Ziel der Konferenz zum Thema „Ökosystembasierte Anpassung” (Ecosystem-based Adaptation, kurz EbA) sowie des vorgelagerten parlamentarischen Frühstücks ist es, politische Entscheidungsträger und Geldgeber dazu zu motivieren, vermehrt in lokal geführte Schutzmaßnahmen und bewährte Mechanismen wie den Blue Action Fund (BAF) zu investieren. Die Veranstaltungsreihe, ausgerichtet in der hessischen Landesvertretung Berlin, gliedert sich in zwei komplementäre Formate, die den Dialog zwischen der Praxis im Globalen Süden und der deutschen Bundespolitik vertiefen. Das Ziel ist zunächst, einen Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern in Berlin zu führen und dann einen strategischen Austausch zwischen Politik, Gebern und Akteuren aus der Praxis zu etablieren.
Parlamentarisches Frühstück - 9. Juni 2026, Deutscher Bundestag:
In diesem Rahmen, veranstaltet gemeinsam mit Rare, tauschen sich Abgeordnete direkt mit Partnern aus der Projektpraxis aus. Im Fokus steht die Frage, wie Deutschland seine internationalen Verpflichtungen, wie das 30 x 30-Ziel (Schutz von 30 % der Land- und Meeresflächen bis 2030), durch die Stärkung lokaler Akteure erfüllen kann. Als Gast wird unter anderem Anifa Ismael, lokale Projektmanagerin des vom Blue Action Fund geförderten und gemeinsam mit der Peace Parks Foundation umgesetzten , online teilnehmen. Sie berichtet ausführlich über die Umsetzung mehrerer konkreter Maßnahmen vor Ort und deren Wirkung. Ebenfalls erwartet wird Alice Pires, Meeresbiologin und Programmmanagerin bei Rare aus dem vom Blue Action Fund geförderten . Die Schirmherrschaft für das parlamentarische Frühstück übernimmt und direkt gewählte Abgeordnete im Wahlkreis Hamburg Altona.
EbA-Konferenz - 23. Juni 2026, Hessische Landesvertretung
Diese politische Dialogveranstaltung bringt Akteure aus Politik (BMZ, KfW, EU), Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen. Anifa Ismael sowie die , Professorin an der mosambikanischen Universität Eduardo Mondlane, Landesvertreterin für die Western Indian Ocean Marine Science Association, werden anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Es sprechen auch Markus Knigge vom Blue Action Fund und Gisela Habel vom BMZ. Das Programm umfasst zunächst einen kurzen Impulsvortrag, ein Diskussionspanel mit einem anschließenden offenen Dialog. Daran schließt sich ein Empfang zum Netzwerken an. Vorgestellt werden erfolgreiche Projekte in Mosambik, Tansania und Madagaskar. Im Nachgang der Konferenz wird ein Positionspapier mit konkreten Handlungsempfehlungen an politische Entscheidungsträger übergeben, um die Weichen für eine langfristige und lokal verankerte Meeresschutzpolitik zu stellen.
Warum jetzt gehandelt werden muss
Die Meere sind ein zentraler Pfeiler für das Erreichen globaler Klimaziele. Doch während die ökologische Dringlichkeit zunimmt, schwinden die finanziellen Zusagen internationaler Geber. „Lokaler Meeresschutz ist ein systemrelevanter Hebel für globale Klimaresilienz und muss als strategische Priorität langfristig politisch und finanziell abgesichert werden“, so die Kernbotschaft der Initiative. Das bewährte Modell des Blue Action Fund (BAF) zeigt, dass lokal verankerte Ansätze nicht nur ökologisch effektiv, sondern auch sozial stabilisierend und kosteneffizient sind.
Einladung an die Medien
Medienvertreter sind herzlich eingeladen, die EbA-Konferenz zu begleiten. Es besteht die Möglichkeit für Interviews mit lokalen Experten aus dem Westlichen Indischen Ozean sowie Vertretern von ADRA und ihrer Partnerorganisation Rare.