Vorbildliches ADRA-Projekt für nachhaltige Veränderung

Kleinbauern in der MongoleiIn der nordmongolischen Provinz Selenge haben sich Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Kooperativen zusammengeschlossen. Mit Unterstützung von ADRA produzieren sie Lebensmittel, die die Bio-Zertifizierung erhalten haben. Das Projekt strebt den Aufbau einer nachhaltigen und gerechten Wertschöpfungskette für ökologische Landwirtschaft in der Mongolei an. Dazu müssen Kleinbauern, Verarbeiter, Käufer, staatliche Institutionen sowie (über)regionale Plattformen und Verbände zusammenarbeiten. Die sogenannte Multi-Stakeholder-Partnerschaft wird in dem jüngst erschienenen Fachbuch „Leading Transformative Change Collectively“ von Petra Künkel u.a. besprochen.

Was bedeutet Multi-Stakeholder-Partnerschaft?
ADRA arbeitet in komplexen sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereichen. ADRA ist der Überzeugung, dass die Herausforderungen der Zukunft nur gemeinsam und in enger Zusammenarbeit verschiedener gesellschaftlicher Gruppen aus Zivilgesellschaft und Politik, Wissenschaft und Privatwirtschaft bewältigt werden können. Multi-Stakeholder-Partnerschaften sind ein zukunftsweisender neuer Ansatz in der Entwicklungszusammenarbeit, der auf nachhaltige Entwicklung (SDGs, insbesondere Ziel 17: Globale Partnerschaften) ausgerichtet ist. Durch den Ansatz der Multi-Stakeholder Partnerschaften steht die gemeinsame Umsetzung von Projektzielen im Vordergrund. Die Partnerschaften bringen Vertreter*innen aus Verbänden, Initiativen, dem öffentlichen Sektor und Privatwirtschaft zusammen. Dabei sind sich die Akteure einig, dass Probleme am ehesten durch gemeinsames Handeln gelöst werden können. Die unterschiedlichen Teilnehmer*innen bringen ihre verschiedenen Fähigkeiten, Ressourcen und Fachwissen ein. Jeder Partner erfüllt eine vorher vereinbarte Rolle und ist verantwortlich für die Umsetzung einzelner Aspekte des Projekts.

Zu den Akteuren des ADRA-Projekts gehören der Nationale Verband der mongolischen Agrargenossenschaften (NAMAC), ein Genossenschaftsverband, das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft der Mongolei (MoFALI) sowie verschiedene Provinz- und Kommunalverwaltungen und 30 bäuerliche Kooperativen.

Die Koordinierung von derart vielen Stakeholdern ist aufwendig. Doch wenn es so gut funktioniert, wie in der Mongolei, sind die Erfolge nachhaltig. Alle Partner haben an einem Strang gezogen und viel gelernt. Der Multi-Stakeholder-Ansatz kommt in vielen ADRA-Projekten zum Einsatz. Wir sind stolz und dankbar, dass unsere Arbeit als Fallbeispiel herangezogen wurde.

Mehr über das Fachbuch und das Collective Leadership Institute finden Sie unter https://www.collectiveleadership.de/blog/article/map/

Wir danken dem Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit für die Förderung des Projekts.

Weltbevölkerungstag

Kinder in SomaliaAm 11. Juli 2021 wird der Weltbevölkerungstag weltweit begangen. An diesem Tag wird über die wachsende Weltbevölkerung und die damit verbundenen Probleme aufmerksam gemacht.

Jede Minute steigt die Weltbevölkerung um 150 Menschen – das sind am Tag mehr als 216.000 Menschen, und im Jahr fast 80 Millionen. Kurzum, jedes Jahr werden so viele Menschen weltweit geboren wie Einwohner in Deutschland.

In den letzten fünfzig Jahren ist die Weltbevölkerung so stark gewachsen wie noch nie. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die Anzahl der lebenden Menschen auf der Erde vervierfacht (siehe Grafik unten). Dieser starke Bevölkerungswachstum stellt die Weltgemeinschaft vor große Herausforderungen: immer mehr Menschen wollen in Sicherheit leben, genügend Nahrung haben, um satt zu werden und arbeiten, um ihren Lebensunterhalt selbständig zu finanzieren. Dabei sind die natürlichen Ressourcen auf unserem Planeten begrenzt. Abnehmende Flächen für die Landwirtschaft und Wasserknappheit sind Probleme, die uns alltäglich begegnen.

Am 11. Juli 1987 überschritt zum ersten Mal die Weltbevölkerung nach UN-Berechnungen die Zahl von fünf Milliarden Menschen. Um die damit einhergehende Herausforderungen für die Menschheit stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, erklärten die Vereinten Nationen im Jahr 1989 den 11. Juli zum Internationalen Weltbevölkerungstag.

Zum heutigen Zeitpunkt leben 7,8 Milliarden Menschen auf der Erde.[1] Vertraut man der untenstehenden Grafik, soll diese Zahl in den nächsten Jahren noch steigen. Die Weltbevölkerung nimmt jedoch nicht überall gleichermaßen zu. Während die Bevölkerung in den meisten Industriestaaten der Nordhalbkugel allmählich schrumpft oder stagniert, wächst sie rasant in den ärmeren Ländern der Südhalbkugel. In den sogenannten Drittweltländer steigt somit die Konkurrenz um die ohnehin kaum vorhandenen natürlichen Ressourcen. Der Klimawandel erhöht zusätzlich den Druck auf die Natur und die Menschen.

Diesen Druck möchte ADRA mit konkreten Maßnahmen entgegenwirken. ADRA unterstützt die Menschen auf allen Kontinenten, mit den natürlichen Ressourcen nachhaltig umzugehen, um für alle eine gute Mahlzeit zu garantieren. Ob durch die Vermittlung von neuen Anbaumethoden und verbessertem Saatgut oder mittels Bildungsangebote und Aufklärungsarbeit, ADRA setzt sich für die Menschen ein und hilft ihnen, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.

[1] Die Zahl stammt aus der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung, online abrufbar unter https://www.dsw.org/.

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Bildung lässt Träume wachsen

“Ich bin froh, dass ich mit meinen sechs Geschwistern die Schule besuchen kann! Erst war ich traurig, als meine Mutter mir sagte, dass ich nicht zur Schule gehen könne, weil sie es sich nicht leisten kann. Dann hörten wir von der Einschulungskampagne, die von ADRA und der somalischen Regierung durchgeführt wurde”, erzählt Sidi. Sidi ist sieben Jahre alt und gehört zu den 13 Prozent der Jungen in Somalia, die eine Schule besuchen. Bei den Mädchen sind es nur sieben Prozent. Es ist der anhaltende Bürgerkrieg, der die Familien in die Armut stürzt. Familien müssen fliehen und an anderen Orten Schutz und Arbeit suchen. Sidis Mutter konnte sich nur für drei ihrer Kinder das Schulgeld und die Schulmaterialien leisten. Jetzt ist alles anders! ADRA setzt sich dafür ein, dass der Zugang zu hochwertiger Bildung in geschützter Umgebung möglich wird. Sidi freut sich: “Ich werde die Schule ab-schließen, studieren und Lehrer werden. Und meinen Traum verwirklichen: Anderen Kindern beim Lernen zu helfen!”
 
Mehr zu unserer Kampagne “BILDUNG LÄSST TRÄUME WACHSEN” finden Sie hier: https://adra.de/kampagne/
 
 

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Ihre Spende kommt an!

Wer Geld an eine gemeinnützige Organisation spenden möchte, sucht nach Wirksamkeit, Transparenz und Sparsamkeit. Doch welcher Organisation können Sie vertrauen? Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat ADRA Deutschland e.V. einer sechsmonatigen Prüfung unterzogen. Mit Erfolg: Wir wurden wiederholt ausgezeichnet, das Spendensiegel zu tragen. ADRA verpflichtet sich freiwillig, die vom DZI vorgegebenen Standards zu erfüllen und damit hohen Qualitätsansprüchen zu entsprechen. Geprüft werden neben der zweckgerichteten und sparsamen Mittelverwendung zum Beispiel eine wahrheitsgetreue Öffentlichkeitsarbeit und wirksame Kontrollstrukturen.
Vielen Dank an Sie und allen, die unsere Arbeit unterstützen! Euer Vertrauen ist unser Auftrag, sich für Menschen in Not einzusetzen!

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Wir bauen Brunnen aus Ihrem Gold

Erst hat man Schmerzen bis die Zähne da sind, dann muss man sich jahrelang um sie kümmern. Irgendwann findet der Zahnarzt ein Loch in einem Zahn. Vielleicht ist es noch klein und kann repariert werden.

Hat man jedoch zu lange gewartet, ist es eventuell schon zu spät. Aber eine Lücke soll es auch nicht geben. Also wird der Zahn „vergoldet“. Die Zeit vergeht und es kommen weitere vergoldete Freunde dazu. Irgendwann wird das Zahngold ausgetauscht. Wäre es nicht wunderbar, wenn das
Zahngold in anderer Form vielen Menschen helfen könnte? Die Patientinnen und Patienten der Zahnarztpraxis Lyhs finden das gut. Deshalb sammelt die Zahnärztin das Zahngold, schickt es ins Labor und von dort kommt eine Spende zu ADRA. Wir danken Frau Lyhs für ihre Unterstützung und hoffen, dass ihr Beispiel viele Nachahmer findet.

Möchten Sie weitere Informationen oder Material zum Thema “Zahngold” bekommen?
Schreiben Sie uns gerne an info@adra.de

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Am 20.06. ist Weltflüchtlingstag. Meine Motivation für die Flüchtlingsarbeit

Es hat mein Herz berührt, als ich 2015 im Fernsehen die Bilder der langen Flüchtlingstrecks mit tausenden müden, ausgezehrten Menschen gesehen habe. Wie musste das sein, aus Angst und Verzweiflung seine Heimat, die Familie, das ganze bisherige Leben hinter sich zu lassen und in ein fremdes Land zu kommen?

Ich habe selbst zwei erwach-sene Kinder und habe gerade in den jungen Männern meinen eigenen Sohn gesehen. Was, wenn er in solch eine Situation käme? Was würde ich mir dann für ihn erhoffen? So war es mein Wunsch, ihnen das Ankommen zu erleichtern und in praktischen Alltagsfragen zu helfen, aber in erster Linie, wenigstens einigen von ihnen mein eigenes Zuhause zu öffnen, als einen Ort, an dem sie immer willkommen sind.
In einer Zeit, in der mehr und mehr globale Krisen Menschen dazu zwingen zu fiehen, möchten wir gemeinsam ein
Zeichen der Solidarität setzen und unterstützen die Arbeit für Geflüchtete.

ADRA unterstützt die Einsätze der
Seenotrettungsorganisation SOS
MEDITERRANEE. Für uns als christliche
Hilfsorganisation ist das Retten von
Menschenleben ein Gebot der
Menschlichkeit.

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Welttag gegen Kinderarbeit: ADRA mit Gemeinsam für Afrika bei Straßenaktion

ADRA Deutschland e.V. und Gemeinsam für Afrika Straßenaktionen in Berlin und Frankfurt anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit
 
Jedes fünfte Kind auf dem afrikanischen Kontinent, mehr als 72 Millionen Mädchen und Jungen, müssen unter extremen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, um ihr Überleben zu sichern. Weltweit ist jedes zehnte Kind von Kinderarbeit betroffen. Das sind etwa 152 Millionen Kinder. Fast die Hälfte von ihnen ist unter zwölf Jahren alt. Viele arbeiten zum Beispiel in der Landwirtschaft, im Kakao-, Kaffee- und Palmölanbau oder im Bergbau zur Rohstoffgewinnung für Handys, Batterien und Computer oder von Gold und Edelsteinen. Aber auch als Prostituierte, Kindersoldaten oder Haussklaven müssen sich viele Kinder verdingen.

 
Die Vereinten Nationen haben 2021 zum Jahr gegen Kinderarbeit ausgerufen. Das nimmt GEMEINSAM FÜR AFRIKA, unterstützt durch ADRA Deutschland e.V., zum Anlass, sich einmal mehr für die Rechte von Kindern einzusetzen. Mit einer Performance gegen Kinderarbeit „Rette Nr. 5 – Stoppt Kinderarbeit!“ möchte das Bündnis auf die prekäre, oftmals verzweifelte Situation von Millionen Kindern aufmerksam machen. Auch der Lebensstil der sogenannten westlichen Welt trägt dazu bei, dass Kinder, anstatt zur Schule zu gehen, gezwungen werden, oftmals mehr als 10 Stunden am Tag zu arbeiten.

Das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA demonstriert mit Beteiligung von ADRA Deutschland e.V. am 11. Juni anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit mit einer bundesweiten Aktion zeitgleich auf zentralen Plätzen in Berlin, Köln und Frankfurt am Main gegen Kinderarbeit.

Bilquelle: Gemeinsam für Afrika

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