2022_10_26_Besuch Haushaltsausschuss ©ADRA Ukraine

Gemeinsame Erklärung von 30 im Jemen tätigen Nichtregierungsorganisationen

Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags besucht ADRA in der Ukraine

Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags besucht ADRA in der Ukraine

Am Mittwoch, den 26.10.2022, besuchte eine Delegation des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags ADRA in der Ukraine. Die Abgeordneten sprachen mit ADRA-Mitarbeitern aus Deutschland und der Ukraine über die laufenden Projekte, anstehende Herausforderungen und die Arbeit im Allgemeinen. Schwerpunkt des Gesprächs war die ADRA-Nothilfe „für besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen“ in der Ukraine selbst.

Weiterstadt, den 27.10.2022.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Arbeit von ADRA den Vertreterinnen und Vertretern des Deutschen Bundestags vorstellen durften. ADRA begleitet Menschen aus der Ukraine und sorgt für ihr Überleben. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnern und mit dem Auswärtigen Amt kümmern wir uns um mehr als 50.000 Geflüchtete in der Ukraine, Polen, Rumänien, Ungarn, Slowakei und Moldawien. An die Menschen werden Lebensmittelpakete, Hygieneartikel und Bargeld verteilt, um akute Bedürfnisse zu decken. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die sogenannten „vulnerablen Gruppen“: ältere Menschen, Frauen und Kinder müssen besonders geschützt und berücksichtigt werden“, berichtet Christian Molke, Vorsitzender des Vorstands von ADRA Deutschland e.V. „Teil der Nothilfe von ADRA ist auch eine psychologische Unterstützung. Die vielen Menschen aus der Ukraine, die Leid, Zerstörung und Krieg erlebt haben, müssen ihre traumatischen Erlebnisse verarbeiten können. Mit einem Team von Psychologinnen und Psychologen steht ADRA ihnen zur Seite“, so Molke.

Im Vorfeld des Besuchs nahm Christian Molke an einem „Runden Tisch“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über den Wiederaufbau in der Ukraine teil. Der „Runde Tisch“ diente der Vorbereitung einer internationalen Expertenkonferenz über den Wiederaufbau, die ebenfalls diese Woche in Berlin stattfand.


„ADRA war schon vor der Eskalation des Krieges im Februar an der Kontaktlinie für die Menschen da. Von 2014 – 2020 leistete ADRA Deutschland e.V. humanitäre Hilfe in den Gebieten Donezk und Luhansk. Die Projektinhalte ähneln sich zu den aktuellen Projekten: Schutzraum für Zivilisten, Reparatur von Wohnraum, psychosoziale Gesundheitsmaßnahmen, Zugang zu medizinischen Basisdienstleistungen, Nahrungsmittel- und Trinkwasserversorgung. Wir stehen weiterhin bereit, um beim Wiederaufbau zu helfen und Zerstörung durch Spezialfeuerwehrfahrzeuge zu minimieren. Vor dem Wiederaufbau kommt allerdings erst einmal die kalte Jahreszeit. Mit dem eintreffenden Winter ändert sich auch die Aufgabenstellung. In der Ukraine fallen die Temperaturen auf -20 Grad Celsius und Millionen von Ukrainerinnen und Ukrainern müssen in beschädigten Wohnungen bzw. Häusern zurechtkommen. Sie haben keinen ausreichenden Schutz vor dem harten Winter. ADRA beteiligt sich mit einem Zuschuss an Miet- und Heizkosten für bestimmte Haushalte, damit Menschen in ihren warmen Unterkünften auch bleiben können. Manchmal ist es aber angeraten den Wohnort zu verlassen. In diesen Fällen bietet ADRA eine Evakuierung in sichere Unterkünfte in den Nachbarländern an. Darüber hinaus baut ADRA 70 leerstehende Gebäude zu winterfesten Notunterkünften um. In Erwartung des Winters werden dringend zusätzliche Mittel benötigt, um Familien in der Ukraine zu helfen. Wir hoffen sehr, dass uns institutionelle Geldgeber, wie z.B. das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), aber auch private Spenderinnen und Spender bei dieser Aufgabe weiter unterstützen“, appelliert Molke abschließend.

Jetzt Spenden

Zur Finanzierung der humanitären Arbeit ist ADRA auf Spenden angewiesen. Jede Unterstützung macht einen Unterschied für die Menschen in Not. Bitte spenden Sie an ADRA Deutschland e.V.

Direkt online Spenden unter dem Stichwort „Hunger

Unser Spendenkonto:

ADRA Deutschland e.V.

IBAN: DE87 6602 0500 0007 7040 00

Stichwort: Hunger

Teilen auf:

Teilen auf:

Pressekontakt ADRA Deutschland e.V.

ADRA_Matthias-Münz

Matthias Münz

Referent Öffentlichkeitsarbeit

Wenn Sie regelmäßig aktuelle Presseinformationen von uns per E-Mail erhalten möchten, nehmen wir Sie gerne in unseren Presseverteiler auf.
Schreiben Sie uns an [email protected] oder melden Sie sich über das untenstehende Formular an. 

Weitere Pressemitteilungen

Landwirtschaft in Vietnam, drei Menschen begehen ein Feld
Presse

ADRA auf dem Weg zur Klimaneutralität

Im August 2019 startete ADRA Deutschland e.V. gemeinsam mit drei weiteren Länderbüros ein Pilotprojekt zur Emissionsreduzierung. Zunächst wurde der Ausstoß an Treibhausgasen ermittelt und ein Leitfaden zur Co2-Reduzierung erarbeitet. › mehr dazu

Skip to content