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Ausbildungen für junge Menschen im Bereich erneuerbare Energien und Handwerk im Südsudan
Bildungsprojekt für gute Arbeitsplätze
Projektinfos
Südsudan
- 1.000 arbeitslose junge Männer und Frauen verfügen über eine gute Ausbildung und üben eine berufliche Tätigkeit aus
- Arbeitsmarktorientierte Ausbildungen in umweltfreundlichen Technologien und Handwerk werden in zwei Berufsschulen und einer mobilen Bildungseinrichtung angeboten
- Die ausgebildeten jungen Menschen lernen gewaltfrei zu kommunizieren und Konflikte friedlich beizulegen
- Projektnummer:7230038
Mangelnde Bildungsmöglichkeiten im Südsudan führen zu hoher Arbeitslosigkeit
Immer wieder flammen lokale bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und oppositionellen Gruppen auf, die die politische Stabilität und die Sicherheit im Land gefährden. Konflikte, die Abhängigkeit von der Ölproduktion und eine hohe Inflation beeinträchtigen die wirtschaftliche Entwicklung des Südsudans und haben zur Verarmung der Bevölkerung geführt.
Über 50 Prozent der jungen Menschen sind arbeitslos. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit ist dennoch nicht auf einen Mangel an Arbeitsplätzen, sondern auf fehlende Ausbildungsmöglichkeiten zurückzuführen. Viele junge Menschen, insbesondere in ländlichen Gebieten, brechen die Schule vorzeitig ab und verfügen nur über geringe Lese‑, Schreib- und Rechenkenntnisse. Von diesem Problem sind vor allem Frauen betroffen, die traditionell früh heiraten und weniger Chancen als Männer bekommen, eine Beschäftigung auszuüben.
Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften im Land in den Bereichen erneuerbare Energien, Viehzucht, nachhaltige Landwirtschaft und Handwerk. Es gibt jedoch zu wenig praxisorientierte und arbeitsmarktorientierte Ausbildungsangebote. Armut und fehlende Chancen erhöhen zudem das Risiko, in Konflikte hineingezogen zu werden. Die südsudanesische Regierung hat die Bedeutung von erneuerbaren Energien für die wirtschaftliche Entwicklung und die Verringerung der Armut erkannt und unterstützt die Modernisierung von Berufsschulen, um jungen Männern und Frauen gute Zukunftsaussichten zu geben.
Gemeinsam mit dem lokalen Partner Women Advancement Organization unterstützt ADRA die Entwicklungsziele Südsudans und verfolgt das Ziel, die berufliche Bildung zu stärken. Außerdem sollen Qualifikationslücken geschlossen und Beschäftigungsmöglichkeiten verbessert werden, um Frieden und soziale Inklusion zu fördern.
Wie ADRA jungen Männern und Frauen in Südsudan hilft
Das Projekt zielt darauf ab, 1.000 arbeitslosen jungen Frauen und Männern eine gute Ausbildung in zukunftssicheren Berufen zu ermöglichen und sie beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. In den Bundesstaaten Western Bahr el-Ghazal und Warrap werden an bestehenden Berufsschulen neue Ausbildungsgänge in den Bereichen erneuerbare Energien, Handwerk und nachhaltige Landwirtschaft eingeführt. Darüber hinaus lernen die jungen Menschen und ihre Familien die Grundlagen für ein friedliches Miteinander, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken.
Besonders Frauen werden durch Sensibilisierungskampagnen, flexible Lernformate und die Einbindung von Vorbildern ermutigt, eine Ausbildung zu machen und ein eigenes Einkommen zu erzielen. Der Austausch mit
Gemeindeführern und Ehemännern dient dazu die Akzeptanz für Frauen in technischen Berufen in der südsudanesischen Gesellschaft zu erhöhen.
ADRA Deutschland bringt viel Erfahrung in Berufsbildung und erneuerbaren Energien aus Projekten in Somalia und Äthiopien mit und setzt diese nun im Südsudan gemeinsam mit Behörden und lokalen Partnern um. Demnach trägt das Projekt dazu bei a) die berufliche Bildung zu verbessern, b) Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen zu fördern sowie c) den sozialen Zusammenhalt und den Frieden im Südsudan zu stärken. Im Folgenden werden die wichtigsten Hilfsmaßnahmen abgebildet.
Die Hilfsmaßnahmen im Überblick
a) Verbesserung der beruflichen Bildung
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Schulung von Mitarbeitenden aus Ministerien, Berufsschulen und Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, damit sie gemeinsam konkrete Maßnahmen planen können, beispielsweise die Anpassung von Lehrplänen, das Angebot neuer Kurse zu umweltfreundlichen Technologien, die Weiterbildung von Lehrkräften oder eine bessere Zusammenarbeit zwischen Berufsschulen und Unternehmen
-
Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Regierung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Berufsschulen, um sich regelmäßig über innovative Ansätze der beruflichen Bildung auszutauschen, insbesondere im Bereich umweltfreundlicher Technologien und des Handwerks
b) Förderung der beruflichen Bildung und Beschäftigung junger Menschen
-
Entwicklung praxisnaher Ausbildungsmodule sowie Lehr- und Lernmaterialien zu erneuerbaren Energien, nachhaltiger Landwirtschaft/Viehzucht und Handwerk, die sich am Bedarf des Arbeitsmarktes orientieren
-
Weiterbildung von 16 Lehrkräften
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Modernisierung und Ausstattung von zwei Berufsschulen und einer mobilen Bildungseinrichtung mit u.a. Lehr- und Lernmaterialien, Werkzeugen, Solarpanels oder Büromaterial
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Durchführung von zweimonatigen Ausbildungen für 1.000 junge Frauen und Männer in erneuerbaren Energien, nachhaltiger Landwirtschaft und Viehzucht sowie im Handwerk. Am Ende der Ausbildung erhalten die Auszubildenden ein staatlich anerkanntes Zertifikat
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Vermittlung von Kenntnissen in Marketing, Unternehmensgründung und ‑führung sowie in der Beantragung und Verwaltung von Mikrokrediten
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Durchführung von Schulungen zu gewaltfreier Kommunikation, Konfliktprävention, Grundprinzipien der Menschenrechte, psychosozialer Hilfe und geschlechtergerechtem Verhalten
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Vermittlung von Praktika
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Berufsberatung
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Veranstaltung von Jobbörsen zur Vermittlung von Arbeitsplätzen
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Bereitstellung von Starthilfe in Form von Sachleistungen für 600 Absolventinnen und Absolventen
c) Stärkung des sozialen Zusammenhalts und des Friedens
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Schulungen von 30 Berufsschullehrkräften zu den Themen gewaltfreie Konfliktlösung, friedliches Zusammenleben, Traumabewältigung und Gleichstellung der Geschlechter, um die neuen Kenntnisse in die berufliche Ausbildung zu integrieren
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Einführung von regelmäßigen Treffen in Gemeinden zwischen Auszubildenden und ihren Familien mit Projektmitarbeitenden, um den Austausch zu fördern, Konflikte friedlich zu lösen und gewaltfreie Kommunikation zu üben
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Einführung regelmäßiger Austauschtreffen zwischen Behörden und Gemeinden, um kollektive Nutzungsrechte für Land und lokale Wasserstellen einzurichten
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Einrichtung von Selbsthilfegruppen für Jugendliche zu Verarbeitung von Traumata
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Einführung von Arbeitsgruppen aus Gemeindeleitenden, religiösen Führungspersonen, Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter sowie Frauengruppen zur friedlichen Beilegung von lokalen Konflikten
Die Hilfsmaßnahmen im Überblick
- Schulung von Mitarbeitenden aus Ministerien, Berufsschulen und Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, damit sie gemeinsam konkrete Maßnahmen planen können, beispielsweise die Anpassung von Lehrplänen, das Angebot neuer Kurse zu umweltfreundlichen Technologien, die Weiterbildung von Lehrkräften oder eine bessere Zusammenarbeit zwischen Berufsschulen und Unternehmen
- Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Regierung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Berufsschulen, um sich regelmäßig über innovative Ansätze der beruflichen Bildung auszutauschen, insbesondere im Bereich umweltfreundlicher Technologien und des Handwerks
- Entwicklung praxisnaher Ausbildungsmodule sowie Lehr- und Lernmaterialien zu erneuerbaren Energien, nachhaltiger Landwirtschaft/Viehzucht und Handwerk, die sich am Bedarf des Arbeitsmarktes orientieren
- Weiterbildung von 16 Lehrkräften
- Modernisierung und Ausstattung von zwei Berufsschulen und einer mobilen Bildungseinrichtung mit u.a. Lehr- und Lernmaterialien, Werkzeugen, Solarpanels oder Büromaterial
- Durchführung von zweimonatigen Ausbildungen für 1.000 junge Frauen und Männer in erneuerbaren Energien, nachhaltiger Landwirtschaft und Viehzucht sowie im Handwerk. Am Ende der Ausbildung erhalten die Auszubildenden ein staatlich anerkanntes Zertifikat.
- Vermittlung von Kenntnissen in Marketing, Unternehmensgründung und ‑führung sowie in der Beantragung und Verwaltung von Mikrokrediten
- Durchführung von Schulungen zu gewaltfreier Kommunikation, Konfliktprävention, Grundprinzipien der Menschenrechte, psychosozialer Hilfe und geschlechtergerechtem Verhalten
- Vermittlung von Praktika
- Berufsberatung
- Veranstaltung von Jobbörsen zur Vermittlung von Arbeitsplätzen
- Bereitstellung von Starthilfe in Form von Sachleistungen für 600 Absolventinnen und Absolventen
- Schulungen von 30 Berufsschullehrkräften zu den Themen gewaltfreie Konfliktlösung, friedliches Zusammenleben, Traumabewältigung und Gleichstellung der Geschlechter, um die neuen Kenntnisse in die berufliche Ausbildung zu integrieren
- Einführung von regelmäßigen Treffen in Gemeinden zwischen Auszubildenden und ihren Familien mit Projektmitarbeitenden, um den Austausch zu fördern, Konflikte friedlich zu lösen und gewaltfreie Kommunikation zu üben
- Einrichtung von Selbsthilfegruppen für Jugendliche zu Verarbeitung von Traumata
- Einführung von Arbeitsgruppen aus Gemeindeleitenden, religiösen Führungspersonen, Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter sowie Frauengruppen zur friedlichen Beilegung von lokalen Konflikten
Unser Projekt wirkt langfristig
Das Projekt kommt unmittelbar 1.000 jungen Menschen zugute. Durch ihre Ausbildung und Arbeit in Zukunftsbranchen tragen sie zur wirtschaftlichen Entwicklung ihres Landes bei. Darüber hinaus gelten sie innerhalb ihrer Gemeinschaft als Beispiel dafür, wie ein Ausweg aus der Armut und Verzweiflung gefunden werden kann. Nachdem es ihnen gelungen ist, ihre Lebensbedingungen zu verändern, wenden sie sich an andere junge Menschen, motivieren sie, eine Ausbildung zu absolvieren, und bieten ihnen ihre Hilfe an. Das Projekt kommt mittelbar den Familien und Gemeinden, in der die jungen Menschen leben und sich für ein respektvolles und friedliches Miteinander engagieren, zugute.
Jetzt für den Südsudan spenden
14 Euro
decken die Aufnahmegebühr für eine Berufsausbildung
44 Euro
ermöglichen die Teilnahme eines jungen Menschen an unterschiedlichen Schulungen wie in den Bereichen Unternehmensgründung und ‑führung, Jobsuche, Marketing und Umgang mit Mikrokrediten
300 Euro
ermöglichen die Weiterbildung einer Berufsschullehrkraft in umweltfreundlichen Technologien und Handwerk
Die verwendeten Icons wurden
mithilfe der KI recraft.ai generiert.
Über Südsudan
Förderung
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- Letzte Aktualisierung:
- Autor: Pierre Schweitzer
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