Zusammen lernen macht Spaß

In Serbien leben die Roma am Rande der Gesellschaft. Sie werden diskriminiert und zählen zu den Ärmsten der Armen im Lande. Die meisten von ihnen finden keine regelmäßige Arbeit und überleben als Tagelöhner. Die Kinder besuchen nur selten
eine Schule.

In den Städten Belgrad und Novi Sad engagiert sich ADRA an der Seite von Roma-Familien, um ihnen die Integration in die serbische Gesellschaft zu erleichtern. Kinder erhalten einen Platz in einer Grundschule. In Belgrad bekommen sie in einem
Gemeindezentrum Nachhilfe und können im Rahmen von Freizeitaktivitäten mit anderen Kindern spielen. Erwachsene erlernen in Schulungen neue Fähigkeiten, die sie auf dem Arbeitsmarkt nachweisen können.
Für die Roma-Bevölkerung bedeutet eine gute Ausbildung einen Ausweg aus der Armut und mehr Teilhabe in der Gesellschaft. Mit der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender erhalten arme Familien Lebensmittelpakete. Denn nur mit vollem Magen kann man gut lernen!

Das Projekt wird finanziell durch das Auswärtige Amt unterstützt

Projektlaufzeit: 04/2021 – 03/2023

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Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

So lautet das sechszehnte der 17 Ziele für eine nachhaltige Ent­wicklung, welche 2015 von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Na­tionen bestimmt wurden. Bei diesem Ziel geht es unter anderem darum, Korruption zu bekämpfen. Denn Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen kann es nur in einer korruptionsfreien Gesell­schaft geben. Dies ist jedoch nicht so einfach, denn der Begriff Kor­ruption „ist so undurchsichtig wie die Strukturen, in denen Korruption gedeiht.“ (Transparency International). Bildung spielt in diesem zu­sammehang eine zentrale Rolle, denn eine chancengerechte und hochwertige Bildung gibt Menschen die Chance auf ein besseres Le­ben und ermöglicht die Weiterentwicklung eines Landes und der dar­in lebenden Gesellschaft. Auch die Korruption wird verringert, wenn Menschen eine Perspektive und die Möglichkeit auf eine sichere Zu­kunft bekommen. ADRA setzt sich weltweit dafür ein, die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen und gegen Korruption vor­zugehen. Bildungsprojekte setzt ADRA derzeit in Myanmar, Thailand, Fidschi, Somalia, Äthiopien und Serbien um.

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Stärkung junger Roma-Familien in Serbien

Stärkung junger Roma-Familien durch AusbildungsangeboteKeinen Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung, Grundschulbildung und zu Sozialleistungen zu bekommen, bedeutet in der Folge, dass vermehrt Krankheiten, eine hohe Arbeitslosigkeit und ein Leben in Armut entstehen können. In Serbien sind viele Roma-Familien von dieser Problematik betroffen. Darum unterstützt ADRA junge Roma in Belgrad und Novi Sad in der beruflichen Bildung und ist bei der Gründung von Kleinbetrieben durch Sachleistungen behilflich. Darüber hinaus unterstützt ADRA die jungen Leute bei der Bewerbung auf einen Arbeitsplatz in Betrieben vor Ort. In Workshops erwerben sie praktische Fertigkeiten und erhalten technische Unterstützung in Form von Handwerkszeug. Auf diese Weise steigt die Chance dem Teufelskreis zu entkommen und besser in die serbische Gesellschaft integriert zu werden.

Wenn Sie auch unsere Bildungsprojekte unterstützen möchten, dann können Sie dies mit einer Spende unter dem Kennwort „BILDUNG“ auf https://adra.de/spendenformular/ tun.

Dieses Projekt wird unterstützt vom Auswärtigem Amt.

Mobile Starthilfe für Obdachlose in Belgrad

Der Mangel an Waschmöglichkeiten und sauberer Kleidung macht es Obdachlosen in Belgrad schwer, wieder beruflich Fuß zu fassen und auch eine feste Unterkunft zu finden. Mit einem mobilen Bus unterstützt ADRA sie dabei, den Teufelskreis zu durchbrechen. 

In der serbischen Hauptstadt Belgrad leben rund 5000 obdachlose Menschen, die keinen Wohnraum haben, keine regelmäßigen Mahlzeiten bekommen und keiner geregelten Tätigkeit nachgehen. Auch medizinische Versorgung, saubere Kleidung und Hygiene-Artikel stehen ihnen oft nicht zur Verfügung. Die Wurzel des Problems liegt im Mangel an Ausbildung und Arbeitsplätzen sowie in der Wohnungsknappheit der Stadt. Es kommt zu einem Teufelskreis: Da die Obdachlosen keinen Zugang zu Waschmöglichkeiten haben und ihre Nahrung auf unkonventionelle Weise beschaffen müssen, werden sie als potenzielle Anwärter für die Arbeits- und Wohnungssuche ausgeschlossen.

Ein mobiler Bus bringt Unterstützung

Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, benötigen die Obdachlosen eine Startunterstützung. Diese bekommen sie in Form eines mobilen Busses von ADRA. Dort erhalten die Betroffenen eine Mahlzeit, eine Dusche und die Gelegenheit für einen Haarschnitt. Sie werden zu verschiedenen Themen, Anlaufstellen und Möglichkeiten der psychosozialen Unterstützung informiert. So werden die Obdachlosen befähigt, sich selbst zu helfen, und ihre Situation langfristig zu verbessern. Darüber hinaus soll auf ihre Lage aufmerksam gemacht sowie mögliche Perspektiven bei sozialen Unternehmen oder durch anderweitige einkommensgenerierende Gelegenheiten ermittelt werden.

 

 Projektlaufzeit: 01.06.17 – 31.12.18

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Schritt aus der Armut – ADRA unterstützt Roma in Serbien

Berufsausbildung für Roma

Ein Drittel der Balkanflüchtlinge sind Roma. Kommen sie aus Bosnien-Herzegowina, Mazedonien oder Serbien, werden sie aus Deutschland zurückgeschickt, denn diese Balkanstaaten gelten als sichere Herkunftsländer. ADRA hat in Serbien ein Projekt initiiert, um den Menschen in ihrem Zuhause eine Zukunft zu bieten. 

Seit dem 11. Jahrhundert leben die Roma auf dem Balkan und bilden eine der drei größten ethnischen Minderheitengruppen. Überall sind sie in sozialer und kultureller Hinsicht Diskriminierung, rassistischen Bedrohungen und Gewalt ausgesetzt. Diskriminierung von Roma findet auf verschiedenen Ebenen statt: Durch räumliche Trennung und der Bildung von Roma-Siedlungen oder Ghettos werden die Roma von der serbischen Bevölkerung isoliert. Außerdem sind die Roma durch hohe Arbeitslosigkeit oder Beschäftigung im Niedriglohnsektor auf wenig geschätzten Arbeitsplätzen wirtschaftlich benachteiligt. Zudem haben ethnische Minderheiten in Serbien politisch keine Stimme.

Nur ein Viertel der eingeschulten Roma-Kinder beendet die Grundschule, einen Sekundarabschluss erlangen weniger als zehn Prozent. Oftmals müssen die Kinder ihre Eltern bei der Einkommenssicherung unterstützen. Sozial-wirtschaftlich leben die Roma in Armut, mehrheitlich sogar am Rande des Existenzminimums. Dieses isolierte perspektivlose Leben macht sie anfällig für verschiedene Formen von Gewalt. Menschenhandel, Drogenabhängigkeit und Kriminalität sind die Folgen.

ADRA hilft mit Bildung gegen Armut

Ziel dieses ADRA-Projektes ist es, die Armut der Roma zu bekämpfen und sie sozial besser in die serbische Gesellschaft zu integrieren. Armut und Bildung hängen eng miteinander zusammen. Durch die Teilnahme am öffentlichen Schulsystem werden bereits bei den Kindern Perspektiven und Chancen für die Zukunft geschaffen. Dieses wird von ADRA in Zusammenarbeit mit den Behörden entwickelt. Durch Schulabschlüsse und Ausbildungen können sich die Jugendlichen besser in den Arbeitsmarkt und damit in die serbische Gesellschaft integrieren. Zusätzlich hilft ADRA jungen Erwachsenen mit mehrmonatigen Bildungsprogrammen, sich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Diese Lehrgänge bieten eine Weiterbildung zu handwerklichen Berufen wie Bäcker, Maler, Schweißer oder Friseur und geben Hilfestellung beim Schreiben von Bewerbungen. Zum Berufsstart bekommen sie die erforderliche Werkzeuge, Kleidung und andere berufsspezifische Utensilien geliehen, um so einen leichteren Start ins Berufsleben zu haben. Nur durch Bildungsmaßnahmen kann langfristig der Armutskreislauf bei den Roma unterbrochen werden.

Projektlaufzeit: 01.09.16 – 31.12.18

Dieses Projekt wird gefördert durch