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Fidschi: Nachhaltige Katastrophenvorsorge bringt Sicherheit
Vorausschauendes Handeln und Umweltschutz retten Leben im Pazifik
Projektinfos
- ADRA, Gemeinden, Kirchenvertreterinnen und -vertreter sowie lokale Behörden sind in der Lage, drohende Naturkatastrophen zu erkennen und frühzeitig zu handeln
- Bevölkerung und Behörden auf Fidschi entwickeln Notfallpläne und achten bei den geplanten Vorsorgemaßnahmen auf den Umweltschutz
- Lager und Hilfsgüter werden umweltfreundlich gestaltet bzw. angeschafft
- Projektnummer:2810021
Fidschi zunehmend von Katastrophen betroffen



Wie ADRA die Menschen auf Fidschi auf Katastrophen vorbereitet
In den früheren Projektphasen wurden Notfallpläne entwickelt, um die Menschen im Falle einer Naturkatastrophe rechtzeitig in Sicherheit zu bringen und sie mit angemessenen Hilfsgütern wie Trinkwasser, Nahrungsmitteln oder Hygieneartikeln zu versorgen. ADRA vernetzte Kirchengemeinden, Familien und Behörden, um so viele Menschen wie möglich in die Notfallplanung einzubeziehen.
In dieser Projektphase soll nun die praktische Umsetzung von Notfallplänen erlernt werden. Doch das ist nicht alles. Es geht auch darum vorausschauendes Handeln zu fördern, das heißt bereits vor der Katastrophe aktiv zu werden. Die Menschen lernen anstehende Katastrophen rechtzeitig zu erkennen und setzen frühzeitige Maßnahmen um, die die Menschen besser schützen sowie materielle Schäden mindern. Außerdem geht eine gute Katastrophenvorsorge und -prävention mit einem wirksamen Umweltschutz einher. Ein zentrales Anliegen von ADRA ist es daher, Hilfsprojekte so klimafreundlich wie möglich zu gestalten. Auf Fidschi beispielsweise soll der Katastrophenschutz keinen zusätzlichen CO₂ ausstoßen oder der Natur zur Last fallen. Somit wird den Menschen geholfen und die Umwelt nachhaltig geschützt.
1 Der Pazifische Feuerring ist ein Vulkangürtel, der den pazifischen Ozean von drei Seiten umgibt. Er gilt als die aktivste Vulkanregion der Welt. In dieser Region treten tektonische Platten aufeinander, die auch schwere Erdbeben auslösen können (für mehr Informationen siehe eskp.de ↗).
Hilfe, die ankommt
Das Projekt kommt 4.447 Menschen zugute.
Die Hilfsmaßnahmen im Überblick
Verbesserung der Notfallplanung und deren praktische Umsetzung
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Durchführung von Übungen und Planspielen für örtliche Rettungsteams, ADRA-Mitarbeitende, Kirchenmitglieder, lokale Partner und Behörden, um Notsituationen zu üben und Abläufe zu verbessern
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Vernetzung und regelmäßige Treffen mit regionalen ADRA-Länderbüros im Südpazifik, um Erfahrungen auszutauschen und Katastropheneinsätze zu koordinieren
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Durchführung von Schulungen zu umweltfreundlicher humanitärer Hilfe. Die ADRA-Kolleginnen und Kollegen lernen den CO₂-Fußabdruck ihrer Arbeit zu erfassen und planen Maßnahmen zur Vermeidung oder Kompensation von Emissionen bei Nothilfeeinsätzen.
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Zusammenarbeit mit lokalen und nationalen Behörden, Partnern und Rettungsteams, um einen Plan zu erstellen, damit der Umweltschutz auch bei der Durchführung von Katastrophenhilfsmaßnahmen berücksichtigt wird. Es geht darum, negative Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt zu vermeiden, selbst in Notfällen.
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Einbindung des Plans für eine umweltfreundliche humanitäre Hilfe in die Notfallpläne, die von ADRA und ihren Partnern in früheren Phasen des Projekts entwickelt wurden
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Vernetzung mit lokalen Händlern, um Überschüsse aus der Land- und Weidewirtschaft zu fairen Preisen zu vermarkten
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Sensibilisierungskampagne in Kirchengemeinden verschiedener Glaubensrichtungen für die Bedeutung der Katastrophenvorsorge und bewährte Praktiken in Notfällen
Förderung von vorausschauenden Maßnahmen
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Schulung in proaktiven Maßnahmen, um frühzeitig zu handeln, bevor eine Katastrophe eintritt.
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Während die Katastrophenvorsorge die Minderung von Katastrophenrisiken zum Ziel hat, geht es beim vorausschauenden Handeln darum, die Not nach einer Katastrophe schnellstmöglich zu lindern. So lernen die Menschen in Schulungen Evakuierungspläne sowie frühzeitige Maßnahmen wie die Verteilung von Bargeld oder Hilfsgütern kennen.
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Entwicklung und Test eines Maßnahmenplans zum frühzeitigen Handeln mit den Gemeinden
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Austausch mit Behörden über die Vorteile von vorausschauendem Handeln und Vorstellung des Maßnahmenplans
Umweltfreundliche humanitäre Hilfe
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Schulung von ADRA-Mitarbeitenden, um beispielsweise in den ADRA-Lagern weniger Müll zu verursachen oder nachhaltige Produkte zu kaufen.
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Vereinbarungen mit Lieferanten mit dem Ziel, schnell auf bestimmte Hilfsgüter wie Hygieneartikel, Trinkwasser, Lebensmittel oder Baumaterial – je nach Notfall - zurückgreifen zu können
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Modernisierung der ADRA-Lagerhäuser zum Beispiel mit der Installation von Solarpanels für eine grüne Stromerzeugung
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Durchführung von Simulationsübungen, um Nöte zu identifizieren und den Lagerbestand rechtzeitig zu decken
Die Hilfsmaßnahmen im Überblick
- Schulungen über nachhaltige Anbaumethoden und Tierhaltungspraktiken
- Verteilung von verbessertem Saatgut[2] für den Anbau von Reis, Mais, Hirse, Bohnen und Gemüse
- Verteilung von landwirtschaftlichen Werkzeugen wie Pflug, Spitzhacke, Schaufel oder Schubkarre zur Erleichterung der Feldarbeit
- Verteilung von Ziegen sowie von Hähnen und Hühnern für die eigene Zucht
- Durchführung von Impfkampagnen, um Viehbestände vor Krankheiten zu schützen
- Vernetzung mit lokalen Händlern, um Überschüsse aus der Land- und Weidewirtschaft zu fairen Preisen zu vermarkten
- Wiederherstellung geschädigter Böden durch bepflanzte Steinkorridore und Aufforstungsmaßnahmen, um die Bodenerosion zu verhindern
- Erschließung von neuen Agrarflächen für den Reisanbau
- Herstellung und Verwendung von organischem Kompost als Dünger
- Bau von Wassersammel- und rückhaltebecken damit Menschen und Tiere ausreichend Wasser haben
[2] Dieses Saatgut ist an veränderte Klimabedingungen optimal angepasst: es kann auch bei Trockenheit oder kurzen Überschwemmungen keimen.
- Kochveranstaltungen für Mütter, um aus Eigenanbau nährstoffreiche Mahlzeiten vorzubereiten
- Schulungen von Gesundheitsexpertinnen und -experten zur Früherkennung und Behandlung von Unterernährung
- Einrichtung von Komitees aus Vertreterinnen und Vertretern aller 30 Dörfer, um die Umsetzung der Projektaktivitäten zu folgen und technische Beratung zu leisten
- Einrichtung von Entscheidungsgremien aus Vertreterinnen und Vertretern aller 30 Dörfer, um bei Konflikten über die Wasser-, Vieh- oder Landbewirtschaftung Lösungen zu erarbeiten
- Einführung regelmäßiger Austauschtreffen zwischen Behörden und Gemeinden, um kollektive Nutzungsrechte für Land und lokale Wasserstellen einzurichten.
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35 Euro
decken die Teilnahmegebühr für eine Person an einer Schulung im Bereich umweltfreundliche humanitäre Hilfe
75 Euro
ermöglichen kleine Reparaturen an einem ADRA-Lagerhaus
230 Euro
kostet die Ausstattung eines Lagerhauses mit Solarpanels
Die verwendeten Icons wurden
mithilfe der KI recraft.ai generiert.
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- Letzte Aktualisierung:
- Autor: Pierre Schweitzer
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