Header_Projekt_Nahrungsmittelhilfe-als-Weg-aus-der-Krise-Jemen-
Header_Projekt_Nahrungsmittelhilfe-als-Weg-aus-der-Krise-Jemen-

Südjemen: Nahrungsmittelhilfe als Weg aus der Krise

Humanitäre Hilfe während der Hungersnot

Der Jemen erlebt 2025 eine Hungerkrise. Mehr als fünf Millionen Menschen sind von Hunger betrof­fen. Besonders schlimm ist es im Gebiet Al Wazi’yah, wo mehr als die Hälfte der Bevölkerung nicht genug zu essen hat. Gründe dafür sind hohe Lebensmittelpreise, der andau­ern­de Konflikt im Land sowie die gerin­gen Löhne. Obwohl Lebensmittel lokal erhält­lich sind, kön­nen sich die­se immer weni­ger Familien leis­ten. Als Reaktion dar­auf ver­teilt ADRA acht Monate lang Geld an 656 Familien, damit sie wie­der fri­sche Lebensmittel kau­fen kön­nen. Der finan­zi­el­le Zuschuss hilft ihnen, ihre Grundbedürfnisse zu decken.

Projektinfos

Nothilfe
Jemen
2025 – 2026
PROJEKTZIELE

Die humanitäre Krise im Jemen

Der Jemen steht nicht mehr im Fokus der media­len Berichterstattung. Doch die huma­ni­tä­re Situation im Land hat sich 2025 ver­schärft. Millionen von Menschen lei­den unter den Folgen von Gewalt, Vertreibung, Naturkatastrophen und Armut. Nach Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe haben 17 Millionen Menschen im Land nicht genug zu essen.¹

 Die Gründe sind viel­fäl­tig: Die Wirtschaft ist fast zusam­men­ge­bro­chen, die Preise für Lebensmittel und Treibstoff stei­gen rasant, und vie­le Hilfsprogramme kön­nen wegen Geldmangels nicht umge­setzt wer­den. Aufgrund des seit 2014 andau­ern­den Konflikts sowie extre­mer Wetterbedingungen wie Überschwemmungen und Dürren ist die land­wirt­schaft­li­che Arbeit stark ein­ge­schränkt. Über vier Millionen Familien muss­ten ihre Wohnorte ver­las­sen und leben vor­wie­gend in Notunterkünften ohne Möglichkeit für sich selbst zu sor­gen. 

Besonders schlimm ist die Lage im Distrikt Al Wazi’yah, im Süden des Landes. Familien leben dort meist von Gelegenheitsarbeit, die kaum genug ein­bringt, um Lebensmittel zu kau­fen. Viele ver­schul­den sich, ver­kau­fen ihren Besitz oder essen weni­ger Mahlzeiten, um zu über­le­ben. Frauen, Kinder und Vertriebene sind beson­ders betrof­fen, weil sie weni­ger ver­die­nen und oft auf Hilfe ange­wie­sen sind.  

Die Hilfe von ADRA

Gemeinsam mit der Canadian Foodgrains Bank unter­stützt ADRA in die­sem Projekt 656 Familien im Distrikt Al Wazi’yah dabei, ihre Grundbedürfnisse zu decken.

Acht Monate lang erhal­ten sie monat­lich Bargeld, um ihren Lebensmittelbedarf auf loka­len Märkten zu decken. Das Geld ermög­licht den Familien selbst zu ent­schei­den, wel­che Produkte sie am drin­gends­ten brau­chen. Die finan­zi­el­le Hilfe ist will­kom­men, denn sie gleicht die hohe Inflation aus und macht es wie­der mög­lich, Getreide, Gemüse oder Hülsenfrüchte in aus­rei­chen­der Menge zu kau­fen. Diese Maßnahme stärkt auch die loka­le Wirtschaft, da das Geld vor Ort aus­ge­ge­ben wird.  

Die aus­ge­wähl­ten Familien wer­den im Voraus über die Standorte und Zeiten des Bargeldtransfers infor­miert, um eine rei­bungs­lo­se Durchführung zu gewähr­leis­ten. 

Die finan­zi­el­le Unterstützung begann im Oktober 2025 und wird bis Mai 2026 fort­ge­setzt. Dadurch wer­den die Bedarfe der Familien sowohl wäh­rend der Wintermonate als auch zu Beginn der Pflanzsaison abge­deckt. 

Mann im Jemen erhält Lebensmittelpakete von ADRA und der Canadian Foodgrains Bank – Nothilfe unterstützt Familien in der anhaltenden Krise.

Jetzt für den Jemen spenden

90 Euro

hel­fen einer Familie, Grundnahrungsmittel wie zum Beispiel Getreide und Gemüse für einen Monat zu kau­fen. 

Die ver­wen­de­ten Icons wur­den
mit­hil­fe der KI recraft.ai gene­riert.

Über Jemen

Der Jemen liegt im Süden der Arabischen Halbinsel und grenzt an Saudi-Arabien sowie an den Oman. Die Republik Jemen gibt es erst seit 1990. Damals ver­ei­nig­ten sich die jeme­ni­ti­sche Arabische Republik im Norden und die Demokratische Volksrepublik Jemen im Süden (auch Nordjemen und Südjemen genannt). Seit 2015 befin­det sich das Land in einem Bürgerkrieg.

Partner und Förderung

Das Projekt wird unter­stützt von der Canadian Foodgrains Bank, ADRA und Aktion Deutschland Hilft.

Teilen auf:

Helfen Sie Menschen in Not durch eine Spende. Gezielt kön­nen Sie Projekte und Kampagnen unter­stüt­zen.

Sie suchen ein Geschenk für jeman­den? Wie wäre es mit einem Geschenk aus unse­rem ADRA-Spendenshop?

Weitere Projekte | ADRA Deutschland e.V.

Eine ADRA-Mitarbeiterin und eine Frau tragen Lebensmittelpakete bei einer Hilfsaktion in Venezuela
Projekte

Lebensmittelhilfe für erdbebenbetroffene Familien in Venezuela

Nach den schwe­ren Erdbeben von Ende Juni bleibt die Not in Venezuela groß. Viele Familien haben durch die Katastrophe ihr Zuhause, ihr Einkommen und ihre Lebensmittelvorräte ver­lo­ren. Gleichzeitig sind Geschäfte und Verkehrswege teil­wei­se beschä­digt, sodass die Preise für Lebensmittel sehr teu­er gewor­den sind. › mehr dazu

Zwei Mädchen stehen zwischen Trümmern nach den schweren Überschwemmungen in Bangladesch
Projekte

Nothilfe nach Überschwemmungen in Bangladesch

Anfang Juli 2026 führ­ten star­ke Regenfälle in Bangladesch zu schwe­ren Überschwemmungen. Knapp eine hal­be Million Menschen sind infol­ge­des­sen auf Nothilfe ange­wie­sen. Als Reaktion auf die Katastrophe lei­tet ADRA ers­te Hilfsmaßnahmen ein, um betrof­fe­ne Familien mit dem Nötigsten zu ver­sor­gen. In Abstimmung mit den Behörden erhal­ten 2.250 Menschen Bargeldhilfen, damit sie ihre drin­gends­ten Bedürfnisse selbst­stän­dig decken kön­nen. › mehr dazu