Weniger ist mehr! CO²-Reduzierung bei ADRA

Die Auswirkungen des Klimawandels halten ADRA in der Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit auf Trab. Wir sind da, um Menschen nach ei­ner Katastrophe zu helfen und sie gegen künftige Naturkatastrophen zu wappnen. Auch in Deutschland ist ADRA nicht untätig. Wir unternehmen alle Anstrengun­gen, um möglichst klimaneutral zu wirtschaften. So haben wir auf unserem Gebäu­de in Weiterstadt eine Solaranlage installiert, mit der wir einen Großteil des Strombedarfs decken und über 23 Tonnen CO² jährlich einsparen. Dies entspricht in etwa dem Ausstoß an CO² eines Fluges von Frankfurt nach New York und zu­rück. Dennoch sind Flugreisen unser größter CO²-Treiber. Für den CO²-Ausstoß, den wir selbst nicht einsparen können, unterstützen wir ein Wiederauf­forstungsprojekt auf Madagaskar. ADRA ist deshalb einem internationalen Koh­lenstoffregister beigetreten. Nur so kann der ausgestoßene Kohlenstoff über CO²-Zertifikate kompensiert werden. Überzählige Zertifikate können am Markt gehan­delt werden. Fast getreu dem ADRA-Motto: Gutes Kaufen. Gutes Tun.

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ADRA erhöht die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln in Madagaskar

Die Grundversorgung der kleinbäuerlichen Familien in Madagaskar ist vom Ernteerfolg abhängig. Die Dürre der letzten Jahre, die durch El Nino verstärkt wurde, beeinträchtigen den Ernährungszustand vor allem der Kinder sehr. ADRA setzt sich für die Verbesserung der Ernährungssituation unter besonderer Berücksichtigung von Frauen und Kindern ein.

In Farmfeldschulen werden 1.600 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aus 80 Dörfern im Bereich Landwirtschaft und Kleintierhaltung ausgebildet. Zekinasy, Mutter von acht Kindern, ist eine von ihnen. Vor einigen Jahren konnte die 40-jährige mit ihrem arbeitslosen Mann kaum die Familie versorgen. Seit einem Jahr besucht Zekinasy die Farmfeldschule und startete mit zwei Karottenbeeten. Sie konnte mit den erlernten Techniken eine gute Ernte erzielen und bewirtschaftet inzwischen fünf Karottenbeete und sechs gemischte Gemüsebeete. „Ich bin dankbar, dass ich meine Familie gesund ernähren kann. Mit dem Gewinn konnte ich in eine Hühnerzucht investieren. Das Leben meiner Familie hat sich durch ADRA verbessert!“ Das gemeinsame Planen und Arbeiten fördert den sozialen Zusammenhalt und die Vernetzung zwischen den Dörfern und zwischen den Geschlechtern. Der Transport der Ernte zu den Märkten ist im Ampanihy Distrikt im Südwesten des Landes aufgrund schlechter Straßen weit und teuer. Um die Ernte lagern zu können, bis der Markt einen besseren Preis bietet, werden fünf Getreidespeicher gebaut. Dieses Projekt stärkt die Selbsthilfekräfte der Bevölkerung vor klimabedingten Katastrophen und fördert ein vielfältigeres Nahrungsmittelangebot auf den Märkten.

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Dieses Projekt wird gefördert von 

 

Ernährungssicherheit für die Bewohner Madagaskars

Frauen verkaufen ihre Produkte auf dem Markt

Wirbelstürme, Dürre, Heuschreckenplagen – Damit haben die Bewohner Madagaskars regelmäßig zu kämpfen. All diese Faktoren sorgen im Land verstärkt für Nahrungsmittelknappheit. Vor allem die Region des Ampanihy Distrikts in Süd-Madagaskar ist betroffen. ADRA hilft in 80 Dörfern, die Ernährungssituation zu verbessern und die Auswirkungen von Naturkatastrophen und Hungerkrisen zu reduzieren.

Jedes Jahr wird Madagaskar von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Im Südwesten des Landes kommt erschwerend hinzu, dass die Zyklone keinen zusätzlichen Niederschlag in diesen trockenen Landesteil bringen. Selbst in der Regenzeit bleibt der Regen aus. Diese Elemente des Klimawandels wirken sich negativ auf die Ernährungssituation der Bevölkerung aus, denn die Menschen verfügen über zu wenige Strategien, diesem Phänomen entgegenzuwirken. Große Dürren und die Zerstörung von Ernten durch Heuschreckenplagen der letzten Jahre hat diese Problematik weiter verschlimmert. Die damit einhergehenden Ernteausfälle mancher Kleinbauern machen es ihnen teils unmöglich, sich und ihre Familien zu versorgen. Sie können weder Einkommen generieren noch andere Nahrungsmittel zur eigenen Versorgung dazu kaufen.

GESTEIGERTE LEBENSMITTELRATE

In einem vierjährigen Projekt unterstützt ADRA Kleinbauern und Haushalte in der Atsimo-Andrefana Region, widerstandsfähiger gegenüber Krisen zu werden und ihre Ernährungssituation zu verbessern. Den Menschen wird vermittelt, wie sie ihre lokalen Ressourcen besser nutzen und vor dem Klimawandel schützen. Hierfür erhalten rund 1600 Kleinbauern Schulungen und Fortbildungen, die zu verbesserten Anbautechniken, höherer Produktion sowie gesteigerte Vermarktung von Grundnahrungsmitteln beitragen sollen. Auf sogenannten „bäuerlichen Feldschulen“ und Demonstrationsparzellen werden theoretische und praktische Elemente der Fortbildung verknüpft. Die damit einhergehende gesteigerte Versorgungsrate kommt den Menschen im Projektgebiet auch insofern zugute, dass sie die im Land weit verbreitete chronische Unterernährung bei Kindern bekämpft. ADRA hilft den Bauern dabei, sich untereinander besser zu vernetzen und kleine Produktionsgemeinschaften einzurichten. Hierzu zählt auch, die Bevölkerung für gesunde Ernährung und deren Einfluss auf die Entwicklung von Kleinkindern zu sensibilisieren.

FÜR KATASTROPHEN GEWAPPNET

Zusätzlich werden die lokalen Regierungen und Dorfgemeinschaften durch Ausbildungsmaßnahmen im Bereich der Katastrophenvorsorge und Frühwarnsysteme sowie der Erarbeitung von Plänen zur Reduzierung von Risiken gestärkt. ADRA unterstützt die Bewohner des Projektgebiets darin, Dorf-Komitees für die Katastrophen- und Risikovorsorge und das Ressourcenmanagement zu gründen, um die Widerstandsfähigkeit der Dörfer und Gemeinden zu stärken. Die Mitglieder der Komitees und der Verbände erhalten Fortbildungen, um bestehende Infrastrukturen zu schützen, potentielle Risiken zu erkennen und die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Hierfür werden Vorsorgemaßnahmen in den Privathaushalten sowie im landwirtschaftlichen Bereich vorgenommen. Insgesamt kommt das Projekt rund 25.000 Menschen zugute.

 

Projektlaufzeit: 10.11.15 – 30.06.19

Dieses Projekt wird gefördert durch