Großes Mitgefühl in der Katastrophe

ADRA Mitarbeiter stehen im Materiallager für HochwasserhilfeNach dem verheerenden Hochwasser in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz dauern die Aufräumarbeiten weiter an. ADRA unterstützt Vereine und Initiativen bei den Aufräumarbeiten und arbeitet langfristig beim Wiederaufbau mit.

Zu den Projektpartnern gehört unter anderem das Lebenshilfehaus in Sinzig, Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Das Wohnheim für Menschen mit Beeinträchtigung wurde stark beschädigt, als das Unwetter hereinbrach. Zwölf Bewohnerinnen und Bewohner wurden von den schnell ansteigenden Fluten der Ahr im Erdgeschoss überrascht und konnten sich nicht mehr retten. Das Haus beherbergte insgesamt 36 Bewohnerinnen und Bewohner, im ersten Stock waren die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner über Stunden eingeschlossen. Sie wurden von der Feuerwehr über Boote versorgt, bevor sie in Sicherheit gebracht werden konnten. Mittlerweile wurden sie anderweitig untergebracht und die Betreuung sichergestellt. Das Wohnheim ist unbewohnbar und benötigt umfassende Sanierungsarbeiten. Unser tief empfundenes Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen der Opfer und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lebenshilfe.

Auch der Verein „Leben mit Autismus e.V.“ wurde von der Hochwasserkatastrophe nicht verschont. Der Verein betreibt in Swisstal-Odendorf ein Eiscafé, in dem Menschen mit Autismus arbeiten. Durch Odendorf fließt der Orbach, ein kleiner Bach, der in einem etwa 2 Meter tiefen Graben den Ort durchfließt. Durch die Hochwasserflut stieg der Pegel über den Graben. Das Wasser fraß sich etliche Meter in die umliegenden Straßen und verwüstete den gesamten Ort, darunter auch die Geschäftsstelle und das Eiscafé des Vereins. Das Café wurde während der Corona-Pandemie renoviert und war erst wenige Tage wieder geöffnet. Nun hat die Flut alle Arbeit vernichtet und der Verein steht vor dem nichts. ADRA hilft langfristig beim Wiederaufbau.

Die Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl sind groß

Ob in Sinzig, in Odendorf oder den übrigen Hochwassergebieten, die Anteilnahme aus dem gesamten Bundesgebiet ist bewegend und die Hilfsbereitschaft ist überwältigend! Daher ist ADRA stolz und dankbar, die freiwilligen Helferinnen und Helfer bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Zwei Initiativen, die sich in den Hochwassergebieten um Aufräumarbeiten und die Verteilung von Sachspenden kümmern, werden von ADRA finanziell unterstützt.

Derzeit laufen Gespräche mit weiteren Flutopfern, die ihr Hab und Gut verloren haben. Nicht nur Möbel oder Hausrat, ganze Existenzen wurden mit den Fluten fortgespült. ADRA wird im Namen der Spenderinnen und Spender so vielen Menschen wie möglich schnell und unbürokratisch helfen.

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Hochwasser“

Verschärfung des Tigray-Konfliktes – Humanitäre Hilfe jetzt!

In der äthiopischen Region Tigray herrscht seit November 2020 Bürgerkrieg zwischen der Zentralregierung und der Regionalmacht TPLF. In Tigray ist ADRA mit verschiedenen Projekten vertreten. Wir unterstützen die Mekele Seventh Day Adventist – Kinderklinik in der Regionalhauptstadt Mekele.

Außerdem bildet ADRA junge Äthiopier*innen in der Region zu Solartechniker*innen aus. Jüngst kam ein Nothilfeprojekt hinzu, in dessen Rahmen ADRA den Menschen hilft, mit Traumabewältigung, psychosozialer Betreuung und Unterstützung bei der Einkommensgenerierung zurück in den Alltag zu finden.

Seit einer Woche kein Kontakt

„Leider besteht momentan kein Kontakt zu unseren Kolleginnen und Kollegen in Tigray, weder per Telefon noch über das Internet. Deshalb wissen wir auch nicht, wie es den Mitarbeitenden dort geht. Wir sind in Gedanken bei ihnen und beten dafür, dass alle gesund sind. Die Hilfe von ADRA ist jetzt in Tigray wichtiger denn je. Über 90 Prozent der landwirtschaftlichen Erzeugnisse des Vorjahres wurden vernichtet, da der Konflikt die Ernte behinderte oder es zu Plünderungen kam. Als Folge dessen müssen etwa 5,5 Millionen Menschen hungern“, sagt Lukas Driedger, Abteilungsleiter für die Internationale Zusammenarbeit bei ADRA Deutschland e.V.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen (VN), António Guterres, hat die Lage als “äußerst besorgniserregend” bezeichnet. Nach Angaben der VN stehen 350.000 Menschen[1] an der Schwelle zur Hungersnot. Vor der Gewalt in Tigray sind 1,7 Millionen Menschen[2] geflohen, ein Großteil innerhalb des Landes. Aber selbst bis in das benachbarte Bürgerkriegsland Jemen flüchten die Menschen aus Verzweiflung. Auch dort werden sie von ADRA unterstützt.

[1] http://www.ipcinfo.org/ipcinfo-website/alerts-archive/issue-42/en/

[2] Siehe https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/aktuelles/pressemeldung/artikel/aethiopien-17-millionen-auf-der-flucht-vor-gewalt-in-tigray

 

Essensverteilung in Mekele (Äthiopien))28. Mai 2021 | Matthias Münz
Tigray: Humanitäre Hilfe zulassen, Hunger bekämpfen

Die Lage in der äthiopischen Konfliktregion Tigray, in der ADRA Projekte unterhält, wird immer unübersichtlicher. Vergangenen November ist in der Region ein militärischer Konflikt zwischen äthiopischen Regierungstruppen und der Tigray People’s Liberation Front ausgebrochen.

Auf die bewaffneten Auseinandersetzungen folgte eine dreiwöchige ganztägige Ausgangssperre. Die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Benzin wurde zusehends schwieriger. Hunderttausende Menschen sind von Hunger bedroht. Schätzungsweise sechs Millionen Einwohner*innen sind größtenteils von der Außenwelt, und damit von humanitärer Hilfe, abgeschnitten.

Vereinte Nationen warnen vor Hungersnot

Mark Lowcook ist Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen. Er warnt: „Konkrete Maßnahmen sind dringend erforderlich, um den Teufelskreis zwischen bewaffnetem Konflikt, Gewalt und Ernährungsunsicherheit zu durchbrechen.“ Laut Nothilfekoordinator Lowcook sind Ernten und Nutztiere vernichtet oder geplündert worden, Helfer*innen wird der Zugang erschwert.

Um die größte Not zu lindern, organisierte ADRA eine Lebensmittellieferungen für die Regionalhauptstadt Mekele (siehe Foto). Doch es braucht eine Ausweitung der humanitären Hilfe und einen ungehinderten Zugang zur Region.

Vor der Gewalt in der Region flohen nach Angaben des UN-Nothilfebüros OCHA mehr als 500.000 Menschen. Davon sind rund 60.000 Menschen in den benachbarten Sudan geflohen.

Äthiopien, ein Land im Osten Afrikas, gehört zu den langjährigen Projektländern von ADRA. Das Land grenzt im Süden an Kenia und im Osten an Somalia, ebenfalls zwei Projektländer von ADRA. Auf einer Fläche von 1.104.300 km² wohnen ca. 112 Mio. Menschen. Gemeinsam mit ADRA Äthiopien führt ADRA Deutschland in dem Land Projekte im Bereich Bildung, Ernährung und Gesundheit durch.

Helfen Sie den Menschen in Äthiopien mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort “HUNGERSNOT”
Danke!

Vorbildliches ADRA-Projekt für nachhaltige Veränderung

Kleinbauern in der MongoleiIn der nordmongolischen Provinz Selenge haben sich Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Kooperativen zusammengeschlossen. Mit Unterstützung von ADRA produzieren sie Lebensmittel, die die Bio-Zertifizierung erhalten haben. Das Projekt strebt den Aufbau einer nachhaltigen und gerechten Wertschöpfungskette für ökologische Landwirtschaft in der Mongolei an. Dazu müssen Kleinbauern, Verarbeiter, Käufer, staatliche Institutionen sowie (über)regionale Plattformen und Verbände zusammenarbeiten. Die sogenannte Multi-Stakeholder-Partnerschaft wird in dem jüngst erschienenen Fachbuch „Leading Transformative Change Collectively“ von Petra Künkel u.a. besprochen.

Was bedeutet Multi-Stakeholder-Partnerschaft?
ADRA arbeitet in komplexen sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereichen. ADRA ist der Überzeugung, dass die Herausforderungen der Zukunft nur gemeinsam und in enger Zusammenarbeit verschiedener gesellschaftlicher Gruppen aus Zivilgesellschaft und Politik, Wissenschaft und Privatwirtschaft bewältigt werden können. Multi-Stakeholder-Partnerschaften sind ein zukunftsweisender neuer Ansatz in der Entwicklungszusammenarbeit, der auf nachhaltige Entwicklung (SDGs, insbesondere Ziel 17: Globale Partnerschaften) ausgerichtet ist. Durch den Ansatz der Multi-Stakeholder Partnerschaften steht die gemeinsame Umsetzung von Projektzielen im Vordergrund. Die Partnerschaften bringen Vertreter*innen aus Verbänden, Initiativen, dem öffentlichen Sektor und Privatwirtschaft zusammen. Dabei sind sich die Akteure einig, dass Probleme am ehesten durch gemeinsames Handeln gelöst werden können. Die unterschiedlichen Teilnehmer*innen bringen ihre verschiedenen Fähigkeiten, Ressourcen und Fachwissen ein. Jeder Partner erfüllt eine vorher vereinbarte Rolle und ist verantwortlich für die Umsetzung einzelner Aspekte des Projekts.

Zu den Akteuren des ADRA-Projekts gehören der Nationale Verband der mongolischen Agrargenossenschaften (NAMAC), ein Genossenschaftsverband, das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft der Mongolei (MoFALI) sowie verschiedene Provinz- und Kommunalverwaltungen und 30 bäuerliche Kooperativen.

Die Koordinierung von derart vielen Stakeholdern ist aufwendig. Doch wenn es so gut funktioniert, wie in der Mongolei, sind die Erfolge nachhaltig. Alle Partner haben an einem Strang gezogen und viel gelernt. Der Multi-Stakeholder-Ansatz kommt in vielen ADRA-Projekten zum Einsatz. Wir sind stolz und dankbar, dass unsere Arbeit als Fallbeispiel herangezogen wurde.

Mehr über das Fachbuch und das Collective Leadership Institute finden Sie unter https://www.collectiveleadership.de/blog/article/map/

Wir danken dem Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit für die Förderung des Projekts.

Bildung lässt Träume wachsen

Bildung ist ein wichtiger Bestandteil in den Projekten von ADRA und der Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung. Daher investiert ADRA gemeinsam mit Geldgeberinnen & Geldgebern und Förderinnen & Förderern in Projekte mit dem Fokus Bildung.
Fast 1 Mio. Menschen haben von diesen Projekten profitiert. Helfen Sie mit?!
 
Mehr zu unserer Kampagne “BILDUNG LÄSST TRÄUME WACHSEN” finden Sie hier: https://adra.de/kampagne/
 
 

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Bildung“

Tag der Umwelt am 05. Juni: Die Folgen des Klimawandels

Frauen in Mali bei der GartenarbeitDie Atmosphäre und der Ozean haben sich erwärmt, die Schnee- und Eismengen sind zurückgegangen und der Meeresspiegel ist angestiegen. Der Einfluss des Menschen auf das Klimasystem ist klar und die Emissionen von Treibhausgasen sind die höchsten in der Geschichte. Der Klimawandel ist real und hat schon heute spürbare Folgen für natürliche Systeme und die Menschheit.

Der Klimawandel wird bestehende Risiken verstärken und neue Risiken hervorrufen. Dabei sind die Risiken ungleichmäßig verteilt. Die armen Länder des globalen Südens wird es härter treffen als die verursachenden Industrienationen.

In der Entwicklungszusammenarbeit ist der Klimawandel längst angekommen. ADRA hilft zum Beispiel den Kleinbauern in Mali bei der Anpassung an den Klimawandel. In 4.500 bäuerlichen Haushalten werden neue Anbaumethoden für klimaresistentere Pflanzen entwickelt. Jetzt trotzen die Landwirtinnen und Landwirte der Dürre und entfliehen dem Hunger.

Auch in der Katastrophenvorsorge sind die Veränderungen allgegenwärtig. Zwar können Hilfsorganisationen Naturkatastrophen nicht verhindern, aber wir können uns und die örtliche Bevölkerung besser darauf vorbereiten. Gemeinsam mit der lokalen Gesellschaft wird Katastrophenvorsorge geplant und umgesetzt. Auf den Philippinen werden Einsatzteams aufgebaut, um bei Naturkatastrophen schnelle Hilfe zu leisten. Helferinnen und Helfer erhalten Schutzausrüstung sowie Frühwarnkits, um gezielt denjenigen zu helfen, die sich nicht selbst helfen können. Es ist der Katastrophenvorsorge zu verdanken, dass die Opferzahlen kontinuierlich sinken.

Wir müssen Menschen und ihre Heimat schützen. Schreitet der Klimawandel ungehindert fort, werden viele Gebiete auf dem Planeten unbewohnbar. Als Folge dessen steigt die Anzahl der Menschen auf der Flucht. Durch Klimaveränderungen nehmen genauso (kriegerische) Konflikte zwischen Ländern bzw. Ethnien um fruchtbares Land zu. Nicht zu vergessen, dass durch den Klimawandel sogenannte Starkwetterereignisse zunehmen, das heißt Naturkatastrophen sind häufiger und heftiger.

In Erinnerung an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm haben die Vereinten Nationen den 5. Juni zum jährlichen “Tag der Umwelt” erklärt.

Stärken Sie mit uns das Bewusstsein, dass es der Mensch selbst ist, der die Stabilität seiner Umwelt bedroht! Helfen Sie mit einer Spende.

Madagaskar: Viele Kinder sind nur noch Haut und Knochen – schlimmste Dürre seit 40 Jahren

Update 14.05.2021

Der Süden Madagaskars zählt schon lange zu den ärmsten Regionen der Erde. Doch durch Klimawandel und Dürre ist eine lebensgefährliche Situation für 1 Millionen Menschen entstanden. Die Lage ist verheerend.

Durch die anhaltende Dürre ist keine Besserung in Sicht. Die jetzige Ernte fällt deutlich geringer aus als in den Vorjahren, denn die Felder haben sich in Staubwüsten verwandelt. Aus eigener Kraft können die Menschen die Krise nicht abwenden.

Rund 1,14 Millionen Menschen im Süden Madagaskars sind vom Hunger bedroht. Fast 14.000 von ihnen befinden sich in einem katastrophalen Zustand (IPC V[1]).

Wenn jetzt keine dringenden Maßnahmen ergriffen werden, wird sich der Hunger ausbreiten. Dann sind noch mehr Frauen, Männer und vor allem Kinder bedroht. Das Welternährungsprogramm (WFP) warnt, dass die Situation sich schnell verschlechtert und die derzeitige Unterstützung nicht ausreicht, um eine Hungersnot zu verhindern. Nur durch eine gemeinsame Anstrengung von UN-Organisationen, Partnerregierungen und Nichtregierungsorganisationen können Leben gerettet werden.

Das WFP hat die Höhe der nötigen humanitären Hilfe auf 75 Millionen US-Dollar beziffert. Mit diesem Geld können die Menschen für die nächsten sechs Monate sicher überleben. Doch was ist dann? Der Ausweg aus dieser Krisensituation ist noch lang. Ohne unsere gemeinsame Unterstützung schaffen es die Menschen nicht.

[1] Eine Hungersnot wird von den Vereinten Nationen ausgerufen, wenn
·        mindestens 30 Prozent der Bevölkerung akut unterernährt sind
·        pro Person weniger als vier Liter Wasser am Tag zur Verfügung stehen
·        die Menschen am Tag weniger als 2.100 Kilokalorien Nahrung zu sich nehmen,
·        kein eigenes Einkommen mehr erwirtschaftet werden kann und
·        mindestens zwei von 10.000 Menschen täglich aus Nahrungsmittelmangel sterben

Kinder verhungern in Madagaskar

07. Mai 2021 | Pierre Schweitzer

Im Süden Madagaskars gibt es kaum Essen mehr für die Bevölkerung. Aufgrund einer jahrelangen Dürre ging die Ernte verloren. Mehr als eine Million Menschen leiden unter Hunger. Immer mehr Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt. Laut Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen hat sich ihre Zahl in den letzten vier Monaten verdoppelt und liegt nun bei 16,5 Prozent.

Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern dieser Welt. Nun droht in dem Inselstaat eine Hungersnot. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Aufgrund hoher Ernteausfälle in den letzten Jahren, haben sie kein ausreichendes Saatgut mehr für die nächste Aussaat. In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen zu allem, was ihr Überleben kurzfristig sicher kann. Sie essen Heuschrecken und Blätter. ADRA Madagaskar berichtet von hungernden Familien und Kinder, die nur noch der Schatten ihres Selbst sind.

Mit der Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit ist ADRA im Rahmen eines mehrjährigen Projektes vor Ort und hilft den Menschen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Mit dem Bau von Brunnen erhalten 68.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem lernen 7.500 Kleinbauern neue Anbaumethoden kennen, um ihre Ernteerträge zu steigern. Die Hilfe reicht dennoch nicht aus.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat die Höhe der nötigen humanitären Hilfe auf 75 Millionen US-Dollar beziffert. Mit diesem Geld können die Menschen für die nächsten sechs Monate sicher überleben. Doch was ist dann? Der Ausweg aus dieser Krisensituation ist noch lang. Ohne unsere gemeinsame Unterstützung schaffen es die Menschen nicht.

Madagaskar ist eine Insel im indischen Ozean und gehört zum afrikanischen Kontinent. Auf einer Fläche von 587.295 km² wohnen 27 Mio. Menschen. Gemeinsam mit der Unterstützung des BMZ führt ADRA in dem Land ein mehrjähriges Projekt im Bereich Ernhährung durch.

Bitte unterstützen Sie die Menschen in Madagaskar mit Ihrer Spende!

Tag der erneuerbaren Energien: Solartechnik in der Entwicklungszusammenarbeit

Am 24. April feiert der Tag der erneuerbaren Energien sein 25-jähriges Jubiläum. Eingeführt wurde der Tag 1996 anlässlich der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986.

Der Aktionstag erinnert an den Ausbau der erneuerbaren Energien auf allen Ebenen. Auch in der Entwicklungszusammenarbeit haben sie einen wichtigen Stellenwert. Sie sind nachhaltig und schädigen die Umwelt nicht, im Gegensatz zu fossilen Energieträgern. Außerdem sind sie leicht dezentral einsetzbar und bringen so Strom in die entlegensten Ecken der Welt.

In Äthiopien erarbeitet ADRA gemeinsam mit den Ministerien für Energie und Bildung staatlich anerkannte Berufsstandards für die Ausbildung zu Solartechniker*innen. Begonnen hat das Projekt in zwei Modellregionen des Landes. Dort wurden 2.200 Jugendliche, davon 30 Prozent Frauen, ausgebildet. Eine von ihnen ist Zenebu: “Dank des Unterrichts habe ich ein besseres technischen Verständnis der Solartechnologie. Ich fand die Kurse sehr wichtig, um meine Fähigkeiten in der Solartechnologie zu entwickeln. Ich finde es großartig, dass ich Studenten zu Solartechnikern auszubilden kann.“
Durch den großen Erfolg der Ausbildung wurden die Lehrpläne nun durch das zuständige Ministerium auf das ganze Land übertragen.

Solartechnik kommt in zahlreichen Ländern zum Einsatz. Sie ist auch Teil eines Bildungsprojektes in Somalia. Dort stattet ADRA die Schülerinnen und Schüler mit Solarlampen aus. Durch die neuen Lampen können sie zu Hause auch noch nach Einbruch der Dunkelheit lernen, ohne dass der Rauch sie schädigt oder einen Brand auslöst. Bereits mit einer Spende von 30 Euro kann den Schülern eine langlebige Solarlampe zur Verfügung gestellt und ihre Zeit zum Lernen verlängert werden!

Auch das ADRA-Gebäude im südhessischen Weiterstadt wird durch Solarenergie versorgt. Seit 2012 versorgt eine Solaranlage mit einer jährlichen Leistung von ca. 33.784 kWh das Bürogebäude. Damit werden jährlich ungefähr 23,6 Tonnen klimaschädliches CO² eingespart.

Sie wollen die Arbeit von ADRA Deutschland e.V. unterstützen?