Massive Einschnitte in der Finanzierung von humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit gefährden Menschenleben. Während die Mittel für humanitäre Hilfe seit 2022 um fast 70 Prozent gesunken sind, wurden die Etats für Entwicklungszusammenarbeit im gleichen Zeitraum um rund ein Viertel gekürzt. Angesichts weltweit eskalierender Krisen und neuer Bedrohungen warnt ADRA Deutschland e.V. eindringlich davor, dass diese Sparpolitik mühsam erarbeitete Erfolge der letzten Jahrzehnte zunichtemacht. „Investitionen in Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe sind keine Almosen, sondern eine notwendige und solidarische Vorsorge für eine gerechtere und sicherere Welt“, betont die Organisation. In einem offenen Brief (im Anhang) an Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil stellt ADRA gemeinsam mit anderen Organisationen eine konkrete Forderung an die Bundesregierung.
Kürzungen stoppen und Förderung aufstocken
Um den globalen Bedarfen in der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit gerecht zu werden, fordert das Bündnis aus ADRA und 17 anderen Partnern:
Stoppen Sie die geplanten Kürzungen und investieren Sie in humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit! Stärken Sie Gleichberechtigung und Frauenrechte, damit Mädchen weltweit zur Schule gehen können, Frauen und queere Personen selbstbestimmt leben und Schwangere auch in Flüchtlingscamps medizinisch versorgt werden! Starke Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe retten Leben und schaffen Geschlechtergerechtigkeit weltweit.
Menschenleben und Erfolge stehen auf dem Spiel
Die geplanten Kürzungen hätten fatale Konsequenzen. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnten zusätzlich bis zu 22,5 Millionen Menschen sterben. Sie würden an fehlender medizinischer Versorgung, Mangelernährung und den Folgen von Krisen sterben. Zudem sind bisherige Erfolge massiv bedroht. Dazu zählen die seit dem Jahr 2000 mehr als halbierte weltweite Kindersterblichkeit sowie der verbesserte Bildungszugang für Mädchen. Betroffen von den finanziellen Einschnitten sind primär diejenigen, die am dringendsten Unterstützung benötigen: Frauen, Mädchen und queere Menschen.
Petition „Solidarität nicht kaputtsparen“
Um den Druck auf die politischen Entscheidungsträger zu erhöhen, unterstützt ADRA Deutschland e.V. gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Partnern die Petition „Solidarität nicht kaputtsparen“. Die Kampagne richtet sich gegen die kurzsichtige Sparpolitik und fordert eine Rückkehr zur internationalen Verlässlichkeit. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ein Zeichen für globale Gerechtigkeit zu setzen und die Forderungen unter https://adra.de/petition-solidaritaet-nicht-kaputtsparen/ mit ihrer Unterschrift zu unterstützen.
Ihre Spende kann Leben retten. Dank Ihrer Unterstützung können wir Menschen in den von Konflikten, Hunger und Klimawandel betroffenen Regionen unterstützen. Spenden können Sie auf das Spendenkonto ADRA Deutschland e.V., IBAN DE36 3702 0500 0007 7040 00 oder unter adra.de/spenden.