Taifun Mangkhut hinterlässt auf den Philippinen breite Schneise der Verwüstung

Der Taifun Mangkhut ist der bislang heftigste Tropensturm des Jahres. Mit einer Windgeschwindigkeit von 200 km/h traf der Taifun am Samstagmorgen des 15. September im Nordosten der Philippinen auf Land. Mehr als 155.000 Menschen befinden sich in Notunterkünften. ADRA verteilt Hilfsgüter vor Ort. Die Behörden warnen vor weiteren Sturmfluten und Überschwemmungen.

Insgesamt 5,2 Millionen Menschen sind von Taifun Mangkhut betroffen. „Super Tayphoon Ompong“, wie er auf den Philippinen genannt wird, entwurzelte Bäume, zerstörte Häuser und verursachte bei vier Millionen Menschen Stromausfälle. Die Zahl der Todesopfer beträgt inzwischen 65, nachdem in der Nacht zu Montag heftige Regenfälle massive Erdrutsche ausgelöst hatten. 43 Personen werden noch vermisst. Die philippinischen Behörden sind dieses Jahr besser vorbereitet als vor fünf Jahren, als Taifun Haiyan 6.300 Todesopfer forderte. „Viele tausend Kinder, Frauen und Männer wurden evakuiert, Warnungen an die Bevölkerung werden über verschiedenen Kanäle verbreitet und Lebensmittelpakete, Trinkwasser, Decken, Planen sowie Transportmittel für Verteilungen stehen bereit“, so Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“.

Die Schneise der Verwüstung ist dieses Jahr breiter als je zuvor. Dabei lebten 824.000 Menschen bereits vor dem Tropensturm in großer Armut. Etliche Straßen und Brücken sind unpassierbar, nicht alle Dörfer können momentan erreicht werden. Das ADRA-Büro auf den Philippinen ist bei den Menschen vor Ort und koordiniert mit Katastrophenschutzbehörden und Partnerorganisationen seine Arbeit. So können beispielsweise schnell Notunterkünfte und lebenswichtige Hilfsgüter bereitgestellt werden. Es ist alles vorbereitet. Mit Ihrer Hilfe kann ADRA bei Katastrophen schnell und koordiniert Hilfe bei den Menschen leisten, die von einem Tag auf den anderen alles verloren haben.

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA unter dem Stichwort Katastrophenhilfe mit Ihrer Spende und helfen Sie mit, das Leid der Menschen zu lindern.

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Existenzgrundlagen für Kleinbauern auf Fidschi

Auf den Fidschi-Inseln werden Landwirte und lokale Gemeinschaften mit Schulungen und dürreresistentem Saatgut dabei unterstützt, widerstandsfähiger gegenüber Dürrebedingungen zu werden.

Die Fidschi-Inseln werden immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht, von denen die sozioökonomische Entwicklung beeinträchtigt wird. Um die Menschen besser für kommende Naturkatastrophen zu wappnen, hilft ADRA Landwirten und lokalen Gemeinschaften in den Nord- und Westprovinzen Fidschis, die Ernährungsunsicherheit zu verringern. Die Menschen sollen anpassungsfähiger und widerstandsfähiger an Dürrebedingungen werden. Hierfür werden in der Landwirtschaft dürreresistentes Saatgut gepflanzt, Bewässerungstechniken vermittelt, Gärten angelegt und Schulungen rund um das Thema Ernährung und Nahrungsmittelzubereitung gegeben. Auch die Kapazitäten der landwirtschaftlichen Methoden der Bauern werden gestärkt. Dies erfolgt durch die Vermittlung klimaresistenter landwirtschaftlicher Methoden, die Verteilung von landwirtschaftlichen Gerätschaften und Düngemitteln.

Projektlaufzeit: 01.01.2018 – 31.10.2020

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KINDER GEGEN KATASTROPHEN STÄRKEN

Kinder, Jugendliche und Menschen mit Beeinträchtigung werden bei Katastrophen am stärksten getroffen – sie haben besondere Bedürfnisse, sind weniger widerstandsfähig als Erwachsene und dadurch hohen Risiken ausgesetzt. ADRA stärkt Kinder und Jugendliche auf den Philippinen in den von Taifun Haiyan betroffenen Gebieten und vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten zur Katastrophenvorsorge.

Jedes Jahr werden weltweit 175 Millionen Kinder von Katastrophen heimgesucht. Durch den Taifun Haiyan im Jahr 2013 hat sich das Leben von rund sechs Millionen Kindern auf den Philippinen dramatisch verändert. Solche Art Katastrophen haben mitunter erhebliche Auswirkungen auf den Bildungssektor, denn Schulgebäude werden zerstört und Kinder sowie Lehrer werden schlimmstenfalls verletzt oder verlieren sogar ihr Leben. Immer häufiger werden öffentliche Schulen als Evakuierungszentren bei Katastrophen eingesetzt, erfahren dadurch jedoch immensen Schaden, weil die Gebäude nicht entsprechend ausgerichtet sind. Hinzu kommt, dass dadurch Unterricht vorübergehend ausfällt, in provisorischen Unterkünften stattfinden muss und die meisten Kinder von der vorangegangenen Katastrophe derart betroffen sind, dass sie nicht zum Unterricht erscheinen oder es ihnen schwerfällt, aktiv teilzunehmen. Die Verringerung des Katastrophenrisikos an Schulen ist deshalb von großer Bedeutung.

ADRA fördert in Zusammenarbeit mit Handicap International das Bewusstsein für Katastrophenvorsorge an Schulen. In fünf Schulen in den von Taifun Haiyan betroffenen Gebieten werden Kinder und Jugendliche in die Lage versetzt, direkte Maßnahmen zu ergreifen, um Katastrophen zu erkennen und die Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen. Auch Kinder mit Beeinträchtigungen sind hier involviert. Außerdem erfahren sie, wie sie sich in Katastrophensituationen richtig verhalten. Hiermit wird ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber natürlichen sowie menschengemachten Krisen erhöht. Konkret heißt das zum Beispiel, dass Kinder Fluchtpläne entwerfen. Außerdem erhalten sie speziell für Kinder aufbereitetes Infomaterial in digitaler Form. Gemeinsam mit geschulten Lehrern werden vor Ort Frühwarnsysteme sowie Notfallpläne für die jeweilige Schule entwickelt. Hinzu kommt die Vermittlung von Kenntnissen im Bereich Erste Hilfe.

 

Projektlaufzeit: 01.11.17 – 30.09.18

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Erste Cholerafälle in Haiti – ADRA hilft nach Hurrikan „Matthew“

Nach dem schweren Erdbeben 2010 in Haiti leben viele Einwohner noch immer in Übergangshütten und Zelten. Sie bieten vor starken Stürmen nicht genug Schutz. Hurrikan „Matthew“ sorgte im Herbst 2016 dafür, dass sie evakuiert werden mussten und jetzt in Notunterkünften leben. Doch die Kapazitäten sind knapp. „Matthew“ zerstörte tausende Häuser, Bäume knickten um, Straßen und Felder wurden überflutet. Es fehlt an Unterkünften, Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser. In den südlichen Bezirken Haitis sind ca. 80 Prozent der Brunnen, Wasser- und Sanitäranlagen beschädigt. 67 Prozent der  Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und beziehen dieses aus unsauberen Quellen und Flüssen. Durch die Überschwemmungen wurde ein Großteil der Ernten zerstört. Die Versorgung der Hilfebedürftigen mit Nahrung und medizinischer Hilfe ist schwierig, denn viele Gemeinden sind von der Unterstützung abgeschnitten. Viele Zufahrtsstraßen sind nicht passierbar. Der Mangel an sauberem Wasser und Nahrung führt zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes und gibt Anlass zur Sorge. Die Gefahr der Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten wie Cholera wächst. Die Erkrankung kann schnell lebensbedrohlich werden, da der Körper viel Flüssigkeit und Mineralstoffe verliert und schnell austrocknet. Das wichtigste, um einen Ausbreitung der Cholera zu verhindern, ist die Versorgung der Bewohner mit sauberem Trinkwasser und die Verbesserung der Abwasserentsorgung.

Ban Ki Moon appelliert an helfende Hände

„Die derzeitige Situation, die derzeitige Katastrophe, die „Matthew“ in diesem Land verursacht hat, ist unbeschreiblich“, so Ban. Der UNO-Generalsekretär traf Mitte Oktober in Haiti zur Visite ein. „Ich fordere alle mit Haiti befreundeten Länder auf, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, die die Menschen so dringend brauchen“, sagte er in Les Cayes. Genau hier hat ADRA ein Projekt für die betroffenen Kommunen begonnen, um die Trinkwasserversorgung zu stabilisieren und hygienische Vorsorgemaßnahmen zu treffen. An 1.500 Haushalte werden Wasserfilter und Hygieneartikel verteilt. Bei dem Aufbau, der Instandhaltung und dem Management der Wasser- und Sanitäranlagen sind die Gemeinden beteiligt. Außerdem werden Hygieneausbildungen über Risiken und vorbeugenden Maßnahmen durchgeführt. Dieses Projekt sichert 9.000 Haitianern die Trinkwasser- und Sanitärversorgung.

Projektlaufzeit: 01.11.16 – 15.02.17

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ADRA leistet Nothilfe nach Hurrikan „Matthew“ auf Haiti

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern ist Hurrikan „Matthew“ am vergangenen Dienstag über Haiti hinweggefegt. Es war der stärkste gemessene Wirbelsturm seit Jahrzehnten, der auf Haiti getroffen ist. Es gab zahlreiche Todesopfer und viele Häuser wurden schwer beschädigt oder komplett zerstört. ADRA ist vor Ort und hilft den Betroffenen im Süden der Insel.

„Matthew“ hinterlässt verheerende Schäden

Die Zahl der Todesopfer nach Hurrikan „Matthew“ steigt weiter. Bis jetzt hat die Regierung des Inselstaates 336 Todesfälle offiziell bestätigt. Einige Medien berichten von bis zu 1.000 Todesopfern. 2,1 Millionen Menschen sind insgesamt von den verheerenden Auswirkungen des Wirbelsturms betroffen, mindestens 750.000 Menschen benötigen sofortige Hilfe. 61.537 Menschen wurden evakuiert und in 191 temporäre Unterkünfte gebracht. Medien berichten, dass in einigen betroffenen Regionen 90 Prozent der Häuser und Felder zerstört sind. Die Kommunikation ist nur sehr eingeschränkt möglich, viele Straßen stehen unter Wasser und sind unpassierbar. Das Wasser ist kontaminiert, weil auch Latrinen geflutet wurden und es besteht die Gefahr, dass sich Seuchen wie Cholera ausbreiten. Die ersten Todesopfer hat die Krankheit schon gefordert. Ebenso steigt die Population der Mosquitos und damit die Gefahr einer Ansteckung mit Krankheiten wie der Zikavirus-Infektion oder Dengue-Fieber.

ADRA leistet Nothilfe im Süden der Insel

ADRA unterstützt die Betroffenen in den Bezirken Maniche, Torbeck, Arniquet, Roche à Bateau und Bergeaud im Süden der Insel mit der Verteilung von Wasser und Tabletten zur Wasseraufbereitung, Lebensmitteln sowie Hygieneartikeln. In Planung sind zusätzliche Wasseraufbereitungsanlagen und Notunterkünfte sowie die Verteilung von weiteren Hygieneartikeln und Schulungen mit Fokus auf Seuchen-Prävention.

Die Notunterkünfte, die ADRA nach dem großen Erdbeben 2010 in der Küstenstadt Petit Goâve  errichtet hat, sind bis auf die Dächer zum größten Teil unbeschädigt. Auch die Wasseraufbereitungsanlage konnte umgehend zum Einsatz kommen.

– Helfen Sie den Menschen auf Haiti mit Ihrer Spende!

Wirbelsturm auf Haiti – ADRA ist bereits vor Ort

Evakuierte in einer Notunterkunft.
Der in der Karibik wütende Hurrikan „Matthew“ ist mittlerweile mit Windgeschwindigkeiten über 220 Kilometer pro Stunde über Haiti und Kuba hinweggefegt. Die Menschen auf Haiti trifft dies besonders schwer, da viele noch unter den Folgen des Erdbebens im Jahr 2010 leiden. ADRA ist vor Ort und hat bereits damit begonnen, Wasser, Lebensmittel und Hygieneartikel zu verteilen.

„Matthew“ ist der stärkste gemessene Wirbelsturm seit über 50 Jahren, der auf Haiti getroffen ist. Insgesamt wurden elf Kommunen an der Südküste Haitis evakuiert und rund 340.000 Menschen in Notunterkünfte gebracht. Die Lage vor Ort ist zwar noch unübersichtlich, fest steht aber, dass bereits zahlreiche Häuser zerstört wurden und der Starkregen Überflutungen und Erdrutsche mit sich bringt. Schätzungen zufolge sind etwa 50 Prozent der Bevölkerung von Überschwemmungen und Sturmschäden betroffen. Lokale Mitarbeiter von ADRA Haiti sowie die Partnerbüros ADRA Jamaika und ADRA Kuba verteilen bereits seit dem 3. Oktober Lebensmittel sowie Trinkwasser und Hygieneartikel an die Bewohner des Inselstaats. Umgestürzte Bäume und teils zerstörte Infrastruktur erschweren jedoch den Transport der Hilfsgüter. Die einzige Brücke, die den Norden und Süden des Landes miteinander verbindet und in die Stadt Petit-Goave führt, wo sich auch das regionale ADRA Büro befindet, wurde zerstört.

ADRA LEISTET HILFE NACH ZYKLON „WINSTON“ AUF FIDSCHI

„Winston“ war der gewaltigste Zyklon, der auf den Fidschi-Inseln je gemessen wurde. Die Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 325 Kilometern trafen im Februar 2016 auf die Inselgruppe, deckten Häuser ab, rissen Strommasten um und entwurzelten Bäume. ADRA hilft den Betroffenen, mit der Katastrophe fertig zu werden.

Als der Wirbelsturm „Winston“ über die Fidschi-Inseln fegte, hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Tausende Bewohner verloren ihr Zuhause sowie ihr ganzes Hab und Gut und mussten in Notunterkünften untergebracht werden.

ÜBERFÜLLTE NOTUNTERKÜNFTE

Seitdem sind die Notunterkünfte überfüllt, es fehlt an Nahrung, Wasser und Sanitäranlagen. Deswegen werden die Betroffenen von ADRA mit Lebensmitteln oder Lebensmittelgutscheinen sowie sauberem Wasser und Hygieneartikeln versorgt.  ADRA unterstützt sie außerdem mit Materialien zur Ausbesserung ihrer Häuser, damit sie die Notunterkünfte bald verlassen können.

LANGFRISTIGE ERNÄHRUNGSSICHERHEIT

Zur langfristigen Sicherung der Ernährung werden Saatgut und Setzlinge verteilt. Denn der Sturm hat auch viele Felder und Ernten zerstört.

Bisher hat ADRA mit den Hilfsmaßnahmen mehr als 10.000 Menschen erreicht.

Projektlaufzeit: 01.03.16 – 30.09.16

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