Ein ADRA-Mitarbeiter zusammen mit einer Dame und zwei Kindern in der Kita Löwenherz nach dem Wiederaufbau der Flutkatastrophe.
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Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen

Hilfe für Flutbetroffene

Ein ADRA-Mitarbeiter zusammen mit einer Dame und zwei Kindern in der Kita Löwenherz nach dem Wiederaufbau der Flutkatastrophe.
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Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen

Hilfe für Flutbetroffene

Seit der ver­hee­ren­den Flutkatastrophe im Juli 2021 unter­stützt ADRA Deutschland e.V. die Menschen in den betrof­fe­nen Regionen beim Wiederaufbau. Die Hilfsorganisation för­dert 98 sozia­le Einrichtungen und Helfergruppen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Soziale Einrichtungen umfas­sen Kindergärten, Schulen, Senioren- und Pflegeheime, Tafeln sowie Sportvereine. Neben finan­zi­el­ler und logis­ti­scher Hilfe stellt ADRA unter ande­rem Containerwohnungen bereit, orga­ni­siert psy­cho­lo­gi­sche Unterstützung und ver­sorg­te Betroffene mit mobi­len Küchen und Lebensmitteln. Mehr als 21.000 Menschen konn­ten bis­lang durch das Projekt unter­stützt wer­den.

Projektinfos

Nothilfe
Deutschland
2021 – 2026
PROJEKTZIELE

Wie ist die aktuelle Lage in den von der Flut betroffenen Regionen?

Fünf Jahre nach der Jahrhundertflut ist die aktu­el­le Lage in vie­len betrof­fe­nen Gebieten wie im Ahrtal wei­ter­hin vom Wiederaufbau geprägt. Damals wur­den gro­ße Teile der Region zer­stört: Tausende Gebäude, zahl­rei­che Brücken, Straßen sowie wich­ti­ge Infrastruktur wie Schulen und Bahnstrecken wur­den beschä­digt oder voll­stän­dig zer­stört. Allein in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen waren über 100.000 Menschen betrof­fen. 1

Inzwischen sind vie­le Bauprojekte ange­lau­fen oder bereits abge­schlos­sen. Zahlreiche Häuser, Brücken, Schulen und Straßen wur­den instand gesetzt. Auch zen­tra­le Infrastruktur wur­de wie­der­her­ge­stellt: Seit Dezember 2025 fährt die Ahrtalbahn wie­der ohne Unterbrechung zwi­schen Remagen und Ahrbrück, was als wich­ti­ger Schritt zurück zur Normalität gilt. 2

Der Wiederaufbau ist jedoch vie­ler­orts noch nicht abge­schlos­sen. Neben staat­li­chen Wiederaufbauhilfen von Bund und den Ländern sowie kom­mu­na­len Bauprojekten betei­li­gen sich des­halb auch wei­ter­hin Hilfsorganisationen am Wiederaufbau.

Wie ADRA beim Wiederaufbau mitwirkt

Die Hilfe von ADRA kon­zen­triert sich auf sozia­le Vereine und Initiativen. Diese errei­chen mit ihren Angeboten vie­le ver­schie­de­ne Bevölkerungsgruppen. Durch sie kön­nen wir viel mehr Menschen in Not hel­fen, als wenn wir allein han­deln wür­den. Soziale Vereine umfas­sen unter ande­rem Kindergärten, Schulen, Senioren- und Pflegeheime, Tafeln sowie Sportstätten und Tierheime. Für die Hilfe in Deutschland wur­de die ADRAsoteria gGmbH gegrün­det, die Katastrophenhilfe in Deutschland leis­tet und ADRA bei der Projektarbeit vor Ort unter­stützt.

Die Gemeinschaft stärken und den Wiederaufbau vorantreiben

Die Stärkung des sozia­len Zusammenhalts liegt ADRA beson­ders am Herzen. Seit dem Hochwasser hat ADRA ins­ge­samt 98 sozia­le Einrichtungen bei Sanierungs- und Renovierungsarbeiten sowie bei der Ersatzbeschaffung von Inventar und Arbeitsmaterialien unter­stützt. Derzeit befin­det sich die Arbeit von ADRA in ihrer Abschlussphase: bis Ende 2026 sol­len alle Projekte abge­schlos­sen sein.

Was bisher geschah

In den ers­ten Wochen nach der Flutkatastrophe wur­den finan­zi­el­le Soforthilfen an 1.755 betrof­fe­ne Haushalte und 66 land­wirt­schaft­li­che Betriebe aus­ge­zahlt. Dabei arbei­te­ten wir mit der AWO Rheinland und der Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes e.V. zusam­men.

Gemeinsam mit Bürgerinitiativen und loka­len Hilfsorganisationen ver­sorg­ten wir die Betroffenen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Gütern des täg­li­chen Bedarfs. In einer zwei­ten Phase hal­fen wir sozia­len Vereinen, die Zeit bis zum voll­stän­di­gen Wiederaufbau ange­mes­sen zu über­brü­cken. So unter­stütz­ten wir bei­spiels­wei­se Kindergärten mit Übergangslösungen, aber auch Privatpersonen mit Flutküchen, Wohnmöglichkeiten in Containeranlagen und psy­cho­lo­gi­scher Betreuung.

Katastrophenvorsorge entlang der Ahr

Mit dem Klimawandel wer­den auch Unwetter zuneh­men. Deshalb setzt ADRA gemein­sam mit den Freiwilligen Feuerwehren in Dernau, Schuld und Sinzig, mit der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Remagen und Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie mit dem Technischen Hilfswerk (THW) in Sinzig auf Katastrophenvorsorge.

Mit Spendengeldern konn­ten zum Beispiel Rettungsfahrzeuge, Mannschaftstransportwägen, ein Anhänger für Strömungsrettung, wet­ter­fes­te Einsatzkleidung, Werkzeuge und mobi­le Wasserpumpen ange­schafft wer­den.

Ausblick

Bei unse­ren regel­mä­ßi­gen Besuchen im ehe­ma­li­gen Hochwassergebiet, konn­ten wir sehen, wie hoch der Bedarf an Unterstützung auch Jahre nach der Flut noch ist. Die Gründe mögen unter­schied­lich sein. Eines ist sicher: Es wird lan­ge dau­ern, bis die letz­ten Spuren der Katastrophe nicht mehr sicht­bar sind. Deshalb wird ADRA bis Ende 2026 die wich­ti­ge Arbeit der sozia­len Akteure vor Ort unter­stüt­zen. Dank groß­ar­ti­ger Spenderinnen und Spender kann ADRA bis Ende des Jahres wich­ti­ge Projekte finan­zie­ren. Zuletzt wur­den Schulen Mittel zur Verfügung gestellt, um die Kosten des Wiederaufbaus abzu­fe­dern. Auch Vereine, die Sportaktivitäten für jun­ge und älte­re Menschen orga­ni­sie­ren, erhiel­ten nach Überprüfung einen finan­zi­el­len Zuschuss und tra­gen so dazu bei, das gesell­schaft­li­che Leben in den betrof­fe­nen Regionen wie­der zu stär­ken.

Unterstützung für ADRA

Wenn auch Sie die Arbeit von ADRA unter­stüt­zen möch­ten, spen­den Sie unter dem Stichwort „Nothilfe“.

Über Deutschland

In der Nacht zum 15. Juli 2021 haben schwe­re Unwetter in Deutschland gro­ße Zerstörung und Leid hin­ter­las­sen, über 180 Menschen ver­lo­ren ihr Leben. Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat es beson­ders getrof­fen. In die­ser schwe­ren Zeit ste­hen wir den Menschen zur Seite und das, solan­ge Hilfe gebraucht wird.

Partner und Förderung

Dieses Projekt wird unter­stützt von der Aktion Deutschland Hilft.

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