Anti-Korruptionstag: Bremsklotz Bakschisch

Der Welt-Anti-Korruptionstag findet seit 2003 jährlich am 9. Dezember statt. Jedes Jahr werden 1 Billion US-Dollar (1.000.000.000) an Bestechungsgeldern gezahlt, während schätzungsweise 2,6 Billionen US-Dollar (2.600.000.000) jährlich durch Korruption gestohlen werden[1]. Korruption ist kein Kavaliersdelikt. Durch Korruption wird die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in allen Teilen der Gesellschaft untergraben und Ungleichheit gefördert.

ADRA zahlt keine Bestechungsgelder!
Als spendenfinanzierte Hilfsorganisation ist ADRA das Vertrauen der Spenderinnen und Spender extrem wichtig. Die NGO geht verantwortungsvoll mit den Geldern von privaten und öffentlichen Geldgebern um. Die Zahlung von Bestechungsgeldern kommt für ADRA deshalb nicht in Frage!

Um das auch in den fragilsten Kontexten, in denen ADRA tätig ist, umzusetzen, gibt es mehrstufige Mechanismen, die dies verhindern und die Verausgabung der Projektmittel transparent machen. ADRA Deutschland ist in der Lage, genau alle getätigten Ausgaben nachzuvollziehen und prüft Projekte in regelmäßigen Abständen daraufhin.

Im jährlichen Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perception Index – CPI) von Transparency International sind 180 Länder aufgeführt. Deutschland steht auf Rang 11, knapp nicht unter den Top Ten. ADRA arbeitet auch in Länder, die nicht so positiv dastehen: Burkina Faso steht auf Platz 78 der Rangliste, Albanien auf Rang 99, Schlusslicht und gleichzeitig Einsatzgebiet der Entwicklungszusammenarbeit ist Somalia. Deshalb gibt es sehr hohe Auflagen für die Entwicklungszusammenarbeit mit Somalia. So werden Finanzmittel von Nairobi aus gesteuert. Nur bei konkreten Bedarfen werden Gelder mit einem Finanzdienstleister geschickt. Hier wird jede Ausgabe vorher und hinterher eingehend geprüft. Zudem reisen Finanzfachkräfte regelmäßig in die Büros in Somalia und bauen Kapazitäten auf, um eine gute Buchhaltung zu garantieren. Nicht nur Finanzfachkräfte reisen, auch die Belege ‚reisen‘ regelmäßig nach Nairobi und werden dort geprüft.

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „BILDUNG“! >> zum Spendenformular

[1] Quelle: https://www.un.org/en/events/anticorruptionday/

ADRA Bio: Social Business geht in die nächste Runde

Zur Finanzierung der Projekte von ADRA Deutschland hat sich Social Business als dritte Säule etabliert. Neben den ADRAshops wird ADRA Bio die neue Plattform für ökologisch hergestellte Agrarprodukte werden. Im Rahmen einer internationalen Business-Konferenz beschließen ADRA-Regional- und Länderdirektoren von vier Kontinenten ein Modellprojekt.

Mitte November kommen im südhessischen Weiterstadt 16 ADRA Netzwerk Vertreter aus den Kontinenten Afrika, Südamerika, Asien und Europa zusammen um sich auszutauschen und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten.

In den zwei Tagen der Business-Konferenz beschließen die Teilnehmer, im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit weitere Pilotprojekte im Bereich ökologischer Landwirtschaft gemeinsam zu planen und umzusetzen und die Einrichtung einer digitalen Warenbörse voranzutreiben. Mit diesem Ansatz soll die Unabhängigkeit der geförderten Landwirtinnen und Landwirte gegenüber dem Zwischenhandel gestärkt werden. Die Erzeuger, z.B. Quinoa-Bauern in Peru, oder Cashew Nuss Plantagenbesitzer in Ghana, erhalten die Chance ökologisch und sozial fair hergestellte Waren zu verkaufen, ohne die Erlöse mit einem Zwischenhändler zu teilen. Die Gewinne können in das eigene Unternehmen reinvestiert werden. Damit stärkt ADRA Bio die Position der Hersteller und garantiert faire Preise für eine nachhaltige Produktion.

Die ADRA Bio eCommerce Warenbörse wird, einmal verwirklicht und fertiggestellt, allen Interessierten zur Verfügung stehen. Der Handel mittels dieser online Plattform wird den Erzeugern die Wertschöpfung vermehren und den Zugang zum lokalen, wie auch zum internationalen Markt wesentlich erleichtern. Darüber waren sich alle Anwesenden einig.

Erdbeben in Albanien: Die Hilfe läuft an!

So schlimm wie diesen Dienstag war es noch nie. Albanien hat in den letzten zwei Jahren häufiger Erdbeben erlebt, das Beben von Dienstag war das schwerste Erdbeben seit 1926.

In den frühen Morgenstunden traf ein Erdbeben der Stärke 6,4 den Balkanstaat. Die Auswirkungen waren bis nach Italien zu spüren. Nach offiziellen Angaben sind 23 Menschen ums Leben gekommen und über 600 Verletzt. Zahlreiche Gebäude sind eingestürzt oder beschädigt. Auch ein Projekt von ADRA Deutschland ist betroffen.

Die Roma-Gemeinschaft in der Stadt Fushe Kruja, nahe des Epizentrums des Bebens, ist auch betroffen. Von elf Familien ist ihr zu Hause so stark zerstört, dass sie die Nacht im Freien, draußen in der Kälte, verbringen mussten. Insgesamt sind 43 Familien auf Hilfe angewiesen. ADRA nimmt sich der marginalisierten Minderheit der Roma besonders an und versorgt die Familien mit Essen, Zelten, Kleidung, Matratzen und Decken. Neben der Nothilfe beginnen parallel weitere Bedarfsanalysen, um den genauen Hilfebedarf zu ermitteln und die betroffenen Familien zielgerichtet zu versorgen.

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe für Albanien mit einer Spende unter dem Stichwort „Erdbeben Albanien“. Mehr dazu unter www.adra.de/spendenformular

Das ADRA-Projekt:
In der Stadt Fushe Kruja betreibt ADRA Deutschland seit 2017 ein Bildungs- und Integrationsprojekt für Roma-Familien. Die Eltern erhalten Alphabetisierungskurse und werden für Kinderrechte und den Wert von Bildung sensibilisiert. Die Kinder erhalten Zusatzunterricht und Nachhilfeunterricht. Mehr zu dem Projekt unter https://adra.de/bildung-fuer-marginalisierte-in-albanien/.

Zerstörtes Gebäude in der Stadt Thumana (c) ADRA Albanien

Jemen: Dengue-Fieber ausgebrochen!

Das Dengue-Fieber ist eine Viruserkrankung, die sich sehr schnell ausbreitet. Übertragen wird das Virus von Stechmücken. Nun ist es im Jemen zu einer Epidemie gekommen, die bisher schätzungsweise 50 Menschen das Leben gekostet hat.

Schwerpunkt des Ausbruchs ist die Hafenstadt Hudaida im Westen. ADRA Deutschland ist dort aktiv und leistet humanitäre Hilfe im Gesundheitssektor. Mehr als 2.000 Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen erkrankt. Die meisten Dengue-Fälle verlaufen mit ähnlichen Symptomen wie bei einem grippalen Infekt: Fieber bis 40 °C mit Schüttelfrost und starken Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen.

Dengue-Fieber trifft auf eine geschwächte Bevölkerung

Die Krankheit wird umso bedrohlicher, je mehr die Bevölkerung geschwächt ist. Im Jemen sind mehr als 24 Millionen Menschen (ca. 80 Prozent der Bevölkerung) auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Versorgung mit Nahrungsmittel und medizinischen Gütern ist unsicher. Immer wieder treffen Cholera-Epidemien die Menschen, mehr als 2.700 Menschen sind ums Leben gekommen, mehr als 1,3 Million Verdachtsfälle wurden gemeldet.

Der Jemen braucht dringend Unterstützung!

Zur Bekämpfung der jüngsten Dengue-Epidemie benötigt der Jemen ein funktionierendes Gesundheitssystem, um alle Patienten zu behandeln. ADRA ist ein wichtiger Akteur der Gesundheitsversorgung im Jemen und stellt Gesundheitsdienstleistungen für fast eine halbe Millionen Menschen in Hudaida, Hajjah und Saada bereit.

Ein weiterer Baustein, um die Epidemie einzugrenzen sind Hygienemaßnahmen und ein funktionierendes Sanitärsystem. Deshalb organisiert ADRA Gesundheitsschulungen, um die Ansteckung zu vermeiden.

Helfen Sie mit! Unter dem Stichwort „JEMEN“ können Sie dabei helfen das Leid der Menschen zu lindern.
>> zum Spendenformular

Dieses Projekt wird gefördert vom Auswärtigen Amt.

Laos: Ausbau der Ernährungssicherheit und Widerstandskraft

Ist die Nahrungssicherheit in Städten und zentralgelegenen Dörfern in Laos im Wesentlichen gut ausgebildet, sind die Nahrungsmittel und Erwerbsmöglichkeiten in den entferntesten Bergdörfern sehr eingeschränkt.

ADRA setzt sich in enger Zusammenarbeit mit der laotischen Regierung in der Provinz Phoukoud ein, die dort lebende Bevölkerung zu schulen, die natürlichen Ressourcen so zu nutzen, dass eine klimaresiliente Landwirtschaft und verbesserte Lebensgrundlagen geschaffen werden. In Trainings wird erarbeitet, wie die laotischen Kleinbauern mithilfe von Nutzgärten und Gewächshäusern den Gemüseanbau intensivieren. Ebenso werden die Gemeinden in effizienterer Viehhaltung sowie Fisch- und Entenzucht geschult. Eine zusätzliche Förderung erhalten frauengeführte Haushalte und Haushalte von Menschen mit Behinderungen, um ihre gesellschaftliche Rolle zu verbessern und eine soziale Vielfalt entstehen zu lassen.
>> zum Spendenformular

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Welttoilettentag 2019: Tabus brechen

„Darüber spricht man doch nicht“, heißt es oft mit Blick auf das stille Örtchen. Doch das ist falsch, denn die Tabuisierung kostet im Zweifel sogar Menschenleben. Fakt ist, dass etwa ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen hat. Fehlt der Zugang zu Sanitäreinrichtungen, breiten sich Infektionskrankheiten wie Cholera oder sonstige Durchfallerkrankungen aus. Erkrankungen, die auf verunreinigtes Wasser zurückgehen; sie sind die häufigste Todesursache von Kleinkindern, da diese besonders anfällig sind.

ADRA unterstützt Menschen durch Aufklärung und materielle Hilfe, so zum Beispiel im Jemen, wo weiterhin der anhaltende Bürgerkrieg die zivile Infrastruktur zerstört. Eine Cholera-Epidemie hat bisher mehr als 2.700 Menschen das Leben gekostet, es wurden mehr als 1,3 Million Verdachtsfälle gemeldet. Der Welttoilettentag am 19.11. soll uns daran erinnern, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, bis alle Menschen auf dem Planeten Zugang zu ordentlichen Sanitäranlagen haben.

Unterstützen Sie die Projekte von ADRA mit Ihrer Spende, um Menschen Schulungen und Ausbildungen in Bildungseinrichtungen zu ermöglichen. >> zum Spendenformular