ADRA geht mit E-Learning-Plattform online

In Äthiopien ermöglicht ADRA, gemeinsam mit den Ministerien für Energie und Bildung, jungen Erwachsenen eine Ausbildung zu Solartechniker:innen. Das Projekt findet in zwei Modellregionen im Norden des Landes statt. Dort werden 2.200 junge Erwachsene, davon 30 Prozent Frauen, praktisch und theoretisch im Umgang mit Photovoltaik-Anlagen ausgebildet. Erneuerbare Energien liefern eine saubere, nachhaltige Energie, besonders an Orten, die bisher noch nicht erschlossen waren.

Damit die Schülerinnen und Schüler sich auch digital weiterbilden können, startet ADRA gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie eine digitale Lernplattform: ADRA Solar. In sieben Modulen lernen die angehenden Technikerinnen und Techniker alles über Installation und Wartung von Photovoltaik-Anlagen sowie betriebswirtschaftliches Wissen. Die Plattform ist staatlich anerkannt.

Wir danken der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie (DGS) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für die Unterstützung!

Seit Anfang Februar ist die digitale Lernplattform ADRA Solar mit sieben Modulen online (Screenshot https://solar.zabai.org/)

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Heftiger Tropensturm auf Madagaskar

Am vergangenen Samstag, den 05.02.2022, wütete der Zyklon „Batsirai“ an der Ostküste Madagaskars. Er legte unzählige Häuser in Trümmer. Mehr als 43.000 Menschen fanden Zuflucht in Notunterkünften, zehn Menschen starben.

Mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 200 Kilometer pro Stunde fegte der Zyklon „Batsirai“ über den ostafrikanischen Inselstaat hinweg. Mindestens zehn Menschen fielen dem Sturm zum Opfer. Über 43.000 Menschen mussten ihr Haus verlassen. Bäume und Strommasten knickten ein, zahlreiche Schulen sind nicht mehr nutzbar. Es ist nicht das erste Mal, dass der Osten Madagaskars von einem Wirbelsturm heimgesucht wird. In den letzten Jahren haben deren Anzahl und Kräfte zugenommen. Immer mehr Menschen sind von der Katastrophe betroffen. Heute erneut.

Gemeinsam mit den örtlichen Behörden arbeitet ADRA im Augenblick daran, so vielen Betroffenen wie möglich zu helfen. Als Sofortmaßnahme unterstützt ADRA ca. 1.600 Menschen mit warmen Mahlzeiten, Trinkwasser und Hygieneartikeln. In einem weiteren Schritt plant ADRA einen größeren Einsatz mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Das Ziel ist es, mehr Menschen ausreichend mit Lebensmitteln zu versorgen.

ADRA ist im Süden Madagaskars mit einem landwirtschaftlichen Projekt tätig. Wir helfen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen mit neuen Anbaumethoden ihre Ernteerträge zu steigern und den Hunger in der Region zu verringern.

ADRA Deutschland beteiligt sich an der Katastrophenhilfe. Wenn auch Sie die Versorgung der Opfer und die Aufräumarbeiten unterstützen möchten, bitte nutzen Sie unser Spendenformular mit dem Stichwort „Katastrophenhilfe“.

Mit dir gegen den Hunger!

Wer arm ist, hat zu wenig Geld, um sich und seiner Familie ausreichend Lebensmittel kaufen zu können. Länger anhaltende Mangeloder Unterernährung führen zu gesundheitlichen Problemen, unter denen vor allem die Kinder leiden – oftmals mit lebenslangen Folgen. Kosten für medizinische Behandlungen sind für arme Familien kaum erschwinglich.

Die Ursachen für Armut und Hunger sind vielfältig. Kleinbäuerliche Familien hungern, weil ihre Einnahmen, die sie durch den Verkauf ihrer Ernten erzielen, nicht reichen, um die Familie das ganze Jahr satt zu machen. Obwohl Frauen einen bedeutenden Anteil in der landwirtschaftlichen Arbeit leisten, sind sie in vielen Regionen der Welt benachteiligt. Sie haben weniger Mitspracherecht, erhalten seltener Kredite und eigene Felder. Dabei spielen sie bei der Ernährung der Kinder und der Familien die wichtigste Rolle. Damit wir gemeinsam mit unseren Spenderinnen und Spendern den Ursachen von Armut und Hunger entgegenwirken können, helfen wir dabei, nachhaltig die Lebenssituationen von Menschen zu verbessern. Dafür setzen wir weltweit Projekte in den Bereichen Nahrung, Gesundheit, Bildung und Einkommen um. Schon ein kleiner Beitrag kann Großes bewirken!

Mehr zu unserer Kampagne “HUNGER NACH LEBEN” finden Sie hier: adra.de/kampagne-hunger/

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Hunger“

Taifun Rai (Odette): Hilfe für die Opfer

Der Taifun Rai (lokaler Name Odette) war einer der weltweit stärksten Stürme des vergangenen Jahres. Kurz vor Weihnachten, am 16.12.2021, hat der Taifun Millionen Menschen im zentralen und südlichen Teil der Philippinen getroffen.

Bereits kurz nachdem der Taifun vorübergezogen war, machten sich ADRA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Freiwillige auf den Weg in die betroffenen Regionen. Dort sprachen sie mit den Menschen, um herauszufinden, was sie am nötigsten brauchten. Vordringlich war der Bedarf an Nahrung, sauberem Wasser, Hygienekits und die Reparatur der Unterkünfte.

Direkte Hilfe für die Menschen

Nachdem der Bedarf festgestellt wurde, begann ADRA mit der Unterstützung. Über ein gemeinsames Projekt verschiedener ADRA-Länderbüros bekommen 1.620 Familien in Cauayan & Ilog, Bayawan, Manjuyod und Baid auf der Insel Negro Hilfe beim Wiederaufbau ihrer Häuser.

 

Weitere Projekte u.a. mit dem World Food Programm sind in Planung. Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA auf den Philippinen und helfen Sie den Menschen beim Wiederaufbau.

Eine Spende von beispielsweise 30 Euro versorgt eine Familie mit einer Notunterkunft. 

Jahresrückblick 2021

Wir möchten gern mit Ihnen auf unsere drei wichtigsten Hilfseinsätze im Jahr 2021 zurückblicken:

Zwei neue Gesundheitseinrichtungen im Jemen

In vergangenen Jahr hat ADRA die medizinische Hilfe im Jemen um zwei neue Krankenhäuser erweitert. Somit ist die Anzahl unserer Gesundheitseinrichtungen im Land auf acht gestiegen. Diese  Kliniken sind wichtiger denn je! In den letzten Monaten hat der Konflikt im Bürgerkriegsland an Intensität zugenommen. Aus Sicherheitsgründen mussten sich zu Beginn des Jahres 2021 unsere mobilen Kliniken zurückziehen. Derzeit sind die Krankenhäuser die einzige Versorgungsmöglichkeit für viele Jemenitinnen und Jemeniten. In den Regionen Al Hudaydah, Hajjah, Saada, Abyan und Lahj bieten wir kostenlose medizinische Nothilfe für etwa 660.000 Menschen an. Ungeachtet der gefährlichen Lage setzen wir unsere Arbeit vor Ort fort.  Wir lassen die Menschen im Jemen nicht allein.

Der Westen Deutschlands steht unter Wasser

In der Nacht zum 15. Juli 2021 haben schwere Unwetter in Deutschland große Zerstörung und Leid hinterlassen. Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat es besonders getroffen. In dieser schweren Zeit steht ADRA Betroffenen zur Seite und das, solange Hilfe gebraucht wird. Wir begleiten sie bei den Aufräumarbeiten und beim Wiederaufbau. Die Hilfsmaßnahmen umfassen drei Phasen: Nothilfe, mittelfristige Hilfe und langfristige Hilfe. 

Haiti: Katastrophenhilfe nach Erdbeben und Tropensturm

Am Morgen des 14. August erschütterte ein schweres Erdbeben den Süden Haitis. Wenige Stunden danach verursachte der Tropensturm „Grace“ starke Regenfälle. Die Schäden und Verluste sind groß: 2.200 Menschen haben ihr Leben verloren, mehr als 12.000 wurden verletzt. Über 120.000 Häuser sind schwer beschädigt oder wurden zerstört. In den ersten Tagen nach der Katastrophe wurden Verletzte im Haiti Adventist Hospital in der Hauptstadt Port-au-Prince medizinisch behandelt. Dank einer engen Zusammenarbeit zwischen ADRA Deutschland, ADRA international und weiteren Partnerbüros konnten 6.000 Menschen mit Essen, Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und Notunterkünften versorgt werden.

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende!

Effektive Mikroorganismen – Warum wir die kleinen Helfer einsetzen

Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat im Sommer 2021 verheerenden Schaden angerichtet. Über 180 Menschen haben ihr Leben, Tausende haben ihr Hab und Gut verloren. Unmittelbar nach der Katastrophe begann ADRA Deutschland e.V. im Bündnis Aktion Deutschland Hilft mit der Katastrophenhilfe. Ein Baustein unserer Hilfe für den Wiederaufbau sind die sogenannten Effektiven Mikroorganismen.

Bei Effektiven Mikroorganismen (EM) handelt es sich um eine flüssige Mischung von verschiedenen Bakterien und Pilzen. Sie kommen zum Beispiel in der (Bio-)Landwirtschaft, in der Kosmetik und im Haushalt zum Einsatz. Auch nach Überschwemmungen, Flutkatastrophen und Tsunamis helfen EM gegen Fäulnis, Schimmel und (Fäkal-)Geruch.

Nach dem Hochwasser 2013 an Elbe, Saale und weiteren Flüssen wurden EM an Betroffene ausgegeben. Hier berichten Sie von Ihren Erfahrungen: https://www.youtube.com/watch?v=V-fkbUgY6K4

Effektive Mikroorganismen haben den Vorteil, dass sie kostengünstig, nachhaltig und ökologisch unbedenklich sind. Da sie keine chemischen Anteile haben, kommt es auch nicht zu gesundheitlichen Nebenwirkungen durch ihren Einsatz. Die Nutzung von EM – so berichten uns auch Betroffene – wirkt gegen Gerüche und Schimmel in überfluteten Räumen.

Obwohl die Wirkung in der Katastrophenhilfe nur unzureichend wissenschaftlich belegt ist, heißt es nicht, dass der Einsatz von EM nutzlos wäre. Ganz im Gegenteil. Als Hilfsorganisation mit über 30 Jahren Erfahrung in der internationalen Katastrophenhilfe konnten wir viele positive Effekte durch den Einsatz von EM beobachten: Vermeidung von Krankheiten, Regenerierung der Böden sowie Reduzierung von Gestank und Schimmel.

In der Fluthilfe ist ADRA Deutschland e.V. mit über 80 Projekten aktiv. Wir haben bis jetzt 7,3 Millionen Euro ausgezahlt. Die Effektiven Mikroorganismen sind ein Teil der Fluthilfe und stehen Betroffenen kostenlos zur Verfügung. Die Projektkosten belaufen sich auf 65.795 Euro (0,9 %) der ausgezahlten Hilfen.

Elbe-Hochwasser 2013 Die vordere Fläche wurde mit EM behandelt, die hintere Fläche nicht. EM haben dem Boden bei der Regeneration geholfen.

Für Fragen rund um die Anwendung ist ADRA Deutschland e.V. im Flutgebiet mit zwei EM-Beratern unterwegs. Wir bieten Informationsveranstaltungen, auch digital, an und geben Hinweise zur Nutzung. Einer der Berater, Ernst Hammes, erläutert den Einsatz von Effektiven Mikroorganismen (3:33 Minuten): 

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Bei Effektiven Mikroorganismen (EM) handelt es sich um eine flüssige Mischung von verschiedenen Bakterien und Hefen und Pilzen. Sie kommen zum Beispiel in der (Bio-)Landwirtschaft, in der Kosmetik und im Haushalt zum Einsatz. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig.

Nach der Flutkatastrophe von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat ADRA Deutschland e.V. den Betroffenen EM kostenlos zur Verfügung gestellt. Durch ihren Einsatz wird die Vermehrung und Ausbreitung unerwünschter Bakterien unterdrückt, bis sie schließlich weitgehend verdrängt werden.

Effektive Mikroorganismen werden bei Katastrophen auf der ganzen Welt verwendet. Sie helfen zum Beispiel nach Überschwemmungen, Fluten und Tsunamis dabei Geruch zu bekämpfen und hindern Krankheitserreger bei der Ausbreitung.

In über 140 Ländern kommen EM im Alltag und nach Katastrophen zum Einsatz.

Nach dem Hochwasser 2013 an Elbe, Saale und weiteren Flüssen wurden EM an Betroffene ausgegeben. Hier berichten Sie von Ihren Erfahrungen: https://www.youtube.com/watch?v=V-fkbUgY6K4

EM trägt dazu bei, die Vermehrung und Ausbreitung unerwünschter Mikroorganismen zu unterdrücken, sie schließlich weitgehend zu verdrängen und gleichzeitig die Aktivität und Ausbreitung der vorhandenen nützlichen Mikroorganismen zu unterstützen. Auf die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen angewendet werden EM auf kontaminierte Flächen aufgetragen um dort unerwünschte Organismen (Fäkalien, Schlamm) zu verdrängen, damit Häuser, Gärten und Landschaften wieder nutzbar werden.

Es gibt spezielle Mikroorganismen, die in der Lage sind, Schäden durch Öl-Kontamination zu beheben und die Natur sukzessive wieder in den annähernden Ausgangszustand zurückzuversetzen. Zu diesen Mikroorganismen gehören erdölabbauende Bakterien, Hefen sowie fadenförmige Pilze, die sich durch eine besondere Enzymausstattung inhärenter Kohlenwasserstoffe, wie sie in Erdölprodukten vorkommen, einer Stoffumwandlung und einem effektiven Abbau unterziehen.
Die Wirksamkeit erdölabbauender Mikroorganismen ist allerdings – wie alle EM – von Umweltfaktoren wie der Umgebungstemperatur abhängig.
Quelle: http://www.laborundmore.com/research/1508,807654/Dr.-Rabea-Sietmann/Zur-Rolle-von-Mikroorganismen-bei-der-Eliminierung-von-Oelverunreinigungen.html

Je nach Grad der Verschmutzung müssen EM mehrmals aufgetragen werden.
EM sind vollständig biologisch abbaubar, ungiftig, frei von chemischen Zusätzen und ohne gentechnische Manipulationen. Die Wirkung wurde in vielen Einsätzen der Katastrophenhilfe gezeigt.

ADRA Deutschland bietet als einzige Hilfsorganisation von Aktion Deutschland Hilft EM an. Begleitend bietet ADRA Infoveranstaltungen an, in denen über Einsatz und Anwendung aufgeklärt wird.

Die Ausgabe von EM wird begleitet durch eine kostenlose Ausgabe/ Verleih von notwendigen Drucksprühgeräten sowie schriftlichen Informationen zur Anwendung.

Die Wirksamkeit Effektiver Mikroorganismen ist in vielen Lebensbereichen wissenschaftlich festgeschrieben und erforscht. In Katastrophenfällen jedoch hat niemand die Zeit und das Geld eine wissenschaftliche Studie in Auftrag zu geben. Die Hilfe steht im Vordergrund. Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Katastrophenhilfe haben wir mit Effektiven Mikroorganismen bereits auf der ganzen Welt gearbeitet.

Nach dem Hochwasser 2013 an Elbe, Saale und weiteren Flüssen wurden EM an Betroffene ausgegeben. Hier berichten Sie von Ihren Erfahrungen: https://www.youtube.com/watch?v=V-fkbUgY6K4

Winterhilfe in Afghanistan: Ein Kampf um Leben oder Tod

Afghanistan zählt zu den ärmsten Ländern dieser Welt: Mehr als die Hälfte der Afghaninnen und Afghanen lebt in Armut und hat weniger als einen Dollar am Tag zur Verfügung. Durch den seit 1978 anhaltenden Krieg und der Machtübernahme

 der Taliban im Sommer hat sich die Sicherheitslage noch einmal drastisch verschärft. Auch die Versorgung mit Lebensmittel und Medikamenten ist ungewiss.

Ohne Grundversorgung und wegen fehlender Infrastruktur ist das Überleben vieler Afghaninnen und Afghanen zu einem alltäglichen Kampf geworden. Insbesondere in den Wintermonaten steigt das Leid der Menschen.

ADRA hilft 600 Familien mit Lebensmittel und Heizmaterial über den Winter zu kommen. Die Gefahr ist groß, die Not ist riesig, jede Hilfe wird dringend benötigt.

Spenden Sie unter „Katastrophenhilfe“, um den Familien in Afghanistan zu helfen.