Kinderrechte stärken in Albanien

Arbeitslosigkeit und Armut sind in Albanien ein großes Problem. Kinder armer Familien haben keinen Anteil an Dienstleistungen wie Gesundheit und Bildung und sie sind gefährdet, ausgebeutet und missbraucht zu werden. Etwa 12 Prozent der Kinder müssen arbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen. ADRA ist in zwei Bezirken im Norden Albaniens im Bildungssektor aktiv.

Für Kinder ist Albanien eines der gefährlichsten Länder Europas. Sie sind gefährdet durch Diskriminierung, Missbrauch, Ausbeutung und Kinderarbeit. Ein Viertel der Bevölkerung lebt in Armut, vor allem Mädchen aus entlegenen ländlichen Gebieten und Kinder ethnischer Minderheiten sind betroffen. ADRA setzt genau hier an: Gemeinsam mit Partnern und Eltern schützt ADRA in Nordalbanien gefährdete Kinder und setzt sich dafür ein, dass sie Zugang zu Bildungseinrichtungen erhalten. Mit Bildung kann der Kreislauf der Armut langfristig durchbrochen werden! Durch Nachhilfe von ehrenamtlichen Studenten wird die Integration benachteiligter Kinder gefördert, gleichzeitig erhalten diese Übung im Unterrichten. Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür, wie gemeinsam mit unterschiedlichen Unterstützern Perspektiven für die Zukunft geschaffen werden können.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier.

>> Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende dabei, zusammen mit unseren Partnern, Studenten und den Eltern Kinder in Albanien zu fördern! Unter dem Stichwort “GEMEINSAM” >> ZUM SPENDENFORMULAR

Kinder sind unsere Zukunft – Am 20. September ist Weltkindertag und Start der „Aktion Kinder helfen Kindern!“

Um auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Kinderrechte aufmerksam zu machen und sich für diese einzusetzen, riefen die Vereinten Nationen 1954 den Internationalen Kindertag ins Leben. Diesem Auftrag folgen 145 Staaten mit verschiedenen Aktionen und Festen. In Deutschland wird der Weltkindertag am 20.09. begangen, viele Städte nehmen daran teil. ADRA ist in Darmstadt dabei.

Mit dem Motto „Kinder brauchen Freiräume!“ wird seitens des Deutschen Kinderhilfswerks und UNICEF dazu aufgerufen, Kindern mehr Möglichkeiten zur Beteiligung in unserer Gesellschaft einzuräumen. „Kinder und Jugendliche wollen ihren Platz in unserer Gesellschaft einnehmen. Dafür ist es notwendig, dass wir ihnen Freiräume eröffnen, damit sie ihre Ideen und Wünsche einbringen und ihr persönliches Potential entfalten können“, so Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. Neben weltweiten Projekten in der Entwicklungs- und Nothilfe ist ADRA für Kinder in Deutschland und Europa aktiv. ADRA transportiert jedes Jahr in der Weihnachtszeit mit der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ zehntausende Geschenkpakete in osteuropäische Länder und sorgt so für einen kleinen Hoffnungsschimmer im Leben dieser Kinder. Gepackt werden die Pakete von Kindern, ihren Eltern und Großeltern aus ganz Deutschland, mit dem Ziel zu lernen, etwas von sich an andere abzugeben. Diese Aktion schon Ressourcen und macht Kindern aus ärmeren Gesellschaften eine Freude zu Weihnachten. Weitere Infos zu der bundesweit jährlich stattfindenden Aktion gibt es unter www.kinder-helfen-kindern.org.

Fest zum Weltkindertag am 23. September in Darmstadt

Darmstadt feiert am 23.09. ein großes Fest zum Weltkindertag, mehr als 50 Einrichtungen und Organisationen erhalten hier von 11:30 bis 18:00 die Möglichkeit, ihre Arbeit zu präsentieren. ADRA ist auf dem Luisenplatz in der Wilhelminenstraße dabei und steht für Interessierte zur Verfügung.

ADRA erhält Town & Country Stiftungspreis

Mit einem Sommercamp unterstützt ADRA Kinder aus Roma-Familien in Albanien. Es beinhaltet ein abwechslungsreiches Programm, bei dem Schulstoff wiederholt und an den Schwachstellen der Schüler gearbeitet wird. Zudem finden zahlreiche soziale und sportliche Aktivitäten statt. Für dieses Engagement wurde der Verein nun mit 1.000 Euro durch die Town & Country Stiftung gefördert.

Der ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 gegründet und steht für Adventist Development and Relief Agency. Der Verein leistet Entwicklungs- und Katastrophenhilfe auf der ganzen Welt. Mit der Spende soll ein Sommer-camp für Roma-Kinder in Albanien unterstützt werden. Die Kinder erhalten ein abwechslungsreiches Programm, bei dem sie Schulstoff wiederholen und an ihren Schwachstellen arbeiten können. Zudem finden zahlreiche soziale und sportliche Aktivitäten statt. Ziel ist es, die Kinder weiterhin zu ermutigen, in die Schule zu gehen. Die Zahl der Schulabbrüche bei albanischen Roma-Kindern ist sehr hoch.

Michaela Sierra Lois, Botschafterin der Town & Country Stiftung, übergab den symbolischen Spendenscheck und sagte über das Projekt: „Durch das Sommercamp werden das Selbstbewusstsein und verschiedene Kompetenzen der Kinder gestärkt. Das ist ein wichtiger Grundstein, um sich in eine Gesellschaft integrieren zu können.“

Die Town & Country Stiftung vergibt 2018 zum sechsten Mal in Folge den Town & Country Stiftungspreis. Ein wesentliches Anliegen der Stiftung und der Botschafter ist die Unterstützung und Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Das soziale Engagement aller Mitarbeiter und Ehrenamtlichen von ADRA Deutschland e.V. verhelfen den Betroffenen zu mehr Chancengleichheit.

Der 6. Stiftungspreis beinhaltet Spenden in einer Gesamthöhe von fast 600.000 Euro. Es werden 500 Einrichtungen, die die Auswahlkriterien erfüllen, mit jeweils 1.000 Euro gefördert. Aus allen nominierten Projekten wählt eine unabhängige Jury das herausragendste Projekt pro Bundesland, welches mit einem zusätzlichen Förderbetrag von 5.000 Euro prämiert wird. Die Auszeichnung findet im Herbst 2018 anlässlich der Town & Country Stiftungsgala statt.

Ein neuer Schulhof für Kinder in Albanien

Bei starken Regenfällen steht der Schulhof der nordalbanischen Schule „Hajdar Hoxha“ regelmäßig wochenlang unter Wasser. Schüler und Lehrer können hierdurch das Gebäude nicht betreten und der Unterricht fällt aus. ADRA saniert den Hof, damit wieder durchgängig Unterricht stattfinden kann.

In der Region Kruja im Norden Albaniens unterstützt ADRA Kinder aus marginalisierten Bevölkerungsgruppen dabei, besser in das Bildungssystem integriert zu werden. Lehramtsstudierende bieten Zusatzunterricht für die Kinder an und widmen sich möglichen Lernschwierigkeiten. Eine der Schulen, in denen ADRA dieses Projekt durchführt, ist die Schule „Hajdar Hoxha“ im Dorf Larushk, 18 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Tirana gelegen. Sie hat zehn Klassenräume sowie einen Kindergarten und wird von insgesamt 300 Kindern von sechs bis 16 Jahren bzw. drei bis fünf Jahren besucht. Die Schule ist eine der ärmsten Schulen in der Gegend. Ihr Schulhof ist in einem sehr schlechten Zustand und wird bei starken Regenfällen schnell überflutet. Damit ist es für Schüler, Lehrer und Eltern unmöglich, in das Gebäude zu kommen. Der Unterricht fällt aus – ein Zustand, der mehrere Wochen andauern kann.
Da der Boden des Schulhofs außerdem ungleichmäßig und mit Löchern übersät ist, fehlt es auch an einem angemessenen und sicheren Sport- und Pausengelände. Aus Platzmangel können die Kinder auch nicht in das Innere des Schulgebäudes für ihre Sportaktivitäten ausweichen.

Eine neue Bepflasterung, Lindenbäume sowie Sitzbänke für den Schulhof

Um den Zugang zur Schule und somit die Bildung der Kinder sicherzustellen, saniert ADRA den Schulhof der „Hajdar Hoxha“-Schule. Dazu gehört unter anderem das Bepflastern des Hofes, das Begrünen der Böschung, das Pflanzen von Lindenbäumen sowie die Installation von Bänken, kleinen Abfalleimern und mehr. Eine Drainage sorgt für die Nachhaltigkeit des Projektes: So wird der Bereich vor der Schule nicht mehr überflutet und die Kinder können ihn bei jeder Wetterlage betreten. Gleichzeitig profitieren die Schüler von einem besseren Lernumfeld, da der Schulhof für Sport und die Pausenzeiten genutzt werden kann und sie sich infolgedessen im Unterricht besser konzentrieren können. Weitere Maßnahmen, um das Lernumfeld zu verbessern, sind geplant.

 

Projektlaufzeit: 01.03.18 – 31.08.18

ADRA stärkt kenianische Kinder und Familien gegen die Dürre

Bereits mehrere Jahre in Folge ist das kenianische Kajiado County stark von Dürreperioden betroffen. Die Bevölkerung hungert und manche Kinder erhalten einzig in der Schule eine Mahlzeit. Durch die Verteilung von Lebensmitteln an 235 Haushalte verbessert ADRA ihre Situation und unterstützt sie dabei, weiterhin die Schule besuchen zu können.

Immer öfter und immer stärker treten Dürren in Kajiado Country auf. Hierdurch ist die landwirtschaftliche Produktivität gesunken, viele Nutztiere sind verendet. Infolgedessen leidet die Bevölkerung immens Hunger. Und auch durch den Wechsel von Dürre- und Flutperioden sind Bauern in einem Kreislauf von Armut und schwindenden Ressourcen gefangen.

Im Rehabilitations- und Rettungszentrum in Kajiado sowie in der Bisil-Schule werden Mädchen von ADRA unterstützt, die vor Gewalt, Zwängen und insbesondere Genitalbeschneidung innerhalb ihrer Ethnie flohen. Sie stammen aus Familien, für die es enorm schwierig ist, sich Mahlzeiten zu leisten. Durch die Dürreperioden hat sich ihre Situation noch verschärft. In der Hoffnung auf Unterstützung wenden sich sowohl die Mädchen als auch ihre Mütter an die Schulen.

Seit Anfang des Jahres unterstützt ADRA 235 Haushalte, deren Kinder das Rehabilitations- und Rettungszentrum in Kajiado oder die Bisil-Schule besuchen, mit Nahrungsmitteln. Dies ist zunächst für den Zeitraum von drei Monaten angesetzt, nach dem es wieder zu Regenfällen kommen soll. In dieser Zeit erhalten die Haushalte jeden Monat eine Nahrungsmittelration aus Maismehl, Weizenmehl, Reis, Bohnen, Öl, Zucker und Salz.

 

Projektlaufzeit: 15.01.18 – 31.05.18

Dieses Projekt wird gefördert durch 

KINDER GEGEN KATASTROPHEN STÄRKEN

Kinder, Jugendliche und Menschen mit Beeinträchtigung werden bei Katastrophen am stärksten getroffen – sie haben besondere Bedürfnisse, sind weniger widerstandsfähig als Erwachsene und dadurch hohen Risiken ausgesetzt. ADRA stärkt Kinder und Jugendliche auf den Philippinen in den von Taifun Haiyan betroffenen Gebieten und vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten zur Katastrophenvorsorge.

Jedes Jahr werden weltweit 175 Millionen Kinder von Katastrophen heimgesucht. Durch den Taifun Haiyan im Jahr 2013 hat sich das Leben von rund sechs Millionen Kindern auf den Philippinen dramatisch verändert. Solche Art Katastrophen haben mitunter erhebliche Auswirkungen auf den Bildungssektor, denn Schulgebäude werden zerstört und Kinder sowie Lehrer werden schlimmstenfalls verletzt oder verlieren sogar ihr Leben. Immer häufiger werden öffentliche Schulen als Evakuierungszentren bei Katastrophen eingesetzt, erfahren dadurch jedoch immensen Schaden, weil die Gebäude nicht entsprechend ausgerichtet sind. Hinzu kommt, dass dadurch Unterricht vorübergehend ausfällt, in provisorischen Unterkünften stattfinden muss und die meisten Kinder von der vorangegangenen Katastrophe derart betroffen sind, dass sie nicht zum Unterricht erscheinen oder es ihnen schwerfällt, aktiv teilzunehmen. Die Verringerung des Katastrophenrisikos an Schulen ist deshalb von großer Bedeutung.

ADRA fördert in Zusammenarbeit mit Handicap International das Bewusstsein für Katastrophenvorsorge an Schulen. In fünf Schulen in den von Taifun Haiyan betroffenen Gebieten werden Kinder und Jugendliche in die Lage versetzt, direkte Maßnahmen zu ergreifen, um Katastrophen zu erkennen und die Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen. Auch Kinder mit Beeinträchtigungen sind hier involviert. Außerdem erfahren sie, wie sie sich in Katastrophensituationen richtig verhalten. Hiermit wird ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber natürlichen sowie menschengemachten Krisen erhöht. Konkret heißt das zum Beispiel, dass Kinder Fluchtpläne entwerfen. Außerdem erhalten sie speziell für Kinder aufbereitetes Infomaterial in digitaler Form. Gemeinsam mit geschulten Lehrern werden vor Ort Frühwarnsysteme sowie Notfallpläne für die jeweilige Schule entwickelt. Hinzu kommt die Vermittlung von Kenntnissen im Bereich Erste Hilfe.

 

Projektlaufzeit: 01.11.17 – 30.09.18

Dieses Projekt wird gefördert durch 

Zentrum für Familien und Kinder in Krisensituationen

Das von ADRA geförderte Familienzentrum „Hands of Hope” in Kiew bietet Kindern aus der Umgebung die Möglichkeit, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Denn viele der Kinder stammen aus Familien, die sich nur das Nötigste leisten können. Für Hobbys oder die schulische Förderung der Kinder haben diese Familien kein Geld. Das Familienzentrum bietet ihnen einen sicheren Ort, an dem sie spielen und lernen können. Das Freizeitangebot umfasst Computer-, Englisch und Gitarrenkurse, kreatives Arbeiten wie Seidenmalerei sowie Spiele für alle Altersgruppen. Auch ein Chor wurde gegründet. So können die Kinder dem tristen Alltag entfliehen.

Hilfe für bedürftige Familien

Um die Familienstrukturen nachhaltig zu stabilisieren gibt es außerdem Hilfestellung für die Eltern durch Psychologen und Sozialpädagogen. Die Eltern erhalten psychologische und pädagogische Beratung und werden über gesunde Ernährung, Hygiene und Gesundheit aufgeklärt. So lernen sie beispielsweise, wie sie mit wenig Geld trotzdem gesund kochen können.

Unterstützung für Binnenflüchtlinge

Zudem hat das Familienzentrum während der Ukrainekrise Binnenflüchtlinge aus Regionen wie Donezk oder Luhansk aufgenommen. Sie werden nach Bedarf mit Kleidung und Lebensmitteln versorgt. Und sie erhalten ebenfalls eine intensive Beratung in Themen rund um Ernährung und Gesundheit. Mit der intensiven Fürsorge helfen Psychologen und Sozialarbeiter Eltern und Kinder dabei, wieder zur Normalität zurückzufinden. Darüber hinaus kompensiert das Familienzentrum die Defizite der regionalen Schulen und bietet speziell für die Kinder der Geflüchteten die Möglichkeit, ihre Potentiale zu fördern und Talente zu entdecken.

Projektlaufzeit: 14.11.16 – 31.05.18

Dieses Projekt wird gefördert durch