Teilnehmerin einer ADRA-Schulung zur vorausschauenden Katastrophenhilfe in Indien macht aufmerksam Notizen.
Teilnehmerin einer ADRA-Schulung zur vorausschauenden Katastrophenhilfe in Indien macht aufmerksam Notizen.
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Indien: Mit vorausschauender Katastrophenhilfe Leben retten

Katastrophenhilfe und ‑vorsorge sind zwei Seiten derselben Medaille

ADRA will bei Katastrophen schnel­ler hel­fen kön­nen. Indien ist oft von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdbeben oder Zyklonen betrof­fen. Damit Menschen mög­lichst schnell Hilfe bekom­men, arbei­tet ADRA mit Lieferanten und Transportunternehmen zusam­men. Vereinbarungen wer­den getrof­fen, um Hilfsgüter mit lan­ger Haltbarkeit, wie Zelte oder Hygienesets, im Voraus an bestimm­ten Orten im Land zu lagern. Ziel ist es, im Falle einer Katastrophe inner­halb von 72 Stunden lebens­ret­ten­de Hilfe zu leis­ten. Durch die früh­zei­ti­ge Beschaffung von Hilfsgütern bleibt genü­gend Zeit, um gute und erprob­te Produkte aus­zu­wäh­len, die die Qualität der künf­ti­gen Nothilfe gewähr­leis­ten.

Projektinfos

Katastrophenvorsorge
Indien
2025 – 2026
PROJEKTZIELE

Hoher Bedarf an vorrauschender Katastrophenhilfe in Indien

Indien ist durch sei­ne geo­gra­phi­sche Lage und die Folgen des Klimawandels beson­ders für Naturkatastrophen anfäl­lig. Das Land liegt am Schnittpunkt ver­schie­de­ner tek­to­ni­scher Platten, was zu häu­fi­gen Erdbeben führt. Durch die lan­ge Küste, die sich über 7.000 Kilometer erstreckt, sind vie­le Menschen der Gefahr von Überschwemmungen und Zyklone aus­ge­setzt. Der Monsun, der lebens­wich­ti­ges Wasser für Mensch und Natur bringt, kann ver­hee­ren­de Flogen haben, wenn er zu stark oder zu unzu­rei­chend aus­fällt. Zuletzt erleb­te der indi­sche Bundestaat Kerala im Jahr 2019 eine schwe­re Flutkatastrophe, die durch star­ke Monsunregen aus­ge­löst wur­de. Die Flut kos­te­te hun­der­te von Menschleben und ver­ur­sach­te vie­le Schäden an Landwirtschaft und Infrastruktur wie Straßen und Dämme. ADRA war vor Ort und unter­stüt­ze die Betroffenen, sich von der Katastrophe zu erho­len. 

Nun setzt ADRA mit die­sem Projekt auf Katastrophenprävention, um die Bevölkerung bes­ser vor Natur oder Menschen beding­ten Krisen zu schüt­zen. 

Wie ADRA vorausschauende Katastrophenhilfe umsetzt

ADRA plant Hilfsgüter an stra­te­gi­schen Orten in Indien vor­zu­la­gern, um die­se im Falle einer Katastrophe schnell an die betrof­fe­ne Bevölkerung ver­tei­len zu kön­nen. Diese vor­aus­schau­en­de Maßnahme, auch Pre-Positioning genannt, zielt auf eine bes­se­re Vorbereitung auf Notfälle ab und ver­bes­sert die huma­ni­tä­re Hilfe vor Ort. 

Besonders in den ers­ten 72 Stunden nach einer Katastrophe ist eine schnel­le Hilfe ent­schei­dend. In die­ser Phase geht oft viel Zeit durch Logistikaufbau, Beschaffung und Organisation ver­lo­ren. Pre-Positioning soll hel­fen, die­se Lücke zu schlie­ßen. Daher wer­den lang­le­bi­ge Hilfsgüter wie Hygienesets, Zelte, Decken, Kleidung oder Taschenlampen an vier Standorten im Norden, Süden, Westen und Osten des Landes (in Delhi, Kalkutta, Guwahati und Chennai) gela­gert, um Transportzeiten zu redu­zie­ren und mehr Menschen zu errei­chen. Mit aus­ge­wähl­ten Anbietern wer­den Verträge über zwei Jahre abge­schlos­sen. Diese beinhal­ten fes­te Preise und die Verpflichtung zur Lieferung inner­halb von 24 Stunden im Notfall. Vor Vertragsabschluss und vor jeder Lieferung wer­den Muster geprüft und Qualitätskontrollen durch­ge­führt. Nach einem Einsatz wird das Lager schnell wie­der auf­ge­füllt..  

Ferner wird ein Netzwerk geschul­ter Einsatzkräfte auf­ge­baut, das sofort bei einer Katastrophe mit­hel­fen kann.  

ADRA Indien plant, die­ses Projekt in den kom­men­den drei Jahren pilot­wei­se umzu­set­zen. Vor Beginn der Monsunzeit sol­len die aus­ge­wähl­ten Hilfsgüter in aus­rei­chen­der Menge vor­rä­tig sein. Ziel ist es, bei künf­ti­gen Katastrophen, spä­tes­tens inner­halb von 72 Stunden mit Hilfsmaßnahmen zu begin­nen und 1.000 Menschen zu errei­chen.  

Jetzt für Indien spenden

6 Euro

ermög­li­chen Hygieneartikel wie Seife, Shampoo, Zahnbürste, Zahnpasta, Handtuch und Damenbinden für eine Person zu lagern 

30 Euro

ermög­li­chen einer Person sich in den ers­ten Tagen nach einer Katastrophe lebens­not­wen­di­ge Artikel wie Lebensmittel zu kau­fen. 

Die ver­wen­de­ten Icons wur­den
mit­hil­fe der KI recraft.ai gene­riert.

Über Indien

Mehr als 1,4 Milliarden Menschen leben in Indien. Es ist das bevöl­ke­rungs­reichs­te Land der Welt und die fünft­größ­te Volkswirtschaft. In den letz­ten Jahren haben extre­me Wetterereignisse wie Wirbelstürme, Überschwemmungen und Erdrutsche gro­ße Schäden in wei­ten Teilen des Landes ver­ur­sacht. In die­sem Projekt setzt ADRA auf Katastrophenprävention, um Katastrophenhilfe im Notfall schnel­ler umzu­set­zen und somit Leben zu ret­ten.

Förderung

Das Projekt wird finan­ziert durch Aktion Deutschland Hilft
Logo von Aktion Deutschland Hilft mit buntem Schwung und Schriftzug.

Partner

ADRA Deutschland e.V. primär Logo

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