Frieden auf Erden!

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, liebe Freunde von ADRA,

Weihnachten ist die Zeit des Friedens, der Besinnlichkeit und der Dankbarkeit. Wir sind Ihnen von ganzem Herzen dankbar für Ihre Unterstützung im Jahr 2019.

Wir freuen uns darauf mit Ihnen den eingeschlagenen Weg voranzuschreiten. Gemeinsam können wir es schaffen, die Welt ein bisschen besser zu machen, jeden Tag. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind in diesem Jahr besonders bei den Kindern. Sie leiden am stärksten unter Gewalt, Klimaveränderungen und gewalttätigen Konflikten.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest im Kreis Ihrer Lieben, Ihnen und euch wünschen wir Gesundheit, Freude und Wohlergehen.

Schreiben Sie uns Ihre Weihnachtswünsche an redaktion@adra.de.

Myanmar – Bildung in Konfliktgebieten

Bildung ist einer der Kernkompetenzen von ADRA Deutschland und dem globalen ADRA-Netzwerk.

In den letzten fünf Jahren hat ADRA Deutschland über 50 Millionen Euro dank der Geber in Projekte investieren können, deren Fokus Bildung war. Fast eine Million Begünstigte haben davon profitiert.

Der südostasiatische Staat Myanmar, früher Birma oder Burma, beheimatet mehr als 100 ethnische Volksgruppen. Die birmanische Sprache ist die offizielle Landessprache, jedoch sprechen die meisten Volksgruppen ihre eigene Sprache, was ein babylonisches Sprachgewirr zur Folge hat. Gemeinsam mit ADRA Myanmar und ADRA UK ist ADRA Deutschland am Aufbau eines ethnisch angepassten Bildungssystems beteiligt. Das Projekt wird von der Europäischen Union finanziert und richtet sich an einheimische Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulen in zehn Bundesstaaten. Insgesamt sind fast 384.991 Lehrer und Schüler, als auch 4.927 Schulen Bestandteil des Programms.

Im Vordergrund steht die Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer. Zusätzlich werden Schulen durch Managementtraining und Unterrichtsmaterial unterstützt, Schülerinnen und Schüler bekommen außerschulische Angebote.

Neben der direkten Arbeit in den Bildungseinrichtungen wirkt das Projekt CASE2Learn (Conflict Areas Support for Education 2 Learn) zudem durch einen politischen Dialog zwischen Bildungsträgern und Regierung über wichtige Fragen der Bildung, bis hin zur Entwicklung einheitlicher Bildungsrahmenbedingungen.

CASE2Learn findet explizit in Konfliktregionen in Myanmar statt, die zwischen Stabilität und Fragilität schwanken. Viele der Menschen in diesen Gebieten benötigen nach Gewalt und Naturkatastrophen dringend humanitäre Hilfe. CASE2Learn symbolisiert den Übergang zwischen der kurzfristigen humanitären Hilfe zu langfristiger Entwicklungszusammenarbeit und soll fast 400.000 Menschen erreichen. ADRA hilft der Bevölkerung durch bessere Bildung eine Resilienz gegenüber Konflikten und Naturkatastrophen aufzubauen sowie chronische Armut und soziale Benachteiligung zu bekämpfen.

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DAS PROJEKT WIRD GEFÖRDERT DURCH DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION.

Christian Molke neuer Vorsitzender des Aufsichtsorgans von „Aktion Deutschland Hilft“

Vorsitzende von Aufsichtsorgan und Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“ übergeben ihre Ämter symbolisch an ihre Nachfolger (von links nach rechts): Christian Molke (ADRA Deutschland), Ingo Radtke (Malteser International), Bernd Pastors (action medeor) und Edith Wallmeier (Arbeiter-Samariter-Bund).

Seit 2001 arbeiten deutsche Hilfsorganisationen im Katastrophenbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ zusammen, um im Fall einer humanitären Krise Kräfte zu bündeln und schnelle und zielgerichtete Hilfe zu leisten. ADRA Deutschland ist Gründungsmitglied.

Das Katastrophenbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ startet mit einem Generationenwechsel ins neue Jahr. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung fanden gleichzeitig Wahlen der Mitglieder für den Vorstand und das Aufsichtsorgan statt. Christian Molke, Vorstand von ADRA Deutschland, wurde zum neuen Vorsitz des besonderen Aufsichtsorgans gewählt. Der Vorstand und das besondere Aufsichtsorgan haben eine wichtige Beratungs-, Beschluss- und Kontrollfunktion inne.

Gemeinsam schneller helfen – unter diesem Motto werden im Katastrophenfall Hilfsmaßnahmen innerhalb der Mitgliedsorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ koordiniert und effizient eingesetzt. Dadurch werden sowohl Überschneidungen von Maßnahmen als auch Versorgungslücken vermieden. Laut der Vereinten Nationen steigt die Zahl der humanitären Krisen und Konflikte weiter an. „Für 2020 rechnen wir mit fast 168 Millionen Menschen, die humanitäre Hilfe und Schutz brauchen werden. Das entspricht einem von 45 Menschen auf diesem Planeten. Das ist der höchste Stand seit Jahrzehnten“, so UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock.

Hilfsorganisationen stehen vor immer neuen Herausforderungen

„Um diese bewältigen zu können, befindet sich das gesamte humanitäre System in einem massiven Wandel“, sagt Edith Wallmeier, die neu gewählte Vorstandsvorsitzende von „Aktion Deutschland Hilft“. „Und es geht hierbei nicht nur um eine Sanierung des Systems: Der Aufgabenbereich für Nichtregierungsorganisationen muss erweitert werden und sie müssen sich zum teil neu aufstellen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in unserem Vorstand und dem besonderen Aufsichtsorgan fühlen wir uns dieser großen Aufgabe auch weiterhin gewachsen und werden als Bündnis deutscher Hilfsorganisationen die Zukunft der humanitären Hilfe mitgestalten“, fügt Wallmeier zu.

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Am 10.12. ist Welttag der Menschenrechte

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, lautet der erste von 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte. 1948 wurden sie von den Vereinten Nationen verabschiedet und sind für Menschenrechtsverteidiger weltweit die wichtigste Berufungsgrundlage. Die Menschenrechte gelten längt nicht für jeden in gleichem Maße – daran soll der internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember jedes Jahr erinnern. In den 30 Artikeln werden u.a. das Recht auf Nahrung, das Recht auf Abwesenheit von Sklaverei und Folter, das Recht auf Religionsfreiheit oder das Recht auf Bildung festgesetzt. Die Debatten über Gültigkeit und Umsetzung dagegen enden nicht.

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Anti-Korruptionstag: Bremsklotz Bakschisch

Der Welt-Anti-Korruptionstag findet seit 2003 jährlich am 9. Dezember statt. Jedes Jahr werden 1 Billion US-Dollar (1.000.000.000) an Bestechungsgeldern gezahlt, während schätzungsweise 2,6 Billionen US-Dollar (2.600.000.000) jährlich durch Korruption gestohlen werden[1]. Korruption ist kein Kavaliersdelikt. Durch Korruption wird die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in allen Teilen der Gesellschaft untergraben und Ungleichheit gefördert.

ADRA zahlt keine Bestechungsgelder!
Als spendenfinanzierte Hilfsorganisation ist ADRA das Vertrauen der Spenderinnen und Spender extrem wichtig. Die NGO geht verantwortungsvoll mit den Geldern von privaten und öffentlichen Geldgebern um. Die Zahlung von Bestechungsgeldern kommt für ADRA deshalb nicht in Frage!

Um das auch in den fragilsten Kontexten, in denen ADRA tätig ist, umzusetzen, gibt es mehrstufige Mechanismen, die dies verhindern und die Verausgabung der Projektmittel transparent machen. ADRA Deutschland ist in der Lage, genau alle getätigten Ausgaben nachzuvollziehen und prüft Projekte in regelmäßigen Abständen daraufhin.

Im jährlichen Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perception Index – CPI) von Transparency International sind 180 Länder aufgeführt. Deutschland steht auf Rang 11, knapp nicht unter den Top Ten. ADRA arbeitet auch in Länder, die nicht so positiv dastehen: Burkina Faso steht auf Platz 78 der Rangliste, Albanien auf Rang 99, Schlusslicht und gleichzeitig Einsatzgebiet der Entwicklungszusammenarbeit ist Somalia. Deshalb gibt es sehr hohe Auflagen für die Entwicklungszusammenarbeit mit Somalia. So werden Finanzmittel von Nairobi aus gesteuert. Nur bei konkreten Bedarfen werden Gelder mit einem Finanzdienstleister geschickt. Hier wird jede Ausgabe vorher und hinterher eingehend geprüft. Zudem reisen Finanzfachkräfte regelmäßig in die Büros in Somalia und bauen Kapazitäten auf, um eine gute Buchhaltung zu garantieren. Nicht nur Finanzfachkräfte reisen, auch die Belege ‚reisen‘ regelmäßig nach Nairobi und werden dort geprüft.

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[1] Quelle: https://www.un.org/en/events/anticorruptionday/

„Wir wollen den Menschen zeigen, was hier los ist“

Die 19jährige Anna ist über das Freiwilligenprogramm ADRAlive in Albanien. Sie unterstützt ADRA Albanien bei der Soforthilfe nach dem Erdbeben.

Trotz der hohen Arbeitsbelastung stand uns Anna für ein Interview zur Verfügung. Darin schildert sie, wie sie das Erdbeben Ende November erlebte, wie ihre Arbeit aussieht und welche Maßnahmen jetzt anstehen. 

Die Arbeit von ADRA Deutschland in Albanien wird unterstützt durch das Auswärtige Amt.

ADRA Bio: Social Business geht in die nächste Runde

Zur Finanzierung der Projekte von ADRA Deutschland hat sich Social Business als dritte Säule etabliert. Neben den ADRAshops wird ADRA Bio die neue Plattform für ökologisch hergestellte Agrarprodukte werden. Im Rahmen einer internationalen Business-Konferenz beschließen ADRA-Regional- und Länderdirektoren von vier Kontinenten ein Modellprojekt.

Mitte November kommen im südhessischen Weiterstadt 16 ADRA Netzwerk Vertreter aus den Kontinenten Afrika, Südamerika, Asien und Europa zusammen um sich auszutauschen und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten.

In den zwei Tagen der Business-Konferenz beschließen die Teilnehmer, im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit weitere Pilotprojekte im Bereich ökologischer Landwirtschaft gemeinsam zu planen und umzusetzen und die Einrichtung einer digitalen Warenbörse voranzutreiben. Mit diesem Ansatz soll die Unabhängigkeit der geförderten Landwirtinnen und Landwirte gegenüber dem Zwischenhandel gestärkt werden. Die Erzeuger, z.B. Quinoa-Bauern in Peru, oder Cashew Nuss Plantagenbesitzer in Ghana, erhalten die Chance ökologisch und sozial fair hergestellte Waren zu verkaufen, ohne die Erlöse mit einem Zwischenhändler zu teilen. Die Gewinne können in das eigene Unternehmen reinvestiert werden. Damit stärkt ADRA Bio die Position der Hersteller und garantiert faire Preise für eine nachhaltige Produktion.

Die ADRA Bio eCommerce Warenbörse wird, einmal verwirklicht und fertiggestellt, allen Interessierten zur Verfügung stehen. Der Handel mittels dieser online Plattform wird den Erzeugern die Wertschöpfung vermehren und den Zugang zum lokalen, wie auch zum internationalen Markt wesentlich erleichtern. Darüber waren sich alle Anwesenden einig.