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Kinder und Lehrkräfte in Kriegszeiten in der Ukraine begleiten
Das Bildungsprojekt in Lwiw wird erweitert
Projektinfos
Ukraine
- 15 Kinder aus sozial benachteiligten Familien und aus kriegsbetroffenen Gebieten erhalten eine gute Bildung
- Jugendliche sammeln erste Berufserfahrungen und bereiten sich auf das Leben nach der Schule vor
- Kinder und Lehrkräfte wissen mit Unsicherheiten und Stress umzugehen
- Projektnummer: 7940198
Die humanitäre Situation in der Westukraine
Der andauernde Krieg in der Ukraine belastet Familien im ganzen Land. Viele Menschen aus den umkämpften Gebieten haben im Westen Zuflucht gefunden, doch auch hier sind die Folgen des Konflikts spürbar. Luftangriffe, psychische Belastungen und finanzieller Unsicherheit sind allgegenwärtig. Besonders Kinder und Jugendliche leiden unter dieser Situation. Schulen sind oft beschädigt, es fehlen Lehrkräfte oder diese sind selbst stark belastet, während Kinder unter psychischem Stress leiden und soziale Kontakte vermissen. Viele Familien können Bildung und Freizeitaktivitäten nicht ausreichend finanzieren, sodass sich die Kinder einsam fühlen und sich um ihre Zukunft sorgen.
Seit 2022 unterstützt das Schulzentrum Marienhöhe in Darmstadt gemeinsam mit ADRA die Arbeit der adventistischen Schule „Zhyve Slovo“ in Lwiw. Die Privatschule nimmt Kinder und Jugendliche auf, die vom Krieg betroffen sind oder aus sozial benachteiligten und armen Verhältnissen stammen. Sie bietet ihnen nicht nur eine qualifizierte schulische Bildung, sondern auch Berufsorientierung und ein Stück Stabilität im belastenden Alltag.
Gleichzeitig erhalten die Lehrkräfte im Rahmen eines psychosozialen Angebots Unterstützung, um Stress abzubauen und belastende Erfahrungen zu verarbeiten.
Wie drei Schulen in der Westukraine und ADRA Hilfe leisten
Inzwischen befindet sich das Projekt in seiner vierten Phase. Seit Oktober 2025 nehmen zwei weitere Schulen aus den Regionen Tjatschiw und Tscherniwzi daran teil. Das gemeinsame Ziel dieser Schulen ist es, Kindern und Jugendlichen aus kriegsbetroffenen Gebieten in der Ukraine nicht nur eine qualitativ hochwertige Bildung zu ermöglichen, sondern sie auch frühzeitig auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. Im Folgenden werden die Projektmaßnahmen näher erläutert.
Eine gute Bildung für alle
Im Rahmen dieses Projekts wird die Schulbildung von insgesamt 15 Kindern aus armen Familien aus der Ost- und Westukraine, bezuschusst. ADRA übernimmt dabei 50 Prozent der Schulgebühren für jeweils drei Kinder pro Partnerschule. Diese Maßnahme trägt dazu bei, dass die ausgewählten Kinder weiterhin eine gute Bildung erhalten und deren Familien sich an den Kosten beteiligen. Der Unterricht erfolgt in Präsenz oder online, je nach Sicherheitslage, um eine ununterbrochene Schulbildung zu gewährleisten.
Berufsorientierung für Jugendliche
In den drei Partnerschulen erhalten 120 Jugendliche erste Einblicke in die berufliche Praxis. In Lwiw wird das Radiostudio weiter betrieben. Interessierte Schülerinnen und Schüler können praktische Medienerfahrungen sammeln sowie berufliche Interessen entwickeln. Sie lernen eigene Inhalte zu produzieren und zu senden. In der Schule aus der Region Tjatschiw wird ein Kochstudio und in der Schule aus der Region Tscherniwzi eine Nähwerkstatt eingerichtet. Diese Kurse werden in dem regulären Unterricht integriert, um die Beteiligung der Jugendlichen zu gewährleisten.
Darüber hinaus können sie ihre neu erlernten Fähigkeiten im Rahmen von Freizeitaktivitäten anwenden, üben und vertiefen.
Psychosoziale Unterstützung
Das Projekt schafft sichere Lernorte, die Zuversicht und Hoffnung für die Zukunft geben. Durch die praktischen Übungen und Freizeitaktivitäten lernen Kinder und Jugendliche mit Unsicherheiten umzugehen, im Team zu arbeiten und nach Lösungen zu suchen. Lehrkräfte erhalten durch Fortbildungen und den Austausch mit anderen Kolleginnen und Kollegen hilfereiche Unterstützung und neue Methoden für ihre Arbeit. Zusätzlich stehen die ADRA-Mitarbeitenden den Lehrkräften und Schulkindern für Gespräche zur Verfügung und bieten psychosoziale Hilfe an.
Darüber hinaus können sie ihre neu erlernten Fähigkeiten im Rahmen von Freizeitaktivitäten anwenden, üben und vertiefen.
Langfristige Wirkung des Projektes
Schließlich dient das Projekt als Brücke zwischen kurzfristiger Nothilfe und der Gewährleistung einer guten langfristigen Bildung im Westen der Ukraine, indem es Kindern Orientierung, Lehrkräften Unterstützung und Schulen tragfähige Modelle für langfristige Veränderung bietet. Von den Maßnahmen profitieren 195 Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte.
Jetzt für die Ukraine spenden
20 Euro
ermöglichen Lehrkräften oder Schulkindern eine Sitzung bei einer psychologischen Fachkraft wahrzunehmen
82 Euro
decken 50 Prozent der Schulgebühren für ein Kind für einen Monat in einer Privatschule
Die verwendeten Icons wurden
mithilfe der KI recraft.ai generiert.
Über Ukraine
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- Letzte Aktualisierung:
- Autor: Pierre Schweitzer
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Kinder und Lehrkräfte in Kriegszeiten in der Ukraine begleiten
Seit 2022 unterstützt ADRA gemeinsam mit dem Schulzentrum Marienhöhe aus Darmstadt Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte in Lwiw dabei, wieder zu lernen und neue Perspektiven zu entwickeln. Ab Oktober 2025 beteiligen sich auch Schulen in Tjatschiw und Tscherniwzi am Bildungsprojekt. Kinder aus armen Verhältnissen erhalten finanzielle Zuschüsse für die Schulgebühren. Jugendlichen werden Berufsberatungen und Fortbildungskurse angeboten. › mehr dazu

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