehr, die Schul- und Transportkosten ihrer Kinder zu bezah­len. Viele von ihnen müs­sen arbei­ten, um ihre Familien zu unter­stüt­zen. Viele Geflüchtete aus Syrien haben in den letz­ten Jahren im Libanon Zuflucht gefun­den. Auch sie und ihre Kinder spü­ren die Folgen der Wirtschaftskrise. Den Eltern fällt es immer schwe­rer, ihren Kindern eine unbe­schwer­te Kindheit zu ermög­li­chen.

ADRA möch­te die­sen Zustand nicht hin­neh­men und setzt sich in die­sem Projekt für die Gesundheit, das Wohlergehen und die Bildung von 1.500 liba­ne­si­schen und syri­schen Kindern ein.  

Eine Lehrkraft im Lernzentrum in Libanon während dem Unterricht
Schulkinder erhalten neue Schreibmaterialien im Lernzentrum in Libanon.
Schulkinder beim Lernen im Zentrum in Libanon

ADRA investiert in die Zukunft

Seit 2016 för­dert ADRA in drei Lernzentren im Libanon die Bildung von Kindern mit Lernschwierigkeiten aus. Seit kur­zem bie­tet ADRA in zwei neu­en Einrichtungen Nachholkurse für 1.500 liba­ne­si­sche und syri­sche Kinder zwi­schen 7 und 14 Jahren an, die die Schule abge­bro­chen haben. Sie sind einem hohen Risiko aus­ge­setzt, in Kinderarbeit, frü­he Heirat und ande­re Formen von Missbrauch und Ausbeutung zu gera­ten. ADRA sorgt dafür, dass sie wie­der zur Schule gehen kön­nen. In geschütz­ten Räumen neh­men sie an Kursen teil, um den ver­pass­ten Lernstoff nach­zu­ho­len. In den Lernzentren erhal­ten die Schülerinnen und Schüler Lernmaterial, ein­schließ­lich Schreibwaren, da sich die Familien die­se nicht leis­ten kön­nen. ADRA bie­tet auch täg­lich nahr­haf­te Snacks an, damit sie mehr Energie haben und sich beim Lernen kon­zen­trie­ren kön­nen.

In wöchent­li­chen Gesprächen mit Eltern und ande­ren Organisationen wer­den die wich­tigs­ten Bedürfnisse der Kinder und deren Familien ana­ly­siert. So kann ADRA eine Familie, die finan­zi­el­le Schwierigkeiten hat, an eine Organisation ver­wei­sen, die mit Lebensmitteln oder Bargeld hel­fen kann. ADRA über­nimmt die Transportkosten für die­je­ni­gen, die sich die Fahrt bis zum Lernzentrum nicht leis­ten kön­nen. Mit der Unterstützung der Familien wird sicher­ge­stellt, dass die Kinder das Lernzentrum flei­ßig besu­chen und nicht wie­der arbei­ten gehen.

Zugleich haben wir für die Kinder und ihre Geschichten ein offe­nes Ohr. Die Schülerinnen und Schüler kön­nen in ihrem Alltag eine psy­cho­so­zia­le Unterstützung erhal­ten. Die zustän­di­ge Kolleginnen und Kollegen sind über ihre Mobiltelefone für sie jeder­zeit erreich­bar und küm­mern sich um ihre Belange. Kinder die krank sind, wer­den an Ärztinnen und Ärzte ver­wie­sen, die wei­ter­hel­fen kön­nen.

Die Lernzentren sor­gen dafür, dass jeder die Chance hat, in die­ser schwie­ri­gen Zeit eine Ausbildung zu erhal­ten. In einer glück­li­chen und geschütz­ten Umgebung ent­wi­ckeln die Kinder ihre Fähigkeiten wei­ter. Am Ende der Projektlaufzeit keh­ren die jun­gen Lernenden wie­der in die Schule zurück.

Wir kön­nen die Krise im Land nicht been­den. Gemeinsam mit unse­ren Partnern, Spenderinnen und Spendern kön­nen wir aber das Leben der Kinder lang­fris­tig ver­bes­sern.

Bild

Mit 12 Euro unterstützen Sie die Bildung und Ernährung von Kindern im Libanon!

Mit die­sem Betrag kön­nen wir sicher­stel­len, dass ein Kind eine gan­ze Woche lang mit einer nähr­stoff­rei­chen Mahlzeit ver­sorgt wird.

Jetzt für den Libanon spenden

55 Euro

für ein Schulkind, um einen Monat lang eine nähr­stoff­rei­che Mahlzeit genie­ßen zu kön­nen

120 Euro

für ein Kind, um ein Jahr lang mit Lernmaterial im ADRA-Lernzentrum ver­sorgt zu wer­den

Die ver­wen­de­ten Icons wur­den
mit­hil­fe der KI recraft.ai gene­riert.

Über Libanon

Der Libanon war für sei­ne poli­ti­sche und wirt­schaft­li­che Stabilität einst als „Schweiz des Orients“ bekannt. Seit dem liba­ne­si­schen Bürgerkrieg (1975–1990) hat sich das Leben der Menschen im Land ver­schlech­tert. Die Kluft zwi­schen Arm und Reich hat sich ver­grö­ßert und das poli­ti­sche System ist durch Korruption und Klientelismus gelähmt. Seit 2018 erlebt das Land die schlimms­te Wirtschaftskrise sei­ner Geschichte. Über drei Viertel der Bevölkerung lebt in Armut und kann sich kei­ne regel­mä­ßi­ge Mahlzeit leis­ten. Die Menschen brau­chen unse­re Unterstützung.

Partner und Förderung

Dieses Projekt wird unter­stützt von Radiohjälpen, Aktion Deutschland Hilft e.V. und dem ADRA-Netzwerk (ADRA Schweden, ADRA International, ADRA Italien, ADRA Niederlande).

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