Eine Gruppe von Einwohnern in Äthiopien steht im Freien und bewundert die fertiggebaute Solaranlage.

Erneuerbarer Energien

Bessere Arbeitsmöglichkeiten für Äthiopien

Eine Gruppe von Einwohnern in Äthiopien steht im Freien und bewundert die fertiggebaute Solaranlage.

Erneuerbarer Energien

Bessere Arbeitsmöglichkeiten für Äthiopien

Fast eine Million Geflüchtete aus umliegenden Ländern haben in den letzten Jahren Zuflucht in Äthiopien gefunden. Arbeitsmöglichkeiten sind selten, die meisten von ihnen leben in Flüchtlingslagern. Mit anerkannten Bildungsangeboten möchte ADRA ihre Träume von einem besseren Leben wahr werden lassen. In der äthiopischen Region Somali werden die Arbeitsmöglichkeiten durch die Förderung erneuerbarer Energien verbessert – sowohl für Geflüchtete als auch für Einheimische. Im Rahmen des Projektes lernen 500 junge Menschen anwendbare Berufe in den Bereichen Solarenergie, Holz- und Metallverarbeitung.

Projektinfos

Bildung

Äthiopien

Nov 2021 - Aug 2023

PROJEKTZIELE

Äthiopien ist für seine Willkommenskultur und Offenheit gegenüber Geflüchteten bekannt. Schon seit langem nimmt das Land Menschen auf, die vor Konflikten und Not fliehen. Mit etwa 800.000 Geflüchtete ist es eines der größten Aufnahmeländer Afrikas. Kulturelle und sprachliche Ähnlichkeiten mit den Nachbarländern machen Äthiopien zu einem bevorzugten Ziel für Asylsuchende. Dennoch ist die Situation für viele Geflüchtete schwierig. Die meisten von ihnen leben in Flüchtlingslagern und haben kein Geld, um sich selbst zu versorgen. Arbeitsmöglichkeiten sind insbesondere für junge Menschen selten. Auch für die Einheimischen mangelt es an Arbeitsmöglichkeiten.

Etwa 50 Prozent der äthiopischen Bevölkerung ist 18 Jahre alt oder jünger. Fast 3 Millionen von ihnen suchen jedes Jahr eine Arbeitsstelle. Die Arbeitslosigkeit stellt für den Staat und natürlich für die gesamte Gesellschaft Äthiopiens eine große Herausforderung dar. Für ADRA Deutschland ist es daher wichtig, einen Weg zu finden, den jungen Arbeitssuchenden aus Äthiopien und denjenigen, die in dem Land Zuflucht gefunden haben, die Chance auf einen guten Arbeitsplatz zu bieten. Wir unterstützen die offene Aufnahmepolitik der äthiopischen Regierung und geben jedem die Möglichkeit, mit einer guten Ausbildung und einer Arbeitsstelle, sich selbst und seine Familie langfristig aus der Armut zu befreien sowie seinen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Berufsperspektiven durch bessere Bildung steigern

Ziel des Projektes ist es, die Beschäftigungsperspektiven von Geflüchteten und Einheimischen durch Berufsausbildung in den Bereichen Installation und Wartung von Solaranlagen, Holz- und Metallverarbeitung zu verbessern. In diesen Berufsfeldern herrscht eine hohe Nachfrage nach gut ausgebildetem Personal. Insbesondere in dem Bereich der Solarenergie hat die äthiopische Regierung entschieden, langfristig zu investieren. Mit deren Förderung erhofft sich die Regierung, weite Teile Äthiopiens zu elektrifizieren. Dafür ist das Land auf Fachkräfte angewiesen und erhält hierbei die Unterstützung von ADRA.

In den Flüchtlingslagern Aw-Barre und Shedder, in der Somali Region, sind zwei Ausbildungszentren für künftige Solarfachkräfte eröffnet und technisch mit kleinen Solaranlagen zu Trainingszwecken, Werkzeugen und Lehrbüchern ausgestattet worden. Ein weiteres Ausbildungszentrum wird in der Hauptschule der Stadt Jigjiga eingerichtet.  Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen in Kurzzeitkursen kleine Solaranlagen zu installieren, zu betreiben und zu pflegen. Am Ende der vierwöchigen Ausbildungszeit erhalten sie ein anerkanntes Zertifikat von der regionalen Bildungsbehörde. Außerdem werden zertifizierte Ausbilderinnen und Ausbilder geschult, um die Lehrangebote nach Projektende fortzusetzen.

In allen drei Ausbildungszentren werden weitere Kurzzeitkurse bzw. Weiterbildungen im Bereich der Holz- und Metallverarbeitung für junge Arbeitslose angeboten. Die neu erworbenen Fähigkeiten können zum Beispiel in der Baubranche eingesetzt werden. In den letzten Jahren erlebt Äthiopien einen Bauboom und qualifizierte Fachkräfte werden ständig gesucht.

Drei Jugendliche bauen eine Solaranlage während eines Trainings im Bereich PV-Solarenergie
Bau von Solaranlagen in Äthiopien

Wir erleichtern den Einstieg in den Arbeitsmarkt

Mit Mikrokrediten, Schulungen im Bereich der Unternehmensführung sowie finanziellen Zuschüssen, für den Kauf von Werkzeugen zur Installation bzw. Prüfung von kleinen Photovoltaikanlagen oder für den Kauf von Baumaterialien, fördern wir die Gründung von Kleinstunternehmen. Wir vernetzen die Berufsabsolventinnen und Berufsabsolventen mit Unternehmen aus der Region. Die Unternehmen erhalten eine kleine finanzielle Unterstützung, um die Berufseinstgerinnen und Berufseinsteiger in den ersten Monaten nach ihrer Ausbildung zu begleiten.

Wir ermutigen die jungen Absolventen Kleinstunternehmen zu gründen.

Jetzt für Äthiopien spenden

8 Euro

für die Bereitstellung von Lernmaterialien (Kugelschreiber, Taschenrechner und Hefte) für eine auszubildende Person im Bereich Solarenergie

410 Euro

für den Kauf eines 100 Watt starken Solargenerators zu Ausbildungszwecken

70 Euro

für den Kauf von einer Schutzausrüstung (Sicherheitsschuhe, Sicherheitsbrille, Handschuhe) für eine auszubildende Person im Bereich Holz- und Metallverarbeitung

Über die Arbeit von ADRA im Bereich der Erneuerbaren Energie in Äthiopien

Seit mehreren Jahren arbeitet ADRA Deutschland gemeinsam mit ihrem Partnerbüro vor Ort und mit der äthiopischen Regierung im Bereich der Erneuerbaren Energie zusammen. Im Jahr 2018 wurde in vier Berufsschulen eine neue Ausbildung für künftige Solartechnikerinnen und Solartechniker eingeführt. Eine solche Ausbildung gab es vorher im Land nicht. Mittlerweile wird die Ausbildung landesweit in allen Berufsschulen mit den Lehrplänen und Lehrmaterialien von ADRA angeboten. Auf der Grundlage dieser Erfahrung und des gesammelten Wissens konnte ADRA das Ausbildungsangebot erweitern und für Geflüchtete anbieten.

Über Äthiopien

Der Binnenstaat am Horn von Afrika hat über 100 Mio. Einwohner, das sind dreimal so viel wie in Deutschland. Noch immer leben rund 30 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.. 

Partner und Förderung

Dieses Projekt wird unterstützt von dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.

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