Wie die kleine Mona gerettet wurde

Im August wurde die zweijährige Mona schwer krank. Ständige Durchfälle, Erbrechen und Ausschläge schwächten das Kind enorm. Zu diesem Zeitpunkt war das Mädchen mit nur noch 4 kg mehr tot als lebendig. Ein freiwilliger Helfer brachte sie mit ihrer Mutter, die selbst unter den gleichen Symptomen litt, in die mobile Klinik.

Sofort wurden Mutter und Tochter mit den nötigen Medikamenten behandelt. Mona wurde mit einer Spezialnahrung ernährt, damit sie wieder zu Kräften kam. Alle zwei Wochen wird sie untersucht, gemessen und gewogen. Inzwischen wiegt sie über
8 kg und bei jedem Besuch der mobilen Klinik geht es ihr besser. Auch ihre Mutter wurde gesund und kann wieder für Mona da sein.

Wir können den Krieg im Jemen nicht beenden, aber wir können den Menschen und besonders den Kindern helfen, die schreckliche Zeit zu überleben. Jede Spende hilft dabei, unser gemeinsames Ziel von 600.000 Euro zu erreichen, die wir als Eigenanteil für dieses Projekt aufbringen müssen.

Schreiben Sie mit uns Erfolgsgeschichten wie die der kleinen Mona und unterstützen Sie die Menschen im Jemen mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Jemen“! Danke! >> zum Spendenformular

Schauen Sie sich die kleine Mona in unserem Video an: https://youtu.be/JhzyBOuZGZU

Im Einsatz für die Menschen

Seit 2012 engagiert sich ADRA Deutschland an Seite der Menschen im Jemen. Viele ADRA-Spenderinnen und Spender machen diese Hilfe möglich. In einem von ständigen Krisen erschütterten Land sind die Menschen auf unsere Unterstützung angewiesen. Laut Angaben der Vereinten Nationen benötigen über 24 Millionen Menschen – etwa 80 Prozent der Bevölkerung – humanitäre Hilfe. Deshalb ist die Arbeit von ADRA vor Ort so wichtig. Dank eurer Spenden konnten bereits viele Leben gerettet werden.

Seit 2012 setzt ADRA Deutschland gemeinsam mit dem lokalen ADRA-Büro Gesundheitsprojekte im Nordjemen um. Gesundheitseinrichtungen werden finanziell und logistisch unterstützt, um das reine überleben der Menschen zu sichern. Mit eurer Hilfe, liebe Spenderinnen und Spender, können in abgelegenen Gebieten Erste-Hilfe-Maß­nahmen, Essen und Medikamente angeboten werden. Inmitten der Katastrophe wird medizinische Nothilfe geleistet. Dadurch sollen kurzfristig mehr Menschen einen Zugang zur ärztlichen Versorgung erhalten.

ADRA baut seine Unterstützung im Jemen aus
Mit einem neuen Projekt wird ADRA langfristig das jemenitische Ge­sundheitssystem stabilisieren und seine Kapazitäten ausbauen. Krankenwagen werden bereitgestellt und Fachkräfte ausgebildet. Mehrere Krankenhäuser erhalten eine bessere Ausstattung, um mehr Menschen behandeln zu können. Insbesondere die Versorgung von Schwangeren und die Geburtsmedizin wird verbessert, um die Mütter- und Kindersterblichkeit zu senken.
Operationssäle werden instandgesetzt und so ausgestattet, dass Frauen im Falle von Komplikationen in der Schwangerschaft schnelle Unterstützung erhalten. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Lebensqualität der Begünstigten zu verbessern. Sie schlagen eine wichtige Brücke zwischen der akuten humanitären Hilfe und den langfristigen Wiederaufbau des Landes. 

Die Lage vor Ort
Die Bevölkerung im Jemen ist nach sechs Jahren Bürgerkrieg und zu­sätzlich durch mehrere Choleraepidemien und die COVID-19-Pande­mie stark geschwächt. Den Menschen fehlt es an allem, insbesondere an Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Hinzu kommt, dass viele zugesagten Hilfsgelder anderer Staaten bis jetzt nicht aus­gezahlt worden sind. Die ohnehin prekäre Lage der jemenitischen Be­völkerung verschlechtert sich dramatisch. Die Vereinten Nationen schätzen die Anzahl der Menschen, die keinen oder kaum Zugang zur medizinischen Grundversorgung haben, auf 20 Millionen.
Die Menschen ersuchen mehr denn je unsere Unterstützung. Je­der kann mit einem kleinen Beitrag Leben retten. Für einen ge­spendeten Euro erhalten wir 100 Euro von der Bundesregierung.

Seien auch Sie ein Teil von ADRA und unterstützen Sie unsere Arbeit im Jemen mit einer Spende >> zum Spendenformular

Keine Ruhepause für den Jemen

Erst ein anhaltender Bürgerkrieg, dann COVID-19 und jetzt Überschwemmungen. Der Jemen gerät erneut mit negativen Schlagzeilen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Seit zwei Wochen ist das Land mit heftigen Regenfällen konfrontiert. Einige Regionen stehen unter Wasser, darunter Gebiete in denen ADRA aktiv ist.

Die Bevölkerung im Jemen ist nach fünf Jahre Bürgerkrieg und zusätzlich durch die COVID-19- Pandemie stark geschwächt. Den Menschen fehlt es an allem, insbesondere an Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten. Nun fordern die jüngsten Überschwemmungen weitere Opfer. Mehr als 130 Menschen sind ums Leben gekommen. Mindestens 160.000 haben sich auf die Flucht gemacht, um den Überflutungen zu entkommen. Viele von ihnen haben ihr Zuhause verloren.

ADRA ist seit Beginn des Bürgerkrieges im Besonderen im Bereich des Gesundheitssektors aktiv. Sofort nach Beginn der Katastrophe wurde schnelle Hilfe organisiert. Die von den Überschwemmungen betroffene Bevölkerung erhielt Hygiene-Kits, Trinkwasser und Lebensmittel, um ihr Überleben in diesen schweren Tagen zu sichern. ADRA hat sich mit anderen lokalen NGOs vernetzt, um Notunterkünfte zu bauen. Damit sollen die Menschen vorerst wieder im Trockenen schlafen können.

Unterstützen Sie die Humanitäre Hilfe im Jemen mit Ihrer Spende. >> zum Spendenformular

Corona-Update Jemen: ADRA betreibt COVID-19-Klinik

Seit Ostermontag gibt es den ersten bestätigten Fall von Covid-19 im Jemen. Die Behörden haben frühzeitig Vorsichtsmaßnahmen wie eingeschränkte internationale Reisemöglichkeiten und geschlossene Schulen beschlossen und sind derzeit auch auf der Ebene einzelner Gesundheitseinrichtungen dabei, sich auf den Ernstfall vorzubereiten. ADRA Jemen hat eine Task Force eingerichtet, die sich mit den Plänen und Vorbereitungen für COVID-19 befasst.

Begünstigte aus einem ADRA-Projekt verteilen Gesichtsmasken und Handschuhe an die Bevölkerung. Wir unterstützen mit eurer Hilfe mobile Kliniken und mehrere Krankenstationen.

Das ADRA-Projektteam arbeitet so weit wie möglich von zu Hause aus, und die Aktivitäten in den Gesundheitseinrichtungen gehen weiter.

Eines der unterstützten Krankenhäuser in der Stadt Saada wurde als Einrichtung vorselektiert, die bei Bedarf in erster Linie Covid-Fälle behandelt. Hier werden daher bereits spezielle Maßnahmen ergriffen, um alle nicht dringenden Behandlungen zu verschieben und Kapazitäten freizuhalten. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren inklusive Schulungen des Personals.

Auch in anderen Gesundheitseinrichtungen laufen die Vorbereitungen. So bereitet das ADRA-Krankenhaus in Hudaydah einen Behandlungsraum für hochinfektiöse Patienten vor.

Zusätzlich informiert ADRA die Öffentlichkeit über die Bedeutung und Anwendung von Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Ansteckungen.

Wir sind weiterhin bemüht, eure Hilfe zu den Menschen in Not zu bringen. 
Lasst uns gemeinsam an unserem Auftrag festhalten, den Ärmsten der Welt zu helfen. >> zum Spendenformular

                                     

Jemen: Die Story von Mayram & Myla ❤️

Im März 2015 begann die militärische Eskalation im Jemen, die bis heute andauert. Es kämpfen Regierungstruppen gegen Huthi-Rebellen. Die Regierungstruppen werden unterstützt von Saudi-Arabien, die Huthi-Rebellen durch den Iran.

Der Jemen-Krieg ist auch ein Stellvertreterkrieg zwischen dem Königreich Saudi-Arabiem und dem Iran, ausgetragen auf dem Rücken der Zivilbevölkerung.

Hilfslieferungen kommen nur schwer ins Land.
Saudi-Arabien hat den Jemen nahezu komplett abgeriegelt. Die Folge ist die größte humanitäre Krise unserer Zeit, ohne größere Berichterstattung. Der Kriegsausbruch jährt sich am 26. März zum fünften Mal.

Du kannst im Jemen wirklich etwas bewegen!
Deine Spende kommt an!

Es gibt auch Hoffnung in all dem Leid. Wir möchten euch mit den Geschichten von Mayram und Myla zeigen, dass die Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe im Jemen fortbestehen – zumindest solange wir das Leid der Menschen im Jemen nicht vergessen.

Seit sieben Jahren organisiert ADRA Deutschland Gesundheitsdienstleistungen für fast eine halbe Millionen Menschen. Auch Dank deiner Unterstützung können wir Schwangere, Mütter, Kleinkinder und Neugeborene bei Krankheiten und Unterernährung behandeln. Bisher konnten wir über 9.000 Babys und Kleinkinder retten.
Mayram und Myla sind zwei von ihnen. 

Jemen – der vergessene Krieg

Seit dem Jahr 2015 herrscht im Jemen ein blutiger Krieg, ausgetragen auf dem Rücken der Bevölkerung. Ein Krieg, der die Infrastruktur und die Verwaltung des Landes zerstört und noch immer viele Menschen vertreibt. Vier von fünf Menschen im Jemen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mehr als die Hälfte aller Gesundheitseinrichtungen im Land funktioniert nicht mehr. Der Zugang zu Medikamenten ist kaum möglich.

Seit 2012 ist ADRA Deutschland einer der Protagonisten im Wiederaufbau des Gesundheitssystems im Jemen. So stellt ADRA umfassende lebensrettende Gesundheits- und Ernährungshilfe für fast eine halbe Million Menschen in Al-Hudaydah, Hajjah und Saada bereit. Durch die Einführung einer medizinischen Grundversorgung, die zunächst im ADRA Krankenhaus Kamaran umgesetzt und langfristig landesweit zugänglich sein soll, werden grundlegende Gesundheitsbedürfnisse gestillt. Ein Baustein des Engagements ADRAs im Jemen ist die Hilfe zur Selbsthilfe mittels Gesundheitsschulungen. Patientinnen und Patienten und deren Angehörige erhalten in den Wartebereichen der Krankenhäuser und Gesundheitszentren Schulungen über Gesundheitsthemen. Davon profitierten im Jahr 2018 über 30.000 Menschen.
Wiederkehrende Cholera-Epidemien sind für die Kliniken eine Herausforderung. Allein im Krankenhaus Kamaran wurden im vierten Quartal 2018 über 750 Patienten mit dieser Durchfallerkrankung behandelt. Die Cholera-Ausbrüche gehen zurück auf verunreinigtes Trinkwasser, um dem zuvorzukommen werden präventiv Hygieneschulungen durchgeführt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von ADRA im Jemen liegt auf Schwangeren und stillenden Müttern mit ihren Babys und Kleinkindern. Wir versorgen Mütter und ihre Kinder bei Krankheiten und Unterernährung. Mangel- und Unterernährung können bei Kleinkindern zu Entwicklungsverzögerungen oder dauerhaften physischen und geistigen Einschränkungen führen. Um sie kümmert sich ADRA ganz besonders. Dies geschieht sowohl ambulant als auch stationär. Bisher konnten dadurch 8.000 Menschen stabilisiert und gerettet werden.
Nach dem Vorbild des gut funktionierenden ADRA Krankenhauses Kamaran soll nun auch ein Krankenhaus in der Region Saada ausgebaut werden. Gut eingerichtet und mit adäquatem Fachpersonal, einer Apotheke und einem Medikamentenlager ausgestattet, soll dieses Krankenhaus für die medizinische Versorgung vieler Patienten sorgen.
In Zeiten von Not und Armut stellt eine medizinische Versorgung das Überleben sicher. Solange die Infrastruktur im Jemen brachliegt, sind die Menschen besonders im Gesundheitsbereich auf humanitäre Hilfe angewiesen. Als zweitgrößte Hilfsorganisation im Jemen setzt sich ADRA dafür ein, das Leid der Menschen durch die gesundheitliche Versorgung zu mindern und unterstützt nachfolgende Generationen, eine Perspektive für die Zukunft zu bekommen.

ADRA Jemen ist:

  • seit 1995 im Einsatz
  • in 15 Regionen
  • mit 20 Projekten
  • 1500 Mitarbeitern
  • mit einem internationalen Team
  • für 2 Millionen Begünstigte aktiv

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt unterstützt.

Unterstüzten Sie die Arbeit von ADRA, um Menschen in vergessenen Krisen wieder Hoffnung zu schenken. >> zum Spendnformular