Zwei Kinder stehen vor einer Mauer, eines davon hebt das Bein nach hinten hoch, ein weiteres Kind versucht sich auf die Mauer zu setzen, auf der ein anderes Kind bereits sitzt

Mekele Kinderklinik

Kindern schnell und kompetent in Äthiopien helfen

Zwei Kinder stehen vor einer Mauer, eines davon hebt das Bein nach hinten hoch, ein weiteres Kind versucht sich auf die Mauer zu setzen, auf der ein anderes Kind bereits sitzt

Mekele Kinderklinik

Kindern schnell und kompetent in Äthiopien helfen

Die Augen sind glasig, das Kind sitzt teilnahmslos in der Ecke und vielleicht kommt noch Fieber oder ein Ausschlag hinzu. Wer Kinder hat, kennt die Ungewissheit bei Symptomen wie diesen. Was sorgt gerade dafür, dass es meinem Kind schlecht geht? Eine harmlose Erkältung, eine Grippe oder gar eine Kinderkrankheit? Glücklicherweise gibt es zahlreiche Kinderärzte, bei denen wir schnell kompetente Hilfe erhalten. Doch viele Eltern auf der Welt haben dieses Privileg nicht. Vorhandene Kliniken sind oft kilometerweit entfernt oder völlig überlaufen. So ist es auch im äthiopischen Mekele. Dort gibt es zwar eine Klinik in Zentrumsnähe, die sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert hat, doch benötigt diese dringend medizinisches Equipment, um die Kinder adäquat behandeln zu können. ADRA unterstützt die Kinderklinik, damit Kinder – und ihre Mütter – dort schnell kompetente Hilfe bekommen.

Projektinfos

Gesundheit

Äthiopien

Jan 2019 - Dez 2022

PROJEKTZIELE

Mekele liegt im Hochland der Provinz Tigray, im Norden Äthiopiens nahe der Grenze zu Eritrea. Die Stadt ist ca. 500 km Luftlinie von der Hauptstadt Addis Abeba entfernt. Mekele hat über 300.000 Einwohner. In letzter Zeit wurde über Tigray vor allem im Zusammenhang mit dem schwelenden Bürgerkrieg gesprochen. Der Konflikt zwischen der äthiopischen Regierung und der regionalen Partei Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) dauert nun  schon über ein Jahr an und konzentriert sich vor allem auf den Norden Äthiopiens, auf die Provinz Tigray und die umliegenden Regionen. Die humanitäre Situation vor Ort ist weiterhin angespannt. Die Versorgung Notleidender ist schwierig, der äthiopischen Regierung wurde wiederholt vorgeworfen, Hilfslieferung nach Tigray zu blockieren. Neben dem Mangel an Essen, Wasser und Unterkünften ist auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung ein Problem. ADRA unterstützt die Mekele Seventh Day Adventist Clinic, um möglichst vielen Menschen – vor allem Kindern – eine adäquate medizinische Versorgung zu ermöglichen.

Eine Kinderklinik mit Tradition

Die Mekele Seventh Day Adventist Clinic liegt in Mekele City und wurde vor mehr als 40 Jahren gegründet. Sie wurde von Missionsärztinnen und -ärzten und Krankenschwestern und -pflegern aus den USA, den Philippinen und anderen Ländern geführt. Das bei der Bevölkerung beliebte Krankenhaus bietet allgemeine medizinische Versorgung und hat sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert. Auch ärmere Patienten können sich hier behandeln lassen. Die Klinik genießt einen guten Ruf und wird gern von der Bevölkerung aufgesucht, zumal sie recht zentral liegt. Die Kinderklinik wird von einem renommierten Kinderarzt geleitet, der auch noch am College of Health Sciences der Mekele University unterrichtet.

Leider war bis vor kurzem die Ausstattung der Klinik komplett veraltet. Medizinische Geräte und Laboreinrichtung mussten dringend renoviert werden. Es fehlte an:

  • Radiologische Diagnosemöglichkeiten
  • Wasserversorgung
  • Zimmer für stationäre Aufnahmen
  • Sitzgelegenheiten für wartende Patientinnen und Patienten
  • Aufenthaltsraum für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Spender sichern neues Equipment für die Kinderklinik

Dank der tatkräftigen Unterstützung durch unsere Spenderinnen und Spender konnte ADRA viele Missstände beheben. Unter anderem wurden neue medizinische Geräte, Laborausrüstung und Materialien erworben, Personal für die Verwendung der neuen Ausstattung ausgebildet, alle Klinik- und Toilettenräume renoviert und Mütter wurden in Themen wie Gesundheit, Ernährung und Hygiene geschult. Rund 12.000 Kinder können nun in Mekele und Umgebung wieder adäquat behandelt werden.

Ein lächelnder Junge sitzt auf einem Stuhl und untersucht sich mit einem Stethoskop, welches er in beiden Ohren trägt
Drei Kinder und ein Kleinkind halten sich im Arm und schauen in die Kamera

Nach dem Krieg ist vor der Hilfe

Leider ging der Krieg in der Region Tigray auch an der Hauptstadt Mekele nicht spurlos vorbei. Noch mehr Menschen – Erwachsene wie Kinder – benötigen kompetente medizinische Versorgung, doch diese kann nicht vollständig abgedeckt werden. Um noch mehr Menschen versorgen zu können, möchte die Klinik in Mekele ihre Kapazitäten weiter aufstocken.

Einrichtung eines Röntgenraums sowie Ausstattung mit Sitzmöbeln

Ein digitales Röntgengerät bietet endlich qualitativ hochwertige Röntgendienstleistungen in einem speziellen Röntgenraum. Außerdem wird der Wartebereich der Kinderklinik mit Sitzplätzen aufgestockt. Bislang mussten viele der wartenden Patientinnen und Patienten stundenlang stehen, bis sie an die Reihe kamen. Eine ausreichende Wasserversorgung für die sanitären Einrichtungen verbessert auch die Hygiene und damit die Sicherheit im Krankenhaus.

Aufgrund des starken Patientenansturms wird auch das Ärzteteam aufgestockt. Ein weiterer Teilzeit-Kinderarzt sowie andere Mediziner bereichern das Team der Mekele Seventh Day Adventist Clinic in Zukunft.

Ein Lageplan zeigt auf, wie das Grundstück weiter effektiv genutzt werden und die Klinik zu einem Gesundheitszentrum für Mütter und Kinder aufgestockt werden kann.

Jetzt für Äthiopien spenden

62 Euro

für Sitzgelegenheiten für den Wartebereich

155 Euro

für eine Untersuchungsliege

620 Euro

für eine Wasserpumpe

Auf lange Sicht profitiert die ganze Region

Der Ausbau des Krankenhauses kommt der ganzen Region zugute.  Pro Tag kann die Klinik nun 120 – 140 Patientinnen und Patienten – vor allem Kinder – adäquat betreuen.

Über Äthiopien

Der Binnenstaat am Horn von Afrika hat über 100 Mio. Einwohner, das sind ca. 40 Prozent mehr Menschen, als in Deutschland. Noch immer lebt rund 30 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.

Partner und Förderung

ADRA Deutschland e.V. primär Logo
ADRA Deutschland e.V. primär Logo
Ein Kleinkind sitzt auf dem Schoß der Mutter vor einer Regenbogenwand, während ein Arzt im weißen Kittel, das Kind mit einem Stethoskop untersucht
Eltern warten mit ihren Kindern auf den Arm im Außenbereich einer Kinderklink
zwei Mütter sitzen vor einer Kinderklink auf einer Stufe und füttern ihre Kinder mit einem Saft

Teilen auf:

Helfen Sie Menschen in Not durch eine Spende. Gezielt können Sie Projekte und Kampagnen unterstützen.

Sie suchen ein Geschenk für jemanden? Wie wäre es mit einem Geschenk aus unserem ADRA-Spendenshop?

Weitere Projekte | ADRA Deutschland e.V.

Vier junge Schüler in Somalia mit ihren hellblauen Rucksäcken, sind auf dem Weg zur Schule.
Projekte

Bildung in Somalia lässt Träume wachsen

In den letzten Jahrzehnten konnte ADRA mit der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender mehr als 50 Schulen in Somalia aus- und aufbauen. Der Bedarf ist groß, nur wenige Menschen können lesen oder schreiben. Die Analphabetenrate in Somalia liegt bei über 60 Prozent und ist damit eine der höchsten weltweit. › mehr dazu

Ein Bauer aus Laos sitzt der Hocke hinter seiner Ernte.
Projekte

Natur in Laos schonen und mehr ernten

Im Norden von Laos unterstützt ADRA 52 Bauernkooperativen mit modernen Anbaumethoden und hilft ihnen, eine umweltfreundliche Landwirtschaft zu betreiben. Das Ziel ist es, Wasser, Weideland und Wälder zu schonen und die Qualität der Ernteerträge zu steigern. Dafür werden Schulungen angeboten und Saatgut verteilt. › mehr dazu

Eine ADRA-Mitarbeiterin hilft einer Gruppe von Frauen mit Kindern in Afghanistan die Formulare für Lebensmittelpakete auszufüllen
Projekte

Lebensmittelpakete retten Menschenleben in Afghanistan

In Afghanistan häufen sich die Krisen. Ende Juni 2022 hat ein schweres Erdbeben den Osten des Landes erschüttert. Den Menschen fehlt es an Wasser, Nahrung und sicheren Unterkünften. Als Reaktion auf die Not unterstützt ADRA bedürftige Familien mit Lebensmittelpaketen im Rahmen eines dreimonatigen Projekts. › mehr dazu

Skip to content