Schul- und Rettungszentrum für Massai-Mädchen

20 Jahre lang unterstützte ADRA Deutschland das Schul- und Rettungszentrum im kenianischen Kajiado. Mit dem Projekt konnten viele Mädchen und junge Frauen vor Genitalverstümmelung und Frühverheiratung geschützt werden. Dank Bildung hat ihr Leben eine Perspetive bekommen. Die Zusammenarbeit zwischen ADRA Deutschland e.V. und dem Schul- und Rettungszentrum in Kajiado endete 2018.

Unfreiwillige Frühverheiratung und Genitalver­stümmelung von Mädchen bei den Massai in Kenia sind bei einem Großteil nach wie vor Teil der Tradi­tion. Die jungen Mädchen und Frauen sind den ge­sundheitlichen und seelischen Folgen oft hilflos ausgesetzt. Die traditionelle Rolle der Mädchen und Frauen dreht sich um Haushalt und Kinder. Der Bil­dung für Mädchen wird wenig Bedeutung beige­messen. Das Schul- und Rettungszentrum ist eine Einrichtung der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, junge geflüchtete Massai-Mädchen vor Gewalt, Genitalverstümmelung und Zwangsverhei­ratung zu schützen und ihnen eine neue Perspekti­ve zu geben. Im Gründungsjahr 2000 suchten 14 Mädchen im Zentrum von Kajiado Zuflucht – bis heute hat die Einrichtung über 2.000 gefährdete Mädchen unterstützt und geschützt.
Das Zentrum ermöglicht ihnen Zugang zu Bil­dung, bietet Schutz und Sicherheit, medizinische Versorgung sowie ein familiäres, liebevolles Um­feld. ADRA unterstützte die bedürftigen Kinder mit Schulgeldern, Schuluniformen und Bedarfsartikeln, ermöglichte Renovierungen der Gebäude und sani­tären Anlagen und stellte die Wasserversorgung durch den Bau eines Brunnens sicher. In Dürrezei­ten half ADRA durch Nahrungsmittelversorgung.
Doch der Auftrag geht noch weiter. Langfristi­ges Ziel ist es, eine Änderung der Tradition bei den Massai und der Stellung der Frau in der Gesellschaft zu bewirken. Deshalb ist die Einrichtung heute kei­ne reine Mädchenschule mehr, sondern steht auch Jungen aus der Region Kajiado offen. So lernen die Mädchen mit Jungen umzugehen und auch Vertrau­en zum anderen Geschlecht zu entwickeln.

Erfolgsgeschichte von Zipporah und Josephine

Zwei Mädchen, die durch das Schul- und Rettungszentrum unterstützt wurden, sind Zipporah und Josephine. Beide haben Zuflucht im Rettungszentrum gesucht und Unterstützung durch das Projekt gefunden. Anschließend haben sie sich über Bildung eine Perspektive erarbeitet. Nach dem Schulbesuch haben sie an einer Hochschule studiert und sind schließlich Lehrerinnen an der Kajiado-Schule geworden. Für die anderen geretteten Mädchen sind Zipporah und Josephine echte Vorbilder, die zeigen, dass es sich lohnt, motiviert zu lernen. Geschichten, wie die von Zipporah und Josephine, gab es viele am Kajiado Schul- und Rettungszentrum. ADRA Deutschland unterstützte über 200 Mädchen allein in den letzten fünf Jahren.
Ende 2018 zog sich ADRA Deutschland aus dem Projekt zurück, weil nach mehrfachem Wechsel der Schulleitung unsere administrativen Ansprüche und unsere Forderung nach Transparenz nicht mehr erfüllt werden konnten und eine selbstunterhaltende Perspektive der Bildungseinrichtung fehlte. Das heisst, konkrete Ziele, um durch die Unterstützung von ADRA Deutschland unabhängig zu werden und selbstständig Gelder einnehmen zu können, konnte wegen fehlender Führungskapazitäten vor Ort nicht aufgebaut werden. Aus diesem Grund haben wir die offizielle Zusammenarbeit mit dem Schul- und Rettungszentrum eingestellt.
Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und frühe Ehen bleiben aber für ADRA Deutschland weiter ein wichtiges Thema und wir unterstützen unseren kenianischen ADRA Partner bei laufenden und neuen Vorhaben auf diesem Gebiet .
Insofern wird ADRA Deutschland auch in Zukunft Sensibilisierungskampagnen in dem Distrikt Kajiado fördern und sich nach wie vor für die Rechte von Mädchen und Frauen in Kenia einsetzen. Zudem kooperiert ADRA Deutschland weiterhin mit dem Verein Waldfriede e.V., um gezielte, individuelle Förderungen von einzelnen motivierten Mädchen am Schul- und Rettungszentrum Kajiado zu ermöglichen.

Kajiado:
2010: Bau eines Gästehauses
2012: Renovierung Speisesaal und Küche
2014: 36 Mädchen unterstützt
2015: 36 Mädchen unterstützt
2016: 35 Mädchen unterstützt
2017: 54 Mädchen unterstützt
2018: 77 Mädchen unterstützt

Das Projekt wurde unterstütz von Aktion Deutschland Hilft.

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ADRAdirekt zur Lage im Jemen

Seit Generationen gilt der Jemen als das Armenhaus der arabischen Halbinsel. Der Krieg hat die Lage noch schlimmer gemacht. Wir sprechen darüber in der Sendung ADRAdirekt

Im Jahr 2014 besetzen schiitischen Huthi-Rebellen strategisch wichtige Orte im Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa und die wichtige Hafenstadt Aden. Im darauffolgenden Jahr stellt sich eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition an die Seite der international anerkannten Regierung und startet Luftangriffe auf die Rebellen.

Laut Vereinten Nationen ist der Krieg im Jemen „die schlimmste humanitäre Krise der Welt“: Zerstörte Infrastruktur, Hunger, Krankheiten und über 2 Millionen Binnenvertriebene im Land. Mehr als 24 Millionen Menschen, also 80 Prozent der Bevölkerung, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

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Heimat – ein Ort, an dem man sich sicher und geborgen fühlt
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ADRAdirekt zur Seenotrettung: Flucht über das Mittelmeer

Das Mittelmeer ist eine der tödlichsten Fluchtrouten der Welt. Für ADRA ist Seenotrettung ein humanitäres Gebot. David Starke, Geschäftsführer von SOS MEDITERRANEE, berichtet in der Sendung über den Einsatz im Mittelmeer, die Situation in Libyen und wie schwierig sich die Suche nach einem sicheren Hafen gestaltet. Das und noch viel mehr berichtet David im Gespräch mit Julia Schmitz in der Sendung ADRAdirekt. Die Erstausstrahlung fand am 20. Januar im Hope TV statt.

ADRAdirekt vom 20. Januar 2020

Die gesamte Sendung ist auf YouTube abrufbar:  https://youtu.be/9AhC0FUwDUg

Spendenstichwort „Seenotrettung“

Erfahrt mehr über den Einsatz auf dem Mittelmeer unter www.adra.de/seenotrettung

Spendenlauf nach Darmstadt: ProjektZwanzig22

Die drei Sportler Frank, Marco und Philipp sind begeisterte Läufer. Gemeinsam haben sie das „ProjektZwanzig22“ ins Leben gerufen. Bis zum Jahr 2022 wollen sie in jedem Jahr einen großen Benefizlauf absolvieren. In diesem Jahr zugunsten von ADRA Deutschland.

Am 28. & 29. März ist es so weit, Frank, Marco und Philipp starten im süddeutschen Achern und legen 180 Kilometer zurück. Ziel des Laufs ist die ADRA Deutschland Zentrale in Weiterstadt. Auf der letzten Etappe von Darmstadt nach Weiterstadt bekommen die Drei Unterstützung von Mitarbeitern und Freunden von ADRA.

Die gesammelten Spenden fließen in Projekte zugunsten der Kinder in Albanien und Jemen.

Seit 2014 leidet die Bevölkerung unter einem furchtbaren Bürgerkrieg. Über 80 Prozent der Menschen im Jemen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, die Kindersterblichkeit nimmt dramatisch zu. ADRA ist im Jemen aktiv, um das Leid zu lindern und hilft mit Krankenhäusern und Gesundheitsstationen. Ein Schwerpunkt der Hilfe kommt schwangeren Frauen, Neugeborenen und Kleinkindern zugute. Mehr…

Im November wurde der Balkan von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Epizentrum lag in Albanien, nahe der Hauptstadt Tirana. ADRA ist im betroffenen Gebiet mit Bildungsprojekten unterwegs. Nach dem Erdbeben leistet ADRA Katastrophen- und Nothilfe. Mehr…

„Wir sind froh, dass Frank, Marco und Philipp uns für ihren Spendenlauf ausgesucht haben. Im Namen der Kinder in Albanien und im Jemen danken wir ihnen von ganzem Herzen“ sagt Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland.

Unterstützen auch Sie die Spendenaktion unter https://adra.de/spendenaktionen-emb/?cfd=sldfd