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Ausbildungen für junge Menschen im Bereich erneuerbare Energien und Handwerk im Südsudan

Bildungsprojekt für gute Arbeitsplätze

Der Südsudan hat eine sehr jun­ge Bevölkerung, ver­zeich­net aber eine hohe Arbeitslosigkeit. Viele jun­ge Menschen fin­den kei­ne Arbeit, weil ihnen Schulbildung und prak­ti­sche Fähigkeiten feh­len. Die Nachfrage nach qua­li­fi­zier­ten Arbeitskräften ist jedoch hoch. In den Bundesstaaten Western Bahr el-Ghazal und Warrap moder­ni­siert ADRA zwei Berufsschulen, um 1.000 jun­gen Männern und Frauen eine gute Ausbildung im Bereich der erneu­er­ba­ren Energie und in hand­werk­li­chen Berufen zu ermög­li­chen. Nach der Ausbildung wer­den die jun­gen Menschen bei der Jobsuche oder bei der Gründung von klei­nen Unternehmen beglei­tet.

Projektinfos

Bildung, Einkommen, Umwelt
Südsudan
2025 – 2030
PROJEKTZIELE

Mangelnde Bildungsmöglichkeiten im Südsudan führen zu hoher Arbeitslosigkeit

Immer wie­der flam­men loka­le bewaff­ne­te Auseinandersetzungen zwi­schen Regierungstruppen und oppo­si­tio­nel­len Gruppen auf, die die poli­ti­sche Stabilität und die Sicherheit im Land gefähr­den. Konflikte, die Abhängigkeit von der Ölproduktion und eine hohe Inflation beein­träch­ti­gen die wirt­schaft­li­che Entwicklung des Südsudans und haben zur Verarmung der Bevölkerung geführt.   

Über 50 Prozent der jun­gen Menschen sind arbeits­los. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit ist den­noch nicht auf einen Mangel an Arbeitsplätzen, son­dern auf feh­len­de Ausbildungsmöglichkeiten zurück­zu­füh­ren. Viele jun­ge Menschen, ins­be­son­de­re in länd­li­chen Gebieten, bre­chen die Schule vor­zei­tig ab und ver­fü­gen nur über gerin­ge Lese‑, Schreib- und Rechenkenntnisse. Von die­sem Problem sind vor allem Frauen betrof­fen, die tra­di­tio­nell früh hei­ra­ten und weni­ger Chancen als Männer bekom­men, eine Beschäftigung aus­zu­üben.  

Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach qua­li­fi­zier­ten Arbeitskräften im Land in den Bereichen erneu­er­ba­re Energien, Viehzucht, nach­hal­ti­ge Landwirtschaft und Handwerk. Es gibt jedoch zu wenig pra­xis­ori­en­tier­te und arbeits­markt­ori­en­tier­te Ausbildungsangebote. Armut und feh­len­de Chancen erhö­hen zudem das Risiko, in Konflikte hin­ein­ge­zo­gen zu wer­denDie süd­su­da­ne­si­sche Regierung hat die Bedeutung von erneu­er­ba­ren Energien für die wirt­schaft­li­che Entwicklung und die Verringerung der Armut erkannt und unter­stützt die Modernisierung von Berufsschulen, um jun­gen Männern und Frauen gute Zukunftsaussichten zu geben. 

Gemeinsam mit dem loka­len Partner Women Advancement Organization unter­stützt ADRA die Entwicklungsziele Südsudans und ver­folgt das Ziel, die beruf­li­che Bildung zu stär­ken. Außerdem sol­len Qualifikationslücken geschlos­sen und Beschäftigungsmöglichkeiten ver­bes­sert wer­den, um Frieden und sozia­le Inklusion zu för­dern.  

Wie ADRA jungen Männern und Frauen in Südsudan hilft

Das Projekt zielt dar­auf ab, 1.000 arbeits­lo­sen jun­gen Frauen und Männern eine gute Ausbildung in zukunfts­si­che­ren Berufen zu ermög­li­chen und sie beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unter­stüt­zen. In den Bundesstaaten Western Bahr el-Ghazal und Warrap wer­den an bestehen­den Berufsschulen neue Ausbildungsgänge in den Bereichen erneu­er­ba­re Energien, Handwerk und nach­hal­ti­ge Landwirtschaft ein­ge­führt. Darüber hin­aus ler­nen die jun­gen Menschen und ihre Familien die Grundlagen für ein fried­li­ches Miteinander, um den sozia­len Zusammenhalt zu stär­ken.   

Besonders Frauen wer­den durch Sensibilisierungskampagnen, fle­xi­ble Lernformate und die Einbindung von Vorbildern ermu­tigt, eine Ausbildung zu machen und ein eige­nes Einkommen zu erzie­len. Der Austausch mit

Gemeindeführern und Ehemännern dient dazu die Akzeptanz für Frauen in tech­ni­schen Berufen in der süd­su­da­ne­si­schen Gesellschaft zu erhö­hen.

ADRA Deutschland bringt viel Erfahrung in Berufsbildung und erneu­er­ba­ren Energien aus Projekten in Somalia und Äthiopien mit und setzt die­se nun im Südsudan gemein­sam mit Behörden und loka­len Partnern um. Demnach trägt das Projekt dazu bei a) die beruf­li­che Bildung zu ver­bes­sernb) Beschäftigungsmöglichkeiten für jun­ge Menschen zu för­dern sowie c) den sozia­len Zusammenhalt und den Frieden im Südsudan zu stär­ken. Im Folgenden wer­den die wich­tigs­ten Hilfsmaßnahmen abge­bil­det. 

Die Hilfsmaßnahmen im Überblick

a) Verbesserung der beruflichen Bildung

  • Schulung von Mitarbeitenden aus Ministerien, Berufsschulen und Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, damit sie gemein­sam kon­kre­te Maßnahmen pla­nen kön­nen, bei­spiels­wei­se die Anpassung von Lehrplänen, das Angebot neu­er Kurse zu umwelt­freund­li­chen Technologien, die Weiterbildung von Lehrkräften oder eine bes­se­re Zusammenarbeit zwi­schen Berufsschulen und Unternehmen

  • Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Regierung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Berufsschulen, um sich regel­mä­ßig über inno­va­ti­ve Ansätze der beruf­li­chen Bildung aus­zu­tau­schen, ins­be­son­de­re im Bereich umwelt­freund­li­cher Technologien und des Handwerks

b) Förderung der beruflichen Bildung und Beschäftigung junger Menschen

  • Entwicklung pra­xis­na­her Ausbildungsmodule sowie Lehr- und Lernmaterialien zu erneu­er­ba­ren Energien, nach­hal­ti­ger Landwirtschaft/Viehzucht und Handwerk, die sich am Bedarf des Arbeitsmarktes ori­en­tie­ren

  • Weiterbildung von 16 Lehrkräften

  • Modernisierung und Ausstattung von zwei Berufsschulen und einer mobi­len Bildungseinrichtung mit u.a. Lehr- und Lernmaterialien, Werkzeugen, Solarpanels oder Büromaterial

  • Durchführung von zwei­mo­na­ti­gen Ausbildungen für 1.000 jun­ge Frauen und Männer in erneu­er­ba­ren Energien, nach­hal­ti­ger Landwirtschaft und Viehzucht sowie im Handwerk. Am Ende der Ausbildung erhal­ten die Auszubildenden ein staat­lich aner­kann­tes Zertifikat

  • Vermittlung von Kenntnissen in Marketing, Unternehmensgründung und ‑füh­rung sowie in der Beantragung und Verwaltung von Mikrokrediten

  • Durchführung von Schulungen zu gewalt­frei­er Kommunikation, Konfliktprävention, Grundprinzipien der Menschenrechte, psy­cho­so­zia­ler Hilfe und geschlech­ter­ge­rech­tem Verhalten

  • Vermittlung von Praktika

  • Berufsberatung

  • Veranstaltung von Jobbörsen zur Vermittlung von Arbeitsplätzen

  • Bereitstellung von Starthilfe in Form von Sachleistungen für 600 Absolventinnen und Absolventen

c) Stärkung des sozialen Zusammenhalts und des Friedens

  • Schulungen von 30 Berufsschullehrkräften zu den Themen gewalt­freie Konfliktlösung, fried­li­ches Zusammenleben, Traumabewältigung und Gleichstellung der Geschlechter, um die neu­en Kenntnisse in die beruf­li­che Ausbildung zu inte­grie­ren

  • Einführung von regel­mä­ßi­gen Treffen in Gemeinden zwi­schen Auszubildenden und ihren Familien mit Projektmitarbeitenden, um den Austausch zu för­dern, Konflikte fried­lich zu lösen und gewalt­freie Kommunikation zu üben

  • Einführung regel­mä­ßi­ger Austauschtreffen zwi­schen Behörden und Gemeinden, um kol­lek­ti­ve Nutzungsrechte für Land und loka­le Wasserstellen ein­zu­rich­ten

  • Einrichtung von Selbsthilfegruppen für Jugendliche zu Verarbeitung von Traumata

  • Einführung von Arbeitsgruppen aus Gemeindeleitenden, reli­giö­sen Führungspersonen, Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter sowie Frauengruppen zur fried­li­chen Beilegung von loka­len Konflikten

Die Hilfsmaßnahmen im Überblick

a) Verbesserung der beruf­li­chen Bildung
  • Schulung von Mitarbeitenden aus Ministerien, Berufsschulen und Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, damit sie gemein­sam kon­kre­te Maßnahmen pla­nen kön­nen, bei­spiels­wei­se die Anpassung von Lehrplänen, das Angebot neu­er Kurse zu umwelt­freund­li­chen Technologien, die Weiterbildung von Lehrkräften oder eine bes­se­re Zusammenarbeit zwi­schen Berufsschulen und Unternehmen
  • Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Regierung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Berufsschulen, um sich regel­mä­ßig über inno­va­ti­ve Ansätze der beruf­li­chen Bildung aus­zu­tau­schen, ins­be­son­de­re im Bereich umwelt­freund­li­cher Technologien und des Handwerks
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b) Förderung der beruf­li­chen Bildung und Beschäftigung jun­ger Menschen
  • Entwicklung pra­xis­na­her Ausbildungsmodule sowie Lehr- und Lernmaterialien zu erneu­er­ba­ren Energien, nach­hal­ti­ger Landwirtschaft/Viehzucht und Handwerk, die sich am Bedarf des Arbeitsmarktes ori­en­tie­ren
  • Weiterbildung von 16 Lehrkräften
  • Modernisierung und Ausstattung von zwei Berufsschulen und einer mobi­len Bildungseinrichtung mit u.a. Lehr- und Lernmaterialien, Werkzeugen, Solarpanels oder Büromaterial
  • Durchführung von zwei­mo­na­ti­gen Ausbildungen für 1.000 jun­ge Frauen und Männer in erneu­er­ba­ren Energien, nach­hal­ti­ger Landwirtschaft und Viehzucht sowie im Handwerk. Am Ende der Ausbildung erhal­ten die Auszubildenden ein staat­lich aner­kann­tes Zertifikat.
  • Vermittlung von Kenntnissen in Marketing, Unternehmensgründung und ‑füh­rung sowie in der Beantragung und Verwaltung von Mikrokrediten
  • Durchführung von Schulungen zu gewalt­frei­er Kommunikation, Konfliktprävention, Grundprinzipien der Menschenrechte, psy­cho­so­zia­ler Hilfe und geschlech­ter­ge­rech­tem Verhalten
  • Vermittlung von Praktika
  • Berufsberatung
  • Veranstaltung von Jobbörsen zur Vermittlung von Arbeitsplätzen
  • Bereitstellung von Starthilfe in Form von Sachleistungen für 600 Absolventinnen und Absolventen
c) Stärkung des sozia­len Zusammenhalts und des Friedens
  • Schulungen von 30 Berufsschullehrkräften zu den Themen gewalt­freie Konfliktlösung, fried­li­ches Zusammenleben, Traumabewältigung und Gleichstellung der Geschlechter, um die neu­en Kenntnisse in die beruf­li­che Ausbildung zu inte­grie­ren
  • Einführung von regel­mä­ßi­gen Treffen in Gemeinden zwi­schen Auszubildenden und ihren Familien mit Projektmitarbeitenden, um den Austausch zu för­dern, Konflikte fried­lich zu lösen und gewalt­freie Kommunikation zu üben
  • Einrichtung von Selbsthilfegruppen für Jugendliche zu Verarbeitung von Traumata
  • Einführung von Arbeitsgruppen aus Gemeindeleitenden, reli­giö­sen Führungspersonen, Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter sowie Frauengruppen zur fried­li­chen Beilegung von loka­len Konflikten

Unser Projekt wirkt langfristig

Das Projekt kommt unmit­tel­bar 1.000 jun­gen Menschen zugu­te. Durch ihre Ausbildung und Arbeit in Zukunftsbranchen tra­gen sie zur wirt­schaft­li­chen Entwicklung ihres Landes bei. Darüber hin­aus gel­ten sie inner­halb ihrer Gemeinschaft als Beispiel dafür, wie ein Ausweg aus der Armut und Verzweiflung gefun­den wer­den kann. Nachdem es ihnen gelun­gen ist, ihre Lebensbedingungen zu ver­än­dern, wen­den sie sich an ande­re jun­ge Menschen, moti­vie­ren sie, eine Ausbildung zu absol­vie­ren, und bie­ten ihnen ihre Hilfe an. Das Projekt kommt mit­tel­bar den Familien und Gemeinden, in der die jun­gen Menschen leben und sich für ein respekt­vol­les und fried­li­ches Miteinander enga­gie­ren, zugu­te.

Jetzt für den Südsudan spenden

14 Euro

decken die Aufnahmegebühr für eine Berufsausbildung

44 Euro

ermög­li­chen die Teilnahme eines jun­gen Menschen an unter­schied­li­chen Schulungen wie in den Bereichen Unternehmensgründung und ‑füh­rung, Jobsuche, Marketing und Umgang mit Mikrokrediten

300 Euro

ermög­li­chen die Weiterbildung einer Berufsschullehrkraft in umwelt­freund­li­chen Technologien und Handwerk

Die ver­wen­de­ten Icons wur­den
mit­hil­fe der KI recraft.ai gene­riert.

Über Südsudan

Der Südsudan ist der jüngs­te Staat der Welt: Am 9. Juli 2011 fei­er­te die Nation nach mehr als zwei Jahrzehnten Krieg ihre Unabhängigkeit vom Sudan. Im Jahr 2013 brach jedoch ein Bürgerkrieg aus. Trotz eines inzwi­schen unter­zeich­ne­ten Friedensabkommens zwi­schen den ver­schie­de­nen Konfliktparteien sind Spannungen im Land noch zu spü­ren. Südsudan gilt als eines der ärms­ten Länder die­ser Welt. Mehr als 7 Millionen Menschen im Südsudan sind auf huma­ni­tä­re Hilfe ange­wie­sen. Das ist weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung. ADRA unter­stützt seit meh­re­ren Jahren die Menschen im Land, ein eigen­stän­di­ges Leben in Würde zu füh­ren.

Förderung

Das Projekt wird unter­stützt von dem Bündnis Aktion Deutschland Hilft (ADH). Aktion Deutschland Hilft e.V. und dem Bundesministerium für wirt­schaft­li­che Zusammenarbeit und Entwicklung.
Logo von Aktion Deutschland Hilft mit buntem Schwung und Schriftzug.
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - Logo in Farbe

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