Vertreter internationaler Freiwilligendienste und ADRA Deutschland beim politischen Austausch im Deutschen Bundestag zur Zukunft von weltwärts und IJFD
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Gemeinsame Verantwortung für globale Partnerschaften: ADRA setzt auf konstruktiven Dialog mit der Bundespolitik

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ADRA Deutschland e.V. warnte bereits im April vor Kürzungen im entwicklungspolitischen Freiwilligenprogramm weltwärts. ADRA Deutschland e.V. sucht daher aktiv das Gespräch mit politischen Entscheidungsträgern. Ziel der jüngsten Gespräche in Berlin ist es, die internationalen Freiwilligendienste nicht als bloßen Kostenfaktor, sondern als unverzichtbaren Partner zur Erreichung gemeinsamer globaler Ziele und zur Stärkung der Demokratie zu positionieren.

Weiterstadt, 12. Mai

Weltwärts ist der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der von Partnerorganisationen wie ADRA Deutschland e.V. umgesetzt wird. Im Rahmen der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) nahm Felix Weiß, Referent für Freiwilligendienste und entwicklungspolitische Bildungsarbeit bei ADRA Deutschland e.V., kürzlich an hochrangigen Gesprächsrunden im Deutschen Bundestag teil. Der Austausch mit Vertretern der Fraktionen von CDU/CSU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN markiert einen wichtigen Schritt, um die Zukunft internationaler Dienste wie weltwärts oder den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) langfristig zu sichern.

 

Partnerschaft statt „Entweder-oder“

ADRA Deutschland e.V. favorisiert dabei einen konstruktiven und lösungsorientierten Ansatz und wehrt sich auch bei der Finanzierungsfrage gegen eine verkürzende Gegenüberstellung von Freiwilligendiensten einerseits und humanitären Projekten andererseits. Die Organisation plädiert für eine generelle Stärkung internationaler Dienste. „Es darf kein ‚Entweder-oder‘ geben, wenn es um zivilgesellschaftliches Engagement und globale Solidarität geht“, so der Tenor aus den Gesprächen.

Vielmehr gelte es, die im Koalitionsvertrag verankerten Ziele als gemeinsame Aufgabe zu begreifen, bei denen die Bundesregierung die Trägerorganisationen als verlässliche Partner auf Augenhöhe versteht. Angebote wie weltwärts sind weit mehr als reine Lernerfahrungen für junge Menschen. Sie fördern interkulturelles Verständnis, stärken globale Partnerschaften und leisten einen aktiven Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zur Stärkung der Demokratie und zum Frieden.

 

Langfristige Wirkung wissenschaftlich belegt

Der konstruktive Ansatz von ADRA wird durch aktuelle Daten gestützt. Eine im April 2025 veröffentlichte Längsschnittstudie des BMZ belegt, dass Freiwillige sich auch Jahre nach ihrem Einsatz überdurchschnittlich stark gesellschaftlich engagieren und demokratische Werte stärken.  Diese nachhaltige Wirkung ist ein wesentlicher Baustein für die zivilgesellschaftliche Bindung in Deutschland.

„Dieses Jahr, die Kinder und all die besonderen Momente werden mich für immer begleiten. Sie haben einen festen Platz in meinem Herzen und prägen mich weit über diese Zeit hinaus“, fasst Alegra S., ehemalige Freiwillige bei der Einsatzstelle Nuestro Hogar in Arequipa, Peru, ihr Freiwilliges Soziales Jahr zusammen „Diese Erfahrung ist etwas ganz Besonderes in meinem Leben, und ich bin sicher, dass sie mich noch lange prägen wird, nachdem ich Peru verlassen habe“, so Luca B. aktueller Freiwilliger in Puerto Maldonado, Peru.

Felix Weiß ergänzt: „Mehrere unserer ehemaligen Freiwilligen engagieren sich nach ihrer Rückkehr in deutschen Fördervereinen, die die Einsatzstellen im Ausland unterstützen. Andere lassen sich - bezuschusst von ADRA - zu Multiplikatoren im Globalen Lernen ausbilden.“

 

Blick auf das „International Volunteer Year“ 2026

Mit Blick auf das von den Vereinten Nationen für 2026 ausgerufene „International Volunteer Year“ fordert ADRA dazu auf, die bestehenden Strukturen nicht durch Kürzungen zu schwächen, sondern sie als Investition in die Zukunft und in die Demokratie zu begreifen. Die Fortführung der Programme auf bisherigem Niveau ist essenziell, um die über Jahrzehnte gewachsenen internationalen Partnerschaften, wie sie ADRA beispielsweise mit Projekten in Mosambik pflegt, stabil zu halten.

„Wir schätzen den offenen Austausch im Bundestag sehr“, resümiert Felix Weiß nach den Gesprächen in Berlin. „Allerdings wollen wir klar auf die Gefahren hinweisen, die mit den bevorstehenden Kürzungen einhergehen. Es muss jetzt darum gehen, dass die internationalen Dienste zukunftsfähig bleiben und nicht das Engagement einer ganzen Generation ausgebremst wird.“

 

Ihre Spende stärkt globales Engagement. Mit Ihrer Unterstützung können wir jungen Menschen weiterhin wertvolle Lernerfahrungen im globalen Süden ermöglichen, Partnerschaften mit unseren Projektländern fortführen und den interkulturellen Austausch fördern. Spenden können Sie auf das Spendenkonto ADRA Deutschland e.V., IBAN DE36 3702 0500 0007 7040 00 oder unter adra.de/spenden.

Über ADRA Deutschland e.V.

ADRA Deutschland e.V. ist eine weltweit tätige Hilfsorganisation, die Projekte in der Entwicklungs-zusammenarbeit und Katastrophenhilfe durchführt. Die unabhängige Nichtregierungsorganisation wurde 1987 gegründet und steht der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe verbessert ADRA in partnerschaftlicher Zusammenarbeit die Chancen auf ein würdiges und selbstbestimmtes Leben. ADRA steht für Adventist Development and Relief Agency.

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Pressekontakt ADRA Deutschland e.V.

Andreas Lerg, Pressesprecher & Referent Öffentlichkeitsarbeit bei ADRA Deutschland e.V.

Andreas Lerg

Pressesprecher & Referent Öffentlichkeitsarbeit

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