In Myanmar kehrt die Unsicherheit zurück

Gemeinsam mit unseren Partnerbüros richtet ADRA Deutschland ein Bildungsprojekt in Myanmar aus. Neue Lehrkräfte werden ausgebildet und die Kinder erhalten Schulmaterial. Mit der Unterstützung der Europäischen Union und unserer Spenderinnen und Spender erreichen wir über 40.0000 Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen in 5.000 Schulen.

Angesichts der jüngsten Entwicklungen im Lande musste das ADRA Büro vor Ort vorübergehend schließen und die Arbeit vorerst eingestellt werden.

 

Lage in Myanmar

Seit Jahrzehnten herrscht in Myanmar ein Bürgerkrieg. Die langsame demokratische Öffnung des Regimes in den letzten Jahren hatte Hoffnungen auf eine bessere Zukunft geweckt. Mit dem Putsch des Militärs kehrt die Angst vor erneuten Gewaltausbrüchen und Vertreibungen zurück. Die neuen Machthaber haben zuletzt einen einjährigen Ausnahmezustand ausgerufen. Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen waren nie ganz aufgehoben, nun drohen sie wieder aufzuflammen.

Lokalen Quellen zufolge sind etwa 3000 Menschen aus einer unbekannten Anzahl von Dörfern in der Gemeinde Hpapun im Bundesstaat Kayin in den umliegenden Dschungel geflohen. Rund 1.000 Menschen wurden in den Gemeinden Nyaunglebin und Kyaukkyi in der Eastern Bago Region vertrieben. Über eine Million Rohingya-Flüchtlinge sind seit Anfang der 1990er Jahre vor der Gewalt in Myanmar geflohen. Der jüngste Exodus fand 2017 statt, als eine großangelegte Militäroffensive in kürzester Zeit rund 771.000 Menschen zur Flucht zwangen. In Thailand und Bangladesch kümmern sich unsere Kolleginnen und Kollegen um die Geflüchteten.

Die asiatischen ADRA-Büros koordinieren sich eng, um die Geflüchteten mit Wasser und Nahrungsmitteln zu versorgen und ihnen eine Bleibe und Schutz zu geben.

Sie wollen die Arbeit von ADRA Deutschland e.V. unterstützen?

In tiefer Sorge um die Menschen im Jemen

ADRA zwischen den Fronten im Jemen

Der Jemen steht durch einen jahrelangen Bürgerkrieg kurz vor dem humanitären Kollaps. Schon heute leiden über die Hälfte der Bevölkerung unter Hunger. Durch die Einstufung der nordjemenitischen Ansar Allah, auch Huthi-Rebellen genannt, als Terrororganisation verschlimmert sich die Lage der Bevölkerung und der humanitären Helfer*innen. ADRA appelliert an die internationale Gemeinschaft und die neue US-Regierung, die humanitäre Hilfe nicht zu blockieren.

Die Situation im Jemen bleibt kritisch! Durch die Einstufung der Ansar Allah als ausländische Terrororganisation durch die Trump-Aministration spitzt sich die Lage dramatisch zu. Die Einstufung erfolgte einen Tag vor der Amtsübernahme von Joe Biden, am 19. Januar. Nun sind Hilfsorganisationen von US-Sanktionen bedroht, wenn sie humanitäre Hilfe im Norden des Jemen leisten.

„Die Jemenitinnen und Jemeniten dürfen nicht als Spielball geostrategischer Interessen (Saudi Arabien vs. Iran) oder für inneramerikanische Auseinandersetzung herhalten“, sagt Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland e.V.

Schätzungsweise 16 Millionen Menschen leiden unter Nahrungsmittelunsicherheit. Davon stehen etwa 50.000 Menschen direkt vor dem Hungertod, darunter auch Mütter mit ihren Neugeborenen. „Die Verhinderung einer großen Hungersnot ist jetzt oberste Priorität“, sagt Christian Molke. 

Aufgrund fehlender Hilfsgüter, gefährlicher kriegerischer Auseinandersetzungen und ausländischer Machtinteressen wird der Jemenkrieg schon jetzt als „größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit“ bezeichnet (Sir Mark Andrew Lowcock, Leiter des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten). Trotz einer Geberkonferenz der Vereinten Nationen im letzten Jahr klafft eine riesige finanzielle Lücke bei der Finanzierung der Hilfe. Entspannung zwischen Saudi Arabien und dem Iran, den Großmächten hinter dem Stellvertreterkrieg im Jemen, ist nicht in Sicht.

Als eine der größten internationalen Organisationen, die Entwicklungs- und Nothilfeprogramme im Jemen durchführt, wird ADRA auch weiterhin die Bevölkerung des Jemen schützen. ADRA betreibt in dem Bürgerkriegsland u.a. Gesundheitseinrichtungen. Speziell für unterernährte Babys und Kleinkinder betreibt ADRA Therapiezentren im Norden des Landes.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen eine schwere Arbeit und begeben sich nahezu täglich in Lebensgefahr. Sie tun dies aus Mitgefühl für das Leid der Jemenit*innen, und um schlimmeres zu verhindern.ADRA appelliert an die internationale Gemeinschaft und speziell an die neue US-Regierung, die Helfer*innen im Jemen zu unterstützen. Alle Maßnahmen, die das Leid der Menschen im Jemen vergrößert, sollten rückgängig gemacht werden. Zeitgleich fordert ADRA dazu auf, dass die Friedensverhandlungen kraftvoll fortgeführt werden. Nur ein Ende des Krieges kann langfristig das Leid minimieren und gibt den Menschen wieder Hoffnung auf eine bessere Zukunft“, appelliert Christian Molke abschließend an die internationale Gemeinschaft.

Sie wollen die Arbeit von ADRA Deutschland e.V. unterstützen?

Genitalverstümmelung – mehr als nur ein Schnitt

Alle elf Sekunden wird ein Mädchen beschnitten, das sind 8.000 Mädchen jeden Tag! Jedes Mädchen ist zu viel, denn laut der WHO sterben 10 Prozent an akuten Folgen und weitere 25 Prozent an langfristigen Nebenwirkungen nach diesem Eingriff. Am 6. Februar ist Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung. Er erinnert daran, dass dieser Menschrechtsverletzung ein Ende gesetzt werden muss.

Weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation, kurz FGM) wird in 30 Ländern Asiens, Afrikas und des Nahen Ostens praktiziert. Die weiblichen Genitalien werden teilweise bis vollständig entfernt, mit lebenslangen Schmerzen und Folgen: Blutungen, Infektionen, Probleme beim Wasserlassen und Komplikationen bei der Geburt sind nur einige davon. Die seelischen Folgen mag man sich gar nicht ausmalen. Weltweit sind 200 Millionen Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen. Davon leben schätzungsweise 50.000 auch bei uns in Deutschland. Hilfe für betroffenen Mädchen und Frauen gibt es am Desert Flower Center (DFC) im Krankenhaus Waldfriede in Berlin.

Dr. Cornelia Strunz, die ärztliche Koordinatorin und Oberärztin des Desert Flower Center Waldfriede, konnte mit Hilfe ihrer Kollegen seit der Eröffnung im September 2013 mehr als 600 Frauen helfen. „Bei der Hälfte von ihnen wurde ein operativer Eingriff notwendig“, erzählt Dr. Conny, wie sie ihre Patientinnen nennen. Beratungsgespräche, psychologische und chirurgische Unterstützung und eine Selbsthilfegruppe werden im Krankenhaus Waldfriede angeboten. „In einem geschützten Rahmen können sich die Frauen austauschen, und sie erfahren, dass sie mit ihren Ängsten und Sorgen nicht alleine sind“, berichtet Dr. Cornelia Strunz.

Was muss passieren, damit Mädchen und Frauen keine Angst mehr vor Genitalverstümmelung haben müssen?

Die wichtigste Maßnahme gegen FGM ist eine weitreichende Sensibilisierung und Aufklärung über die Praxis der Genitalverstümmelung und ihre Folgen. Das fängt schon mit der Schulausbildung an. Können Mädchen und Jungen in die Schule gehen, erhalten sie die Chance, mit ihrem Wissen ihre Gesellschaft zu verändern. Hier ist ein ganzheitlicher kultursensibler Ansatz wichtig. Jungen und Männer müssen bei dem Wandel mit einbezogen werden, ebenso die Beschneiderinnen, die mit der Ausübung dieser Praxis ihren Lebensunterhalt verdienen.

Das Desert Flower Center Waldfriede arbeitet mit dem Gynocare Womens & Fistula Hospital in Eldoret, Kenia, zusammen. In dieser Klinik von Dr. Mabeya werden Frauen mit Komplikationen wie Harn- und Stuhlinkontinenz nach Genitalverstümmelung operiert.

ADRA hat jahrelange Erfahrung in der Arbeit gegen FGM und war viele Jahre in Kenia aktiv. Ein neues Projekt gegen FGM ist derzeit in Planung.

Wir wünschen Dr. Strunz und Dr. Mabeya alles Gute in ihrer wichtigen Arbeit gegen FGM!

Anlässlich des Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung erscheint ein TV-Beitrag mit Dr. Strunz am
Freitag, 05.02.21 im ZDF-Mittagsmagazin 13-14 Uhr und
Samstag, 06.02.21 im ZDF-Heute um 19 Uhr

Mädchen und Frauen in Europa finden im Krankenhaus Waldfriede Hilfe und psychosoziale Unterstützung: https://www.dfc-waldfriede.de/

Quelle: https://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/female-genital-mutilation

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Da, wo das Geld am dringendsten gebraucht wird.“

ADRA und AKLHÜ – Auch in Pandemie-Zeiten weltweite Freiwilligendienste erhalten

Gemeinsam mit dem AKLHÜ e.V. (Netzwerk und Fachstelle für internationale personelle Zusammenarbeit) betont ADRA, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit ist. Diese ist nötig für ein tieferes Verständnis über Grenzen und Kontinente hinweg. Digitale Hilfsmittel sind dabei wichtig, ersetzen jedoch nicht die direkte Erfahrung vor Ort. Deshalb fordern die 60 Mitgliedsorganisationen des AKLHÜ

  • Programmaktivitäten nach Abklingen der Pandemie im vollen Umfang fortzusetzen und damit die Strukturen der Träger zu erhalten
  • auf eine ausgewogene Mischung zwischen Aus- und Einreisen zu achten und
  • unbürokratisch und uneingeschränkt Aufenthaltsgenehmigungen für Freiwillige auszustellen.

Mit dem Freiwilligenprogramm ADRAlive! ist ADRA im AKHLÜ-Netzwerk vertreten und eine der 60 Mitgliedsorganisationen. Wir setzen uns dafür ein, dass auch in der Saison 2021/2022 junge Erwachsene zu ihrem Freiwilligendienst ins Ausland reisen können. Die Bewerbungsfrist wurde bis Ende April verlängert. Mehr Informationen unter http://live.adra.de/bewerbung/

Hier geht es zum gesamten Dokument: https://www.entwicklungsdienst.de/fileadmin/Ein_Aufruf_zur_Staerkung_der_weltweiten_personellen_Zusammenarbeit_verabschiedete_Endfassung_mit_Logo-Signatur.pdf

Sie wollen die Arbeit von ADRA Deutschland e.V. mit Ihrer Spende unterstützen?

Schaut mit uns zurück, was wir 2020 erreicht haben

Das Jahr 2020 mit allen seinen nie gekannten Herausforderungen liegt hinter uns. Es war wahrlich kein einfaches Jahr. Die Corona-Pandemie hat einige unserer Gewohnheiten verändert und wichtige Fragen des Lebens neu gestellt. Im vergangenen Jahr ereigneten sich weltweit auch andere Katastrophen, die das Leben hunderttausender Menschen erschütterten. 

Als Hilfsorganisation setzte sich ADRA unermüdlich für die Betroffenen ein. Das war nur möglich durch die Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender. 

Die Heuschreckenplage in Ostafrika zerstört die Ernte und damit die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort

Anfang 2020:
Heuschrecken verbreiten große Verzweiflung in Äthiopien

Afrika / Asien

Letztes Jahr fielen Wüstenheuschrecken über Teile Asiens und
die Länder am Horn von Afrika her. Besonders Somalia, Kenia und Äthiopien litten unter der Heuschreckenplage. Ganze Felder und wertvolle Weideflächen wurden kahlgefressen.

Die Wüstenheuschrecken sind bis heute noch eine Herausforderung für die Menschen in dieser Region. Das ganze Jahr über haben sich die Schwärme vermehrt und die Ernten vernichtet: Der Hunger wird für mehr als 10 Millionen
Menschen zu einem täglichen Überlebenskampf.

ADRA steht an der Seite der Kleinbauern in Äthiopien und
kämpft gemeinsam mit den Betroffenen gegen den Hunger. Die Kleinbauern erhielten neues Saatgut, um die nächste Ernte vorzubereiten.

Mehr Informationen zur Heuschreckenplage in Ostafrika.

JUNI 2020:
Schwere Überschwemmungen
in Assam

Indien

Im Juni 2020 wurde der indische Bundesstaat Assam von schweren Überschwemmungen getroffen. Der Fluss Brahmaputra trat weit über seine Ufer. Die Fluten haben alles Hab und Gut der ärmsten Bewohner dieser Region in Minuten zerstört. Tausende Ortschaften standen unter Wasser.
Mehr als 7 Millionen Menschen waren unmittelbar von der Katastrophe betroffen und 133 Personen verloren dabei ihr Leben.

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit OXFAM kümmerte sich ADRA um fast 100.000 Opfer. Die Betroffenen erhielten Bargeldhilfen für Lebensmittel und Baumaterial für ihre zerstörten Häuser. Der Zugang zu Trinkwasser wurde verbessert und Haushalte bekamen Hygiene-Kits, um eine Ausbreitung der COVID-19-Pandemie und anderer Krankheiten zuvorzukommen.

Mehr zuNothilfeprojekt in Assam.

(Das Projekt wurde gefördert von der Europäischen Union)

AUGUST 2020 – BEIRUT IN TRÜMMERN

Libanon

Am 4. August 2020 hat eine gewaltige Explosion im Hafen von Beirut eine ganze Stadt großflächig verwüstet und deren Einwohner erschüttert. Die Detonation hat enorAme Schäden verursacht. Weite Teile des Hafens sowie der umliegenden Stadtgebiete sind zerstört. 170 Menschen haben ihr Leben verloren, 5.000 weitere wurden verletzt und 300.000 Menschen sind obdachlos.

Bereits kurz nach der Katastrophe hat ADRA mit der Verteilung von Trinkwasser und Nahrungsmitteln erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet, denn seit bereits 7 Jahren existiert ADRA im Libanon.

Langfristig möchten wir denen, die durch die Explosion ihre Wohnung verloren haben, eine Rückkehr nach Hause ermöglichen. Bis Ende Januar erhielten 470 Haushalte 500 USD, um erste Reparaturen durchführen zu können.

Weitere Artikel zur Explosion in Beirut.

(Das Projekt wurde von Aktion Deutschland Hilft unterstützt.)

SEPTEMBER 2020:
Humanitäre Hilfe im Kriegsgebiet

Bergkarabach

Im Südkaukasus kämpften Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach, in der hauptsächlich armenische Bevölkerung lebt. Die Region gehört jedoch seit dem Ende der Sowjetunion zu Aserbaidschan.
Immer wieder kam es zu kriegerischen useinandersetzungen zwischen Armeniern und Aserbaidschanern. Diese führten auch zu Ermordungen und Vertreibungen unter der Zivilbevölkerung.

Im Juli 2020 brachen dann großflächige Kämpfe zwischen schwer bewaffneten Streitkräften der Armenier und Aserbaidschaner aus; die Gefechte entwickelten sich rasant zu den blutigsten Kämpfen seit den 1990er Jahren.

Wenn Bomben fallen sind humanitäre Helfer machtlos. Die Kriegsparteien konnten keinen sicheren Zugang in das Kampfgebiet gewährleisten, so dass wir dort auch keine direkte humanitäre Hilfe leisten konnten.
Doch untätig war ADRA keineswegs. So halfen wir bei der Unterbringung der Geflüchteten und organisierten eine Erstausstattung für die Familien, die all ihr Hab und Gut zurücklassen mussten.

Hier berichtet Roza (82) von ihrer Geschichte in der Region und der Flucht ihrer Familie.

November 2020: Katastrophenvorsorge rettet Leben

Philippinen

Die Philippinen wurden im letzten Jahr von über 20 Wirbelstürmen heimgesucht. Trauriger Höhepunkt war der Supertaifun „Goni“ im November, bei dem mindestens 20 Menschen starben und mehr als 24.000 Familien ihr Zuhause verloren. Die Zunahme von Wirbelstürmen in der Region geht auf den menschengemachten Klimawandel zurück.

Informationen und Hilferuf zum Supertaifun “Goni”

Wir können Naturkatastrophen nicht verhindern, aber wir können uns besser darauf vorbereiten. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung wird Katastrophenvorsorge geplant und umgesetzt.

Auf den Philippinen werden lokale Schutzteams aufgebaut, um bei Naturkatastrophen schnelle Hilfe zu leisten. Helferinnen und Helfer erhalten Schutzausrüstung sowie Frühwarnkits, um gezielt denjenigen zu helfen, die sich
nicht selbst helfen können. Es ist der Katastrophenvorsorge zu verdanken, dass die Opferzahlen kontinuierlich sinken.

DEZEMBER 2020:
Ein Paradies ist in Gefahr

Fidschi

Der Südseestaat Fidschi mit seinen mehr als 300 Inseln ist stark gefährdet und buchstäblich vom Untergang bedroht. Hier ist der Klimawandel besonders spürbar und messbar. Der steigende Meeresspiegel, tropische Wirbelstürme
und Sturmfluten bedrohen das Leben der Bewohner. Welle für Welle frisst das Meer das Land entlang der Küstenlinien. Die Heimat vieler Menschen verschwindet einfach.

Katastrophenvorsorge verhindert Leid, bevor es geschieht. Um umfangreiche Maßnahmen wie Simulationsübungen, Ausbildung von Rettungsteams und Evakuierungsplanungen zu bewältigen, schlossen sich verschiedene Hilfsorganisationen und Kirchen zu einem Netzwerk
zusammen. Dieser „Church Agency Network for Desaster Operations“ (CANDO) gehören ADRA und mehrere STA-Kirchengemeinden an.

Mit dem Zyklon “Yasa” im Dezember zeigte sich, dass sich die Katastrophenvorsorge bewährt. 

(Das Projekt wir durch das Katastrophenbündnis
Aktion Deutschland Hilft unterstützt.)

Dezember 2020: Euer Engagement gibt uns Hoffnung –

Aktion „Kinder helfen Kindern“

Wir sind überwältigt und dankbar für die großartige Unterstützung, die wir in diesem schwierigen Jahr für die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ erfahren haben. Während wir im ersten Halbjahr nach Möglichkeiten suchten, wie wir die Aktion im Jahr der globalen Pandemie durchführen können, haben Kinder, Eltern und Freunde unermüdlich schöne Sachen für die Paketaktion gesammelt. Nach dem Abschluss der Sammlung begann umgehend die Planung der Verschickung der Pakete.

Die überwältigende Beteiligung ist für uns Auftrag und Motivation zugleich. Auch wenn dieses Jahr nicht alles glatt gelaufen ist, danken wir euch von ganzem Herzen.

Im Jahr 2020 konnten wir trotz schwieriger Umstände viel erreichen – und das wurde nur möglich gemacht mit der Hilfe unserer Spenderinnen und Spender.

2021 wollen wir genau hier weitermachen! Unterstütze die Arbeit von ADRA mit deiner Spende. Danke!

Gemeinsam vorsorgen. Besser helfen.

Der Katastrophe immer eine Spende voraus.

Liebe Leserin, lieber Leser,
ADRA ist Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft. Gemeinsam helfen wir nach großen Katastrophen. Eines ist aus Erfahrung sicher: Katastrophenvorsorge verhindert Leid, noch bevor es geschieht. Sei schneller als die Katastrophe und informiere dich unter www.adra.de

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Katastrophenhilfe“

Soforthilfen für die Armen – JETZT!!

Solidarisch für sozialen Zusammenhalt und gegen die Krise

Die Covid-19-Pandemie mit all ihren wirtschaftlichen und sozialen Folgen ist eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Sie lässt niemanden unberührt, und wir werden sie nur dann erfolgreich bewältigen, wenn wir gemeinsam füreinander einstehen. Solidarität ist das Gebot der Stunde – besonders gegenüber jenen Menschen, die ohnehin zu den Ärmsten in dieser Gesellschaft zu zählen sind.

Bereits im ersten Lockdown 2020 wurden für Bezieher*innen von Hartz IV und Altersgrundsicherung keinerlei zusätzlichen Hilfen zur Verfügung gestellt, obwohl der zusätzliche Bedarf durch wegfallende Schulessen, geschlossene Tafeln, steigende Lebenshaltungskosten und insbesondere auch für Desinfektionsmittel und Masken offensichtlich gegeben war. Laptops für das Homeschooling wurden versprochen, auf die die Kinder vielfach noch heute warten. Umso unverständlicher ist dies, als zugleich hohe Milliardenbeträge zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zur Verfügung gestellt wurden.

Die Hoffnung, dass sich die Corona-Krise bis Jahresende 2020 erledigt haben dürfte, hat sich nicht erfüllt. Stattdessen sind wir mitten in einem zweiten Lockdown, von dem wir nicht wissen, wie lange er nötig sein wird. Getrogen hat auch die Hoffnung, dass die Ärmsten spätestens mit der für 2021 anstehenden Anpassung der Regelsätze endlich entlastet würden. Im Gegenteil: Entgegen dem Rat und der Expertise aller Fachleute und von Gewerkschaften und Sozialverbänden erfolgte im Januar eine Erhöhung um lediglich 14 Euro auf 446 Euro, was einem armutspolitischen Offenbarungseid gleichkam.

Vor diesem Hintergrund sehen sich die Unterzeichnenden erneut veranlaßt, sofortige Hilfen für die Ärmsten unter uns einzufordern. Wir fordern:

•  für Bezieher*innen von Hartz IV und Grundsicherung für Alte und Erwerbsgeminderte die bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro sowie für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag von 100 Euro,

•  für alle Kinder und Jugendlichen in Familien mit niedrigem Einkommen Hard- und Software sowie weitere Lernmittel, die für die Nutzung der digitalen Bildungsangebote der Schulen notwendig sind, als einmalige Leistungen der Jobcenter,

•  zum Schutz aller, die aufgrund der Pandemie in Mietzahlungsschwierigkeiten geraten sind, ein erneutes Kündigungsschutzmoratorium, um sicherzustellen, dass niemand aufgrund pandemiebedingter Einkommensverluste die Wohnung verliert. Auch das Kreditmoratorium ist zu erneuern, um zu verhindern, dass Menschen aufgrund ihrer sozialen Situation in Existenznot geraten.

                                                         Marlis Tepe      Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
                                                   Frank Werneke      ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
                                      Prof. Dr. Jens Schubert      AWO Bundesverband e.V.
                                           Dr. Ulrich Schneider      Der Paritätische Gesamtverband e.V.
                                                     Maria Loheide      Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
                                                          Adolf Bauer      Sozialverband Deutschland e.V.
                                                    Verena Bentele      Sozialverband VdK e.V.
                                         Susanna Karawanskij       Volkssolidarität Bundesverband e.V.
                                                      Aron Schuster       Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.
                                                        Heinz Hilgers       Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
                                                  Holger Hofmann       Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
                                                            Olaf Bandt        Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland/
                                                                                       Friends of the Earth Germany
                                               Olaf Zimmermann       Deutscher Kulturrat e.V.
                                  Dr. Melanie Weber-Moritz       Deutscher Mieterbund e.V.
                                                         Jochen Brühl       Tafel Deutschland e.V.
                                                       Martin Rücker       foodwatch e.V.
                                                 Georg Grohmann       BAG Streetwork/ Mobile Jugendarbeit e.V.
                                                 Benjamin Andrae       Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen e.V.
                                                         Birgit Görres       Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.
                                          Dr. Klaus-Dieter Warz      DEUTSCHE DIABETES FÖDERATION e.V.
                   Wolfgang Schreck und Oliver Kunz      Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) e.V.
                                               Christel Achberger      Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V.
                                                  Herbert Temmes      Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.
                                        Prof. Christel Bienstein      Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe – DBfK Bundesverband e.V.
                                                           Gunter Erbe      Deutscher Wohlfahrtsverband für Gehör- und Sprachgeschädigte GSW e.V.  
                                                            Georg Roth       Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS e.V.)
                                                        Uwe Weppler       PARITÄTisches Bildungswerk Bundesverband e.V.
                                                    Christian Molke       ADRA Deutschland e.V.
                             Andreas Luttmer-Bensmann       Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)
                                                           Uwe Hiksch       NaturFreunde Deutschlands
                                             Volkmar Proschwitz       Advent Wohlfahrtswerk e.V.
                                                      Carmen Thiele       PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.
                                                 Helena Steinhaus       Sanktionsfrei e.V.
                                                 Annegret Gabelin       Sozialwerk des dfb (Dachverband) e.V.
                                                            Heiko Frost       Verband Deutscher Schullandheime e.V.
                                                   Britta Altenkamp      Zukunftsforum Familie e.V.

Quelle: https://www.der-paritaetische.de/presse/aufruf-soforthilfen-fuer-arme/

Sie wollen die Arbeit von ADRA Deutschland e.V. mit Ihrer Spende unterstützen?