Landwirtschaft in Vietnam, drei Menschen begehen ein Feld

Individuelle Nachhaltigkeit

Der Ursprung des Begriffs „Nachhaltigkeit“ wird in der Forstwirtschaft ver­or­tet: Im Sinne einer „klu­gen Art der Waldbewirtschaftung“ soll­te nicht mehr Holz gefällt wer­den, als inner­halb einer gewis­sen Zeit jeweils nach­wach­sen kann. Das Prinzip Nachhaltigkeit wur­de dar­auf­fol­gend auch in ande­ren Bereichen auf­ge­grif­fen. Es ging dar­um sicher­zu­stel­len, dass ein rege­ne­ra­ti­ves, natür­li­ches System in sei­nen wesent­li­chen Eigenschaften dau­er­haft erhal­ten bleibt, indem nicht mehr ver­braucht wird als nach­wach­sen bzw. sich rege­ne­rie­ren kann.

Sprechen wir dage­gen heu­te im Allgemeinen von Nachhaltigkeit, mei­nen wir häu­fig ein­fach so viel wie „lang­fris­tig“, „dau­er­haft“, „län­ge­re Zeit anhal­tend“, oder auch „zukunfts­fä­hig“. Die Herausforderung dabei ist, dass die genaue Bedeutung des Begriffs nicht klar ein­ge­grenzt ist, sodass sei­ne Verwendung auch irre­füh­rend sein kann. So wird er z.B. in Werbestrategien von Unternehmen genutzt, um ein grü­nes Image zu erzeu­gen, ohne dass es dafür eine aus­rei­chen­de Grundlage gibt (Greenwashing).

Nachhaltigkeit und die Ziele für nachhaltigige Entwicklung

Insbesondere seit den 1980er Jahren haben Nachhaltigkeitsaspekte natio­nal sowie inter­na­tio­nal immer mehr an Bedeutung gewon­nen. Schließlich wur­de 2015 von den Vereinten Nationen mit der „Agenda 2030 für nach­hal­ti­ge Entwicklung“ ein glo­ba­ler Handlungsrahmen geschaf­fen. Den Kern der Agenda stellt ein Zielsystem dar, das unter dem Schlagwort „SDGs“ (Sustainable Development Goals; dt.: Ziele für nach­hal­ti­ge Entwicklung) bekannt ist.

Die Agenda 2030 gilt für alle Staaten der Welt glei­cher­ma­ßen und basiert auf der Überzeugung, dass sich die heu­ti­gen glo­ba­len Herausforderungen nur gemein­sam lösen las­sen. Die 17 SDGs mit ihren 169 Zielvorgaben beinhal­ten füh­ren Entwicklungs- als auch Nachhaltigkeitsaspekte zusam­men und bezie­hen sich auf die drei Dimensionen Soziales, Umwelt und Wirtschaft glei­cher­ma­ßen. So rei­chen die Zielvorgaben von der Beseitigung des welt­wei­ten Hungers über die Schaffung men­schen­wür­di­ger Arbeit bis zu Maßnahmen des Klimaschutzes.

Um die Ziele bis zum Jahr 2030 zu errei­chen wer­den welt­weit Maßnahmen durch­ge­führt, die in indi­vi­du­el­len Strategien der jewei­li­gen Staaten fest­ge­hal­ten sind.

In Deutschland stellt die „deut­sche Nachhaltigkeitsstrategie“ den wesent­li­chen Rahmen für die Umsetzung der SDGs bzw. der Agenda 2030 dar. Sie wird nicht nur durch die Bundesländer und Kommunen umge­setzt, son­dern Bevölkerung, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft spie­len eine eben­so wich­ti­ge Rolle.

17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung – Sustainable Development Goals

Icon für SDG 1 „Keine Armut“ – rotes Quadrat mit weißen Piktogrammen einer Familie

Keine Armut

Armut in allen ihren Formen und über­all been­den.
Icon für SDG 2 „Kein Hunger“; gelbes Quadrat mit weißer Schüssel und aufsteigendem Dampf

Kein Hunger

Den Hunger been­den, Ernäh­rungs­sicherheit und eine bes­se­re Ernährung errei­chen und eine nach­hal­ti­ge Landwirt­schaft för­dern.
Icon für SDG 3 „Gesundheit und Wohlergehen“; grünes Quadrat mit weißer Herzlinie und Herzsymbol

Gesundheit und Wohlergehen

Ein gesun­des Leben für alle Menschen jeden Alters gewähr­leis­ten und ihr Wohlergehen för­dern.
Icon für SDG 4 „Hochwertige Bildung“ – rotes Quadrat mit Buch und Stift

Hochwertige Bildung

Inklusive, gleich­be­rech­tig­te und hoch­wer­ti­ge Bildung gewähr­leisten und Möglichkeiten lebens­langen Lernens für alle för­dern.
Icon für SDG 5 „Geschlechtergleichheit“ – rotes Quadrat mit Gender-Symbol

Geschlechtergleichheit

Geschlechtergleichstellung errei­chen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befä­hi­gen.
Icon für SDG 6 „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ – hellblaues Quadrat mit Wassertropfen

Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Verfügbarkeit und nach­hal­ti­ge Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewähr­leis­ten.
Icon für SDG 7 „Bezahlbare und saubere Energie“ – gelbes Quadrat mit Sonnensymbol

Bezahlbare und saubere Energie

Zugang zu bezahl­ba­rer, ver­läss­li­cher, nach­hal­ti­ger und moder­ner Energie für alle sichern.
Icon für SDG 8 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ – bordeauxfarbenes Quadrat mit Diagramm

Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Dauerhaftes, brei­ten­wirk­sa­mes und nach­hal­ti­ges Wirtschafts­wachstum, pro­duk­ti­ve Vollbe­schäftigung und menschen­wür­dige Arbeit für alle för­dern.
Icon für SDG 9 „Industrie, Innovation und Infrastruktur“ – orangefarbenes Quadrat mit Würfeln

Industrie, Innovation und Infrastruktur

Widerstandsfähige Infra­struk­tur auf­bau­en, breiten­wirks­ame und nach­haltige Indu­striali­sie­rung för­dern und Inno­vationen unter­stüt­zen.
Icon für SDG 10 „Weniger Ungleichheiten“ – pinkes Quadrat mit Gleichheitssymbol

Weniger Ungleichheit

Ungleichheit in und zwi­schen Ländern ver­rin­gern.
Icon für SDG 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ – orangefarbenes Quadrat mit Gebäuden

Nachhaltige Städte und Gemeinden

Städte und Siedlungen inklu­siv, sicher, wider­stands­fä­hig und nach­hal­tig gestal­ten.
Icon für SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ – ockerfarbenes Quadrat mit Unendlichkeitssymbol

Nachhaltige/r Konsum und Produktion

Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicher­stel­len.
Icon für SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ – grünes Quadrat mit Auge und Erdkugel

Maßnahmen zum Klimaschutz

Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und sei­ner Auswirkungen ergrei­fen
Icon für SDG 14 „Leben unter Wasser“ – blaues Quadrat mit Fisch und Wellen

Leben unter Wasser

Ozeane, Meere und Meeres­res­sourcen im Sinne nach­hal­ti­ger Entwicklung erhal­ten und nach­hal­tig nut­zen.
Icon für SDG 15 „Leben an Land“ – grünes Quadrat mit Baum und Vögeln

Leben an Land

Landökosysteme schüt­zen, wie­der­her­stel­len und ihre nach­hal­ti­ge Nutzung för­dern, …
Icon für SDG 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ – blaues Quadrat mit Taube und Richterhammer

Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Friedliche und inklu­si­ve Gesellschaften für eine nach­hal­ti­ge Entwicklung för­dern …
Icon für SDG 17 „Partnerschaften“ – blaues Quadrat mit verschlungenen Kreisen

Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Umsetzungsmittel stär­ken und die glo­ba­le Partnerschaft für nach­hal­ti­ge Entwicklung mit neu­em Leben erfül­len.

Quelle: 17Ziele.de

Um die Ziele bis zum Jahr 2030 zu errei­chen wer­den welt­weit Maßnahmen durch­ge­führt, die in indi­vi­du­el­len Strategien der jewei­li­gen Staaten fest­ge­hal­ten sind. In Deutschland stellt die „deut­sche Nachhaltigkeitsstrategie“ den wesent­li­chen Rahmen für die Umsetzung der SDGs bzw. der Agenda 2030 dar. Sie wird nicht nur durch die Bundesländer und Kommunen umge­setzt, son­dern Bevölkerung, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft spie­len eine eben­so wich­ti­ge Rolle.

Fact Sheet

17 Gründe, warum wir unser (Konsum) Verhalten (dringend) ändern sollten:

380 Tonnen Kunststoff schwemmt der Rhein jedes Jahr schät­zungs­wei­se in die Nordsee.
Mehr als 150 Millionen Tonnen Plastikmüll trei­ben in den Ozeanen welt­weit. Jedes Jahr kom­men min­des­tens drei Millionen wei­te­re Tonnen Plastikmüll dazu.
Die größ­te Müllinsel der Welt „Great Pacific Garbage Patch“ liegt zwi­schen Hawaii und Kalifornien und beträgt 1,6 Millionen km² und ist damit etwa drei­mal so groß wie Frankreich.
Die gesam­te Exportmenge von Plastikmüll 2019 in Deutschland beträgt 1,05 Millionen Tonnen. Der größ­te Teil mit 17 % ging nach Malaysia, danach in die Niederlande mit 13 % gefolgt von Hongkong, Polen, Tschechien, Türkei und Indien.
Nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) ver­schwin­den pro Tag etwa 150 Arten für immer vom Planeten.
Weltweit ver­schwin­den pro Minute 30 Fußballfelder Regenwald.
1kg Rindfleisch pro­du­ziert 13,3kg Co2 und ver­braucht 16.000Liter Wasser.
Etwa 3,6 Millimeter pro Jahr hebt sich der Meeresspiegel. Bis zum Jahr 2100 könn­te der Meeresspiegel um 30 bis 60 Zentimeter anstei­gen.
Jahr für Jahr lan­den in Deutschland rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll.
2019 lit­ten rund 690 Millionen Menschen an Hunger.
Derzeit ver­ur­sacht die Textilindustrie jähr­lich 1,2 Billionen Tonnen CO2 – und damit mehr als inter­na­tio­na­le Flüge und Kreuzfahrten zusam­men. Die Modeindustrie als Teil der Textilbranche ist allein für 5 % der glo­ba­len Emissionen zustän­dig.
Der gesetz­li­che Mindestlohn für Textilarbeiter:innen in Bangladesch wur­de 2019 auf 83€ im Monat ange­ho­ben. In der Regel wird täg­lich 12 h an 6 Tagen in der Woche gear­bei­tet.
Mehr als ein Drittel des welt­wei­ten Mikroplastik-Aufkommens stammt aus syn­the­ti­schen Textilien.
Denn 80% der Ressourcen wer­den von 20% der Weltbevölkerung, von den Menschen der rei­chen Industrienationen, ver­braucht.
Deutschland ist viert­größ­ter Waffenexporteur der Welt
In den ver­gan­ge­nen zehn Jahren expor­tier­te Deutschland ins­ge­samt Kriegswaffen im Wert von fast 17 Milliarden Euro.
Weltweit sind 79,5 Millionen Menschen auf der Flucht. In Deutschland kom­men, nach Angaben des BAMF, mehr als 70 % der Asylsuchenden aus Kriegs- und Krisengebieten.

Nachhaltigkeit im Alltag

Nachhaltigkeit und ihre glo­ba­le, sozia­le, öko­no­mi­sche und öko­lo­gi­sche Komponente hängt ganz eng mit unse­rem eige­nen täg­li­chen Konsumverhalten und Verbrauch zusam­men. 

„Dein Kassenbon ist dein Stimmzettel – jedes mal!”

Bei jedem Kauf stim­men wir ab, ob wir bei­spiels­wei­se einen mil­lar­den­schwe­ren Großkonzern unter­stüt­zen, der Menschenrechte mit Füßen tritt, oder ob wir, für ein paar Cent mehr, lie­ber Fairtrade-Produkte kau­fen und damit zum Beispiel die Existenz von Bauern in Bolivien unter­stüt­zen. Wir stim­men über Tierwohl und art­ge­rech­te Haltung oder Massentierhaltung ab. Wir ent­schei­den uns zwi­schen umwelt­freund­lich oder umwelt­schäd­lich

Daher soll­ten wir unser eige­nes Konsumverhalten reflek­tie­ren und uns fol­gen­de Frage stel­len: 

  1. Brauche ich es wirk­lich?
  2. Wen oder was unter­stüt­ze ich mit dem Kauf?
  3. Kann ich es repa­rie­ren?
  4. Kann ich es even­tu­ell auch lei­hen, mie­ten oder gebraucht kau­fen?
  5. Wie kann ich es am Ende ent­sor­gen?
  6. Konsumiere ich bewusst?
  7. Kann ich kom­pen­sie­ren?
 

Wenn jede oder jeder mit­macht, kön­nen klei­ne Veränderungen im Alltag viel für den Klimaschutz und mehr Nachhaltigkeit bewir­ken.

Hier findest du weitere Anregungen, wie du deinen ökologischen Fußabdruck im Alltag ganz einfach reduzieren kannst:

  • Müllsammeln beim Spazierengehen
  • umwelt­freund­li­che Hobbies,
  • Picknickkorb statt Einweggeschirr
  • nach­hal­ti­ge Deko, s
  • selbst kochen statt Bestellen & Fast Food
  • ToGood ToGo-App
  • Gesellschaftsspiele statt TV
  • unverpackte/plastikfreie Produkte
  • Bambus-Zahnbürste/-Wattestäbchen, kei­ne Einwegrasierer
  • Glas statt Plastik
  • MHD
  • Sag nein zu Kaffeekapseln, Einweggeschirr, Plastiktüten, Plastikflaschen, Billigfleisch, etc
  • Kaffeesatz dient als Dünger und Peeling
  • mit Wasser und Energie spar­sam umge­hen (Kühlschrank, Wasserhahn, Heizung.
  • auf Ökostrom umstei­gen
  • Stoßlüften statt Fenster kip­pen
  • Standby Modus vermeiden/ Goodbye Standby
  • mit nied­ri­ger Temperatur waschen, Wäsche luft­trock­nen
  • auf Mülltrennung ach­ten
  • Leitungswasser statt Wasser in Plastikflaschen
  • „Bitte kei­ne Werbung“ Aufkleber
  • Recycling Klopapier
  • Duschen statt Baden
  • Brotdose statt Tüte
  • Bienenwachstücher statt Alu- und Klarsichtsfolie
  • Einkaufen mit Stofftasche und Einkaufliste (kei­ne Spontankäufe)
  • umwelt­freund­li­che Reinigungsmittel nut­zen
  • Gemüse /Obst selbst anbau­en oder auf dem Wochenmarkt kau­fen
  • Veggie-Tage ein­füh­ren /öfter vege­ta­risch essen
  • Grün- statt Steingärten
  • hei­mi­sche und bie­nen­freund­li­che Bepflanzung
  • lang­le­bi­ge Geschenke (Weihnachtsstern, Blumensträuße eher kri­tisch, sehr schlech­te Ökobilanz
  • Mehrweg statt Einweg
  • Reduzieren
  • Bewusst kon­su­mie­ren: Fair, lokal, öko­lo­gisch und sai­so­nal (Saisonkalender)
  • Einzelhandel statt online Shopping
  • qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Produkte statt Billigware
  • Umdenken: Repair-Café, Foodsharing, Tauschbörse, Selber machen (Näh-Party), Upcycling, Second Hand
  • auf Siegel ach­ten
  • Natürliche Roh- und Inhaltsstoffe
  • Markenboycott (Link Schwarzliste)
  • Buycott-App klärt über kri­ti­sche Konzerne/Firmen auf
  • Fair-Fashion-App
  • Treppensteigen statt Aufzug
  • Fahrgemeinschaften bil­den: BlaBlaCar, Mitfahrgelegenheit, Carsharing
  • mehr Fahrrad fah­ren, Lastenrad aus­lei­hen
  • Öffentliche Verkehrsmittel ver­mehrt nut­zen, Bahn
  • ver­mei­de Kurztrips und Inlandsreisen mit dem Flugzeug
  • Flugreisen mini­mie­ren, bspw. eine lan­ge (Fern)reise im Jahr, ggf. CO2 Kompensation
  • auf Autowahl ach­ten (Hybrid, E‑Auto?, Roller statt Auto, Kleinwagen statt SUV)
  • Fahrtwege ein­spa­ren (Home Office, …)
  • Benzin spa­ren (120 statt 150km/h, vor­aus­schau­end fah­ren)
  • Recyceltes Papier und Büromaterialien
  • mög­lichst Papierlos arbei­ten
  • Goodbye Standby
  • Ökofairer Kaffee /Tee
  • Ökostrom/Solar
  • Homeoffice
  • dei­ne Stimme zählt (Wählen gehen)
  • Petitionen unter­zeich­nen
  • skill sha­ring, ver­net­zen
  • Vorträge, work­shops besu­chen
  • lass ande­re an dei­nem Engagement teil­ha­ben /rede dar­über (Facebook, Instagram, Blog)

Gütersiegel der Nachhaltigkeit

Gütersiegel oder auch Qualitätssiegel sind gra­fi­sche Produktkennzeichnungen. Diese sol­len den Vebraucher:innen ins­be­son­de­re posi­ti­ve Hinweise zu Qualität, Herkunft und Beschaffenheit eines Produkten lie­fern und als Orientierung beim Einkaufen die­nen. 

Aufgrund der feh­len­den gesetz­li­chen Regulierung gelan­gen immer mehr Gütesiegel auf den Markt, sodass selbst Produkthersteller teil­wei­se eige­ne Siegel kre­ieren. Viele Siegel sind daher nicht beson­ders aus­sa­ge­kräf­tig und gel­ten nur als Maßnahme des Greenwashing. Alleine auf dem deut­schen Markt gibt es bei­spiels­wei­se über 1.000 ver­schie­de­ne Labels und Kennzeichen, sodass es Verbraucher:innen schwer gemacht wird, zer­ti­fi­zier­te Gütesiegel von den eige­nen Labels der Produkthersteller zu unter­schei­den. 

 

Aus die­sem Grund möch­ten wir hier eine Übersicht der sichers­ten Gütesiegel geben, um mehr Klarheit beim Einkaufen zu ver­schaf­fen: 

Fairtrade Siegel in Farbe

Fairtrade

Kriterien:

  • Garantie zur Einhaltung sozia­ler Standards
  • Umweltschonender Anbau und Schutz der natür­li­chen Ressourcen
  • Förderung des Bio-Anbaus und Verbot gewis­ser Pestizide.

Mehr Infos: fairtrade.net

El Puente - Siegel

El Puente

Kriterien:
  • Preisaufschläge für bio­lo­gi­schen Anbau, für beson­ders hohe Produktqualität und für sozia­le Projekte vor Ort
  • Umfassende Arbeits- und Sozialstandards
  • Ca. 80% des Lebensmittelsortiments ist bio-zertifiziert
  • Hohe Transparent
  • Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit
  • Zahlung gerech­ter, von den Produzent:innen kal­ku­lier­te Preise (Fairhandels-Mindestpreis = abso­lu­tes Minimum)

Mehr Infos: el-puente.de

Blauer Engel Gütesiegel

Blauer Engel

Kriterien:

  • Sind abhän­gig von der Produktgruppe und wer­den ca. alle 3–4 Jahre erneu­ert.

Mehr Infos: blauer-engel.de

Fair Wear Foundation Gütesiegel

Fair Wear Foundation

Kriterien:

  • Keine Diskriminierung am Arbeitsplatz
  • Keine Zwangsarbeit und Kinderarbeit
  • Mindestlohn
  • siche­re und gesun­de Arbeitsbedingungen
  • Rechtsverbindlicher Arbeitsvertrag
  • Versammlungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen

Mehr Infos: fairwear.org

Gütesiegel Green Globe

Green Globe

Kriterien:

  • Verbesserung der wirt­schaft­li­chen, sozia­len und öko­lo­gi­schen Nachhaltigkeit in Unternehmen
  • Verminderung des Ressourcenverbrauchs
  • Minimierung von Treibhausgasemissionen
  • Schutz der Biodiversität
  • Chancengleichheit und Vermeidung von Diskriminierung,
  • Wahrung der Menschenrechte, der Sicherheit und Gesundheit, des kul­tu­rel­lem Erbe und loka­ler Wertschöpfung

Mehr Infos: greenglobe.com

Global Organic Textile Standard Gütesiegel

Global Organic Textile Standard

Kriterien:

  • fai­re Arbeitsbedingungen
  • Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit
  • Keine Diskriminierung am Arbeitsplatz
  • kein PVC im Verpackungsmaterial
  • Betriebe müs­sen über ein eige­nes Umweltschutzprogramm ver­fü­gen
  •  

Mehr Infos: global-standard.org

Grüner Knopf Gütesiegel

Grüner Knopf

Kriterien:

  • 20 Unternehmenskriterien
  • 26 sozia­le und öko­lo­gi­sche Produktkriterien
  • fai­re Arbeitsbedingungen
  • eine öko­lo­gisch ori­en­tier­te Produktion

Mehr Infos: gruener-knopf.de

Oeko-Tex Standard 100 Gütesiegel

Oeko-Tex Standard 100

Kriterien:
Produkte/Textilien müs­sen:

  • frei von gesetz­lich ver­bo­te­nen Schadstoffen sein
  • frei von gesund­heits­schäd­li­chen Chemikalien, bspw. Pestizide, sein
  • haut­freund­li­chen pH-Wert ent­hal­ten
  • auf Farbechtheit getes­tet sein

Mehr Infos: oeko-tex.com

Demeter Gütesiegel

Demeter

Kriterien:

  • Die meis­ten Pestizide sowie che­mi­sche Düngemittel sind ver­bo­ten, die Düngemenge ist beschränkt.
  • Antibiotika wird den Tieren nur im Notfall ver­ab­reicht, ansons­ten sind nur natür­li­che Heilverfahren und biologisch-dynamische Präparate aus Kräutern, Mineralien und Kuhmist
  • Das Enthornen der Kühe ist ver­bo­ten
  • Monokulturen sind zu ver­mei­den
  • Gentechnik ist ver­bo­ten
  • Nur weni­ge, not­wen­di­ge Zusatzstoffe und Prozesshilfstoffe sind in der Verarbeitung erlaubt. (Jodierung, Nitritpökelsalz und natür­li­che Aromen sind ver­bo­ten, nur Aromaextrakte sind zuge­las­sen.)
  • Für eine art­ge­rech­te Tierhaltung sind Auslauf und aus­rei­chend Platz im Stall vor­ge­ge­ben

Mehr Infos: demeter.de

Bioland Gütesiegel

Bioland

Kriterien:

  • fai­re Arbeitsbedingungen
  • Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit
  • Keine Diskriminierung am Arbeitsplatz
  • kein PVC im Verpackungsmaterial
  • Betriebe müs­sen über ein eige­nes Umweltschutzprogramm ver­fü­gen
Mehr Infos: bioland.de
Naturland Gütesiegel

Naturland

Kriterien:

  • Gesamtbetriebsumstellung auf Bio vor­ge­schrie­ben
  • Beschränkung der Düngemenge
  • Weniger Geflügel und Schweine pro Hektar Fläche
  • Weidegang für Milchvieh
  • stän­di­ger Auslauf für Legehennen
  • Tiertransporte maxi­mal 8 Stunden
  • Mindestens 50 Prozent des Futters vom eige­nen Betrieb
  • Verarbeitung: nur 22 Zusatzstoffe zuge­las­sen (EU-Bio: 53)

Mehr Infos: naturland.de

Bio nach EG-Öko Verordnung - Siegel

Deutsches Bio-Siegel / EU Bio-Siegel

Kriterien:

  • Verbot von Gentechnik & syn­the­ti­schen Pflanzenschutzmitteln
  • Verbot von leicht lös­li­chen mine­ra­li­schen Düngern
  • Lebensmittel dür­fen kei­ne Geschmacksverstärker, künst­li­che Aromen, Farbstoffe und Emulgatoren ent­hal­ten
  • bei der Verarbeitung sind nur max. 53 Zusatzstoffe erlaubt

Mehr Infos: bmel.de

GEPA – The Fair Trade Company

GEPA – The Fair Trade Company

Die GEPA ist kein zwar kein Siegel, jedoch mitt­ler­wei­le die größ­te Fair Handels-Importorganisation in Europa. Sie arbei­ten part­ner­schaft­lich meis­tens mit Kooperativen und Genossenschaften zusam­men und das auf der Basis von fai­ren Löhnen, demo­kra­ti­schen, part­ner­schaft­li­chen und lang­fris­ti­gen Strukturen. 75 Prozent der GEPA-Produkte stam­men aus geprüft bio­lo­gi­schem Anbau.

Mit dem eige­nen Zeichen „GEPA fair+“ möch­te das Unternehmen zei­gen, dass es höhe­re Ansprüche als die aktu­el­len inter­na­tio­na­len Standards hat und soll künf­tig das Fair Trade Label auf den Verpackungen ablö­sen. Mit die­sem Zeichen sind aber kei­ne neu­en  Zertifizierungen der Produkte ver­bun­den.

Mehr Infos: gepa.de

Rainforest Alliance Gütesiegel

Rainforest Alliance

Kriterien:

  • Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Diskriminierung
  • Angemessene Bezahlung
  • Verbot von gen­tech­nisch ver­än­der­ten Pflanzen und bestimm­ten Chemikalien
  • Regelmäßige Bodenbegutachtung und Bodenentwicklungsplänen
  • Dünger muss so ver­wen­det wer­den, dass der Umwelteinfluss so gering wie mög­lich ist
  • Biologische Methoden zur Schädlingsbekämpfung müs­sen bevor­zugt ange­wandt wer­den
  • Bewahrung von natür­li­chem Wald und natur­be­las­se­nen Ökosystemen
  •  

Mehr Infos: rainforest-alliance.org

EU Ecolabel Gütesiegel

EU Ecolabel

Kriterien:

  • Unterkunft muss über ein Umweltkonzept ver­fü­gen mit einem dazu­ge­hö­ri­gen Aktionsplan
  • 100% erneu­er­ba­re Elektrizität
  • Heizungsgeräte und Heizstrahler im Außenbereich sind nicht erlaubt
  • Lebensmittelabfälle und Wasserverluste (Schwimmbad) sind zu doku­men­tie­ren
Mehr Infos: eu-ecolabel.de
TourCert Gütesiegel

TourCert

Hiernach soll Tourismus:

  • umwelt- und res­sour­cen­scho­nend sein
  • Natur- und Artenschutz berück­sich­ti­gen
  • fai­re Arbeitsbedingungen und Löhne beför­dern
  • die Lebens- und Arbeitsrechte der Menschen respek­tie­ren
  • Unterkünfte nach Sozial- und Umweltkriterien wäh­len

Mehr Infos: tourcert.org

Fairtrade
Kriterien:

– Garantie zur Einhaltung sozia­ler Standards

– Umweltschonender Anbau und Schutz der natür­li­chen Ressourcen

– Förderung des Bio-Anbaus und Verbot gewis­ser Pestizide. 

Mehr Infos
El Puente
Kriterien:

– Preisaufschläge für bio­lo­gi­schen Anbau, für beson­ders hohe Produktqualität und für sozia­le Projekte vor Ort

– Umfassende Arbeits- und Sozialstandards – Ca. 80% des Lebensmittelsortiments ist bio-zertifiziert Hohe Transparent

– Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit

– Zahlung gerech­ter, von den Produzent:innen kal­ku­lier­te Preise (Fairhandels-Mindestpreis = abso­lu­tes Minimum)

Mehr Infos
Blauer Engel
Kriterien:

– Sind abhän­gig von der Produktgruppe und wer­den ca. alle 3–4 Jahre erneu­ert

Mehr Infos
Fair Wear Foundation
Kriterien:

– Keine Diskriminierung am Arbeitsplatz

– Keine Zwangsarbeit und Kinderarbeit

– Mindestlohn

– siche­re und gesun­de Arbeitsbedingungen

– Rechtsverbindlicher Arbeitsvertrag

– Versammlungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen

Mehr Infos
Global Organic Textile Standard
Kriterien:

– fai­re Arbeitsbedingungen

– Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit

– Keine Diskriminierung am Arbeitsplatz

– kein PVC im Verpackungsmaterial

– Betriebe müs­sen über ein eige­nes Umweltschutzprogramm ver­fü­gen

Mehr Infos
Grüner Knopf
Kriterien:

– 20 Unternehmenskriterien

– 26 sozia­le und öko­lo­gi­sche Produktkriterien

– fai­re Arbeitsbedingungen

– eine öko­lo­gisch ori­en­tier­te Produktion Mehr Infos: gruener-knopf.de

Mehr Infos
Oeko-Tex Standard 100
Kriterien: Produkte/Textilien müs­sen:

– frei von gesetz­lich ver­bo­te­nen Schadstoffen sein

– frei von gesund­heits­schäd­li­chen Chemikalien, bspw. Pestizide, sein

– haut­freund­li­chen pH-Wert ent­hal­ten

– auf Farbechtheit getes­tet sein

Mehr Infos
Demeter
Kriterien:

Die meis­ten Pestizide sowie che­mi­sche Düngemittel sind ver­bo­ten, die Düngemenge ist beschränkt. Antibiotika wird den Tieren nur im Notfall ver­ab­reicht, ansons­ten sind nur natür­li­che Heilverfahren und biologisch-dynamische Präparate aus Kräutern, Mineralien und Kuhmist Das Enthornen der Kühe ist ver­bo­ten Monokulturen sind zu ver­mei­den Gentechnik ist ver­bo­ten Nur weni­ge, not­wen­di­ge Zusatzstoffe und Prozesshilfstoffe sind in der Verarbeitung erlaubt. (Jodierung, Nitritpökelsalz und natür­li­che Aromen sind ver­bo­ten, nur Aromaextrakte sind zuge­las­sen.) Für eine art­ge­rech­te Tierhaltung sind Auslauf und aus­rei­chend Platz im Stall vor­ge­ge­ben.

Mehr Infos
Bioland
Kriterien:

– fai­re Arbeitsbedingungen

– Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit

– Keine Diskriminierung am Arbeitsplatz

– kein PVC im Verpackungsmaterial

– Betriebe müs­sen über ein eige­nes Umweltschutzprogramm ver­fü­gen

Mehr Infos
Naturland
Kriterien:

– Gesamtbetriebsumstellung auf Bio vor­ge­schrie­ben

– Beschränkung der Düngemenge

– Weniger Geflügel und Schweine pro Hektar Fläche – Weidegang für Milchvieh

– stän­di­ger Auslauf für Legehennen

– Tiertransporte maxi­mal 8 Stunden

– Mindestens 50 Prozent des Futters vom eige­nen Betrieb

– Verarbeitung: nur 22 Zusatzstoffe zuge­las­sen (EU-Bio: 53)

Mehr Infos
Deutsches Bio-Siegel / EU Bio-Siegel
Kriterien:

– Verbot von Gentechnik & syn­the­ti­schen Pflanzenschutzmitteln

– Verbot von leicht lös­li­chen mine­ra­li­schen Düngern – Lebensmittel dür­fen kei­ne Geschmacksverstärker, künst­li­che Aromen, Farbstoffe und Emulgatoren ent­hal­ten

– bei der Verarbeitung sind nur max. 53 Zusatzstoffe erlaubt

Mehr Infos
GEPA – The Fair Trade Company
Die GEPA ist kein zwar kein Siegel, jedoch mitt­ler­wei­le die größ­te Fair Handels-Importorganisation in Europa. Sie arbei­ten part­ner­schaft­lich meis­tens mit Kooperativen und Genossenschaften zusam­men und das auf der Basis von fai­ren Löhnen, demo­kra­ti­schen, part­ner­schaft­li­chen und lang­fris­ti­gen Strukturen. 75 Prozent der GEPA-Produkte stam­men aus geprüft bio­lo­gi­schem Anbau. 

Mit dem eige­nen Zeichen „GEPA fair+“ möch­te das Unternehmen zei­gen, dass es höhe­re Ansprüche als die aktu­el­len inter­na­tio­na­len Standards hat und soll künf­tig das Fair Trade Label auf den Verpackungen ablö­sen. Mit die­sem Zeichen sind aber kei­ne neu­en  Zertifizierungen der Produkte ver­bun­den.

Mehr Infos
Rainforest Alliance
Kriterien:

– Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Diskriminierung

– Angemessene Bezahlung

– Verbot von gen­tech­nisch ver­än­der­ten Pflanzen und bestimm­ten Chemikalien

– Regelmäßige Bodenbegutachtung und Bodenentwicklungsplänen

– Dünger muss so ver­wen­det wer­den, dass der Umwelteinfluss so gering wie mög­lich ist

– Biologische Methoden zur Schädlingsbekämpfung müs­sen bevor­zugt ange­wandt wer­den

– Bewahrung von natür­li­chem Wald und natur­be­las­se­nen Ökosystemen

Mehr Infos
EU Ecolabel
Kriterien:

– Unterkunft muss über ein Umweltkonzept ver­fü­gen mit einem dazu­ge­hö­ri­gen Aktionsplan

– 100% erneu­er­ba­re Elektrizität

– Heizungsgeräte und Heizstrahler im Außenbereich sind nicht erlaubt

– Lebensmittelabfälle und Wasserverluste (Schwimmbad) sind zu doku­men­tie­ren

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TourCert
Hiernach soll Tourismus:

– umwelt- und res­sour­cen­scho­nend sein

– Natur- und Artenschutz berück­sich­ti­gen

– fai­re Arbeitsbedingungen und Löhne beför­dern

– die Lebens- und Arbeitsrechte der Menschen respek­tie­ren

‑Unterkünfte nach Sozial- und Umweltkriterien wäh­len

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Green Globe
Kriterien:

– Verbesserung der wirt­schaft­li­chen, sozia­len und öko­lo­gi­schen Nachhaltigkeit in Unternehmen

– Verminderung des Ressourcenverbrauchs

– Minimierung von Treibhausgasemissionen

– Schutz der Biodiversität

– Chancengleichheit und Vermeidung von Diskriminierung, Wahrung der Menschenrechte, der Sicherheit und Gesundheit, des kul­tu­rel­lem Erbe und loka­ler Wertschöpfung

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Nachhaltiger Konsum – eine Kritik

Die Welt ret­ten durch nach­hal­ti­gen Konsum? 

Nachhaltigkeit errei­chen durch Konsum – ist das nicht ein Widerspruch in sich? Oder: Wo fängt nach­hal­ti­ger Konsum an und wo hört er auf, „nach­hal­tig” zu sein?

Viele Anbieter wer­ben mit nach­hal­ti­gen Produkten und zunächst scheint es eine Win-Win-Situation zu sein: Die Verbraucher:innen kau­fen mit gutem Gewissen und umwelt­freund­lich, die Unternehmen und die Gesellschaft ver­zeich­nen ein (grü­nes) Wachstum. 

Bei genaue­rem Hinsehen mer­ken wir jedoch schnell: Das allein kann noch nicht die Lösung sein. Jede Hose, jedes Auto und jedes Lebensmittel muss erst ein­mal pro­du­ziert, ggf. ver­packt, trans­por­tiert und gela­gert, evtl. gekühlt wer­den. Auch wäh­rend des Gebrauchs, z.B. eines Handys oder eines E‑Bikes, wird Energie benö­tigt. Darüber hin­aus muss ein Produkt und/oder sei­ne Verpackung schließ­lich ents­ort werden- ein Großteil des Mülls aus Deutschland wird übri­gens im Ausland ent­sorgt! 

Diese Aspekte gel­ten für alle Produkte, egal ob sie aus nach­wach­sen­den Rohstoffen bestehen oder nicht. Erstere sind umweltfreundlicher- aber auch nach­wach­sen­de Ressourcen sind nicht ein­fach immer wei­ter unbe­grenzt ver­füg­bar. Deshalb ist es umso wich­ti­ger, dass wir neben dem Erwerb „nach­hal­tig” her­ge­stell­ter Produkte auch auf einen bewuss­ten Umgang, auf die Wertschätzung und eine gesun­de Genügsamkeit ach­ten. 

Last, but not least: Als Konsument:innen, Individuen und Gesellschaftsmitglieder haben wir zwar eine (Mit-)Verantwortung, um flä­chen­de­cken­de, wir­kungs­vol­le Strategien und Maßnahmen für ein zukunfts­fä­hi­ges Leben durch­zu­set­zen, jedoch über­nimmt die Politik hier­bei eben­so eine Kernfunktion. Es ist also für uns alle emp­feh­lens­wert, nicht nur auf unser eige­nes Handeln zu schau­en, son­dern auch poli­tisch mit­zu­wir­ken, zum Beispiel indem wir unse­re Meinung(en) äußern oder Forderungen an Politiker:innen stel­len.  

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